Beiträge von Momo und Lotte

    Bedürfnisorientiertes Belohnen klingt so nett und fair. Aber man muss eben im Kopf haben, dass man damit auch die ganze Zeit eine Erwartungshaltung erfüllt, die einem übel um die Ohren fliegen kann ...

    Das ist ja genau das, was ich meine.
    Mir leuchtet total ein, dass ein Hund bestimmt kooperativer ist, wenn er das ausleben kann, was er ausleben wollte - nur eben an meinem von mir bestimmten Medium.
    Aber ich weiß eben nicht, ob ich es dadurch nicht eigentlich schlimmer mache. Das ist ja meine Sorge.
    Den Felldummy hier indoor erst mal als nennenswerten Ersatz aufbauen und dann draußen irgendwann als Ersatz einsetzen, macht für mich Sinn. Aber andererseits habe ich das Gefühl "Hund rastet wegen Katze aus, Hund orientiert sich zu mir, Hund darf Dummy fetzen" könnte halt draußen auch heißen "Hund rastet wegen Katze aus, Hund darf Katze fetzen" - ob diese Umleitung auf mich, um die es mir ja geht, im Ernstfall Bestand hat?! ich würde ja fast denken, dass die Umorientierung zwischen den beiden Reizen das erste ist, was wegfällt. Ist ja auch das Reizloseste.

    Das versteh ich! :streichel:

    Vor ein paar Tagen hatte ich mal einen (nur einen, hat schon gereicht...) Nervtag mit meinem jagdbegeisterten Junghund. Das hat den falschen Zeitpunkt bei mir getroffen, meine Nerven lagen schnell blank. Und vor allem dadurch, dass ich genervt war, hab ich die Spirale nur noch höher geschraubt. Lilli braucht zwingend gute Nerven bei mir, damit sie ihre Nerven in den Griff kriegt.

    Kümmer Dich gut um Dich! ;) :bussi:

    Boah, danke, das hat mir gerade wirklich gut getan. Und auch die Augen geöffnet. <3

    ich habe das Gefühl, dass Mäuse einfach immer unterwegs sind. Ich spreche ja gar nicht von Wildsauen, Rehen, Hasen, das sind irgendwelche fürchterlichen Endgegner, die gerade noch gar nicht unsere Baustelle sind. Aber Mäuse sind einfach üüüüberall. Und Bauten von Füchsen. Und überhaupt irgendwie Erde mit Löchern. Oder Bäume mit Löchern. Oder einfach nur Erde. :lol:
    Das Ding ist - und da hab ich einfach Sorge - ich bin ja echt ein Fan von lobenlobenloben, bedürfnisgerecht belohnen, alles einfach auf die nette Tour. Weil meine Korrekturen mich einfach selbst genervt haben. Aber seit ich sie ihren Trieb auch mal ausleben lasse, auch mal sage "komm girl, dann buddle halt, hier darfst du!" schraubt sie sich noch viel mehr rein. Das holt sie scheinbar nicht irgendwann runter, sie wird nicht irgendwann 'sattgebuddelt', sondern stresst dadurch noch mehr. Ist natürlich ne Interpretation meinerseits. Ich hab nur Sorge, in die gleiche Falle zu tappen, wie diejenigen, die sagen, dass der Hund nach einer Rambo-Session im Hundefreilauf 'so schön müde' ist, verstehst du? Dass ich mir einrede, dass sie das jetzt halt mal ausleben muss und dadurch aber eigentlich total hohldreht und nachher mit Sabber beschmiert und aufgerissenen Augen eben nicht das "och, das war schön"-Gesicht macht, sondern einfach völlig psychopathisch reingesteigert ist. :ka:

    Ich hab sie allerdings auch noch nie eine Stunde buddeln lassen.

    Der Leinenfrust ist auf jeden Fall bei ihr ein Ding. Und das kollidiert total mit meiner Ängstlichkeit. Ja, bisher ist sie noch nicht abgehauen. Und ja, sie rennt gern und natürlich auch lieber frei. Ich war letztens nach so einem Podcast (du weißt genau, welchen ich meine! ;) ) auch so beflügelt, dass ich sie einfach mal versucht habe, nicht zu kontrollieren. Ich war danach ein nervliches Wrack! Und irgendwann musste sie umgebungsbedingt wieder an die Leine, gegen Ende des Spaziergangs. Den Moduswechsel zu schaffen war für sie unmöglich.

