Beiträge von Momo und Lotte

    Das macht mich sooo wahnsinnig!
    Und eine Panikattacke, danach eine bleibende Angst/Hemmung/Beklemmung beim rausgehen - ich finde es so fürchterlich, was du da für einen Streifen mitmachst.

    Ich gehe gerade den völlig spießigen Weg und hänge jetzt hier einfach an allen Hundehotspots und auf meinen Routen einlaminierte Zettel auf, auf denen steht:

    "Hundekontakt?

    Braucht nicht jede*r!

    Liebe Hundehalter*innen,

    bitte lasst eure Hunde nicht zu fremden Hunden laufen.


    Ihr wisst nicht, ob der fremde Hund...

    - Angst hat

    - aggressiv ist

    - krank ist oder Schmerzen hat

    - läufig ist

    - gerade operiert wurde

    - alt ist und seine Ruhe möchte

    - im Training ist

    - ansteckend ist

    - schlechte Erfahrungen gemacht hat und nun Hundekontakt ganz langsam lernen soll

    - überfordert ist

    - nicht mit Fremdhunden spielen will


    Auch wenn euer Hund ‚nichts tut‘, ...

    - ruft euren Hund zu euch, wenn ihr fremde Hunde seht

    - erzieht eure Hunde so gut, dass ihr ihre Handlungen auch auf Distanz unterbrechen könnt

    - wisst, dass eine Hundehaftpflicht nur dann die Hälfte des Schadens zahlt, wenn der eigene Hund an der Leine war

    - geht immer davon aus, dass auch Leute mit nicht-perfekten Hunden spazieren gehen müssen

    - wisst: es könnte immer sein, dass der andere ‚etwas tut‘

    - seid euch sicher, die Menschen mit Hunden im Training werden euch dankbar sein und sich über eure Rücksicht freuen.

    - seid nicht böse, wenn andere Hundehalter*innen eure Hunde abblocken, wenn sie sich außerhalb eures Einflussbereichs befinden, sie tun das nur um den eigenen Hund und euren vor unangenehmen Situationen zu schützen.


    Dankeschön!

    (im Namen ganz vieler Menschen und Hunde)"

    und ich weiß, dass das wahrscheinlich das deutscheste ist, was man machen kann - aber ich weiß mir auch nicht mehr zu helfen. Beim Blocken bin ich oft zu gehemmt, da ich einmal eine sehr heftige Auseinandersetzung mit irgendeinem Mastiff hatte, der auf meiner Hündin hing.
    Das ist Jahre her, trotzdem: ich höre ja selbst den Zweifel in meiner Stimme, wenn ich die Fremdhunde wegschicke. Und man will doch einfach mal, dass die Leute das verstehen. Unabhängig von Freilauf oder Leine. Auch zu meinen freilaufenden Hunden soll nicht einfach einer hinrennen. Das wird nämlich unschön für alle.

    Wenn mein Pubertäts-Ich gewusst hätte, dass ich mal so spießig werde, es würde mich ohrfeigen. :D

    Ich freue mich sehr, dass es Momo besser geht und wünsche Euch noch eine lange gemeinsame Zeit

    dankeschön. Momo bin ich selbst, soweit gesundheitlich in eher unbedenklichem Zustand :bussi:
    und ich hoffe ein wenig, dass die gemeinsame Zeit nicht mehr soooo lange dauert und sich bald die passenden Menschen finden, die sie bei sich aufnehmen wollen, ich bin nämlich nur Pflegestelle. Aber vielen Dank für deine lieben Wünsche! :smile:

    Hallo zukünftige Besucher*innen dieses Threads, die sich vermutlich gerade in großer Sorge um den eigenen Herz-Hund befinden.

    Ich möchte berichten, wie es hier weitergegangen ist!
    Elsa ist immer noch bei mir, inzwischen seit 6 Wochen.
    Seit der Medikation (Vetmedin, Cardalis, UpCard zusätzlich aber sporadisch L-Carnitin und Taurin) geht es Elsa blendend. Man käme nicht auf die Idee, dass sie krank sein könnte. Sie herzhustet nur noch selten, vielleicht 2 Mal am Tag.

    Mit dem UpCard bin ich bei ihren 10 kg mit einer 3/4 Tablette (7,5 mg pro ganzer Tablette) genau richtig. Ich hatte mal versucht, minimal herunterzudosieren, das war aber direkt spürbar und der Husten wieder stärker (7 Mal pro Tag).
    Sie frisst wie ein Scheunendrescher, sie rüpelt meine Hündin an, rennt zwischenzeitlich mal kurze Sprints, spielt, ist albern, die Atemfrequenz ist komplett normalisiert! Und sie ist sehr glücklich. Wie leben inzwischen alle zusammen in überwiegend friedlicher Vergesellschaftung.

