Beiträge von flying-paws

    Da fällt mir noch eine Begebenheit aus Coomas Kindheit ein:

    Cooma hat ziemlich schnell gepeilt, dass meine Teak sich bei fremden Hunden aufregt und die gerne maßregeln würde. Also wollte sie sich das Hobby zulegen, zu anderen Hunden hinzurennen, die verbellen und wenn die dann zu ihr liefen, rannte sie schnell hinter Teak, die dann die anderen abfing und ihnen eine aufs Dach gab...

    Natürlich fand ich das gar nicht gut und habe daran gearbeitet. Einmal habe ich sie ins Leere laufen lassen. Sie hatte einen uns bekannten Rüden entdeckt, zu dem sie abzischte und verbellte - leider war ich zu lahm, sonst hätte ich das schon verhindert. Ich habe schnell umgedreht und mich mit Teak und Chill versteckt. Lediglich mein alter Rüde, der da noch lebte, "dümpelte" da noch herum. Der allerdings hatte nie Lust auf Konflikte und schnuffelte lieber die Ränder ab.

    Cooma also da hin, *wauwauwau*, schnell wieder rumdrehen und zu... uuups... Teak war nicht da.
    Kurzes Ratlosigkeit, dann zu meinen alten Rüden und den versucht anzustacheln. Der ignorierte ihr Theater aber gänzlich. Plötzlich war Cooma totenbrav und hielt sich ganz schüchtern nur noch hinter ihm auf... :pfeif:

    Tjaja, wenn keiner da ist der's unterstützt - dumm gelaufen :D

    Ich denke, das Rudelverhalten fördert es, wenn ein Hund vom Charakter und/oder dem Alter her zu diesem Verhalten neigt.

    Bei meinen ist es so, dass Teak und Cooma gerne in dieses Horn blasen und zu zweit gerne Attacken auf fremde Hunde fahren würden, wenn ich sie denn lassen würde. Bei meiner Teak ist es charakterlich bedingt, bei meiner Cooma liegt es derzeit am Alter. Allen anderen ist es wurscht... Chill ignoriert fremde Hunde, Lisko findet alle super und Zeus geht nur abchecken, ob's ein Mädel ist.

    Ich denke, Du hast schlicht drei sehr ähnliche Hunde in dieser Hinsicht und die stacheln sich dann eben noch gegenseitig an. Das ist Gruppendynamik. Im Grunde kannst Du da nur durch Erziehung einwirken.

    Viele Grüße
    Corinna

    Zitat

    OT:


    Je mehr ich über den Hund lese, desto toller find ich sie ;D

    Ich auch, denn sie hat z.B. bei meinem Wurf gute Arbeit geleistet. Da gab es zwar schonmal das große Geschrei bei den Zwergen, wenn sie meinten "Püh, ich mach's trotzdem.", aber es hat dazu geführt, dass sie alle ein sauberes Verhalten gegenüber erwachsenen Hunden gelernt haben und auch schon als Welpe nicht "kollidierten". Auch heute noch zeigen alle eine super Sozialverhalten. Teak ist sehr streng, aber fair - es sind immer die selben Regeln, die gelten. Und sie hat die Zwerge darin geschult feine Drohsignale für voll zu nehmen.
    Zeus war da übrigens auch sehr pingelig und hat es genauso gemacht. Sah dann schonmal für Aussenstehende fies aus, wenn der große Schwarze so einen Hundezwerg unter sich begrub. :D

    Ich würd sagen: Kauf Dir einen anderen Hund. Am besten einen Labrador Retriever oder Beagle, da ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass der aus Übersprung "nur" herumhopst.

    Was denkst Du, warum bei anderen Hunden das Drohen - was Deine Hündin ja nun ziemlich deutlich zu machen scheint mit dem Starren - ausreicht?

    Weil es Folgen hatte, wenn der andere Hunde es nicht für voll genommen hat.

    Meine Älteste droht auch nur durch Starren und steif werden. Bisher hat es jeder Hund gelernt, dass es keine Show ist, was sie da tut und musste ersteinmal mit ihr kollidieren.

    Und: Natürlich ist Dein Hund gestresst dadurch, dass der Ruheplatz eben eher ein Tummelplatz ist. Schreibst Du doch selbst ganz klar.

    Ganz ehrlich: Du solltest dringend mal ein wenig Fortbildung in Hundekommunikation betreiben. Auch in Deinen anderen Beiträgen bin ich häufig recht verwundert, welche Ansichten man so haben kann...

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich habe eine ähnliche Situation. Meine Hunde sind stete Belgeiter in meiner Hundeschule - als Trainingshunde, zum Sozialisieren, um zu zeigen, wovon ich da so rede... Und meine Hunde sind alle anders.

    Da ist mein Mittelspitz - aufgeregt, aber immer korrekt und sauber in der Kommunikation. Sehr selbstbewusst, aber kein Prügler. Manchmal etwas zu "popplastig", aber regelbar bei Aufsicht. Sehr angenehmer Hund für mich.