    Ich glaube nicht, dass ihr Jagen ein Ausdruck von Stress ist, sehr wohl glaube ich, dass es sich unter Stress allerdings verstärkt. Also z.B. eine stressige Fremdhundbegegnung - Alma hat sofort viel stärkeres Jagdinteresse. Aber da ist der Trieb immer.

    Unser Tagesablauf ist meistens:
    - Wecker klingelt, Alma springt ins Bett, alle Hund gehen in den Garten. Und nein, das funktioniert leider nicht ohne Grenzen, ich muss erst checken, ob Katzen im Garten sind, erst dann darf sie rauslaufen. Inzwischen verteile ich bei der Katzenkontrolle leckere Dinge im Garten, um Almas Erwartungshaltung zu verändern, wenn ich sie dann laufen lasse.

    - Medikamentenausgabe ;) und Leberwurst für alle

    - eine Stunde später kleine Runde mit allen, einfach durch die Straßen, über die Trasse oder über den Friedhof.

    - Frühstück

    - Mittags größere Runde, unterschiedliche Orte (nervenabhängig und partnerabhängig entscheidet sich hier, ob Freilauf möglich ist)
    - Mittagssnack
    - zwischendurch noch mal Garten, je nach Bedürfnislage entweder etwas spielen, etwas tricksen, etwas Physio, viel schmusen

    - Abendrunde sehr spät, einfach um den Block, nach 23 Uhr und wenn ich noch gut bei Sinnen bin ist hier auch Freilauf für Alma möglich. Allerdings schon reglementiert und mit viel Ansprache (auch ihrerseits)

    Vorstehen bestätige ich auch. Nicht immer gleich hochwertig allerdings. Wie läuft das bei dir? Alma steht ca alle 5 Minuten, im Feld und im Wald eher jede Minute vor - weil's eben irgendwo raschelt oder riecht.
    Wie lang habt ihr gebraucht bis du den Hund da hattest, wo du ihn haben wolltest?

    Liebe Grüße
    Momo

    Hi,

    wäre es dir möglich, zumindest manchmal die Runden getrennt zu gehen? Damit du nicht mit 3 Hunden auf einmal unterwegs sein musst?

    Manchmal mache ich das, ja. Oder wir teilen die Hunde auf, mein Partner geht dann separat. Tatsächlich ist das allerallerbeste, wenn ich wirklich mit allen ganz alleine gehe und dann auch ausgiebig. Aber dieser Hunde-Shuttleservice in die erstrebenswerten Gebiete dauert dann halt auch, allzu oft geht das leider nicht. Aber ich LIEBE die Hunderunden wenn ich mit denen alleine unterwegs bin und mich nur darauf konzentrieren kann, wenn mein Bolle Dummies holen kann, ich mit Elsa immer große Bögen um Hundekontakte machen kann, wenn ich Alma an der Schlepp haben kann und mal nur mit ihr üben kann. Es ist eben der Zeitfaktor, der nicht passt. Vor Pflegeelsa konnten mein Partner und ich zusammen gehen und aufteilen, wer wen im Blick hat. Jetzt ist irgendwie eine Unwucht da, es geht einfach nicht mehr harmonisch.

    Ansonsten kann ich dir leider nur sagen, dass es durchaus sein kann, dass sie jetzt ihren Trieb richtig zeigt - einfach mehr angekommen als vor vier Monaten.

    Realistische Ziele finde ich auch wichtig: Laissez faire und offline in wildreichem Gebiet? Geht bei Nastro auch nicht. Entweder kein Wild oder Leine oder volle Aufmerksamkeit auf den Hund (und regelmäßig Radius korrigieren). Vielleicht wäre ein realistisches Ziel für euch: Halbwegs gesittet an der Leine durch den Wald laufen. Und sich dann freuen wenn es Fortschritte gibt.

