Oh, mit kaputten Knien kenne ich mich leider aus. Mein Nian ist da auch "fertig therapiert". Das Knie rumpelt und scheppert bei jedem Schritt. 
Sie hat 2-3 Jahre lang Librela bekommen, bis das keinen Unterschied mehr gemacht hat. Dann Trocoxil, das hat auch nichts verändert. Ein Jahr habe ich jetzt nach Bedarf Rimadyl gegeben, aber ich merke an ihrer Bewegung oder ihrem Verhalten auch keinen Unterschied, ob sie eine Tablette bekam oder nicht.
Im März war ich zum Ultraschall in der Tierklinik und habe nochmal wegen Schmerzmedikation gefragt. Da hat Coco dann testweise eine Spritze Ketamin bekommen und ich habe Metacam mitbekommen, falls das ketamin nicht wirkt.
Librela ist bei uns auch das Mittel der ersten Wahl. Ein Jahr hat es ausgereicht, dann brauchte es Ergänzung. Anfangs die kurze Gabe eines Entzündungshemmers, in dem Fall auch Metcam, gereicht. Dann nicht mehr und ich habe es dauerhaft gegeben. Zu der Zeit habe ich dann noch angefangen PEA dazu zu geben. Entweder war es die nun längere Gabe von Metacam oder die Kombi mit PEA - es hat ihn mit einer Magenblutung in die Klinik befördert. ABER: Seiner Mutter hat Metacam fünf Jahre lang problemlos gute Dienste erwiesen! Auch bei meinem Spitz ist es im Einsatz, ohne Probleme bisher. Es ist ein guter Entzündungshemmer. Und man muss schauen, ob es Nebenwirkungen gibt oder nicht. Nach etwas Getüftel bekommt er jetzt Tramadol (ist ein Opioid - hattest Du anscheinend noch nicht) und Librela. Eins allein reicht nicht. Und ich vermute, dass Du auch was kombinieren musst. Eins allein wird nicht mehr reichen. Was wegen der schleifenden Pfoten für mich auf jeden Fall auf der "zu testen" Liste stehen würde: Gabapentin.
Mein Spitz bekommt wegen seiner Hüfte und dem Rücken Librela, Metacam und Tramadol. Dann geht es ihm gut.
Generell habt Ihr da noch nicht alles ausgeschöpft. Schau mal hier:
https://www.bundestieraerztekammer.de/tieraerzte/leitlinien/downloads/EmpfehlungenFebruar2012ITIS.pdf
Ihr Hinterbein schleift oft, beim schnelleren laufen entlastet sie.
Das kann darauf hindeuten, dass die Nerven in der Wirbelsäule oder am Ausgang eingeengt werden. Das könnte bedeuten, dass die Nerven dadurch entzündet sind - das sind ziemlich üble Schmerzen.
Sie tobt gerne ihre Runden über den Hundeplatz. Mal will sie dauernd Beschäftigung, mal nur ihre Ruhe. Ich konnte ihr Verhalten noch nie wirklich an der Gabe von Schmerzmitteln festmachen.
Achtung, beim Toben schüttet der Körper Stoffe aus, die Opioiden ähneln und daher schmerzlindernd wirken! Auch die Gier nach Beschäftigung kann darauf hindeuten, dass der Hund gelernt hat sich selbst die Schmerzen zu lindern. Das Problem: Nach einer solchen Belastung ist der Schaden oft größer als der Nutzen ...
Was Du noch gar nicht erwähnt hast und bei meinen ein wirklich wichtiger Baustein ist: Pyhsiotherapie. Engmaschig kann man da mit den richtigen Techniken viel erreichen. Osteopathie bietet da auch viel, vor allem im Bereich der Schmerzlinderung.