    Ich hätte daran niemals geglaubt, als ich sie so krank gesehen habe. Und nun kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser Hund nur noch so wenig Zeit haben soll, denn sie ist einfach ganz normal und fröhlich (nur ein bisschen gaga).


    Und falls du, liebe*r zukünftige*r besorgte*r Threadbesucher*in wegen der Finanzierung der Medikamente Bauchschmerzen hast und nicht weißt, wie du das alles bezahlen sollst, sprich mal mit deinem TA/deiner TÄ:

    Mit den Originalmedikamenten liegen die Kosten bei ca 100 Euro im Monat.
    - Bei Vetmedin gibt es keinen Ersatz aus der Humanmedizin.
    - Torasemid (UpCard) ist in der Humanmedizin allerdings sehr viel günstiger.
    Man braucht ein Rezept vom TA und alle, die ich bisher kennenlernen durfte haben mir bereitwillig die Rezepte ausgestellt und den Dosierungsplan mit mir überarbeitet. Ich nehme nun 5 mg und 2,5mg-Dosierungen Torasemid, so kann ich problemlos exakt die gleiche Dosierung anwenden wie bisher.
    - Auch Cardalis könnte man aus der Humanmedizin günstiger beziehen, die Wirkstoffe: Benazeprilhydrochlorid (gibt es aus der Humanmedizin in 5 mg-Dosierung, ich benötige 2,5mg, wäre also eine halbe Tablette) und Spironolacton (gibt es in 25mg und 50 mg in der Humanmedizin. In Cardalis sind 20 mg enthalten. Mein Tierarzt sagte, es sei kein Problem auf 25 mg hochzugehen.Ich hab das allerdings nicht gemacht, da Cardalis auch so nicht so teuer ist. Er hätte mir aber das entsprechende Rezept ausgestellt.)
    Die Kosten für die Medikamente betragen so unter 50 Euro im Monat.

    Alles Gute für eure Herzhunde.

    Momo und Lotte

    Ich kann tatsächlich eine Verbesserung der Bewegungen feststellen. Er humpelt draußen weniger mit dem schlimmen Knie und läuft generell wieder besser. Ich habe auch das Gefühl das er etwas ausgeglichener ist. Ich habe aber gleichzeitig auch mit maxxi Flex Tabletten (Amazon) angefangen. Das sind die ersten TBL. die er verträgt und die Zusammensetzung finde ich ok.

    Er bekommt immer morgens ein Tropfen CBD aufs Futter bei 5kg Gewicht. Ich habe mal probiert abends noch einen Tropfen zu geben. Das ist zu viel, er reagiert stark auf solche Sachen und ihm war übel.

    Vielen Dank für die Antwort!
    Ich glaube, ich probiere es auch mal aus. Mein Bolle (HD, allerdings mieses Röntgenbild und daher irgendwie nicht ganz eindeutig, knackt und knirscht beim Laufen - allerdings nicht die Hüfte, sondern die Pfoten, die aber beim Röntgen unauffällig waren) kriegt stetige Nahrungsergänzung (MSM, Glucosaminsulfat, Chondroitin, Grünlippmuschel, Spirulina, Kurkuma, Ingwer, Teufelkralle und was weiß ich nicht noch alles) und dann phasenweise Rimadyl. Rimadyl hilft ihm auch merklich. Mein TA will das aber immer nur 10 Tage geben, dann wieder mindestens zwei Wochen Pause. Klappt bisher ganz gut, durch dieses extrem nasskalte Matschwetter hier habe ich aber das Gefühl, dass Bolle stärker knackt, langsamer läuft und in der Lendengegend ziemlich verspannt ist. Deshalb überlege ich, ob ich mal CBD-Probiere. Oder Weidenrinde. Kann mich doch nicht so recht entscheiden.
    Und dass dein Hund besser läuft, trotz des Sauwetters, überzeugt mich schon mal ein wenig. :)

    Ich habe jetzt erstmal das CBD Öl von beaphar bestellt. Es hat 2,75 %. Lt. Hersteller 1 Tropfen täglich bei 5kg. Ich dachte eigentlich man gibt es mind. 2x täglich ?? Ich denke bei 2,75% und 5kg könnte man das machen oder nicht ? Ich kann ja erstmal mit 1 Tropfen anfangen und schauen.

