Beiträge von Momo und Lotte

    Moment STOP bitte, ich möchte nicht das unser Hund aktiv in die Verteidigung einsteigt. Er wird weder auf ein Schutzwort trainiert noch sonstiges. Das ist mir wichtig an dieser Stelle klar zu stellen.

    Ich möchte halt einfach gerne, dass durch die Erscheinung eine gewisse Überlegung angestrebt wird, falls jemand eine *böse* Absicht verfolgen mag.

    Okay, das ist etwas anderes. Ich verstehe das sogar, manchmal gibt ein Hund einem Sicherheit. Ich glaube trotzdem, dass man das von Anfang an für sich klar haben sollte, dass der Hund meinetwegen 'so aussieht' aber nicht wirklich in den Schutz gehen soll.
    Insbesondere wenn da unbewusste Kopfsachen mitschwingen - voll natürlich, muss man sich aber trotzdem ins Bewusstsein holen! :)

    Mein ehemaliger Pflegehund hatte Schutztrieb, hat er natürlich immer noch, es war aber so viel Arbeit im klar zu machen: Not your business. Und das war so wichtig, der hatte nämlich die Tendenz, Verantwortung gern selbst tragen zu wollen (und das darf bei mir auch kein 18kg Drahthaarmix).
    Ich denke, man muss sich sehr klar machen, dass Schutz nicht die Aufgabe des Hundes ist - sonst findet man das plötzlich in bestimmten Hinsichten gut (fremde Pöbler) und in anderen nicht (Kinder, Omas, die eigene Mutter) und fragt sich, warum der eigene Hund diese Differenzierung eigentlich nicht vornimmt. Und dann wächst halt einfach ein ganz anderes Problem, das kann man hier ganz gut nachlesen, auch wenn der Fall bei euch bestimmt anders gelagert ist:

    Mein Hund bellt plötzlich alle Menschen an und lässt sich kaum beruhigen

    Ich meine nur: vorher ganz konkret für sich selbst klar haben, um was es geht.

    Und übrigens, auch kleinere Hunde können Fremde beeindrucken. Man hat ja auch nicht nur Respekt vor Türstehern und legt sich mit jeder Person unter 70kg an. Und noch mal übrigens: ein Staff, ein Boxer, ein Dobi... wenn die mich gelassen und freundlich anwedeln, so beeindruckend wirken die dann alle nicht. ;)

    also... einen Hund mit Schutzfunktion? Das ist ein richtig heikles Thema. Wirklich. Richtig. Heikel.
    Vor allem, wenn man nicht die immense Erfahrung hat, da ist das Eis so dünn und die Nesseln so nah am Hintern. Hier hab es mal einen Thread dazu, den ich dir anraten möchte zu lesen. Ich suche ihn mal raus, das könnte etwas dauern.

    Die Wuppertaler Altbaugeschosse, ja, die sind schon mal fordernd. Ich trage derzeit eine kranke 9kg Hündin ein Stockwerk, keine große körperliche Kraft erforderlich - aber es ist trotzdem immer ein Aufriss. Kontaktsportart zwischen Matschpfötchen und Camel-Haarmänteln.
    Ich könnte mir das mit einem schweren Hund nicht vorstellen.
    Und die bei Boxern angesprochene genetische Belastung, auch was das Herz betrifft - würde mich auch irgendwie stressen.

    Da ich im rumänischen Tierschutz engagiert bin bin ja quasi innerlich verpflichtet, dazu zu raten, einen eher leicht bleibenden Tierschutz-Welpen von einem guten Verein auszusuchen, deshalb hau ich das noch kurz raus. Das ist Tierschutz-Tourette. Das kann ich nicht kontrollieren.

    Meine alte Hündin (12 kg) ist übrigens die Hälfte ihres Lebens auch drei Stockwerke gelaufen und hatte damit keine Probleme. Bei Krankheit hab ich sie halt geschleppt. Ächzend, weil schwach.

