Also
Am Hundeplatz durften alle Hunde sich mal beschnuppern das ist eine Gruppe aus vielen Welpen und paar Junghunden und Lui ist der älteste. Er ist so stolz über den Platz gegangen und wollte da auch jeden maßregeln und eben dominieren mit aufsteigen etc.
Das kann auch aus einer Unsicherheit hervorgehen.
Nicht bei jedem Hund ist das Aufreiten rein sexuell motiviert.
Das "Stolzieren" kann auch als eine Art "Vertuschung" der eigene Unsicherheit angesehen werden. Kennt man sogar von Menschen dieses Verhalten. Bloß nicht zeigen, daß man sich unwohl fühlt, daß man unsicher ist, lieber zeigen daß man "Eier in der Hose hat", damit man hoffentlich von den anderen in Ruhe gelassen oder zumindest ernst genommen wird.
Auch das "Maßregeln" der anderen Hunde kann durch die eigene Unsicherheit entstehen. Hund fühlt sich nicht wohl, kann die anderen schlecht einschätzen, oder mag das wilde Gerenne, Herumgehampel nicht, also wird dann versucht, den anderen Hunden den eigenen Willen aufzuzwingen.
Er hat am Hundeplatz auch nicht gehört beim Training sondern ist dann immer weggelaufen und hat alles markiert
Ich kenne so ein Verhalten auch. Da rennt der Hund plötzlich los und pinkelt erst einmal. Das passiert manchmal auch öfters.
Hier ist ganz klar erkennbar gewesen, daß es für den Hund noch viel zu viel gewesen war und er seinen Streß erst einmal "rauspinkeln" mußte. Auch die Trainer hatten das so kommuniziert.
Diesen Hunden wurde halt so geholfen, daß sie zwischendurch mal raus aus der Situation kommen durften, sprich, mal zusammen mit seinem Halter mehr von der Gruppe entfernen sollen, und auch keine direkte Interaktionen mit anderen Hunden haben mußten.
Also kein Spielen, und auch keinen direkten Blickkontakt (statt in einem Kreis stellen sich alle mit Abstand in einer Reihe auf), und eben diese etwas größere Distanz.
Daher bekommt er den „Stempel“ auch weil es einfach so ist und ich damit dann arbeiten muss. Mit so einem Hund muss man anders trainieren oder anders drauf schauen als
Ich stimme Dir soweit zu, daß jeder Hund anders betrachtet und somit auch nach Bedarf und wie er es braucht anders trainiert werden muß.
Gar keine Frage!
Das Problem mit dem "Stempel" ist halt, daß dies oft so endgültig klingt. Wie in Stein gemeißelt.
Was ist, wenn der Stempel den falschen Aufdruck hatte, und dies eigentlich korrigiert werden müßte?
Das muß man halt auch erkennen, und dann sein Training auch entsprechend umdenken und anpassen.
Ja, gute Trainer sind manchmal schwer zu finden, und manchmal auch nicht wirklich billig. In dieser Hinsicht kann man nichts raten.
Ich bin bei Problemfällen ohnehin ein Fan davon, daß dies sich ein Trainer vor Ort anschauen sollte, denn meistens können sie am besten helfen.
Wenn es wirklich gute Trainer sind, dann wird es auch.
Doch, manchmal ist es halt so, daß manches zwar gut klingt, und das Training sich auch gut anfühlt, bzw. die Chemie zwischen den Menschen gut paßt, aber trotzdem leider die falschen Ansichten und / oder Trainingsmethoden haben, oder nur Schema F können und keinen Plan B, C und D haben, wenn man was nicht so funktioniert, wie es eigentlich laufen sollte.
Nur, daß kann man am PC noch schlechter beurteilen. Da muß Dein Bauchgefühl ran.
Worum ich Dich nur bitten möchte, ist, gib dem Hund mal eine Chance, und laß Dich mal darauf ein, daß eventuell der "Stempel" der falsche gewesen sein könnte. Was ist, wenn man manches unter anderen Gesichtspunkten betrachtet und somit zu anderen Vorgehsweisen mit dem Hund agiert?
Zu dem hier:
Anzeichen für einen dominanten Hund:
Er liegt gerne erhöht.
Weil er damit alles im Blick hat und sofort eingreifen kann und muss, wenn sein schwacher Mensch einen Fehler macht, den er für seine Zwecke ausnutzen kann.
