Also, bei mir geht das Altern definitiv mit mehr Krankheiten einher. Als ich jung war, hatte ich viel von dem Zeug nicht. Eher mal eine Erkältung oder so. Aber nicht das, was ich jetzt so habe. Aber vielleicht bin ich da anders als andere. Wie auch immer, mich schockt das jetzt eher wenig.
Mich wühlt das Thema emotional übrigens nicht so auf. Also, klar, wenn meine eigenen Hunde was haben, dann wühlt mich das immer auf, egal wie alt sie sind. Aber beim sachlich drüber Sprechen bin ich da eigentlich eher unemotional.
Ich grübele gerade, ob dieses vehemente sich dagegen Wehren etwas damit zu tun hat, dass man nicht wahr haben möchte, dass Altern mit mehr oder weniger krank werden zu tun hat.
Vermutlich ist es die negative Assoziation dazu? Oder der Trend bei Menschen, dass man ewig jung bleiben muss.
Meine Cooma hat eine altersbedingte Schilddrüsenunterfunktion. Ja, die funktioniert nicht mehr richtig, wegen der Abbauprozesse aufgrund des Alters. Trotzdem ist es eine Erkrankung.
Vielleicht habe ich einfach nicht so negative Verknüpfungen zu den Begriffen, sondern nutze sie in einem sachlichen Kontext. So wie ich das Wort Strafe im Training auch sachlich nutze, aber immer wieder feststelle, dass mein Gegenüber das dann sofort versucht blumig zu formulieren wie "das ist Grenzen setzen und keine Strafe", in irgendwelche unnötigen Rechtfertigungen verfällt usw ...
Bin nicht sicher, ob das mit dem Link funktioniert. Im Video ist NICHT mein Hund, aber es ist ein Hund, der träumt und im Traum läuft. So sieht das Verhalten von Balu aus, ausser dass er dabei wach ist.
Das sind Krämpfe. Ich würde dringend einen Neurologen aufsuchen.
Nein ich meine da gar nicht unbedingt das krank sein, sondern einfach wo ihr merkt ja sie werden etwas langsamer beim spazieren oder ähnliches.
Langsamer werden hat aber einen Grund. Nämlich meist körperlichen Verfall = Krankheit.
Das ist das, was ich meine: Es wird so hingenommen. Meist ohne etwas zu untersuchen oder zu checken, ob (chronische) Schmerzen dahinter stehen, Muskelabbau etc ... Natürlich kann man den Verfall nicht umkehren. Aber palliative Behandlung finde ich persönlich für meine Hunde wichtig an diesen Punkten.
Langes Schlafen zeigt auch, dass der Körper mehr Regeneration braucht. Da gibt es dann auch einen Grund, warum das so ist.
Nicht falsch verstehen: Das sind "normale" Prozesse. Aber ich finde es schwierig, wenn Hunden deshalb effektive Behandlungen verwehrt würden, weil "ist im Alter ja so".
Meine Cooma, jetzt 17 Jahre und 5 Monate alt, hatte vor eineinhalb Wochen nachts das Vestibularsyndrom. Ich wurde wach, weil sie bei ihren Aufstehversuchen immer unkoordiniert auf die Nase fiel. Ich dachte zunächst, sie müsse einfach mal Pipi und regt sich auf. Sie hat ja seit ein paar Jahren Paroxsysmale Dyskinesie. Dafür bekommt sie Medikamente, womit es auch besser ist. Aber bei Aufregung kommen die Aussetzer mehr. Wobei sie deshalb nicht auf die Nase fällt. Das war seltsam. Der Blick ins Gesicht bzw. die Augen des Hundes machten klar worum es ging. Bisher hatte das noch keiner meiner Hunde, aber ich kenne es aus dem Bekannten- und Freundeskreis, weil Border Collies eine höhere Neigung haben das im Alter zu bekommen. Der Kopf neigte sich im Stehen deutlich nach unten links. Hier ein Video, wo man den Nystagmus der Augen sehen kann:
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Ich habe ja letztes Jahre eine Ausbildung zur Tierphysio abgeschlossen, bei der wir uns auch mit dieser Erkrankung beschäftigt haben. Ich kramte also meine Unterlagen raus, glich noch mal ab, ob die Symptome passten und legte los. Ein Manöver, mit dem man das Gleichwichtsorgan wieder "resettet", danach manuelle Lymphdrainage. Sie war dann so müde, dass sie auf ihrem Platz einschlief und bis morgens durchschlief. Ich wartete extra mit dem Aufstehen bis sie von selbst wach wurde. Und ich traute meinen Augen nicht: Es war weg. Sie stapfte zum Pipi machen in den Garten als wäre nie was gewesen. Trotzdem schrieb ich meiner Tierärtzin eine Mail und schickte ihr die Videos. (Es war natürlich sonntags.) Sie meldete sich dann auch und sagte, dass ich aufgrund der Entwicklung lieber daheim für Ruhe sorgen sollte. Für den Fall, dass ihr übel sein würde, hatte ich von einem anderen Hund noch Tabletten gegen Übelkeit da. Doch ihr war nicht übel. Sie mampfte begeistert ihr Frühstück rein und wunderte sich wohl, warum wir an dem Tag nur drei Schritte Gassi gingen. An dem Montag ließ ich trotzdem noch mal das Blut checken, war nach einem halben Jahr eh mal sinnvoll. Alles prima. Auch die Schilddrüsenwerte - sie hat ja seit ca. drei Jahren eine altersbedingte Schilddrüsenunterfunktion, die seither gut eingestellt ist.
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Ich habe den Verlauf an ihren Neurologen der Tierklinik Hofheim geschickt. Eigentlich rechnete ich nicht mit einer Antwort, doch er meldete sich und fragte nach, was genau ich gemacht hätte. Alle können es kaum glauben ... ich am wenigsten. Ehrlich gesagt, schreibe ich das auch erst jetzt, weil ich dem Frieden nach wie vor nicht traue. Am Montag war ich bei meiner Physio-Tierärztin, die sie auch noch mal neurologisch etc. durchcheckte, aber es ist nach wie vor als wäre nichts gewesen. Puh. Ich bin so froh.