    Ich erhoffe mir dadurch, ihm mit seiner Arthrose in den Knien und Spondylose im Rücken etwas die Schmerzen zu nehmen.

    Hej Wuschelfreund - jetzt hast du ja schon einige Monate Erfahrung sammeln können. Konntest du eine Verbesserung der Schmerzen feststellen?

    Liebe Grüße
    Momo (auch mit so einem bewegungsapparatgeplagten Hunderl)

    Ich würde da eine gewisse Unsicherheit bei der Russellhündin sehen, eine Art Testen nach dem Motto: "Wer bist du? Wie reagierst du? Wo stehen wir beide? Wie weit kann ich gehen?"

    Was Imponieren ja absolut nicht ausschließt, im Gegenteil - ich glaube nämlich nicht, dass sie so ohne weiteres Lust hat, sich im eigenen Heim der knurrigen Pflegehündin unterzuordnen. Und dass sie deshalb, vorsichtig und clever wie Russells nun mal sind, das Terrain sondiert.

    Danke dir.
    Meinst du? Sie kennen sich ja jetzt schon seit 6 Wochen, seit 4 Wochen teilen sie alle Räume miteinander.
    Unterordnung ist mit Sicherheit nicht das Ding meiner Russeline. Aber sie knurrt auch nie zurück oder scheint Krawall zu suchen. Sie ist eher so ein bisschen Agent Provocateur. Insofern könnte das schon stimmen.
    Ich komme aber über diese sexuelle Komponente nicht hinweg. Vielleicht unterstelle ich die ja auch nur...

    Die Pflegehündin ist ihrerseits nicht schüchtern, sie maßregelt die anderen und zeigt ganz klar ihre Grenzen. Allerdings zeigt sie die meiner Hündin schneller und heftiger auf, als meinem Kastraten. Gleichzeitig orientiert sie sich stärker an meiner Hündin: wo die schnüffelt, will sie auch schnüffeln, wo die hingeht, will sie auch mal gucken gehen (kein stalking), wenn die kuschelt, will sie auch. Dann kommen mal unbeholfene Aufforderungen (kein richtiges Fiddlen) die dann in Bürste und Abzug enden.

    Würdest du das denn einfach laufen lassen? Oder immer präventiv handeln? Oder anlaufen lassen und dann die Situation beenden? Da bin ich mir irgendwie unschlüssig - auch weil ich ja neugierig bin. ;)

    Liebes Forum,

    ich hab schon wieder einen akuten Anfall von Betriebsblindheit. Und mir ist nebenbei völlig rätselhaft, weshalb ich Fremdhunde gut lesen kann, bei meinen aber immer ein Brett vorm Kopf habe.

    Frage: Ist es Imponierverhalten oder Kontaktversuch?

    Ich habe einen ruhigen, netten Kastraten und eine kastrierte PRT-Mix-Hündin mit etwas höherer Körperspannung.
    Derzeit lebt in Pflege bei mir eine kleine, schwer herzkranke Hündin.

    Anfänglich habe ich die Hunde separiert, da die Pflegehündin aus dem Drohen gar nicht mehr rauskam. Inzwischen sind alle vergesellschaftet und es ist recht friedlich.
    Die Pflegehündin und mein Kastrat sind höflich miteinander, keine große Interaktion, es gibt aber schon mal ein Beieinanderliegen.
    Die Pflegehündin neigt dazu, die beiden anderen zu reglementieren, wenn sie sich zu schnell oder zu wild bewegen oder spielen (egal ob allein, miteinander oder mit mir). Sie kann gut akzeptieren, wenn ich mit dem Kastraten schmuse, schmuse ich mit meiner PRT-Hündin, drängt sie sich dazwischen.

    Meine PRT-Hündin schafft es aber immer wieder, die Pflegehündin zu einem Knurren zu bewegen.
    Was man da beobachten kann (etwa 1-2 Mal ab Tag und abhängig von der Erregungslage):
    PRT-Hündin...
    - leckt Pflegehündin die Schnauze, die Ohren, Augen oder den Kopf
    - stolziert um Pflegehündin herum
    - macht sich groß vor Pflegehündin und stellt sich sehr dicht vor sie
    - macht Bow und wedelt (wird manchmal erwidert.)
    - hat gesteigertes Interesse am Anal/Vaginalbereich der Pflegehündin (andersherum aber auch)

    - trägt die Rute meist entspannt und langsam, weich wedelnd

    kurz: sie wirkt ähnlich wie ein notgeiler Rüde an einem Kastraten. Und die Pflegehündin verhält sich auch wie ein belästigter Kastrat. Nackenhaare stellen sich auf, Knurren, keinen Millimeter weichen.
    Ich kann die Situationen sofort auflösen, da reicht ein Wort und es ist vorbei.

