Beiträge von SheltiePower

    Aber ihr könnt mir doch nicht sagen, dass ihr 1 oder 2 Stunden mit dem Hund lauft, ihr beide entspannt durch die Gegend tingelt und NIE schweifen mal für einen Moment Eure Gedanken ab.

    Ich rede jetzt nur mal von mir!


    Mir ging es mal nicht so gut, Streß auf der Arbeit, mußte mich mal abschalten, und eine größere Runde würde uns (also mir und den Hunden) gut tun.

    Was habe ich gemacht?

    Damals war das noch die Schleppleinen, geholt, Hunde dran gemacht, und gelaufen. Ich konnte entspannt laufen, mir so meine Gedanken machen, und die Hunde waren für den Fall der Fälle sicher in meinen Händen.


    Wenn es mir gut geht, und ich keinen Streß habe, kann ich entspannt durch die Gegend tingeln, mir über dies und das so meine Gedanken machen, aber trotzdem ist mein Auge dann bei den freilaufenden Hunden!

    Das Beobachten geschieht doch, weil auftrainiert, quasi schon unterbewußt. Körperspannung ändert sich? Also reagiere ich schon! Idealerweise, bevor der Hund durchstarten kann!


    Ich verstehe schon, worauf Du hinauswillst!

    Ganz ehrlich: solange mein Hund sich noch in der Ausbildung befindet, vieles noch nicht einmal funktioniert, und ich mir auch nicht die Zeit nehme, den Hund gescheit für bestimmte Situationen zu trainieren, so daß ich mich eben nicht auf ihn verlassen kann, bzw. mich darauf verlassen kann, daß der Hund auf jedem Fall hinterm Wild herrennen wird, kommt als Konsequenz KEIN Freilauf in Frage!

    Und ja, ich habe das mit meinen Hunden geübt, und zwar mit allen Dreien!

    Die erste sogar ganz bewußt an Kaninchen, die sich bei uns im Waldsportplatz befinden, und schon mal eine Weile dort sitzen bleiben, wenn man auf der anderen Seite den Platz entlang läuft. Ich habe die Arbeit und die Zeit investiert, damit ich meinen Hund ableinen konnte!

    Aber, das geht nur über gescheite Ausbildung, Vertrauen, und wenn ICH aufmerksam bin.

    Das kann nicht funktionieren, wenn schon in der Übungssituation der Hund IMMER weglaufen kann :ka:

    Was soll der denn dabei lernen?

    Jagen, oder wahlweise andere Hunde anfallen, bzw. fremde Menschen belästigen ist schön!

    Jede noch so winziges Erfolgserlebnis beim Hund bringt Dich um (Licht-) Jahre zurück in der Ausbildung!

    Du kämpfst dann immer gegen starke Dämonen an!


    Also gibt es, gerade jetzt, NUR Entweder - Oder Situationen für Dich.

    Willst Du über Medikamente nachdenken, oder anderweitig abschalten (was Du durchaus darfst!), dann leine den Hund eben vernünftig an!

    Willst Du genau das aber nicht, dann halte Deine Aufmerksamkeit 100% beim Hund!

    In diesem Fall gibt es wirklich kein Grau, sondern nur Schwarz oder Weiß!

    Das muß DIR bewußt sein!

    Noch einmal kurz was hierzu:

    Ihr wisst, was ich meine, es gibt immer mal Situationen, wo man geistig nicht 100 % beim Hund ist.

    Ich habe natürlich auch so mal Momente, wo ich nicht 100% beim Hund sein kann.

    Dann hole ich die Flex, der Hund kommt da dran, und ich kann "abwesend" laufen, Hund hat trotzdem seinen Radius, in dem der sich frei bewegen kann.

    Gerade, wenn ich weiß, daß der Hund noch so tickt, muß ich auch so arbeiten!

    Entweder kann ich mich auf den Hund konzentrieren, oder der Hund bleibt an der langen Leine, und ich kann auf diese Weise das Schlimmste verhindern!

    Aber ernsthaft, wer schafft das? Und ich meine keine geistige Abwesenheit von mehreren Minuten. Manchmal reicht es für Sekunden nicht 100 % beim Hund zu sein.

    Ja, solche Situationen habe ich natürlich auch, wenn ich gerade ein schönes Motiv gefunden habe, was ich fotografieren möchte. Und das dauert halt seine Zeit, bestimmt mehr als nur 10 Sekunden!

    Ich bin dann auch nicht mehr zu 100% beim Hund, und trotzdem kann ich mich auf sie verlassen!

    Die setzt sich nämlich in meiner Nähe hin und wartet brav, bis ich fertig bin, oder schnüffelt ein paar Schritte von mir weg an der "Hundezeitung".

    Das habe ich nicht aufgebaut. Sehr wohl aber bestätigt, als sie es mir so angeboten hat. Sprich, sie wird sehr gut für ihr Verhalten belohnt. Immer!


    Solange Du weißt, daß Du Dich noch nicht auf Deinen Hund verlassen kannst, wirst Du eben mehr beobachten, oder halt den Hund an der Leine lassen müssen :ka:


    Wie gesagt, jedes Verhalten hat irgendwelche Konequenzen, bzw. führt anschließend zu neue Konsequenzen!

