Beiträge von flying-paws

    Hallo Marita,

    da Du Dir ja dieser "Krücke" (coole Bezeichnung :wink: ) bewusst bist, wirst Du wohl auch beim Übergang zum "echten" Mantrailing erkennen können, wann es Zeit ist diese abzubauen. Ich bin mal neugierig, ob Dein Hund diese Hilfe überhaupt bewusst wahrnimmt oder ob er Dich vielleicht sogar damit überrascht, dass er sehr schnell "den Kern" der Sache erkennt.

    Viel Spaß beim Weiterschnüffeln :wink:
    Corinna

    Ich finde das Verhalten der Hündin gar nicht verwunderlich. Sie ist schlichtweg extrem höflich. Meine Chill ist das auch. Es ist unter Hunden ja nicht üblich, dass man Leckerein einfach jemandem anderen überlässt. Wenn Du nun mit Deinem Ziemer ankommst und ihn ihr vor die Nase hälst, dann ist das für sie nicht einschätzbar. Normalerweise bekommt der andere eins "auf die Mütze", wenn er sich nun der noch deutlich im Besitz des anderen befindlichen Beute nähert. Deshalb beschwichtigt sie so stark, wenn Du sie dazu "nötigst" diese Regel zu brechen. Da unsere Hunde ihr Essen nicht mehr selbst erlegen müssen und auch bei der Zucht auf eine solche Eigenschaft nicht geachtet wird, gibt es Hunde, die in die eine Richtung oder die andere extrem sind. Dein Rüde kennt da wohl wenige Grenzen (außer der von Deiner Hündin), Deine Hündin dagegen schon.
    Ich bringe meine Chill in der Regel gar nicht in diese unangenehme Situation. Sie bekommt ihr Essen irgendwo hingelegt, ich gehe weg und dann ist es offensichtlich nicht mehr meines und sie darf dran... so erspare ich ihr den Stress und sie bekommt trotzdem genügend ab. Sie ist auch diejenige, die ganz pingelig darauf achtet, dass die anderen eine bestimmte Distanz wahren, wenn sie beim Fressen ist. Die anderen beiden sind da wesentlich toleranter, lassen sich aber trotzdem ihr Essen nicht klauen.
    Wenn ein Hund deutlich seine Beute liegen lässt und sich verzieht, ist sie 'freigegeben". Dann darf sie sich jemand anders nehmen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich rate nach wie vor zu einer Rasse, die wenig "Animation" braucht. Wie wäre es denn mit einem Dt. Pinscher oder einem weißen Großspitz? Gerade letzterer findet es ok, wenn man was mit ihm macht, bekommt aber aber keine hysterischen Anfälle, wenn mal keine Zeit ist oder sogar das Gassi ausfällt :wink:
    Wenn der Berner Senne zu groß ist... wie wäre es mit einem kleinen Senne wie dem Appenzeller? Oder dem Entlebucher? Die beiden bräuchten aber wiederum mehr Beschäftigung als Spitz und Pinscher...

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    Danke nochmals für die Antworten!
    Noch eine Frage habe ich allerdings könnt ihr mir sagen ob welcher Hund für uns geeignet ist? Wie haben zur Zeit en Border Collie im Visier sind uns aber noch nicht sicher!

    Mmh, dann habt ihr sicher auch Schafe im Visier...

    Wem soll der Hund denn gehören? Dir oder Deinen Eltern?

    Viele Grüße
    Corinna

    Ihr möchtet also einen Hund, der "nur so da ist". Dann rate ich zu einem sogenannten "Hofhund" (darunter fällt z.B. der Berner Senne). Dieser wird allerdings das Haus bewachen - das ist seine Aufgabe, die er selbständig erfüllt.

    Alternativ wäre ein Begleithund eine Möglichkeit, aber auch der muss beschäftigt werden.

    Alle anderen Rassen müssen ihrem ursprünglichen Zuchtziel nach beschäftigt werden. Heißt, ein Jagdhund muss in dieser Richtung gefördert und gefordert werden (z.B. regelmäßiges Dummytraining mit einem Retriever), ein Hütehund in eine andere etc...

    Laufen - das kann jeder Hund mit ein bisschen Training.

    Es gibt keinen Hund, der nicht ein Mindestmaß an "Arbeit" für ihn selbst fordert. Du musst Dir eben überlegen, welche davon Dir am ehesten liegt und wozu du bereit bist.

    Viele Grüße
    Corinna