    Die Pflegehündin ist auch kastriert. Ich kenne so ein Sexualverhalten auch unter Hündinnen, wenn eine läufig ist - das hier finde ich aber komisch.
    Wie interpretiert ihr das? Sexuell motiviertes Imponierverhalten? Klärung der Tanzbereiche? Vorsichtiger Versuch der Kontaktaufnahme? (Das hat die PRT-Hündin bei Einzug nämlich ziemlich ähnlich bei meinem Kastraten gezeigt)

    Ich würde mich sehr über Einschätzung der Körpersprache-Pros freuen. Mit Videos kann ich leider (noch) nicht dienen.

    Liebe Grüße
    Momo

    Das ist doch super! Aber wieso fütterst du denn lieber grottiges Dosenfutter statt gekochtem Huhn? :???:

    Ganz ausgezeichnete Frage, zumal das nicht nur schlechter, sondern auch noch teurer und schwerer ist! :muede: :lol:
    Ich möchte sie nach und nach an hochwertiges Fertigfutter gewöhnen, damit sie
    1.) das Gleiche frisst wie meine beiden, um es hier - wenn möglich - etwas unkomplizierter zu gestalten
    2.) nur pures Hähnchenmuskelfleisch ja kaum irgendwas enthält außer Protein, sie rührt es aber nicht mehr an, sobald eine wenig Möhre oder eine Innerei oder eine Kartoffel zu engen Kontakt zum Hühnchen aufweist
    3.) ich es dem zukünftigen Gnadenplatz auch einfacher machen will, der wird genug andere Baustellen übernehmen.

    Deshalb wird jetzt peu a peu das Huhn mit Mistfutter gemischt und das dann wiederum peu a peu mit besserem Futter. Ich hangle mich sozusagen über den typischen Dosengeschmack zum Ziel.

    Das klingt ja toll! Schon mehr als du anfangs gehofft hast, oder?

    Wesentlich mehr! Statt 'bald ist es vorbei' ist jetzt das Gefühl angekommen, dass es vielleicht wirklich noch ein lebenswertes Jahr wird.
    Es ist richtig toll, sie geht sogar schon kleine Runden mit uns um den Block, schläft entspannt auf der Seite in 20 cm Abstand zu meinem Rüden, meine Hündin und sie brauchen hier uns da noch die Managerinnenhand, das wird aber auch langsam. Und inzwischen wird der Anteil von gekochtem Huhn im wirklich grottigschlechtem Dosenfutter (Rinti Filetto, es war die 19. Sorte, die nicht auf Abwehr stieß) immer kleiner - und sie frisst immer brav auf.

    Mit dem UpCard gehe ich nun vorsichtshalber noch wieder minimal hoch, die Hustenzählung ergab gestern 7, vorgestern waren wir mal bei 2 oder 3. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das wirklich die Stellschraube ist, aber ich werd's mal versuchen.

    Ich umarm' euch alle mal, danke für euren ganzen Beistand und wünsche euch alles gute.

    Anbei für irgendjemanden, der in Zukunft vielleicht mal diesen Thread auf der Suche nach Antworten liest und der Vollständigkeit halber die Röntgenbilder vom Riesenherz meines Pflege-Riesenherzchens.

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    @SanchoPanza

    Wir waren wirklich auch erstaunt und der Vorhof hatte sich merklich verkleinert. Unser Kardiologe meinte, dass das gar nicht so selten seien.

    Das finde ich total interessant, meine Kardiologin meinte, das wäre nicht möglich. Aber wahrscheinlich ging es da konkret um meine Elsa.
    Dabei wäre das so schön, ihr Röntgenbild zeigt leider auch Ultraschall-Deppen wie mir, dass das Herzeinen so riesigen Teil des Brustkorbs annimmt, dass das nur dazu führen kann, dass es auf die umliegendem Organe drückt. :( (ggf. stelle ich das mal hier rein, falls es jemanden interessiert)

    Aber trotzdem läuft es hier merklich besser, die kleine frisst inzwischen richtig gut, ich weiß nicht, ob das an besserem Allgemeinbefinden liegt oder am Futterneid, denn ich habe die Vergesellschaftung mit meinen inzwischen geschafft und muss auch gar nicht mehr viel aufpassen. Und wenn die fressen, frisst sie auf jeden Fall vorsichtshalber auch die ganze große Portion auf, bevor da etwas für die Dicken abfallen könnte.