Beiträge von flying-paws

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    flying-paws

    Huch, du findest das Programm echt zu viel? Ich finde es ehrlich gesagt eher wenig.. hab schon massiv abgebaut und frage mich manchmal, ob sie sich nicht langweilt, unausgelastet ist und deswegen so überdreht ist.
    Bei beschäftigungsfreien Gassirunden haben wir inzwischen (in dem Alter schon :schock: )

    Weißt Du was meine Border Collies in dem Alter getan haben? Die sind Spazierengegangen, zwei Mal täglich für ca. eine halbe Stunde und ich habe Leinenführigkeit, ruhiges Verhalten an der Leine, Rückruf, Abbruchsignal, den Name des Hundes und Sitz geübt. Das war's. Dann bin ich alle paar Tage an fremde Orte gefahren (Stadt, vielbefahrene Straße, Supermarktparkplatz) und habe dort Leinenführigkeit und Ruhe gübt. Und das noch ein paar Monate lang.

    Ich habe Border Collies aus Arbeitslinie. Mit Beschäftigung und der Arbeit an den Schafen habe ich erste angefangen als sie ca. 10 bis 11 Monate alt waren. Und das dann auch nur ein bis zweimal die Woche.

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    das Problem, dass sie dann erste Jagdausflüge unternimmt. Letzten Samstag war sie volle 6 Minuten weg, nachdem sie Hasen gesichtet hatte.. seitdem läuft sie an der Schleppleine und wir üben wieder verstärkt den Rückruf auch in Hasennähe ;) Ich hab festgestellt, dass die Hasen sie nicht interessieren (noch nicht jedenfalls), wenn ich sie alternativ beschäftige unterwegs.

    Klar - ein total aufgekratzter Sichtjäger reagiert massiver auf solche Reize als ein entspannter Sichtjäger ;) Sein Körper ist von Hormonen überschüttet, die ihm sagen, dass er Energie für 10 hat und diese doch ausleben muss. Also tut er das, was ihm die Gene vorschreiben. Dass er dabei über seine geistigen und körperlichen Grenzen geht, weiß er nicht, weil ihm diese zum Jagdgebrauch weggezüchtet wurden. Der Jäger braucht einen Hund, der über diese geht, wenn er es braucht.

    Der Haken an der Sache: Bei einem Jäger passiert dieser Zustand hin und wieder mal, bei einer Jagd - die übrigens ganz sicher nicht täglich stattfindet. Und dann ist der Hund schon erwachsen.

    Bei Euch findet das grad täglich statt und der Hund ist überlastet. Irgendwann kommen dann auch die körperlichen Symptome... Klassiker sind dabei Allergien, Futterunverträglichkeiten, Heißhunger, Fell- und Hautprobleme etc. etc...

    Mit Bällchen spielen förderst Du es übrigens einen ordentlichen Sichtjäger aus Deinem Hund zu machen.

    Achso, nochmal zurück zu meinen Border Collies: Die haben Zuhause geruht und geschlafen. Auch als Junghunde.

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    Ich versuche aber, die Runden immer mit einer ganz ruhigen Phase zu beenden. Wir müssen am Ende der Runde immer über eine sehr große Wiese laufen, da spreche ich sie dann so gut wie gar nicht mehr an und wir schlendern ganz langsam nach Hause.. sozusagen als Ausklang.

    Warum nicht den ganzen Spaziergang so gestalten?

    Viele Grüße
    Corinna

    Dummytraining ist vermutlich wirklich ideal. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie einfach es ist einem Labrador Retriever die Grundlagen beizubringen, weil er soviel davon genetisch mitbringt...

    Hat er VDH-Papiere? Dann wäre es vielleicht eine Option mal in einer Ortsgruppe des DRC oder LRC nachzufragen.

    Viele Termine findet man auch in rassespezifischen Foren ;)

    Wenn Dir Bücher nicht so liegen, wäre vielleicht eine DVD für die ersten Schritte geeignet? Die von Imke Niewöhner kann ich empfehlen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Das Programm ist zuviel. Ich rate Dir zu zwei Gassirunden täglich und eine davon völlig beschäftigungsfrei. Am besten die morgens, weil danach ja die Ruhephase kommt. Da ist es sinnvoll den Hund vorher nicht aufzuputschen mit vielen Übungen.

    Jagdausbildung würde man eh erst mit einem Jahr beginnen und Du hast Dir hier das klassische Problem geschaffen: Der Hund ist körperlich und geistig völlig überlastet und versucht diesen Stress durch Bewegung abzubauen. Das ist aber ein Teufelskreis, weil er genau damit wieder Stress schafft...


