Möglicherweise etwas off topic aber vielleicht geht es euch als Junghunde, ggf. sogar wie ich Ersthundehalter, auch so. Ich habe heute festgestellt, das ich mich meinem Hund oft „ausgeliefert“ fühle 😅
Mir kommt es selten in Sinn, das ich sein Verhalten aktiv beeinflussen könnte und nicht nur reagieren, sondern auch agieren kann.
Aber ich weiß oft einfach nicht wie. Und bin dann passiv. Und halte aus, obwohl mir eine Situation vielleicht garnicht gut tut oder sein Verhalten mich/ andere wirklich stört.
Also so Sachen wie: so lange schlafen wie ich es brauche (innerhalb der Pausen zwischen den Gassi Runden oder auch morgens noch nach dem lösen und füttern), nicht auf jede Regung reagieren, bellen abbrechen, etwas entscheiden oder verlangen, weil ich es möchte. Generell das Gefühl immer on und verfügbar sein zu müssen.
Aus der Notwendigkeit ist es natürlich immer leichter.
Also nie unbegründet oder aus Prinzip, sondern so Sachen die eigentlich in einem Miteinander normal/ okay sind. Ich darf ja auch mal ein Ruhebedürfnis oder anderes haben.
Kann es schwer beschreiben, aber merke, wie ich mich nach ihm richte und selten fordere das er sich nach mir richtet. ( Obwohl er sich als Haustier natürlich ständig nach mir richtet) Oder einfach aushalte, aus Mangel an Alternativen. Und natürlich darf das in einem gewissen Rahmen auch sein. Aber dennoch würde ich aus der Passivität manchmal gerne raus und aktiver gestalten, so dass ich mich wohler fühle und gut zurecht komme und nicht nur manage.
Ist auch schon besser geworden, habe da gutes Input in meinem eigenen Thread bekommen, aber hatte heute nochmal den Gedanken.
Aber als people pleaser ist man wohl auch dog pleaser 😀
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Ich bin da ganz pragmatisch, vielleicht könnte man auch egoistisch sagen? Ich hatte ja ein paar Beiträge vorher geschrieben, dass meine junge Hündin ein Frühaufsteher ist, und ich es nicht gut finde. Tatsächlich sage ich ihr das auch, und zwar deutlich. Notfalls fliegt auch eine Schlappe in ihre Richtung. Sie legt sich dann auch wieder hin.
Auch tagsüber habe ich manchmal keine Lust auf meine Hunde, wenn sie zu mir kommen oder im Hintergrund herumspielen. Hat der Hund das Alter erreicht, dass er das auch einfach unterlassen kann, sage ich ihm das, und erwarte auch, dass er aufhört. Einfach, weil ich jetzt keine Lust darauf habe. Meine Welpen und jungen Hunde werfe ich gerne mal in den Garten, damit sie sich dort beschäftigen können, wenn ich gerade keine Nerv auf sie habe oder auch, wenn ich anderes zu tun habe.
Meine Hunde kennen es daher, dass ich sie im Tagesverlauf häufiger mal zurückweise. Ich habe halt nicht immer Lust oder Zeit auf Kontakt oder was auch immer. Sie sind hier zwar wichtig, aber nicht der Nabel der Welt.
Ich habe nicht den Eindruck, dass ihnen das schlecht tut, ganz im Gegenteil, meine Hunde kommen mit sich selbst recht gut klar. Natürlich haben Sie ihre Zeiten, in denen wir Dinge zusammen tun. Und natürlich bekommen Sie auch ihre Zuwendung. Aber eben nicht 24 Stunden nonstop.