    Ihr Lieben, vielen Dank für eure Antworten.
    Ihr Elektrolytwerte - das ganze Blutbild - sind absolut okay, das ist völlig verrückt. Die Nieren tun Nierendinge, die Elektrolyte sind gut aufgestellt - aber das war natürlich eben vor der Entwässerung.
    Salzarm ist natürlich schwer, ich gebe mein bestes, sonst: Hauptsache rein. Man spürt jeden Wirbel und die Hüftknochen, sie wiegt 9 kg, ich schätze dass 11 kg für sie gutes Normalgewicht wären.
    Ich bin so froh, dass sie trotz all dem Schietfutter gestern heute normalen Output hatte.

    Vielleicht kriegen wir das hin, wenn meine Hunde auf der anderen Seite des Zauns mitgefüttert werden.
    Royal Canin (vor dem ich mich zeitlebens verweigert habe) besorge ich heute mal. Die siebenundneunzigste Futtersorte. :ops:
    Und eingeweichte Brötchen versuche ich auch - trockene nimmt sie nicht. Auch Kartoffeln koche ich heute nochmal ohne giftiges Gemüse und argwohnerregendes Hühnerfleisch und mische das vielleicht einfach mit Makrele, die hat sie gestern genommen (ist aber eben so salzig und ein paar Carbs könnte sie sicher ganz gut gebrauchen)

    Könnt ihr gute Kardiolog*innen in NRW empfehlen? Ich wohne in Wuppertal, die Tierkliniken sind hier alle überlastet und gestern wurde ich wegen eines anstehenden Blutbildes eines anderen Hundes von der Tierärztin angerufen, dass die Tierärztekammer beschlossen habe, nur noch Notfälle dürften kommen. Da frage ich mich immer, wo die da die Notfall-Grenze ziehen, kann das nicht einschätzen.

    Wisst ihr, wenn ich einschätzen könnte, dass sie mit etwas Glück noch ein paar Monate hat, dann würde ich an jeder Tür klingeln und fragen, ob sie nicht jemanden kennen, der die kleine einfach biestige Prinzessin sein lässt bis es nicht mehr geht.

    Das hier ist sie übrigens.
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    Ich kann mir nun zumindest zwei meiner Fragen minimal besser beantworten, schreibe das aber mal hier rein, vielleicht wird das irgendwann noch mal für jemanden wichtig:

    Ist eine Futterumstellung sinnvoll/notwendig?

    Eine Futterumstellung kann bei Patienten mit sehr weit fortgeschrittenen Befunden sinnvoll sein, früher ist sie wahrscheinlich kaum von Nutzen. Salzhaltige Leckerli sollten vom Speiseplan eines hochgradig erkrankten Tieres gestrichen werden. Ebenso kann eine mild salzreduzierte Diät mit höherem Energiegehalt helfen, die Schwere der Symptome zu lindern und eine ausreichende Energiezufuhr zu sichern. Ein Problem besteht allerdings darin, dass unsere Haustiere oft salzreduzierte Diäten ablehnen. Dann ist es in jedem Fall besser, irgendeine Lieblingsdiät anzubieten, als auf einer „Herzdiät“ zu beharren, die der Hund nicht frisst, da sonst der Energiebedarf des Patienten nicht gedeckt werden kann. Bei hochgradig betroffenen Tieren kann auch der Einsatz von Omega-3-Fettsäuren helfen.

    Es ist wichtig zu beachten, dass Patienten mit weit fortgeschrittener Herzerkrankung entgegen der landläufigen Meinung KEIN Gewicht verlieren sollten. Gewichtsverlust führt bei schwer kranken Herzpatienten zu einer vermehrten Sterblichkeit. Eine Gewichtsreduktion, um „das Herz-Kreislaufsystem zu entlasten“, ist bei Tieren mit weit fortgeschrittener Krankheit falsch!

    Mein Hund wird mit Entwässerungsmedikamenten behandelt. Soll ich seinen Wasserkonsum einschränken?
    Hier ist nur eine kurze Antwort notwendig: in keinem Fall!

    Danke euch.

