Beiträge von flying-paws

    Im Verhältnis zu anderen Rassen bellen sie schon viel... selbst die ziemlichen "ruhigen" Aussies.

    Sie bellen eben nicht nur zum Bewachen, sondern auch gerne zur Spielaufforderung, wenn sie etwas frustet etc...

    Als Border Collie und Spitz-Besitzer ist es ein solches Maß, dass es mich selbst bei den ruhigeren Aussie-Exemplaren nervt. Aber vielleicht bin ich da auch schlicht anderes gewöhnt. Man wächst ja mit seinen Aufgaben =)

    Nicht zu verachten ist der Jagdtrieb, der bei vielen Rassebeschreibungen gern vergessen wird. Das in Kombination mit der Eigenständigkeit des Aussies kann gerne mal zu einem echten Problem werden. Du solltest da also beim Kauf sehr genau hinschauen bei den Eltern und der Verwandtschaft!

    Viele Grüße
    Corinna

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    Farbe beim Cattle Dog:

    Die Farbe hat eine große Bedeutung bei der ursprünglichen Arbeit der Cattle Dogs. Sie sollten nicht zu hell und nicht zu dunkel sein, damit sie von den Rindern nicht so leicht getroffen werden. Ein ordentlich gesprenkelter Cattle Dog "verschwimmt" in der Bewegung mit seiner Umgebung. Dadurch ist das Risiko geringer, daß er von den Rindern verletzt wird. Die Rute sollte deutlich heller sein als der Rest, damit er in der Dämmerung und auch im Dunkeln von den Viehtreibern gut zu erkennen war.

    Ein Hund mit großen Körperflecken (dadurch zu dunkel) oder insgesamt zu dunkel oder zu hell war gefährdeter, weswegen es unerwünscht ist.

    Arbeitest Du am am Vieh mit Deinem Hund?

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    Wenn Flooding so gut funktioniert, warum entspannen sich dann all die Silvester-Panikhunde nicht? Das geht ja stundenlang, und sie machen die Erfahrung, dass sie es überleben, dass ihnen gar nichts geschieht.... :???: Aber was ich so mitkriege, wird es bei den meisten Hunden eher schlimmer durch das aushalten-müssen.

    Das funktioniert bei manchen Hunden. Es kommt immer darauf an, wie groß die Angst ist und wann der Hund in Entspannung kommt. Meist ist das Geknalle zu kurz - der Hund ist in heller Aufregung und dann irgendwann ist das Geknalle weg. Für den Hund ergibt sich damit ganz klar die körperliche Verknüpfung, dass die Angst stimmt. Er ist nicht unter dem Reiz zur Entspannung gekommen, sondern erst danach wieder. Und das muss man unbedingt vermeiden, wenn man etwas "aussitzen" möchte. Sonst verknüpft der Hund genau das andere...

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    Wenn ich persoenlich mit Angsthunden arbeite dann bekommt Hund Leckerlie solange von mir (ohne aber seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken) wie er kein aengstliches Verhalten zeigt.

    Da ist wohl der Unterschied... ich sprach von Hunden, die wirklich so ängstlich (panisch?) sind, die nichts Fressbares mehr annehmen können.

    Oder andersherum: Solange ein Hund noch fressen kann, ist es in meinen Augen am Threadtitel vorbeidiskutiert ;)

    Nichtsdestotrotz setze ich natürlich bei unsicheren Hunden Futter ein. Allerdings nicht als "Schönfüttern", sondern als bewusstes Bestätigen einer entspannteren Körperhaltung.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ja, es ist wirklich ein Grausen, dass Hinz und Kunz sich Hunde anschafft, ohne ein umfassendes verhaltenstherapeutisches Studium.


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    Bei solchen harmlosen Sachen geht das viel einfacher über Desensibilisierung. Und zwar den Angsauslöser sukzessiv steigernd
    in eine zu lösende Aufgabe integrieren, in der der Angtsauslöser Anfangs
    nur ein nebensächlicher zufälliger Begleitumstand ist.

    Wurde ja schon mehrfach geschrieben.

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    Einfach nur deshalb kam noch mal meine ernste Anmerkung nach der Holzhammer-Methode - nicht dass Lieschen Müller-Schmidt hier mitliest, ihre an DCM erkrankte Dogge (oder andere typische Herzrasse) maximaler Panik aussetzt und sich dann über den plötzlichen Herztod wundert....

    Was Lieschen Müller tut, kann keiner beeinflussen. Und, dass Lieschen Müller herumprobiert und den Hund so oder so in Stress und Panik bringt, ist Realität. Ohne, dass Lieschen darüber jemals nachdenken würde.

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    Leider konnten wir nicht lange diskutieren, er sagte nur, dass er Flooding nicht benutzt und der Hund an das angstauslösende Objekt selber ran gehen muss.

    Einen Hund, der das anbietet, würde ich damit auch nicht trainieren. Wenn die Neugier über die Angst gehen kann, dann hat der Hund keine Panik.

    Ja, dass das Problem bei Kaninchen besteht, weiß ich. Auch Laufenten sind da sehr anfällig und können bei zuviel Stress schneller sterben als andere Tiere...

    Und da ist eben die Frage, ob Hunde da generell genauso empfindlich sind. Ich meine wirklich gesunde Hunde.

    Übrigens würde ich das mit keinem Hund machen, bei dem ich nicht die Chance darauf sehe, dass in der Situation irgendwann die Entspannung folgt. Sonst wäre das ja nicht das Training, dass ich meine ;)

    Es soll jetzt auch nicht heißen, dass ich das für alle Angstprobleme als Mittel der Wahl halte. Es ist ein möglicher Weg.

    Viele Grüße
    Corinna

    Dein Hund hat's gut. Der hat seinen eigenen Entertainer. Der auch noch dann springt, wenn er das möchte.

    Das, was Du Ablenkung nennst, damit das Bellen aufhört, ist Belohnung. Und das effektivste Belohnungssystem, ist das variable - also genau das, was Du prakizierst.

    Ruhe bringt man dem Hund bei, indem man Ruhe übt. Also keine Beschäftigung, Ablenkung oder ähnliches bietet.

    Das wird natürlich mühsam, denn Du hast das Durchhaltevermögen schon gut trainiert ;)

    Viele Grüße
    Corinna