Beiträge von flying-paws

    Nur diesen Umschwung auf den "eigenen" Sozialpartner, da komme ich echt nicht hinterher.

    Einen Sozialpartner "bei Bedarf" als Beute zu betrachten, kann man jeden Tag reichlich auf Hundewiesen beobachten.

    Als meine Sheila kam, gab es für sie nur zwei Bilder im Bezug auf andere Hunde: Beute und in der Läufigkeit Sexualpartner. Das war's.

    Mein Spitz hat nach dem Ziehen mehrerer Zähne eine Kombination aus Schmerzmitteln bekommen, unter anderem auch ein Opiat.

    Man weiß heute, dass die Wundheilung abhängig ist von einer vernünftigen Schmerzbehandlung. Da würde ich nicht im Grenzbereich herum kratzen, sondern ganz klar vernünftig abdecken. Es gibt keinen Grund den Hund das aushalten zu lassen. Ein Tierarzt der das sagt wäre bei mir raus.

    Beim Jagdverhalten ist das ursprüngliche Ziel immer das Töten.der Beute am Ende. (Dass es dazu nicht immer kommt, ist der genetische Modifikation zuzuschreiben. Aber das ist nun mal der Zweck von Jagdverhalten. Am Ende möchte man das Essen haben.) Das ist ein großer Unterschied zu Aggressionsverhalten, was in der Regel im sozialen Kontext angewendet wird und meist dazu dient in irgendeiner Form Distanz zu schaffen. Das Ziel ist also ein ganz anderes. Natürlich gibt es auch hier Spitzen, bei denen der Tod des Sozialpartners bzw. Konkurrenten das Ziel ist. In den allermeisten Fällen geht es aber darum eine Ressource, seine eigene Unversehrtheit zu sichern und so weiter. Und dieses Ziel kann in der Regel über viel mildere Mittel als das töten des Gegenübers erreicht werden, die dann auch gezeigt werden.

    Jagdverhalten ist daher in meinen Augen bei bestimmten Rassetypen insgesamt gesehen gefährlicher für die Umwelt.

    Also. Beispiel: Hund und Besitzer stehen an der Ampel, wie jeden Tag. Es passiert wirklich gar nichts ungewöhnliches.

    Und der Hund tötet plötzlich seinen Besitzer?

    Was muss da genetisch bitte falsch laufen?? Da müssen Hirnstrukturen wirklich heftig kaputt sein.


    Versteht mich nicht falsch. Ich möchte nur versuchen es zu verstehen.

    Beispiele, bei denen der Hund von einem Tag auf den anderen scheinbar plötzlich Jagdverhalten zeigt, kann ich Dir bei fast allen Rassen benennen, die das genetisch mitbringen. (Labrador Retriever, Border Collies, Französische Bulldoggen, Pudel, Deutsch Drahthaar ... such Dir was aus. Die Liste ist endlos.) Bei den meisten ist es aber genetisch so modifiziert oder sie sind körperlich derart gestaltet, dass dabei kein Mensch stirbt. Im Lauf des Erwachsenwerdens verändert sich auch das Jagdverhalten. Zum einen "sucht" der Körper immer mehr nach potentiellen Auslösern und die Knöpfe, die es auslösen können, werden mehr und rücken immer mehr in greifbare Nähe, dass die Wahrscheinlichkeit bei irgendwas drauf zu drücken höher wird, so dass es von einem Augenblick auf den anderen keinen großartig greifbaren Auslöser mehr braucht, damit der Hund die Kette abspult, die genetisch angelegt ist. Weil Jagen vom Ursprung her was völlig normales ist, was zum Leben dazu gehört, sind die Hunde danach dann eben auch entspannt. Jagen, Beute machen, töten - ist für sie ein völlig normaler Vorgang. Beute bewachen bei vielen auch.

    Noch ein Beispiel: Bei vielen Retrievern und Hütehunden jagt der Hund plötzlich von einem Tag auf den anderen Vögeln hinterher ...

    Dieser Hundetyp ist, wie viele schon schrieben, darauf selektiert Jagdverhalten bis zum Töten an großen Beutetieren zu zeigen. Und sie sind Spätentwickler.

    Und gestern hat die Verkäuferin beim Futterhaus moniert, dass ich läufiger Hündin in den Laden komme.

    Ich weiß nicht, wie stark deine blutet, aber ich geh mit einer läufigen Hündin nicht in Geschäfte. Wenn ich mit läufiger Hündin zum TA muss, trägt sie Höschen. Meine Mädels blutete(n) halt so stark, dass sie unterwegs durchaus mal Tröpfchen verloren haben und ich finde, das müssen Fremde nicht wegwischen müssen :ka:

    Zumal ich in diesem Fall finde, dass es sich gehören würde nachzufragen, ob es okay ist. Das ist ja kein öffentlicher Raum. Und es gibt ja viele Halter, deren Rüden beim Duft von läufigen Hündinnen fleißig das Bein heben. Ich finde nicht, dass man das in einem Laden provozieren muss.