    Ich persönlich (!) würde sogar von einer Weitervermittlung absehen und sie als Gnadenhund behalten, wenn du die Möglichkeit dazu hast. Ein neues Zuhause bedeutet ja auch wieder Aufregung, Stress und Co., das würde ich ihr persönlich gar nicht zumuten wollen. Zumal es ohnehin schwierig sein dürfte, eine passende Endstelle zu finden, die einen (mehr oder weniger) todkranken Hund aufnehmen würde - Hospizplätze für Hunde sind ja doch recht rar gesät :/

    weißt du, da hast du natürlich recht. Gerade glaube ich aber noch, dass es ein besseres Zuhause für sie geben kann, als das hier. Sie 'muss' ständig meine Hunde anknurren, hat meine Hündin auch schon gebissen (ohne Not und ohne erkennbare Warnung, während meine in eine ganze andere Richtung orientiert war und locker 2m weiter weg stand, ist nur Fell geflogen und meine ist einfach weggehüpft)
    Ich kriege das gemanaget, wir leben in nun als getrenntes Rudel mit Kindergittern an den Türen. Allerdings weiß ich einfach nicht mal ansatzweise, wie lang sie noch hat. Und wenn es vielleicht noch Monate wären, was ich ihr so sehr wünschen würde, dann soll sie es so gut wie möglich haben. Ob das hier ist?
    Sie muss momentan alle 2 Stunden raus - gerade geht das, weil die Schulen geschlossen wurden, aber was mache ich ab Januar?
    Klar, mein Freund hilft wo er kann - der wird aber irgendwann das Handtuch werfen, der ist in solchen emotional belastenden Situationen einfach auch schnell mit den Nerven runter.

    Ich stelle mir jemanden vor, in (Früh-)rente, sehr liebevoll, jemand der sie betüddelt, der noch gar nicht weiß, dass er einen Hund will.Es gibt sogar Interessenten, die haben aber selbst einen Hund - und ich sehe in absehbarer Zeit nicht, dass sie noch Bock auf andere Hunde bekommt. Die Interessenten sind ohne Frage super, das sind tolle Menschen. Aber ich habe einfach wirklich Bedenken wegen der Ersthündin. Und die Orga kauft mir ihre Unverträglichkeit nicht ganz ab. Das Ding ist nur: ich kenne den Hund bisher besser als sonst jemand. Und ich weiß, dass sie schon Stress sucht. Die knurrt nicht, um die anderen auf Abstand zu halten und hält dann den Abstand. Würde man hinkriegen, wenn man Zeit hätte. Aber wieviel man davon hat...? Ich könnte nur heulen. Ich finde das so unheimlich schwierig und bin einfach unfähig, weil ich sie schon so wahnsinnig lieb habe und mich für sie sofort genau so verantwortlich gefühlt habe, wie für meine eigenen.

    Hast du schon probiert für sie zu kochen? Meine extrem mäkelige Tierheimhündin hat anfangs gar nichts gegessen, selbst gekochtes findet sie aber sehr gut.

    Dann kochst du bestimmt besser als ich. Meine Hühnersuppe hat sie nicht angerührt. Aber ich probiere echt alles. Wirklich alles. Ich glaube, ich habe jetzt den Hebel gefunden. Wenn meine Hunde auf der einen Seite des Gatters stehen und ich ihnen etwas gebe, was sie vorher verschmäht hat, nimmt sie es dann auch "bevor die anderen es kriegen". Das sind keine großen Mengen aber immerhin etwas.

    :) Tja, mit dem vertragen, das ist so eine Sache, der erste Output ist normal, dann wird es immer weicher, ich vermute, dass das auch mit den Diuretika zusammen hängen könnte. Und sie pupst so enorm schlimm, wie ich es noch nie gerochen habe. Aber zumindest ist es kein Durchfall und sie erbricht auch nicht.
    Die Kleine ist etwa 2 oder 3. - laut Aussage der Tierärztin kommt so ein Herz nicht von einem Tag auf den anderen, sie muss eigentlich auch in Rumänien schon Symptome gezeigt haben, da hat es nur niemand bemerkt. Sie ist halt auch immer unauffälliger, wenn sie steht oder läuft. Und die Leute vor Ort gucken bestimmt auch nicht so genau. Dass niemand abhört vor einer Narkose und Kastration finde ich allerdings heftig.
    Weißt du, ich würde natürlich alle möglichen Untersuchungen machen lassen, wenn es dadurch eine Chance gäbe, ihr noch einige symptomfreie Jahre zu verschaffen. Wenn es nur darum geht, es noch genauer zu wissen, eigentlich aber schon klar ist, dass da nichts mehr zu holen wird, dann möchte ich sie nicht noch ständig in Kliniken schaffen. So ein Herzultraschall ist ja auch eine enorme Stresssituation.

