Ich würde sagen, sie ist unsicher. Aber ich würde das nicht versuchen zu ändern, sondern sie selbst entscheiden lassen, wann sie sich lösen kann.
Viele Grüße
Corinna
Ich würde sagen, sie ist unsicher. Aber ich würde das nicht versuchen zu ändern, sondern sie selbst entscheiden lassen, wann sie sich lösen kann.
Viele Grüße
Corinna
ZitatDu gehst grade von einem souveränen, erfahrenen, gut ausgebildeten Hund aus, der sauber mit seinem Herrchen/Frauchen im Trailing, Apport o.ä. arbeitet, selbstverständlich ausgelastet ist und sauber konditioniert.
Nein. Ich gehe vom normalen Duchschnittshundebesitzer aus.
ZitatUm klar zu werden: Nicht in Frage stelle ich, dass wir hier in Arbeitsbereichen sind, in denen der Hund selbständig arbeitet, zumindest teilweise. Aber ich stelle in Frage, ob ein (vielleicht) Hundeanfänger imstande ist, gleichzeitig die Bindung und die Selbständigkeit zu konditionieren.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich vermute Du meinst mit Bindung das Verhältnis Hund-Mensch zueinander. Das ist ja ganz unabhängig von jeglicher Dressur, die ich dem Hund beibringe.
ZitatEben - es KANN reine Dressur sein.
Es gibt aber auch Hunde, die wortlos geführt werden können, weil sie sich 1zu1 am Körper ihres Führers ausrichten. Wenn wir dann über die reine UO hinausgehen in Richtung Obedience oder Schutzdienst, wenn es darum geht, dass der Hund regelrecht natürliche Reflexe überwindet, da funktioniert es ab einem gewissen Punkt nicht mehr über Dressur. Da funktioniert es nur noch, denn die Kommunikation stimmt.
Klar kann man auch das gesprochene Signal durch Körpersprache austauschen. Machen ja viele im Agility - da testet man gerne mal das wortlose führen und überprüft, ob Mensch und Hund sich da verstehen.
Kommunikation bedeuet doch nichts anderes, dass ich Signale gebe, die der Hund (erlernt) versteht.
ZitatIn meinen Augen funktionieren die meisten Haushunde schlicht ihre 30 Minuten auf den Hupla. Zu Hause lassen sie sich vielleicht noch zu einem Sitz bewegen, wenn sie angeleint werden sollen oder lassen sich auch mal Abrufen. Aber wirkliche Orientierung am HF ist da einfach selten. Ich hab ne Maline - ich weiß, was ich da sage. Bei ihr würd ich aber auch umgehend merken, wenn die Bindung kippt.. das ist nicht bei allen Hunden so.
Naja, das ist doch so ein klassisches Ding, das ich aus meinen Hundeplatzzeiten damals auch kenne: Hund lernt orts- und situationsbezogen. Das ist eine schlichte Verknüpfung, bei der man sich als Besitzer eben bewusst sein muss, ob man das so möchte oder nicht.
Ich habe übrigens früher auch mal die UO-Dressur auf dem Hundeplatz gemacht und weiß wovon Du sprichst. Das, was da praktiziert wird, hat aber nichts mit Alltagsgehorsam zu tun. Und schon gar nicht mit einer respektvollen Beziehung zum Hundebesitzer, denn das schließt sich durch die Übungen an sich schon aus.
ZitatÜbung meinte ich im Sinne des Trainings.
Es ist eben eine geübte, gelernte Sache, die zur Kernarbeit gehört. Und das is ja nu beim Trailing nich so.
Sollte aber so sein, weil ein aufputschter Hund schlechtere Arbeit liefert. Ich fände es zumindest schade, wenn er deswegen schlechter sucht.
Viele Grüße
Corinna
ZitatDas ist eine Redensart und meint: "Ich verstehe, wie du auf diesen Gedanken kommst"
Nämlich...?
ZitatFunktioniert das also im Trailing automatisch?
Wow.
Deshalb baut man ja ein Ritual auf und der Hund trägt meist auch andere "Klamotten" zur Suche. Am Ende gibt es dann auch wieder ein Ritual.
ZitatDas gibt es ja nicht einmal in der UO automatisch, dass der Hund sich nach dem Führer orientiert.. ist ja auch nicht weiter notwendig. Wenn er brav die Figürchen läuft, die der Führer ansagt, kriegt er seine Belohnung - dazu muss er nicht den Führer für voll nehmen oder sich an ihm orientiern.
Ja, das ist Dressur. Nicht mehr und nicht weniger.
ZitatEr gibt aber auch Hunde, die von ganz alleine keine Katzen jagen,..
Den Zusammenhang versteh ich nu gar nicht? Sprechen wir über Jagdtrieb? Ich glaub, da muss ich nochmal nachlesen gehen...
