Beiträge von flying-paws

    Da frage man sich, warum man seinen Hund so trainiert, dass er derart unselbständig ist. Das finde ich dem Hund gegenüber ziemlich unfair, denn damit verschafft man ihm Probleme, die er eigentlich nicht haben müsste.

    Wenn Du das doch so toll findest, warum muss Dein Mann dann mit ihr gehen?

    Ich finde, dass man sich schon entscheiden muss, was man möchte.

    Wenn ich einen vollkommen abhängigen, hörigen Hund haben möchte, dann sollte man ihn anderen Situationen nicht mehr aussetzen und muss sich eben vollständig allein um den Hund kümmern. Kurz: Entweder hü oder hott.

    Viele Grüße
    Corinna

    Wow, was denkt ihr über den Border Collie...?

    Das einfach nur ein Hund und nicht komplizierter in der Haltung als andere Rassen.

    Lediglich die Schafhaltung erscheint für machen kompliziert.

    Zitat

    Wie durch Schicksal habe ich heute den ersten Border Collie wieder getroffen, den ich jemals live gesehen habe. Mittlerweile ist er 5 Jahre alt aber will nicht viel weniger beschäftigt werden als damals :roll: Ich habe mich kurz mit dem Halter unterhalten um zu sehen, ob sich die "Vorurteile" in diesem Thread bei ihm persönlich bestärken oder widerlegen. Sein Fazit: Er liebt seinen Hund über alles, aber würde sich persönlich niemals wieder einen BC holen. Seit ich ihn das erste mal getroffen habe (damals war der Hund ein paar Monate alt), versucht er diesen Hund auszulasten wo es nur geht. Im Haushalt kann er bspw. verschiedene Gegenstände apportieren (wie das Telefon, Hausschuhe usw.), Schubladen öffnen und zB die Socken bringen und 15 verschiedene Stofftiere auseinander halten. Trotzdem hat sein wahnsinniger, auf das Bällchen in Herrchens Hand fixierter Blick mir fast Angst gemacht.
    Was ich aber noch schlimmer fand: Er hat erzählt, dass sehr häufig Leute auf ihn zukommen mit Worten wie: "Ach, ein Border Collie! Das sind ja tolle Hunde! Die erziehen sich doch quasi von alleine, da haben sie es sicher einfach mit?" :schockiert: Er betreibt dann auch immer Aufklärungsarbeit aber es gibt sicher genügend von den besagten Leuten, die sich mit eben dieser Erwartungshaltung einen BC/ Aussie ins Haus holen. Und das ist das traurige an dieser ganzen Modewelle.

    Naja, ob die Aufklärung von einem Border Collie-Halter, der sich einen neurotischen Junkie geschaffen hat, von soviel wert ist, sei mal dahingestellt.

    Viele Grüße
    Corinna

    Wenn der Border Collie während es Hütens für keinen Einfluss von außen mehr empfänglich wäre, dann würde er weder mit seinem Mensch zusammenarbeiten (schon gar nicht über mehrere hundert Meter), noch die landschaftlichen Begebenheiten wahrnehmen und in sein Tun miteinbeziehen können.

    Abgesehen davon ist das Ausleben des Jagdverhaltens bei jedem Hund daran gekoppelt, dass er sich auf das Objekt der Begierde konzentriert und unwichtige (!) Einflüsse ausfiltert. Bei vielen Rassen ist diese Schwelle erheblich höher angezüchtet als beim Border Collie. Man nehmen hier mal das Beispiel Windhund. Wenn der losjagd, dann kooperiert der in der Regel gar nicht mehr mit irgendwem und kann das auch nicht, da man ihm kein Will to please angezüchtet hat.

    Wenn ein Border Collie im Alltag permanentes Jagdverhalten zeigt, dann ist er gestört (gemacht worden).

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat


    Geht mir genauso, zumindest live. Das finde ich auch so schräg an diesen Hunden. Mein Hund weiß auch immer garnicht so recht was er sagen soll, wenn da so einer angeschwänzelt kommt, halb kriechend und versucht wie wild an seinen Lefzen zu lecken. Gut, der ist noch relativ jung, bei den älteren sehe ich immer komplettes Desinteresse an anderen Hunden und Fixierung auf den Halter samt Ball. Womöglich kenne ich wirklich nur Negativbeispiele...

    Ich denke nicht, dass normales Demutsverhalten eines Junghundes damit gemeint war...

    Meine Hunde kriechen nicht beim Spaziergang ;) Vielleicht identifiziert sie daher keiner als Border Collies :???: :lachtot:

    Für mich gehören die meisten Aussies und Border Collies nicht mehr an die Schafe.

    Nicht, weil die Hunde nicht wollen, sondern eher, weil sie nicht können.

    Gerade Hunden aus Show- oder Gar-Keiner-Zucht fehlt es doch allzuhäufig an allen Ecken und Kanten und sie sind recht schnell überfordert. Da man an den Schafen - anders als in diversen Hundesportarten - allerdings die Situationen nicht so einfach konstruieren kann, dass das Anspruchsniveau passt und wir es ja schließlich auch noch mit lebenden Trainingsgeräten zu tun haben, würde ich eher zu einer anderen Beschäftigung raten.

    Zu Anfang meiner Hütezeit habe ich jeden bestärkt, mit noch so schlecht veranlagtem Hund, in diese Richtung weiterzumachen. Heute sehe ich das anders.

    Die Hunde sind dann eben arme Schweine, weil sie zeitlebens weder Fisch noch Fleisch sind. Aber das ist ein Problem der Zucht und ich finde nicht, dass die Schafe das ausbaden müssen.

    Und zum Thema generell nochmal: Ich beobachte außerdem, dass der ein oder andere sich dann gern auch einen "exotischen" Hütehund zulegt, über den man kaum was weiß. So gibt es hin und wieder Altdeutsche Hütehunde, einen Franzosen oder gar aus der Riege der Osteuropiäschen was dazwischen. Dieses Vorgehen schmälert aber nicht unbedingt die Probleme...

    Viele Grüße
    Corinna

    Du bist schuld, weil Du dafür sorgen musst, dass Deine Hunde "sicher" verwahrt sind.

    Ist genauso wie wenn Dein Hund in einem Garten läuft. Wenn Du weißt, dass er beißt, muss Du Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit er jemanden, der Dein Grundstück betritt nicht beißen kann.

    Kann man Gutheißen oder nicht, diese Regelung, ist aber so.

    Nicht ohne Grund haben meine Gartentüren mittlerweile alle Schlösser und es hängen Schilder am Zaun ;)

    Viele Grüße
    Corinna