    Oh Mann ey, ich kann förmlich spüren wie mein Herz bricht.

    Hallo liebe Herz-Hund-Menschen, ich brauche eure Hilfe.
    Ich hatte diesen Text bereits als Beitrag im entsprechenden Thread gepostet, glaube aber, dass ich mit einem separaten Thema vielleicht ein paar mehr Menschen erreichen kann.


    Habe jetzt hier schon relativ viel quergelesen, möchte euch aber meinen Fall schildern und vielleicht noch ein paar gute Tipps bekommen.
    Sorry, das wird lang.


    Tag 1:
    Seit Samstag, dem 4.12. haben wir eine Pflegehündin. Sie zeigte schon bei der Abholung Husten und mir ist direkt aufgefallen, dass ihr Herz komisch schlägt (aber ich bin eben keine Fachfrau).

    Tag 2:
    Ich war, weil der Husten sich so schlimm anhörte, direkt am Sonntag in einer TK, die abhörten, Zwingerhusten diagnostizierten und mich mit Hustensaft nach hause schickten.
    Ich erwähnte, dass sie doppelt gegen Zwingerhusten geimpft sei und dass ich das Herz komisch finden würde.
    Die diensthabende Tierärztin sagte "ja, das Herz schlägt langsam, sie hat einfach einen niedrigen Ruhepuls, nicht besorgniserregend. Ein leichtes Herzgeräusch, das ist aber auch nicht wild."


    Tag 3:
    Der Husten wurde natürlich immer schlimmer. Ich rief also meinen Tierarzt an, der sagte, da würde Antibiose benötigt, ich könne aber erst am Dienstag vorbeikommen. Da nahm dann das Drama seinen Lauf. Der Husten wurde immer fieser, sie kam gar nicht zur Ruhe, die Atmung wurde besorgniserregend schnell (bei der Atemfrequenz habe ich meine alte Hündin - Lungenfibrose - gehen lassen).

    Tag 4:
    Mein Tierarzt hörte einmal ab und meinte sofort: "Herzultraschall so schnell es geht. Der Husten kommt von einem Lungenödem, das Herz schlägt absolut besorgniserregend. Das klingt so übel, dass ich Ihnen nicht sagen kann, ob man überhaupt noch was machen kann" Er rief alle seine Kolleg*innen an, niemand, auch in keiner Klinik (wir haben in 5 Kliniken angerufen), konnte uns noch aufnehmen. So gingen wir mit Entwässerung heim und haben nach einer fürchterlichen Nacht in Atemnot (es war der Horror, Atemfrequenz ging auf und ab, zur schlimmsten Zeit über 5 Minuten bei 120!) einen Termin bei einer Tierärztin im Umland am nächsten Morgen bekommen, die ein Herzultraschall machen konnte.

    Tag 5:
    Die Diagnose nach Herzultraschall ist verheerend.
    Und es ist absolut fraglich, wie sie die Operation (Kastration sehr kurz vor Ausreise) überstehen konnte.
    Nun bekommt sie - langsam steigernd - Vetmedin, Cardalis, UpCard und Taurin und L-Carnitin.


    Ab Tag 6:
    Ihre Symptome haben sich deutlich verbessert, sie hustet nur noch drei bis sieben Mal pro Tag, hat eine ruhige Atemfrequenz, kann endlich schlafen.

    Die Blutwerte sind überraschenderweise in Ordnung, das Herz ist aber desolat:
    AV-Block III Grades, hochgradige Herzinsuffizienz, hochgradige dilatative Veränderung in allen Bereichen des Herzens, hochgradige linksatriale Stauung, Aortenfluss und Pulmonalfluss deutlich erhöht, Trikuspidalinsuffizienz


    Die Folgeuntersuchung gestern (Tag 11) hat ergeben, dass nach knapp einer Woche der Medikation das Lungenödem zwar unter Kontrolle ist, das Herz aber unverändert - aber wäre eine Veränderung überhaupt möglich? Wie lange würde das brauchen? Kann man innerhalb von 8 Tagen bei so einem Befund mit Verbesserung rechnen?