ZitatUnd bei der Apportierarbeit ist, wie du ja selbst sagst, die Steadiness maßgeblicher Teil der Übung.. hier geht es aber nicht um einen maßgeblichen Teil der Übung, sondern um eine Vorabsituation.
Nein, es ist eine extra Übung, die auch in den Prüfungen abgefragt wird.
ZitatUnterm Strich haben wir beide den Hund nicht live in Aktion gesehen und genau das wäre notwendig, um die Situation wirklich beurteilen zu können. Aus subjektiven Beschreibungen einer HH schlussfolgern hat einfach Grenzen.
Klar. Aber man kann ja auf das Antworten, was man versteht.
Viele Grüße
Corinna
Zitat@selbständiges Arbeiten
Das bedeutet aber eben NICHT, dass mein Hund sich einen sch.. um mich schert, weil er weiß, er braucht mich in Situation XY sowieso nicht. Wenn ich mit meinem Hund in diesem Bereich arbeite, dann muss ich gleichzeitig für eine saubere Bindung sorgen und das konstant resp. sie muss vorhanden sein, sonst passiert irgendwann genau das - nämlich, dass der Hund auf einmal selbständiger ist, als ich es haben wollte.
Es geht hier darum, dass er Hund lernt in einem bestimmten Bereich selbständig zu arbeiten. Das weiß der Hund auch, welcher Bereich das ist.
"Außerhalb" kannst Du ja das alltagsüblich antrainierete Verhalten wieder abfragen.
Woher ich komme?
Ähem, ich glaub, ich weiß auch wo ich wohne... Danke für den Hinweis.
Sind die Hunde in Nordhessen etwas anders?
Ich denke nicht, dass der Hund nicht ausgelastet ist. Ich denke, er kann sich da einfach nicht mehr kontrollieren und hat es auch nicht gelernt.
In der jagdlichen Apportierarbeit z.b. verbringt man je nach Hund Monate mit dem Üben von Steadiness (ruhiges Warten).
Ohne, darf der Hund nicht arbeiten.
Viele Grüße
Corinna
Dauerndes Rumgerase beim Spazierengehen halte ich übrigens für eine Verhaltensstörung. (Rennjunkies gibt es nicht selten unter den Arbeitsrassen.) Ich gehe mit meinen Hunden im Schnitt insgesamt zwei Stunden Spazieren täglich. Dabei gehen die ganz normal.
Viele Grüße
Corinna
ZitatEin Problem übrigens, das ich beim Mantrailing generell sehe. Der Hundeführer wird einfach schnell komplett entbehrlich für den Hund in der Situation..
Selbständiges Arbeiten nennt man das. Braucht man bei fast allen echten Arbeitshunden zwischendurch. Die, die das nicht können, sind unbrauchbar.
Wenn man natürlich befürchtet, dass es Situatonen gibt, in denen der Hund einen als Besitzer ausschaltet, dann ist das wohl der falsche Sport für den Besitzer.
@Appirfreund: Ich würde den Erfolg nehmen. Ohne ruhiges Verhalten keine Arbeit. Ja, und das kann dazu führen, dass die nächsten Wochen arbeitslos sind ![]()
Oder aber Du nimmst es hin.
Viele Grüße
Corinna
ZitatAlso wenn ich jetzt das richtige Bild vorm inneren Auge habe, dann beschreibst du da astrein einen voll triebigen Hund...
Das is ne gute Sache. Der Hund ist total "heiß" auf die Arbeit - und genau so soll es sein.
Deswegen und gerade deshalb sollte der Hund in der Zwischenzeit doch ruhig warten können.
Ich kenn es aus der "echten" Arbeit (z.b. bei der Jagd und im Hütehundbereich), dass man derart aufgedrehte Hunde nicht haben möchte.
Meine Erfahrung hat auch gezeigt, dass ein Hund, der so hochdreht, schlechter Arbeitet (damit meine ich nicht die Motivation, sondern die Umsetzung), als einer, der nicht vorher schon voller Adrenalin ist.
Ich würde das Warten einzeln üben und gezielt an Ruhe arbeiten. Es ist nicht nur für Dich ziemlich nervig, auch für den Hund. Kannst Du ihn nicht zwischendurch ins Auto bringen?
Viele Grüße
Corinna
Für Deine Bedingungen ist der Golden Retriever doch optimal! Und dann noch ein Welpe - ganz ehrlich: Ich denke, Du solltest ja sagen ![]()
Viele Grüße
Corinna
Der Trick bei so einem Wort ist es, dass der Hund selbst solange ausprobiert bis er die Lösunge gefunden hat. Eigentlich teilt es ihm nur mit: Du bist nicht auf dem Weg zur Belohnung.
Wenn Du allerdings den Hund korrigierst bzw. die Übung dauernd wieder machst, wird er es nicht verstehen und Du kannst es weglassen.
Wichtig ist, dass es einen neutralen Klang hat und auch nicht als Strafe vom Hund verstanden wird.
Viele Grüße
Corinna