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    Mir geht es nicht darum, dass der Hund in den Ruhezeiten stoisch auf seinem Platz liegt und nicht aufstehen darf, aber er sollte zumindest den Großteil der Zeit optimalerweise schlafen/dösen (und zwar hauptsächlich auf einem seiner Plätze) oder sich still alleine beschäftigen. Klar bekommt er zwischendurch auch mal Aufmerksamkeit und wir legen auch gerne mal zwischendrin 5 Minuten klickern oder so ein, aber das extreme Aufdrehen in der Wohnung würde ich gerne abschalten und die Wohnung grundsätzlich zum Ruheort erklären. Ist das von den Zeiten in unserem Tagesablauf her realistisch oder erwarte ich zu viel?


    Ich würde sie in der Wohnung gar nicht beschäftigen. Überhaupt würde ich im ersten Lebensjahr gar nichts außer Grunderziehung machen. Das ist mehr als ausreichend.


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    1.) Ihr beigebracht, dass "ab" so viel bedeutet, wie dass sie in ihr Körbchen gehen soll. Das hat sie auch verstanden und geht auch rein, sie bleibt aber nie länger als eine Minute drin (sie kennt das Kommando "bleib").

    Also kennt sie zwar, wenn Du "bleib" sagst, hat aber keine Ahnung was es bedeuten soll ;)

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    2.) Sie immer wieder reingeschickt, wenn sie aufgestanden ist und ihr dabei auch was zum Kauen oder einen Kong gegeben, damit sie erstmal beschäftigt ist. Meistens schleppt sie das Kauzeugs aus dem Körbchen raus auf den Teppich und beschäftigt sich dort damit. Ständiges Zurückschicken endet damit, dass sie irgendwann das Kauzeug/Kong aus dem Körbchen schleudert und mich ankläfft. Ignoriere ich das, verlässt sie ruckzuck wieder ihr Körbchen und das Ganze geht von vorne los.

    Klar - Du willst Ruhe und möchtest das Problem lösen, indem Du sie beschäftigst. Ziemlich widersprüchlich, oder ?

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    3.) Mich neben sie ins Körbchen gesetzt und versucht, sie "ruhig zu streicheln". Das klappt auch manchmal, aber sobald ich dann aufstehe, steht der Hund ebenfalls im Bruchteil von Sekunden wieder.

    Ja, denn hier ist das nächste Problem: Sie hat gelernt ständig darauf zu achten, was Du tust. Das geht nur, wenn man Dir folgt.

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    Da das alles nicht sonderlich erfolgreich war, suche ich nun nach Alternativen. Würde es Sinn machen, sie am Platz anzubinden und anschließend so lange zu ignorieren, bis sie dort ruhig wird (und die Ruhe dann zu belohnen)?

    Klar, aber das funktioniert nur, wenn Du Dein Tagesprogramm runterfährst und nicht bei dieser Übung wieder anfängst es über Beschäftigung lösen zu wollen.


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    Gibt es evtl. noch andere Möglichkeiten und Methoden, ihr beizubringen, auf ihrem Platz zu bleiben und dort Ruhe zu halten bzw. ihr zu verdeutlichen, dass in der Wohnung nicht getobt wird?

    Klar: Tagesprogramm deutlich herunterfahren, Beschäftigung streichen und Abbruchsignale deutlich und konsequent durchsetzen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Wenn er bei Wurfspielen aufdreht, dann würde ich das nicht mehr machen.

    Ich habe das Gefühl, dass Du Dir ganz viel Mühe gibst ihn auszulasten, richtig? Und Du versuchst viel Abwechlsung zu schaffen?

    Meist erreicht man damit genau das, was man nicht möchte: An bestimmten Punkten überdrehen Hunde dann und zeigen Stressverhalten (Herumspringen, Bellen, eben das von Dir genannte Umrennen usw...).

    Er ist gerade mal sechs Wochen bei Dir. Meiner Erfahrung nach braucht es gut drei Monate bis Hunde so richtig im neuen Heim "angekommen" sind. Bis dahin würde ich ersteinmal nur ruhig an der Grunderziehung arbeiten, damit ist ausreichend Auslastung vorhanden!

    Viele Grüße
    Corinna

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    so, ich hoffe ihr freut euch mit uns, und drückt uns die daumen, dass der kleine-große janosch ein wohlerzogener kuvaszjunge wird :-)

    Hey,

    find ich gut, dass nun was getan wird! Vielleicht erfahren wir ja auch den weiteren Werdegang - fänd ich zumindest gut. =)

    Die Diskussion geht am Thema vorbei.

    Der Hund ist unbeaufsichtigt auf dem Gelände. Insfoern schließt sich das mit der Bestrafung eh aus, weil man davon ausgehen kann, dass gar keine mitbekommt, wenn er jagd.

    Insofern würde ich vorschlagen, dass ihr die Diskussion in einen anderen Thread verlegt ;)

    Viele Grüße
    Corinna