    Ich glaube nicht, dass sie noch viel Zeit haben wird. Sie ist dazu sehr sehr dünn und frisst kaum, wenn dann eher nachmittags/abends und dann nur sehr ausgewählte Dinge (diese billigen Katzenleckerchen und Hundestangen von Aldi und Rinderlunge, sehr selten Mal ein wenig Hundefutter - ich hab einfach alles probiert, damit sie etwas zu sich nimmt.)


    Nun frage ich mich (bzw. euch):

    1.) Ist das nun schlimm, dass sie nur so ungesund und so wenig frisst? Oder Hauptsache 'rein'?

    2.) Sie trinkt durch die Diurese viel. Ich habe nun verschiedene Meinungen dazu gehört, ob das gut oder schlecht ist. Wie seht ihr das?

    3.) Ihr Herz ist ja nun für Aufregung nicht mehr ausgelegt, ihr Puls reguliert sich nicht. Für mich heißt das, dass sie sich nicht aufregen darf, keinen Stress haben darf. Deshalb halte ich sie von meinen Hunden getrennt, denn die würde sie am liebsten schreddern. Meiner Meinung nach kommt deshalb kein Gnadenplatz mit Ersthund in Frage. Überdramatisiere ich da? Die Vermittlerin sagt nämlich, dass es ja überall Hunde gebe und sie lernen müsse, sich da einzufügen. Ich habe das Gefühl, dass die gar nichts mehr müssen muss und einfach eine ruhige letzte Zeit haben sollte.

    4.) Wie schätzt ihr bei diesem Befund die Lebenserwartung ein? Meine Tierärztin traut sich nicht so recht, etwas zu sagen. Aber wir sprechen hier doch wahrscheinlich nur noch von wenigen Monaten, oder?

    5.) Meine Tierärztin möchte mich an einen sehr versierten Kardiologen in der TK überweisen. Der ist aber erst am 4.1. wieder im Haus und wann ich da einen Termin kriegen kann, ist auch unklar... wie seht ihr das? Kann der überhaupt noch etwas tun, was die Tierärztin nicht tun kann?

    6.) Kann durch die Medikation der Vorhof des Herzens irgendwie wieder etwas verkleinert werden? Nein, oder? Gewachsenes Gewebe verschwindet noch nicht einfach wieder.


    Ich freue mich sehr, falls mir jemand von euch ein wenig helfen kann. Ich bin nervlich ziemlich am Ende.


    Liebe Grüße
    Momo

    Hallo liebe Herz-Hund-Menschen, ich brauche eure Hilfe.

    ich habe jetzt hier schon relativ viel quergelesen, möchte euch aber meinen Fall schildern und vielleicht noch ein paar gute Tipps bekommen.
    Sorry, das wird lang.

    Seit Samstag, dem 4.12. haben wir eine Pflegehündin. Sie zeigte schon bei der Abholung Husten und mir ist direkt aufgefallen, dass ihr Herz komisch schlägt (aber ich bin eben keine Fachfrau). Ich war, weil der Husten sich so schlimm anhörte, direkt am Sonntag in einer TK, die abhörten, Zwingerhusten diagnostizierten und mich mit Hustensaft nach hause schickten.
    Ich erwähnte, dass sie doppelt gegen Zwingerhusten geimpft sei und dass ich das Herz komisch finden würde.
    Die diensthabende Tierärztin sagte "ja, das Herz schlägt langsam, sie hat einfach einen niedrigen Ruhepuls, nicht besorgniserregend. Ein leichtes Herzgeräusch, das ist aber auch nicht wild."

    Der Husten wurde natürlich immer schlimmer. Ich rief also einen Tag später meinen Tierarzt an, der sagte, da würde Antibiose benötigt, ich könne aber erst am Dienstag vorbeikommen. Da nahm dann das Drama seinen Lauf. Der Husten wurde immer fieser, sie kam gar nicht zur Ruhe, die Atmung wurde besorgniserregend schnell (bei der Atemfrequenz habe ich meine alte Hündin gehen lassen). Mein Tierarzt hörte einmal ab und meinte sofort: "Herzultraschall so schnell es geht. Der Husten kommt vom Lungenödem, das Herz schlägt absolut besorgniserregend." Er rief alle seine Kolleg*innen an, niemand, auch in keiner Klinik (wir haben in 5 Kliniken angerufen), konnte uns noch aufnehmen. So gingen wir mit Entwässerung heim und haben nach einer fürchterlichen Nacht in Atemnot (es war der Horror, Atemfrequenz ging auf und ab, zur schlimmsten Zeit über 5 Minuten bei 120!) einen Termin bei einer Tierärztin im Umland bekommen, die ein Herzultraschall machen konnte.
    Die Diagnose ist verheerend.
    Und es ist absolut fraglich, wie sie die Operation (Kastration sehr kurz vor Ausreise) überstehen konnte.
    Nun bekommt sie - langsam steigernd - Vetmedin, Cardalis, UpCard und Taurin und L-Carnitin.