    Möööp. Das ist natürlich nicht meine Lieblingsantwort. Die hatte ich natürlich schon kommen sehen, ist ja einfach auch realistisch. Du hast natürlich recht. Es ist halt... sie ist so klug, wir haben so einen guten Draht zu einander und wenn ich so mit ihr bin, denke ich - vor allem nach einem Glas Wein - wenn ich bei meiner alten Bassat Fauve-Hündin irgendwann so weit war, dass ich sie im Wald frei laufen lassen konnte, die viel eigensinniger und sturer war und früher mit Spurlaut kilometerweit wegpeste - dann muss ich das, wenn nicht mehr, auch mit Alma schaffen. Aber gerade habe ich daran irgendwie den Glauben verloren. Deshalb wäre es natürlich fast toll, wenn ich einfach wüsste, was ich falsch mache bzw dass ich etwas massiv falsch mache und damit selbst das Problem halbwegs ausbügeln kann. Ich hab irgendwie das Gefühl, als wäre ihr Trieb stärker als all meine Energieressourcen. Aber das rede ich mir gerade auch nur ein. Ich meine, wir haben ja schon viel erreicht. Dass sie sich hier im Garten schon umorientiert, ist toll. Dass ich sie ohne Leine mit ins Haus nehmen kann, wenn eine suizidale Katze die Gartenmauer betritt, ist toll. Aber das hilft mir halt alles im Wald nicht. Da gibt es nur noch Mäuse. Überall. Scheinbar gibt es immer und überall tonnenweise Mäuse. Und das sehe ich leider viel zu defizitorientiert (heute) viel stärker, als es für irgendwen hilfreich wäre.

    Das kann ich sofort verstehen, dass Du zur Zeit am Stock gehst. :emoticons_look:

    Meine erste Idee wäre, den Jagdjieper, der sich derart gesteigert hat - wieder runterzubremsen und mir dafür echt langweilige Gegenden auszusuchen. Keine Ahnung, Feldwege mit nix oder wenig drumrum oder die eichhörnchenärmsten Abschnitte eines Parks. Das würde ich mal konsequent zwei Wochen lang machen und dann schauen, ob sich ein "Reset" eingestellt. Für die anderen beiden Hunde ist das natürlich für ne Weile ungerecht dröge, aber auf einen Versuch würde ich's ankommen lassen.

    Und dann, so hart das ist, geht's wohl wieder von 0 los mit Anti-Jagd-Training - vielleicht mithilfe einer Hundeschule, die sich darauf spezialisiert hat? Oder aber eine lange Schleppleine ist Deine beste Freundin und mehr als Schleppleinenradius ist auf absehbare Zeit für Deine Hündin halt nicht drin.

    Wichtig wäre mir persönlich jetzt erst mal, das Jagdgeiferige runterzudimmen, damit meine eigenen Am-Rad-dreh-Momente unterwegs mit den Hunden wieder auf ein erträgliches Maß kommen. ;-)

    Feldwege mit nix - gibt es das? ich hab das Gefühl, es gibt überall viele kleine Tiere. Oder: Alma vermittelt mir das. Ich hab echt schon überlegt, als Meer zu ziehen in der Hoffnung, dass es am Strand keine jagbaren Tiere gibt. Oder in die Wüste.
    Aber ja, es stimmt, vielleicht mache ich es mir auch oft zu bequem. Ich müsste mit Alma einfach durch die Straßen gehen oder über die Trasse. Mit Elsa über den Friedhof (selten Hunde). Und mit Bolle in den Wald (muss Muskeln aufbauen wegen seiner Gelenkprobleme). Und in der Theorie würde uns das wirklich helfen, glaube ich. Ich bin einfach nur ne Tröte weil ich dann immer ein schlechtes Gewissen den Hunden gegenüber habe, die nicht mit dürfen oder die das 'schlechtere' Programm bekommen haben. Und natürlich schaffe ich dann meine Arbeit auch nicht, wenn ich immer getrennt gehe. Fakt ist, dass jede Runde, die wir zusammen gehen, für mindestens einen von uns echt nicht das bringt, was benötigt wird (oder für einen kontraproduktiv ist)

    Aber ja, du hast natürlich einfach recht, ich muss sie aus dem Rausch mal rausbringen. Nur: der ist ja einfach auch hier da, bei jeder Katze, die sie aus dem Fenster sieht, steigt ihre Erregung. Fiepen, jaulen, Zähne klappern. Ich kann das dann gut umlenken - aber in einen echten und anhaltenden "kalten Entzug" wird sie nicht kommen.

    Ich hätte gerade einfach am liebsten - wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre - dass sich jetzt mal Interessenten für Elsa melden, dass ich eine gute Hundetrainerin finde und dass ich Alma einfach die perfekte Ersatzbefriedigung bieten kann, für die sie einfach alles stehen und liegen lässt. Buhuhu. Blöder Jammermodus.

    Hej,

    ich muss mich mal kurz ausheulen. Ich bin einfach mit drei Hunden überfordert und meine Genervtheit über mich selbst und darüber, dass ich zugesagt habe, eine Pflegehündin aufzunehmen, macht's nicht besser.

