Also. Beispiel: Hund und Besitzer stehen an der Ampel, wie jeden Tag. Es passiert wirklich gar nichts ungewöhnliches.
Und der Hund tötet plötzlich seinen Besitzer?
Was muss da genetisch bitte falsch laufen?? Da müssen Hirnstrukturen wirklich heftig kaputt sein.
Versteht mich nicht falsch. Ich möchte nur versuchen es zu verstehen.
Beispiele, bei denen der Hund von einem Tag auf den anderen scheinbar plötzlich Jagdverhalten zeigt, kann ich Dir bei fast allen Rassen benennen, die das genetisch mitbringen. (Labrador Retriever, Border Collies, Französische Bulldoggen, Pudel, Deutsch Drahthaar ... such Dir was aus. Die Liste ist endlos.) Bei den meisten ist es aber genetisch so modifiziert oder sie sind körperlich derart gestaltet, dass dabei kein Mensch stirbt. Im Lauf des Erwachsenwerdens verändert sich auch das Jagdverhalten. Zum einen "sucht" der Körper immer mehr nach potentiellen Auslösern und die Knöpfe, die es auslösen können, werden mehr und rücken immer mehr in greifbare Nähe, dass die Wahrscheinlichkeit bei irgendwas drauf zu drücken höher wird, so dass es von einem Augenblick auf den anderen keinen großartig greifbaren Auslöser mehr braucht, damit der Hund die Kette abspult, die genetisch angelegt ist. Weil Jagen vom Ursprung her was völlig normales ist, was zum Leben dazu gehört, sind die Hunde danach dann eben auch entspannt. Jagen, Beute machen, töten - ist für sie ein völlig normaler Vorgang. Beute bewachen bei vielen auch.
Noch ein Beispiel: Bei vielen Retrievern und Hütehunden jagt der Hund plötzlich von einem Tag auf den anderen Vögeln hinterher ...
Dieser Hundetyp ist, wie viele schon schrieben, darauf selektiert Jagdverhalten bis zum Töten an großen Beutetieren zu zeigen. Und sie sind Spätentwickler.