Beiträge von flying-paws

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    ich kann mir zbsp nicht vorstellen, was ein tiertherapeut in diesen situationen anderes machen will, als wir es tun.. die hunde schon ne halbe stunde vorm essen runter von der couch jagen?!

    Genau. Plätze schon deutlich vor der Situation zuweisen und drauf bestehen, dass sie dort bleiben!

    Du bist viel zu spät mit Deinen Maßnahmen, daher müssen die beiden das dauernd untereinander austragen.

    Wenn ich auf der Couch liege, dann bestimme ich, wer mit drauf kommt. Und ich bestimme auch, wer wo zu liegen hat! Es gibt bei meinen vielen Hunden Kombinationen (meine zwei ältesten Hündinnen z.B.), die würden sich irgendwann versuchen anzugiften. Folglich würde ich die beiden nie zusammen auf die Couch nehmen.

    Ein Konflikt beginnt meist viel früher als es die Besitzer merken. Vor dem Knurren gibt es schon andere anzeichen, die zeigen, dass es wieder losgeht.

    Und es ist doch nichts einfacher als Situationen weit vorher zu entschärfen durch eine Regelgung, bei denen man weiß, dass es immer auf eine bestimmte Weise laufen wird.

    Viele Grüße
    Corinna

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    Wie wäre es mit einem der Altdeutschen Hütehunde wie Harzer Fuchs, Westerwälder Kuhhund, Tiger oder Strobel? Der Schafpudel wäre auch noch was, fällt aber wohl wegen dem recht langem Fell raus. Alles sehr gesunde und ursprüngliche Rassen, allerdings weiß ich nicht, ob diesen "nur gassi gehen" reicht. Du kannst ja mal nach "Hütehundschlägen" im WWW suchen.

    Sehr gewagter Rat. Das Aggressionspotential der AHs ist ziemlich hoch und das Auslastungpotential auch. Als Begleithund würde ich da unbedingt die Finger von lassen.

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    Spitze (und andere Hunde mit ähnlicher Fellbeschaffenheit) fallen -leider- wirklich raus, ist jetzt nicht böse gemeint, aber mir hilft es ja nicht weiter, wenn jetzt ganz oft geschrieben wird, dass ein Mittel- oder Großspitz wunderbar auf meine Beschreibung zutrifft.

    Wie wäre es mit einem Mix daraus? Die gibt es auch in kurzaarig: http://www.spitz-nothilfe.de

    Übrigens habe ich optisch nicht meine Traumhunde. Ich wollte immer kurzhaarige Hunde und Ringelrute fand ich immer ziemlich doof.

    Ich hab jetzt Border Collies, einen AH und einen Spitz, der seine Rute auch noch doppelt geringelt trägt. :D

    Viele Grüße
    Corinna

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    Wir haben ja nun Lino zu uns geholt. Mit der Info: Dobermann/Schäferhundmix. Ich wollte UNBEDINGT keinen weiteren Jagthund.

    Schäferhund und Dobermann haben auch ordentlich Jagdtrieb. Warum nimmst Du dann nicht eine Rasse, bei der der Jagdinstinkt deutlich zurückgedrängt ist.

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    Hallo, Ihr Lieben.

    Mal wieder die lästige Kastrationsfrage. Unser bald zweijähriger Rüde macht neuerdings IMMER 'nen Affen, wenn er auf andere Rüden trifft. IMMER!!! Kein Rüde, mit dem es keine Probleme gibt. Erst markiert er den Starken und will drauflos, nimmt man dann aber die Leine ab (wegen Chancengleichheit), schnappt er (vermutlich aus Angst, denn der andere Rüde hat heute eindeutig zum Spiel aufgefordert).

    Das bedeutet, er macht das Theater an der Leine?

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    Die eine Tierärztin hat gesagt, wir sollten ihn kastrieren lassen, dann würde es bestimmt besser werden. Der andere TA sagt, er wird nach der Kastration evtl. zum Angstbeisser, und eine Bekannte, die ähnliche Probleme mit ihrem Rüden hatte, meinte, sie hätte zu lange gewartet mit der Kastration, ihr Rüde hätte sich das leider zu sehr angewöhnt und würde als "halber" Kerl deswegen genauso weiter machen.