    Meine (eigene) Hündin Alma hat, das merkte man direkt nach ihrem Einzug im September, ganz schön Jagdtrieb. Und ja, natürlich arbeite ich daran. Aber gerade hab ich das Gefühl, alles falsch zu machen.

    Ich könnte echt nur heulen.

    Während sie anfangs im Wald vielleicht ein Mal pro größerem Spaziergang in die Leine gedonnert ist, weil da ein Eichhörnchen war, ist sie jetzt durchgehend im Rauschzustand. Anfangs hab ich ihr so ziemlich alles Jagdliche untersagt. Kein Mäuseln, keine Hetzspiele, keine Zerrspiele.

    Es gab ziemlich viele Nös und Ehehs und Heys.

    Und wir machten damit keinen Schritt vor und keinen zurück, es stagnierte einfach. Und ich hab mich damit auch nicht wohl gefühlt, ständig zu korrigieren, ich wollte einfach auch selbst mehr auf das gucken, was schon gut läuft.

    Ich hab dann hier ziemlich viel im Anti-Jagd-Thread gelesen und umgeplant:

    Mäuseln wurde bereichsbezogen erlaubt, ein Felldummy gekauft, ich hab mit ihr einige Rituale erarbeitet (z.B. nicht einfach aus dem Garten stürmen sondern warten, bis die Katzen sich verkrümelt haben oder mir Bescheid sagen, wenn sie aus dem Fenster eine Katze sieht - also umorientieren - und stattdessen mit mir zergeln und den Felldummy apportieren), wir haben viel mit dem Clicker gearbeitet und ihre Leinenführigkeit dadurch ganz gut ausgebaut bekommen.... sie lernt super schnell, was ich gut finde. Sie will's halt auch echt richtig machen.
    Mein Freund sagte irgendwann mal - und da stimme ich ihm zu - bei unserem anderen Hund hat man immer das Gefühl, dass man ihm erklären muss, was man will. Bei Alma hat man das Gefühl, dass sie einen unbedingt verstehen will.

    Aber im Wald wird sie immer schlimmer. Je mehr wir in unserem kleinen, städtischen Umfeld 'besser' werden, desto schlechter läuft's im Wald.

    Ableinen geht nur selten und wenn ich mich sehr auf sie fokussieren kann - laissez faire kann man da auf jeden Fall vergessen - an der Leine hängt sie im Wald nur am äußersten Ende und springt in jeden Blätterberg, in dem Mal eine Maus gewesen sein könnte, sie ist im Rausch und es ist ganz schwer, zu ihr durchzudringen. Es gelingt mir, kostet aber alles an Energie für uns beide.

    Ich belohne bedürfnisorientiert und den Situationen angepasst - wenn sie sich z.B. vorm Maussprung umorientiert, kullert die Futterbelohnung und wenn sie krassen Bewegungsdrang hat und ich nicht gut an der Leine läuft, sich dann aber kurz sammelt und es für einige Zeit gut macht, renne ich mit ihr, wenn ich die Erregungslage herunterfahren will, streue ich erst Futterbelohnung und lasse sie suchen oder füttere ruhig aus der Hand - ich versuche sowieso ein gutes Gleichgewicht zu finden zwischen "mach mal dein Ding" und durch mich veranlasste Beschäftigung.

    Aber irgendwie wird es immer, immer, immer schlimmer. Gerade laufe ich mit einem unproblematischem Hund, einem im Jagdrausch und einem schwer herzkranken mit Hundkontaktproblematik - und ich dreh echt durch. Vor allem treffe ich auch IMMER - egal wie abgelegen wir gehen und zu welchen Uhrzeiten - auf die Leute, die sagen "oh, Hundbegegnung an der Bundesstraße und die überforderte Frau da versucht ihre Hunde offensichtlich gerade davon abzuhalten, die Situation mit meinem Hund zu klären, da leine ich doch meinen gerade mal ab und lasse die Frau und ihre Hunde mal ein bisschen schwitzen!" - was ich dann habe, sind zwei von drei Hunden, die extrem unter Strom stehen, wodurch der Rest des Spaziergangs einfach unerträglich wird. Alma hat dann erst recht Bock, Dampf beim Jagen abzulassen. Da sind sofort alle 'Löffel' verbraucht und wir könnten auch einfach direkt wieder nach hause fahren.

    Keine Ahnung, wahrscheinlich kann mir ja auch niemand helfen. Aber ich muss mir das mal von der Seele schreiben. Ich bin einfach nur runter mit den Nerven.

