Gruppenstunde mit "beschnuppern" finde ich völlig falsch!
Kurz was hierzu, meine eigene Erfahrungen:
Gruppenstunden an sich muß nicht verkehrt sein!
Nur, man muß es halt richtig aufbauen!
Oft schon miterlebt. Und es war richtig toll gewesen, zu sehen, wie diese Hunde dann immer mehr aufgeblüht sind. Und ihre Halter, die vorher ja alles falsch gemacht hatten, weil sie auch gedacht hatten, der eigene Hund ist der "Böse", ist zu "dominant" und muß gemaßregelt werden (Leider gibt es auch Trainer, die das so sehen, und dann sehen die auch keine Trainingserfolge, und merken auch nicht einmal, daß es an ihrer Methode liegen muß).
Heißt, das Beschnuppern der anderen Hunden entfällt völlig! Es wird mit großen Distanzen zu anderen Hunden gearbeitet! Er muß kein Kontakt aufnehmen.
Sollten die anderen Hunde mal alle gemeinsam frei laufen und miteinander "spielen", dann gehst Du kurz mit Lui raus.
Sollte mal im Training ein freilaufender Hund (durch eine Übung) in Eure Nähe kommen, dann wehrst Du den ab! Ganz klar. Nimm den Kleinen unter, oder manchmal besser hinter Dir, und dann blockst Du den anderen Hund ab.
Kann man alles üben.
Wichtig ist, der Kleine (Lui) lernt, daß er nichts regeln muß, aber auch nicht mehr erdulden muß, daß andere in seiner Nähe oder mit ihm Dinge tun, die er nicht will.
Das baut Vertrauen auf.
Er weiß dann, daß er sich sogar aktiv hinter Dich stellen kann. Dann muß Du den anderen Hund abwehren, oder blocken.
Wenn man generell einen Hund, und oft erwischt es ja eher die kleineren Rassevertretern, in so einer Situation "alleine" läßt, weil, die anderen sind doch so lieb, die wollen doch nur spielen, die regeln das schon unter sich, sorgt erst dafür, daß dieser Hund eben sich selbst eine Art Schutzschild "bastelt".
War ein rasches Vorstoßen mit lautem Gebell DER Erfolg gewesen, ist logisch, daß diese Strategie auch beim nächsten Mal angewendet wird.
Reagieren die anderen Hunde, oder Menschen dann nicht entsprechend, ist der Streß umso größer, weil ja damit auch die Verzweiflung wächst, dieser Situation überhaupt nicht gewachsen zu sein.