    Ihr Symptome haben sich dadurch deutlich verbessert, sie hustet nur noch drei bis sieben Mal pro Tag, hat eine ruhige Atemfrequenz, kann endlich schlafen.

    Die Blutwerte sind überraschenderweise in Ordnung, das Herz ist aber desolat:
    AV-Block III Grades, hochgradige Herzinsuffizienz, hochgradige dilatative Veränderung in allen Bereichen des Herzens, hochgradige linksatriale Stauung, Aortenfluss und Pulmonalfluss deutlich erhöht, Trikuspidalinsuffizienz

    Die Folgeuntersuchung gestern hat ergeben, dass nach knapp einer Woche der Medikation das Lungenödem zwar unter Kontrolle ist, das Herz aber unverändert - aber wäre eine Veränderung überhaupt möglich?

    Ich glaube nicht, dass sie noch viel Zeit haben wird. Sie ist dazu sehr sehr dünn und frisst kaum, wenn dann eher nachmittags/abends und dann nur sehr ausgewählte Dinge (diese billigen Katzenleckerchen und Hundestangen von Aldi und Rinderlunge, sehr selten Mal ein wenig Hundefutter - ich hab einfach alles probiert, damit sie etwas zu sich nimmt.)

    Nun frage ich mich (bzw. euch):
    1.) Ist das nun schlimm, dass sie nur so ungesund und so wenig frisst? Oder Hauptsache 'rein'?
    2.) Sie trinkt durch die Diurese viel. Ich habe nun verschiedene Meinung dazu gehört, ob das gut oder schlecht ist. Wie seht ihr das?
    3.) Ihr Herz ist ja nun für Aufregung nicht mehr ausgelegt, ihr Puls reguliert sich nicht. Für mich heißt das, dass sie sich nicht aufregen darf, keinen Stress haben darf. Deshalb halte ich sie von meinen Hunden getrennt, denn die würde sie am liebsten schreddern. Meiner Meinung nach kommt deshalb kein Gnadenplatz mit Ersthund in Frage. Überdramatisiere ich da? Die Vermittlerin sagt nämlich, dass es ja überall Hunde gebe und sie lernen müsse, sich da einzufügen. Ich habe das Gefühl, dass die gar nichts mehr müssen muss und einfach eine ruhige letzte Zeit haben sollte.
    4.) Wie schätzt ihr bei diesem Befund die Lebenserwartung ein? Meine Tierärztin traut sich nicht so recht, etwas zu sagen. Aber wir sprechen hier doch wahrscheinlich nur noch von wenigen Monaten, oder?
    5.) Meine Tierärztin möchte mich an einen sehr versierten Kardiologen in der TK überweisen. Der ist aber erst am 4.1. wieder im Haus und wann ich da einen Termin kriegen kann, ist auch unklar... wie seht ihr das? Kann der überhaupt noch etwas tun, was die Tierärztin nicht tun kann?
    6.) Kann durch die Medikation der Vorhof des Herzens irgendwie wieder etwas verkleinert werden? Nein, oder? Gewachsenes Gewebe verschwindet noch nicht einfach wieder.


    Ich freue mich sehr, falls mir jemand von euch ein wenig helfen kann. Ich bin nervlich am Ende.

    Wie schaut es aus, wenn ihr jetzt draußen gemeinsam Gassi geht? Ist sie dann auch so drauf, oder geht das besser als drinnen? Vielleicht kann man ja draußen ein wenig mehr Gelassenheit zwischen den Hunden bewirken.