Vielleicht aber auch, weil es interessant ist, zu beobachten, was alles um ihn herum passiert, dieser Platz einfach gemütlich und warm ist.
Er liegt immer an MEINEM Platz am Sofa ohne wegzugehen wenn ich komme. Sobald jemand diesen Platz nähert knurrt er weil er diesen verteidigen möchte.
Hier arbeiten wir dran er darf nur noch mit Kommando hoch.
Er liegt gerne in der Nähe von Türen.
Weil er damit der Erste ist, der mitbekommt, wer rein oder raus möchte, und jeden Schritt seiner Menschen kontrollieren kann.
Vielleicht aber auch, weil er sich darauf freut, dass seine Menschen wieder zurückkommen, oder er einfach auf den nächsten Spaziergang wartet.
Er liegt immer im Flur auf einer Box also wieder erhöht und sobald da jemand vorbei geht kontrolliert er dieses Tier und ist wachsam also kein entspanntes schlafen
Er liegt gerne im Weg.
Weil er seine Menschen damit einschränken kann und diesen vorschreibt, wo sie gehen dürfen oder eben auch nicht.
Vielleicht aber auch, weil er sich einfach gerne in der Nähe seiner Menschen aufhält.
Ich fand es anfangs ziemlich lustig weil er egal in welchen Zimmer teilweise mal mitten im Raum schläft, er macht das vor allem im Wohnzimmer oder Flur und hier hab es auch schon Eskalation als mal eine Katze vorbei wollte, unterbinde ich daher auch
Er verteidigt Spielzeug oder Futter.
Weil nur dominante Rudelmitglieder Ressourcen für sich beanspruchen dürfen.
Vielleicht aber auch, weil er gelernt hat, dass diese Dinge wirklich in Gefahr sind, da seine Menschen nichts Besseres zu tun haben, als ihm gerade überlassene Dinge sofort wieder streitig zu machen, und das auch noch ohne jeden ersichtlichen Grund.
Ja er verteidigt das Sofa, das Spielzeug von Texas obwohl jeder sein eigenes hat, teilweise mal das Futter wenn Texas zu langsam hingeht und bei Knochen ist es besonders schlimm
Er geht vor seinem Menschen durch Türen.
Weil er sich ranghoch fühlt und das „Rudel“ anführen muss.
Vielleicht aber auch, weil er es einfach nicht erwarten kann, bis der schöne Spaziergang losgeht, und sich freut.
Ja macht er jedes Mal egal ob wir heim gehen oder raus
Er läuft bei Spaziergängen voraus.
Weil er die Führung übernehmen will und allen zeigen muss, wo es lang geht.
Vielleicht aber auch, weil er einfach schneller ist und es ihm Spaß macht zu laufen.
Wenn wir alleine sind ja, wenn wir zu zweit sind nein, da Texas so schnell geht kommt der kleine oft nicht so schnell nach und geht eher hinter uns
Er reagiert aggressiv auf Artgenossen oder Menschen.
Weil er damit seine dominante Stellung deutlich machen möchte.
Vielleicht aber auch, weil er gelernt hat, dass er sich durch aggressives Verhalten verteidigen und schützen muss. Viele Menschen verhalten sich nämlich ausgesprochen unhöflich, indem sie körpersprachliche Signale ignorieren und davon ausgehen, dass der Hund sich anfassen lassen muss, nur weil sie selbst das gerade gerne möchten!
Ja das macht er eben gegenüber den Katzen oder Texas das er da auch mal schnappt wenn die ihr Spielzeug holen oder Futter oder auch aufs Sofa wollen
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ähm ja, das klingt so nach einem uralten Modell.
Vieles von dem stimmt nicht, ist schon längst wiederlegt, oder gar überholt worden.
Und man darf auch nicht vergessen, daß die Interpretation zum Verhalten vom Hund auch eine Falsche sein könnte. Wenn dieser Punkt schon falsch ist, kann die Wahl der Trainingsmethode dann auch nicht passen.
Ergebnis, der Hund hat wieder / erst recht / noch mehr Streß (als ohnehin schon) und die Situation hat sich für ihn gar nicht geändert, verbessert.
Das wäre dann auch eine Erklärung, wieso er immer noch weiter "markiert" 