    Da das kein Kastrationsproblem, sondern ein Erziehungsproblem ist, greift hier der selbe Effekt wie immer: Je länger der Hund ein Verhalten zeigt, desto schwieriger ist es, das wieder abzutrainieren.

    Eine Kastration ersetzt keine Erziehung, auch wenn Tierärzte das gern mal suggerieren wollen.

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    Soll ich jetzt einfach abwarten, bis die Pubertät rum ist? Wird das dann lockerer?

    Nein, Du solltest Dir besser einen Trainer suchen, der sich mit dem Thema (Leinen)Aggression auskennt und Euch einen Trainingsweg zeigt. Jeder Hund hat eine unsichere Phase an der Leine und bei vielen endet es in einem dauerhaften Problem, weil die Besitzer schlicht nicht daran arbeiten.

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    Und dann frage ich mich generell: wie sieht denn die allgemeine Tendenz aus? Viele Leute sagen, jeder unkastrierte Rüde ist für einen anderen unkastrierten Rüden ein Konkurrent, das MUSS ja Ärger geben. Andere behaupten, unkastrierte und kastrierte Rüden verstehen sich aber auch nicht (selbst schon erlebt). Wie ist es denn mit mehreren kastrierten Rüden untereinander? Verstehen die sich wenigstens??? Oder hatte eine Hundebesitzerin, die ich beim Spazierengehen traf, Recht, als sie sagte: "Bei Hunden gibt es keine Männerfreundschaften"?

    Haben einige von Euch vielleicht unkastrierte Rüden, die sich prima mit anderen Rüden verstehen?

    Das Verhalten gegenüber anderen Hunden hängt in erster Linie davon ab, ob der Hund Sozialverhalten gelernt hat.Meine Rüden waren/sind alle unkastriert und es gab/gibt keine Probleme. Sie haben auch ihre Pubertät durchlebt, in der ich natürlich viel Erziehungsarbeit leisten musste und sie sich als "echter Kerl" mal ausprobieren wollten. Aber nach dieser Zeit habe ich "sauber kommunzierende" Hunde. Zeitweise leben in meinem Haus völlig intakte und gesunde Rüden miteinander, ohne Prügeleien oder ähnliches.

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    Tut mir leid, wenn ich so blöd frage, aber das ist mein erster eigener Hund und ich will ihn nicht unnötig kastrieren lassen, aber auch nicht jedem anderen Rüden für immer und ewig aus dem Weg gehen müssen (bin nicht unbedingt ein Fan vom Drauf-Ankommen-Lassen).

    Du brauchst weder das eine, noch das andere tun. Such Dir kompetente Hilfe, damit Du einen "Plan" hast für Begegnungen.

    Viele Grüße
    Corinna

    Meine Hunde würden sich eiskalt für die lebenslange Außenhaltung entscheiden, wenn das auf einer Schäferei wäre :D

    Ich kann an einer Außenhaltung nix "Schlimmes" finden und sehe das als die ursprüngliche Haltungsform von Arbeitshunden.

    So manchem Hund würde etwas mehr Distanz zu seinen Besitzern vielleicht sogar gut tun :pfeif:

    Meine Wauzens leben aber auch mit mir im Haus. Allerdings haben die gelernt Ruhe zu halten. Das heißt, ich beschäftige mich gar nicht mit denen, die sich auch nicht mit mir.

    Von den Hunderassen her eignet sich jeder Hund für eine solche Haltung. Natürlich muss ein Arbeitshund entsprechend gearbeitet werden, aber das muss er auch bei der Haltung im Haus.

    Ein klassischer Hofhund ist da natürlich einfach auszulasten, denn der "arbeitet" ja den ganzen Tag.

    Regelmäßig Ansprache braucht natürlich jeder Hund.

    Der Hund muss einen trockenen, warmen und geschützen Liegeplatz haben.


    Viele Grüße
    Corinna