    Scheinbar durften die Hundeschulen wieder öffnen und dürfen wieder im Freien trainieren. Das wird mir sicherlich helfen, wenn ich mit jemandem gemeinsam üben kann. Aber irgendwie - pfff... kennt das jemand? Oder kann sich jemand erklären, weshalb Almas Jagdtrieb gerade heftiger wird, statt dass ich mehr Zugriff auf sie bekomme?

    Ausgelaugte Grüße
    Momo

    Hej Uli,

    oh je, ich verstehe deine Sorgen gut und teile sie. Das Mädel hier ist erst drei oder so, hat aber auch schon einen Befund der ihr eine Prognose von "vielleicht noch ein Jahr" beschert.
    Bzgl des Dimazons würde ich mich mal beraten lassen, ob ein Umstieg auf Torasemid angeraten wäre. Das ist auch ein Schleifensiuretikum, es hat aber eine höhere Bioverfügbarkeit und wirkt sich weniger nachteilig auf den Kalium-Haushalt aus. Meine Elsa hat damit irgendwie das angenehmere Leben, das ist zumindest das Gefühl. Bei Diamzon musste sie auch ständig pinkeln - nach der Umstellung auf Torasemid ist es für uns viel praktikabler: Ich gebe es morgens und exakt 3,5 Stunden später muss sie ein Mal kräftig strullern. Aber das ist natürlich nur ein positiver Nebeneffekt.
    Torasemid ist in der Vet-Medizin unter dem Namen UpCard erhältlich und recht teuer. Nette Tierärzte stellen einem ein Rezept über den Wirkstoff aus und man holt das Äquivalent aus der Humanmedizin aus der Apotheke. Da muss man aber wegen der Dosierung herumrechnen. Ist aber kein Hexenwerk.
    Achtest du bzgl des Vetmedins und des Cardalis auf die jeweilige Verabreichung mit Futter bzw. nüchtern?

    Meine Herzkranke Pflegehündin wirkt momentan auch gar nicht mehr krank, sie ist quietschfidel, was bei ihrem Befund wirklich niemand mehr für möglich hielt. Da bin ich also bei dir, man spürt das Domoklesschwert, sieht es aber nicht. Leicht gesagt: Genießt, wenn's ihm trotz schlechter Prognose gut geht. Alles Gute!

    Wir sind auch bei einer Trainerin aus dem Cumcane Netzwerk und sind zufrieden. Sie erzählt von UBB auch immer begeistert. Mehr kann ich dazu leider nicht beitragen.

    Zu uns passt das Training, auch wenn ich bei ein paar Sachen anders arbeite - aber das macht nichts. Jeder muss ja seinen eigenen Weg finden.

    Ich habe übrigens extrem schlechte Erfahrungen mit Hundeschulen gemacht und war irgendwann auch unsicher anzurufen. Ich habe dann eine nette email geschrieben, mein Anliegen geschildert und ob sie uns helfen kann. Ganz unverbindlich. Und es kam auch eine nette Antwort und ein Kennenlerntermin.

    Aber du wohnst nicht zufällig in meiner Nähe, oder? :) (Wuppertal wäre das)
    Danke für den Zuspruch. Ich schreibe UBB einfach mal, wird ja eh vermutlich Monate dauern, bis man einen Termin findet.

    Duma80 voll spannend. Ja, ich bin CumCane schon zugetan. Also ich versuche nahezu alles mit Wattebäuschchen zu lösen, was bei meinen Hunden meistens auch geht. Aber manchmal hat's und braucht's halt auch Grenzen, wobei ich mit meinen Einschränkungen echt so umgehe, als hätte ich davon nur ca 10 pro Jahr übrig und müsste sie mir gut einteilen. :roll:Naja, ganz so krass vielleicht nicht. Aber ich merke, dass es für mich und meine Hündin auf jeden Fall besser läuft mit sehr viel Flausch und sehr viel Zuspruch. ("H.S." und ich sind also schon mal keine Freunde ;) )
    Sie ist halt auch kein problematischer Hund, ich würde irgendwie nur gern mal jemanden mit einer anderen Brille auf ihr Sozialverhalten gucken lassen weil ich einfach Sorge habe, dass ich falsche Schlüsse ziehe.
    Weißt du zufällig noch, was die Dinge waren, die du nicht unterschreiben konntest? Waren das allgemeine Aussagen oder ging es da um spezifische besprochene Videos von Seminarteilnehmer*innen?