    Nur so kann sich was ändern!

    Ansonsten gibt es doch keinen Grund mit etwas aufzuhören, oder was Neuem anzufangen! ;)

    Und wann ist dann der Zeitpunkt gekommen, dass ich sagen kann, jetzt klappt es auch im richtigen Freilauf, hey, jubel, Leine ab? Wenn es 100 Tage an der Schlepp fehlerlos geklappt hat? 200?

    Ich würde so nicht gehen wollen.

    Nicht nach der Methode "Unfallfrei seit x Tagen".


    Mal eine Frage, beobachtest Du denn Hund, während Du spazieren gehst?

    Die nächste Frage wäre, klappt das Lesen vom eigenen Hund sehr gut?

    Meist kann man nämlich schon durch Beobachten vom Hund erkennen, DA ist was. Der Hund nimmt eine ganz bestimmte Körperaltung ein. DAS ist der Moment, wo von Dir schon was kommen muß.

    Dreht sich der Hund dann sofort zu Dir herum, ist es okay, das kann verstärkt werden.

    Fängt der Hund da schon an Dich zu ignorieren, kann man schön an die Ohrenhaltung sehen, eins zuckt leicht in Deine Richtung, weil Du was gesagt hast, aber sonst nichts, der Hund konzentriert sich weiterhin auf das Andere, das Spannendere - somit ist für mich das Signal, daß der Hund noch nicht frei laufen darf :ka:

    Gibt schon einladenes Gehampel und Gequassel von mir.

    Ähm,

    also,

    für mich liest sich da noch nach einem Fehler im Aufbau :ka:

    Warum noch Hampeln und Quasseln müssen? =)

    Ich habe zwar nun eine neue, aber es ist schwer, den "ernstfall" zu üben, da nicht immer grade eine starke Ablenkung dahergehoppelt kommt, wenn man sie mal braucht.

    Es sollte schon möglich sein, gezielt mit Reizen trainieren zu können.

    Du kennst doch sicherlich Gebiete, die voll von Häschen sind :???:

    Und selbst wenn, es gibt auch im Training Möglichkeiten, Ablenkungen anderer Art herzustellen! Ganz gezielt!


    Gibt es das wirklich? Die Hunde, die IMMER auf den Rückruf reagieren?

    Das wäre sicherlich bißchen zuviel behauptet.

    Aber ja, wenn ich weiß, daß der Rückruf gar nicht oder nur selten funktioniert, dann gibt es als Konsequenz keinen Freilauf!

    Es sollte immer irgendwelche Konsequenzen haben!

    Bei Rassen, die nicht für die Jagd gezüchtet wurden, ist es etwas einfacher, aber auch da muß man schon Arbeit reinstecken! Von nichts kommt nichts!

    Jedes Erfolgerlebnis vom Hund, und das Rennen ist schon ein Erfolgserlebnis, bedeutet, daß man beim Training wieder bei Null anfängt. Realistischer sogar eher bei -10! Schließlich muß ja dieser "Erfolg" auch erst mal wieder "gelöscht" werden!


    Unser Rückruf funktioniert i.d.R. gut, aber eben nicht in 100 %.

    Ich würde mal behaupten, 100% ist nicht so realistisch.

    98% ist gut!

    Alles, was weitaus weniger als 80% ist, ist total unsicher!

    So lange es unsicher ist, nur mit Schleppleine "Freilauf"! :ka:

    Rückruf üben!

    Dann Ablenkung reinbauen. Man kann mit leichten Dingen anfangen, und es dann steigern.

    Und das auch gerne über einen längeren Zeitraum hinweg, bevor man überhaupt erst auf die Idee kommen kann, daß man die Leine auch wieder abmachen könnte.

    Hab mir den Aufbau von einer Trainerin zeigen lassen und das klappte perfekt.

    Ehrlich gesagt, wäre das jetzt meine erste Anlaufstelle!

    Du hast jemanden vor Ort, der das System mit Dir aufgebaut hat, und kann jetzt doch auch sehen, wo Dein Fehler ist und Dich korrigieren :ka:

    Ich finde, es reicht jetzt auch mal so langsam ;)

    Ob ein Hund "schwierig" ist, oder nicht, liegt auch am Typ Mensch!

    Nicht jeder paßt zu bestimmten Rasseneigenschaften. Dies ist einfach so! Und das sollte halt auch bei der Welpenanschaffung berücksichtigt werden.

    Es reicht nicht, nur nach der hübschen Optik zu gehen, oder bei bestimmten Rassenbeschreibungen sich gewisse Dinge darunter (passend) vorzustellen, und sich beim Rest zu denken "ist ja auch nur ein Hund, braucht Erziehung, muß Futter bekommen und Auslauf" :ka:

    Haben nicht alle Hundebesitzer mal klein angefangen und waren überfordert? Kompetenz entsteht durch Erfahrung, die ich halt noch nicht habe.

    Ohne es wirklich böse zu meinen,

    aber dann wäre die Frage, wieso muß es dafür ein Border Collie sein?

    Hätte man dann nicht mit etwas einfacheren anfangen können, und sich langsam, nach Erfahrung um Erfahrung, sich zu einem Border "hocharbeiten" können? =)