    Dann gibt es Cooma. Auch sauber in der Kommunikation, aber eine typische junge und unsichere Hündin, der gegenüber gleichaltrigen auch mal der Kragen platzen kann und sie dann herumzickt. In meinen Augen altersentsprechend normal, aber eben derzeit noch eine Erziehungsaufgabe für mich.

    Es gibt noch Chill, mein "bester" Hund in dieser Hinsicht, da sie sehr fair, aber superkonsequent handelt. Sie verletzt nicht, sie zieht aber durch. Einziges Manko: Man muss drauf achten, dass sie keinen Todeszone um Ressourcen errichtet.

    Zeus ist an sich gut in Hundekommunikation. Doch das ist vorbei, sobald er gestresst ist. Und das ist er nach wenigen Minuten. Dann stürzt er sich egal auf wen, der grad vorbeikommt.

    Meine älteste Hündin Teak ist die "strenge Tante". Sie ist immer gleichbleibend in ihrer Kommunikation und fair, weil sie klare Drohabstufungen hat - leider so fein, dass ein etwas "pubertätsblinder" Rüde die gerne mal überhaupt nicht wahrnimmt. Allerdings vermöbelt sie freche (das sind schon die, die sich nicht sofort nach einem Blick von ihr zurückziehen) fremde Hunde anfangs richtig ordentlich.

    Zeus und Teak nehme ich nicht mit in meine Hundegruppen. Bei den beiden stelle ich nur Kontakte her zu Hunden, deren Besitzer die Problematik verstehen und deren Hunde das hinbekommen.

    Für beide Hunde überwiegen die Nachteile in einer solchen Gruppe den Vorteilen. Für beide ist es der blanke Stress und sie fühlen sich nicht wohl. Warum also sollte ich ihnen das antun?

    Ich bin nicht der Meinung, dass man Hunde vor jedem Stress schützen sollte, denn dann könnte ich meine Arbeitshunde gar nicht einsetzen. Aber es gibt Dinge, die müssen schlicht nicht sein.

    Und du schreibst ja selbst, dass sie, wenn sie mal Auszeit hatte, danach auch wieder viel geduldiger ist - also die Nerven nicht mehr so blank liegen. Warum also gönnst Du ihr es nicht ihren Raum zu haben, in dem sie garantiert nicht gestört ist und ihre Ruhepausen machen kann?

    Wenn ich Besuchshunde hier Zuhause habe, dann lasse ich meine Teak in einem anderen Raum schlafen - das ist am entspanntesten für sie.

    Viele Grüße
    Corinna

    Hui, da haste aber einen alten Thread rausgesucht.

    Seit "damals" habe ich noch die ein oder andere Leine durchprobiert. Ganz neu im Einsatz ist jetzt auch eine Biothane-Leine. Allerdings nutze ich die für Spurensuche und beim Hütetraining, weil ich derzeit keinen Hund habe, der noch eine Schleppleine bei der Alltagserziehung bräuchte.

    Die Leine ist toll, aber ziemlich schwer! Ich habe zehn Meter in 19 mm Breite - da haben meine Border Collies schon gut dran zu schleppen.

    In der Hand liegt die Leine aber super, rutscht gut über den Boden und saugt sich nicht voll.

    Allerdings bin ich auch ein Fan von 14 mm Breiten Nylon-Gurtband Schleppleinen. Allerdings muss das ein Material sein, dass sich nicht so sehr vollsaugt. Da sind 10 Meter schon um einiges leichter als die Biothane.

    Viele Grüße
    Corinna

    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Probleme in der Pflegefamilie nicht da waren. Oftmals liegt es am Umgang mit dem Hund.

    Ich selbst habe schon den ein oder anderen "durchgeknallten" Hund in Pflege gehabt. Die Vorbesitzer beschreiben mir dann den Hund. Tja, und dann sind die Hunde ganz anders, wenn sie bei mir sind.

    Das liegt daran, dass ich Grenzen setze, den Hunden einen klaren Rahmen biete und vor allen Dingen Ruhe verlange!

    Er ist offensichtlich mit Eurer Anwesenheit total überfordert. Ich vermute, weil er Dauerbeschäftigt wird. Das heißt für den Hund: Ist mein Mensch da, dann bin ich aufgeregt, weil ja dauern was passieren muss.

    Das ist ein klassisches Problem bei Arbeitshunden, denn sie sind dafür gezüchtet immer weitermachen zu wollen. Doch ein Jagdhundeführer würde von Anfang an darauf achten, dass der Hund "außerhalb" seiner Arbeitszeiten Ruhe lernt. Das ist wichtig, denn sonst ist er Hund bei jagdlichen Einsatz unbrauchbar - die Energie und Konzentration wäre nämlich vorher schon verpufft.

    Du beschreibst eigentlich alle Symptome der Überforderung. Und mit dem intensiven Beschäftigen verstärkst Du das alles immer mehr. Das Verhalten wird sich immer mehr hochsteigern.

    Was würdest Du mit einem überdrehten Kind machen, dass nach Dauerbeschäftigung schreit und Dir aus Frust irgendwann das Spielzeug um die Ohren haut? Noch mehr beschäftigen? Zusehen, dass es bloß nicht schläft?

    Bestimmt nicht, oder? ;)

    Viele Grüße
    Corinna