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Beiträge von sahia

    Ja, ich möchte die absolute Kontrolle über meinen Hund - das ist für mich das Ideal. Mein Hund ist kein mir gleichgestellter Partner, ich bin der Chef. Punkt.


    Was genau für Tipps möchtest du hören? Eine autoritäre Ausstrahlung hat man oder man muss sie lernen. Ich bin immer konsequent - heißt Gebote und Verbote setze ich durch.
    Zerkaut der Welpe meine Schuhe, gibt’s ein klares Nein und ich tausche den Schuh gegen etwas anderes aus. Bemerke ich, dass er gerade aufm Weg ist Schuhe zu klauen, wird schon in diesem Moment die Aktion durch Abruf unterbrochen. Ich versuche unerwünschte Verhaltensweisen seinerseits durch Dinge zu ersetzen, die ich will. Merke ich , er hat seine wilden 5 Minuten und will Buddeln und herumrasen, schnappe ich mir die Leine und nutze die Energie, um Unterordnung - sprich Fuß, Sitz, Platz - zu üben. Ist er grad eh etwas müde, wird eben Ablegen geübt.
    Natürlich dauert das und es gibt Rückschläge, aber niemals lasse ich eine Handlung, die ich nicht möchte, Einfach durchgehen.


    Ich möchte auch nicht, dass er im Spiel bellt - also unterbreche diese Aktion sofort und vehement. Versucht er es im Spiel mit mir, wird sofort abgebrochen und ignoriert. Macht er es mit anderen Hunden, erntet er ein „Sch“ und bei keiner Reaktion seinerseits gibt’s nen Antipper mit 2 Fingern. Ich bleibe dabei immer ruhig und neutral im Ton, die Kommandos sind immer kurz und stets gleich. Merke ich, er spannt sich an der Leine an und wird gleich bellen, lenke ich die Aufmerksamkeit, durch Ansprache z.B., wieder auf mich und unterbreche so seinen Gedankengang.

    Ich kann nur für mein Umfeld sprechen: Da werden Junghunde mit Bedacht aufgebaut und DSH mit Froschgang gibt es da überhaupt nicht. Die LZ DSH laufen ganz normal.

    Das tut richtig gut, sowas zu hören. Es betrifft hier nicht ausschließlich DSH, aber mir fiel es in den letzten Jahren verstärkt auf, dass alle jammern, aber keiner zunächst das eigene Handeln hinterfragt.

    Sehr interessanter Thread.


    Bezüglich der DSH-Halter: Kann es sein, dass alle die Probleme auch hausgemacht sind? Wenn ich sehe, was (in meinem Umfeld) schon alles mit den jungen halbjährigen Hunden an Training angestellt wird, was das Gebäude extrem belastet - ist es da verwunderlich, dass die Gelenke mit 5-6 Jahren fertig sind?
    Oder ist das nur mein subjektiver Eindruck?

    Führung heißt für mich, die ständige, vollkommene Kontrolle über den Hund. Klingt hart? Ist durchaus so gewollt.


    In der Theorie sieht es für mich so aus, dass mein Hund nichts(!) selbst entscheidet. Ich bin derjenige, der das letzte Wort hat. Ich entscheide, ob er aufsteht, frisst, sich hinlegt, bellt. Das muss dem Hund jederzeit klar sein und wird, sobald er es hinterfragt, durchgesetzt. Verhandeln ist keine Option.


    Praktisch heißt das jedoch nicht, dass mein Hund willenlos ist. Natürlich darf er Unmut äußern, wenn ihm etwas nicht passt - doch darf er die Situation nicht selbst regeln, dafür bin ich zuständig.
    Warum ich das so sehe? Mein Hund bellt nicht nur kurz, mein Hund stellt und zerlegt den Besuch, wenn ich die Fronten nicht klar ziehe.