    Lagurus Das finde ich auch spannend. Bietet sie ja auch an. Aber mir wär's halt einfach lieber, wenn mal jemand wirklich dabei wäre, um die Gesamtheit der Situation einschätzen zu können - und auch meine Rolle dabei. Bei wem bist du? Es gibt ja leider keine CumCane-Liste, zumindest suche ich seit Tagen danach und finde nichts. Dann würde ich ja schon vielleicht auch jemanden in der Nähe suchen. Aber alles was ich finde, sind Leute, die ihre Online-Videos gesehen haben und sich das als Fortbildung auf die Seite schreiben. Das finde ich nicht falsch oder so, das hilft mir nur nicht, weil ich die Videos ja auch selbst ansehen kann und irgendwie nicht das Gefühl habe, dass ich dafür ein Fortbildungszertifikat bekommen dürfte. Ich würd da halt schon gern jemanden haben, der vielleicht wirklich praktisch viel mit ihr zusammen gearbeitet hat.
    Wie gesagt, ich glaub ja nicht, dass man immer alles mit Wattebäuschchen regeln muss. Aber ich kann mir halt nicht vorstellen, zu einem Hundetrainer zu gehen, der mir auch nur ein winziges bisschen zu hart ist. Sich "anfängliche Einschüchterung" groß auf die Fahnen zu schreiben wird ja gerade irgendwie wieder salonfähig. Und die Verantwortung möchte ich keinesfalls an fremde Menschen übergeben. Hast du einen Thread zu deinen Erfahrungen in dem Online-Coaching? Würde ich bravstens alles lesen wollen!

    Wuuusa, Leute. Sie war ja in einer kompetenten Klinik. Wenn die gesehen hätten, dass der Hund keine Lebensqualität mehr hat und auch keine mehr erlangen wird, hätten die da schon die passenden Worte gefunden und dazu geraten asap zu operieren oder sich bald trennen zu müssen.
    Das hat sich ja die TE jetzt nicht alles allein ausgedacht.
    Vorher haben alle gesagt "warte ab, was die Fachmenschen sagen" - das hat sie getan. Und hat offensichtlich von niemandem gesagt bekommen "wir müssen jetzt (z.B.) operieren, sonst ist es nur noch Quälerei".

    Auch wenn wahrscheinlich die meisten von euch besser im Lesen von RöBis sind als ich, ist vermutlich die orthopädische Klinik darin noch mal ne Ecke versierter. Und so, wie ich die TE vom bisher geschriebenen einschätze, würde sie - obwohl sie eigentlich keine OP will, wer will das schon - doch zu diesem Strohhalm greifen, wenn es ihr professionell dringend angeraten würde und andere Möglichkeiten absolut nicht erfolgversprechend sind.
    Und auch wenn die in Windeby nicht selbst operieren, kann ich mir nicht vorstellen, dass die nicht sagen würden, wenn sie mit ihrem Latein am Ende wären. Außerdem war doch da vorher der Nickoleit, der ist doch scheinbar 'der Män' für Schmerztherapie.

    Also, da wo vorher alle gesagt haben "wir haben den Hund nicht gesehen, das kann nur der Fachmensch beurteilen" müssen wir mMn auch jetzt dabei bleiben und uns nicht gegen die erhaltenen Ratschläge der Fachmenschen stellen. Finde ich nicht fair.

    Allerdings finde ich auch, dass du, liebe TE, dich mal an Windeby halten solltest. Du hast doch den Termin am 3.3. - ich würde ihn wahrnehmen, wenn du deine andere TÄ nicht für viel kompetenter hältst (da musst du echt ehrlich zu dir sein. Hat die Frau objektiv mehr Erfahrung?) Denn vermutlich ist es wirklich so, dass wenn du die Hüfte herausspringen hörst, Muskeln zwar total helfen, sie in der Nähe ihrer Position zu halten - aber Schmerzfreiheit kriegst du dadurch halt auf keinen Fall dauerhaft hin. Das ist so, als würdest du zwei Puzzleteile, die nicht zusammen passen, einfach mit Knete umhüllen. Der Schmerzreiz, dass da was nicht passt, bleibt ja trotzdem erhalten.

    Versuch die GI/GA. Wenn sie keinen Erfolg bringt, dann gibt es doch die Option, zu operieren, immer noch, oder? (Da kenne ich mich nicht aus, das müssen hier die versierten User*innen beantworten)