    Dankeschön, du Liebe. Zusammen Gassi geht schon besser, solang Bewegung drin ist. Durch ihr Stresslevel und ihren wirklich üblen Zwingerhusten gepaart mit dem schlechten Allgemeinzustand, da sie halb verhungert ist, machen wir das aber gerade nicht. Das wird auch noch ein Paar Tage dauern. Jetzt geht's gerade höchstens mal mit allen dreien in den Garten - und da ist es auch nicht entspannt. Sonst wäre laufen eine gute Lösung. Vielleicht ist sie ja bald etwas fitter. Weißt du zufällig, wie lange es nach Langzeitstress mit Stresspeak dauert, bis Cortisol und Adrenalin und wasweißich wieder auf Normalniveau sind?

    Für mich ist absolute Voraussetzung das die Hunde sich vertragen. Das sie genervt werden und auch mal knurren und die ersten Tage grumelig sind meine ich nicht damit. Aber grundsätzlich sollte das klappen.

    Zweimal hatte ich Hunde in Kurzzeitpflege, die hätten evt bleiben können. Einer hat sich mit meinem Rüden angelegt, vor dem anderen hatte mein Rüde Angst. Beide sind dann wie geplant in eine andere Pflegestelle gezogen. Ein Junghund hat damals meine Omi geschüttelt, das haben wir 2 Wochen versucht und für den Hund , der sonst ein Schatz war, eine andere Pflegestelle organisiert. Bei einer Junghündin durfte sich mein Rüde nicht mehr bewegen - die Maus war nicht aggressiv, konnte aber meinen Hund auf Abstand halten. Zum Glück war sie schnell vermittelt. Manchmal passt es einfach nicht. Dafür hatte ich schon Hunde aus anderen Familien, die dort unverträglich waren und bei mir verträglich :ka: Man steckt da nicht immer drin.

    Ich finde kurzfristig kann man sowas durchhalten, aber auf Dauer ist das kein Zustand. Ich drücke die Daumen das sich die Maus entspannt oder sich langfristig eine andere Lösung findet.

    Meine Hunde haben absolute Priorität. Die leisten mit den Pflegehunden eh enorm viel, aber es gibt einfach Grenzen.

    Alleine bleiben konnte hier kaum ein Hund , woher auch.

    Ja, das haben sie für mich auch. Und ich weiß nicht, ob ich nach dem Schütteln noch weitere 3 Minuten ausgehalten hätte. Meine Hunde sind mir natürlich wichtiger. Und ich bin so stolz auf sie, sie machen das so vorbildlich. Derzeit habe ich noch die Hoffnung, dass es bei Elsa nur der Megastress ist, dass der einfach abflaut, es ihr gesundheitlich besser geht und es dann einfach läuft. Auf Insta sprechen alle von 3-Tage-Wunder. Das müsste dann morgen eintreten. Sehe ich aber noch nicht kommen. :no:

    Wir haben den Sessel zwischen die Türen geschoben, ein Gitter funktioniert gerade nicht gut, denn dann sieht sie unsere Hunde und regt sich extrem auf, sie kommt dann gar nicht runter.
    Der Husten wird nicht besser, morgen bekommen meine erst mal etwas, um die Immunabwehr zu steigern, die haben sich sicher schon angesteckt. Und mit ihr gehe ich dann wahrscheinlich auch noch mal zum Tierarzt, wenn dieser blöde Bio-Heititei-Hustensaft nichts bringt.
    Es ist gerade echt alles eine ziemliche Katastrophe.

    Inzwischen habe ich etwas mehr über ihre Vergangenheit herausgefunden. Sie wurde ausgesetzt und dann in eine 'private Pflegestelle' gebracht - das sind aber auch nur Zwinger draußen. Dort ist sie zwei mal abgehauen, daraufhin wurde sie ins öffentliche Shelter umgesetzt, wo auch andere Hunde (Puppy-Station) mit ihr im Kennel waren, die sie ignoriert hat.
    Im Prinzip sind die Verlassenängste nachvollziehbar, trotzdem unfassbar anstrengend - aber darum geht es gerade irgendwie auch nicht. Die muss erst mal wieder auf die Beine kommen. So ein Häufchen Elend hatte ich hier noch nie. Ich hoffe, dass sie die Infektion gut wegpackt, sich erholt und dann vielleicht auch andere Hunde wieder ertragen kann. Aber gerade ist mir einfach nach heulen zumute.