    Je besser mein Hund unter meiner Führung steht, umso mehr Freiraum kann ich gewähren. Ziel für mich ist es, dass mein Hund irgendwann selbstständig wacht und somit auch selbst entscheidet - sobald ich anwesend bin, hat er sich aber zu 100% unterzuordnen. Da gibt es keinen Spielraum und das erfordert einiges an Arbeit und Zeit.

    Ich wurde heute blöd angemacht, was ich denn schon wieder mit so einem riesigen Wachhund will :roll: Die bräuchte man hier gar nicht.


    Meine Antwort, auf die ich immer noch stolz bin:
    „Also meine Hunde machen einen hervorragenden Job, ich hab auf meinem Grundstück schon jahrelang kein Löwenrudel mehr gesehen, du etwa?“

    Ich löse auch mit „und ab“ auf und wenn er meint, noch weiter rumliegen zu müssen, dann ist das so.
    Da ich das gleiche Signal auch für die Freigabe des Futters und Freilauf verwende, denke ich , er kann das gut verknüpfen.


    Mein Fauli liegt halt auch viel rum und pennt - ist halt noch ein Baby.


    Ich verzweifle allerdings an seinem Schuhfetisch. Entweder ist das genetisch bedingt oder ich krieg die Hunde mit der Passion ab - aber er liebt Schuhe. :roll: Ich werd bald wahnsinnig, weil ich kaum noch Fensterbretter habe, die schuhfrei sind. Und er begreift es einfach nicht, dass Schuhe mir gehören.
    Mein alter Dicker hatte leider auch zeitlebens diesen Fetisch, war dann mal besser und als die Demenz begann, hat er damit wieder angefangen. Es ist zum Auswachsen.

    Wobei ich finde, Deppen gibt‘s in allen Alters- und Gesellschaftsschichten.


    Ich hab letztens vorm Büro 2 Studenten getroffen, die mich Ansprachen, ob Frau Dr. S. wirklich so ne verdammt heiße Granate wäre. Sie hätten gehört, ne Domina wäre ein Scheiß dagegen - die müsse man vll mal ordentlich flachlegen - blabla blablabla blabla.....


    Als ich dann mein Büro aufschloss und fragte, ob sie noch Interesse an ihrem Termin hätte, sind sie stammelnd von dannen gezogen :roll: Ich glaube, die beiden werden so schnell keine weitere Konsultation bei mir wollen.

    Oh man, so viele Antworten :hurra: das ist so toll, all eure Berichte zu lesen und so wahnsinnig interessant.


    Ich darf von mir zugeben, dass ich mir niemals einen Mischling geholt hätte bzw eine nicht anerkannte Rasse, sprich Designerhund und Co.
    Nennt mich versnobt oder oberflächlich, aber ich möchte das mein Hund eine Rasse auf Papier stehen hat und ich diese nennen kann. Klar hör ich beim BB oft „Na das ja ne komische Mischung!“, weil keiner die Rasse kennt - aber für mich ist es halt was anderes. Das so ein Papier am Ende nix wert ist, ist mir auch bewusst.
    Ich habe keine Ahnung warum, mir ist völlig bewusst, dass jeder Hund ohne genauso toll ist und ich kenne mehr als genug wunderschöne Mischlinge.
    Das ist einfach eine Kopfsache bei mir und das geb ich auch gern zu. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir das schon immer gewünscht habe, mir das „leisten“ zu können und ich das jetzt auslebe.

    Meinst du der Gentest ist da fehlerhaft?
    Ich kenne mich damit leider nicht gut aus, kann natürlich sein das solche Tests nicht immer zuverlässig sind

    Also im Bezug auf diese Ahnen-Gentests beim Menschen kann ich sagen, dass das nicht mehr als statistische Spielerei ist. Man kann zwar bestimmte Abschnitte bestimmten Ursprüngen zuordnen, die Prozente geben aber nicht an, wann dieser Teil wirklich entstanden ist.


    Heißt, auch der überzüchtete Mops wird noch zu einem bestimmten Prozentsatz Wolf in sich tragen. Eigentlich ist das nichts anderes als „science-washed“ Kartenlegen

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