Für mich gehören die meisten Aussies und Border Collies nicht mehr an die Schafe.
Nicht, weil die Hunde nicht wollen, sondern eher, weil sie nicht können.
Gerade Hunden aus Show- oder Gar-Keiner-Zucht fehlt es doch allzuhäufig an allen Ecken und Kanten und sie sind recht schnell überfordert. Da man an den Schafen - anders als in diversen Hundesportarten - allerdings die Situationen nicht so einfach konstruieren kann, dass das Anspruchsniveau passt und wir es ja schließlich auch noch mit lebenden Trainingsgeräten zu tun haben, würde ich eher zu einer anderen Beschäftigung raten.
Zu Anfang meiner Hütezeit habe ich jeden bestärkt, mit noch so schlecht veranlagtem Hund, in diese Richtung weiterzumachen. Heute sehe ich das anders.
Die Hunde sind dann eben arme Schweine, weil sie zeitlebens weder Fisch noch Fleisch sind. Aber das ist ein Problem der Zucht und ich finde nicht, dass die Schafe das ausbaden müssen.
Und zum Thema generell nochmal: Ich beobachte außerdem, dass der ein oder andere sich dann gern auch einen "exotischen" Hütehund zulegt, über den man kaum was weiß. So gibt es hin und wieder Altdeutsche Hütehunde, einen Franzosen oder gar aus der Riege der Osteuropiäschen was dazwischen. Dieses Vorgehen schmälert aber nicht unbedingt die Probleme...
Viele Grüße
Corinna