Beiträge von Momo und Lotte

    Ich hab hier einen zaghaften Erfolg zu vermelden!

    Elsa ist ja echt nicht ohne, ihre Herzkrankheit, die teuren Medikamente, die kurze Lebenserwartung, dazu echt sehr unerzogen (my bad) und nicht begeistert von anderen Hunden, ein Leinenrambo, Katzen findet sie durchaus jagenswert... puh.

    Und nun - seit dem 5.12. ist sie hier - endlich Interessentinnen aus der Nähe! Ich kann's noch gar nicht glauben. Wir haben uns nun schon drei Mal getroffen und ich finde die Familie einfach perfekt. Es gibt viel Hundeerfahrung, ein Eigenheim, es ist immer jemand zuhause, die Leute sind wahnsinnig nett und einfühlsam.
    Aber sie haben eben eine Ersthündin. Und diese ist extrem ängstlich.

    Bei unserer ersten Runde lief sie nur mit Rute unterm Bauch, sie lebt seit 6 Monaten in der Familie und hat sich noch nicht ein einziges Mal auf einem Spaziergang gelöst, sieht sie andere Hunde versucht sie unsichtbar zu werden.
    Erstaunlicherweise war Elsa ziemlich neutral und höflich gegenüber der Ersthündin. Auf allen drei Spaziergängen und bei allen drei Besuchen bei denen zuhause. Ich weiß nicht warum, das macht sie aber plötzlich einfach richtig toll. Lässt sich anknurren und geht dann auf Abstand. Ist vorsichtig.

    Aber ich weiß ja auch, dass sie schon mal Knallgas gibt und ich hab Sorge, dass das für die Ersthündin dann doch zu anstrengend werden könnte. Oder dass die sich einfach nicht gut tun wenn Fremdhunde getroffen werden.

    Andererseits: Meinen Hunden tut sie ja mit ihrem Gepöbel auch nicht gut. Wir hatten gerade erst einen wunderbaren Fall von Gruppendynamik, von dem mir immer noch die Hände weh tun.


    Ach, Leute, das ist mir alles irgendwie zu emotional gerade. Ich will Elsa nicht behalten, wirklich nicht, ich hab hier echt genug Baustellen und sie ist keine Baustelle, die irgendwie mitläuft. Aber die Vorstellung, sie dann irgendwann da zu lassen, sofern wir uns das bald zumindest mal für eine Stunde trauen oder so, bricht mir so sehr das Herz. Ich fühle mich wie ne Verräterin. Und dieser Kontrollverlust nach einer Vermittlung macht mir einfach auch immer zu schaffen. Bäh. Ich glaub, ich mach das jetzt echt erst mal ne lange Zeit nicht mehr, Pflegestellesein laugt mich irgendwie extrem aus.

    Das tut mir sehr leid. Sei(d) fest umarmt, das klingt wirklich fürchterlich.


    Schau, ich kann dir nur eins sagen: als ich meine Hündin einschläfern lassen musste, war es so, dass es das Richtige war. Und ich habe bis zur letzten Sekunde daran gezweifelt, ob das richtig ist. Ob es nicht doch ein Wunder geben kann.
    Ich hatte so große Angst davor, die falsche Entscheidung zu treffen, den falschen Zeitpunkt zu wählen - ich habe mir so gewünscht, dass sie einfach friedlich von alleine einschläft.
    Ich merkte dann, dass sie schlecht Luft bekommt. Sie hatte eine sehr hohe Atemfrequenz. Und mir war klar, dass sie Ersticken würde. Das war zu schlimm, das hätte ich nicht für sie gewollt.
    Das Einschläfern - ich musste damals in eine Tierklinik fahren, nachts, zu einem Arzt, den ich nicht kannte und ich hatte große Angst davor - war dann sehr, sehr friedlich. Lotte hat mis zu ihrer letzten Sekunde Leberwurst von meiner Hand geleckt. Sie hatte Leberwurst in ihrem Schnäuzchen, als nie Narkose gewirkt hat und ihr Köpfchen schwer wurde. Und dann ging sie. Es war unsagbar traurig - aber es war ruhig und sie fühlte sich sicher.
    Sicherer, als sie sich gefühlt hätte, hätte ich sie in ihrer Atemnot gelassen.

    Deshalb... ich rate dir dazu, lass sie gehen. Lass deinen Tierarzt zu dir kommen, wenn sie Fremde in der Wohnung akzeptiert, und begleite sie. Es tut fürchterlich weh. Aber ich bin mir sicher, dass es so für euch beide der sanftere Weg sein wird.

    so, corrier - ich muss dich enttäuschen!

    Wir haben - woher auch immer - eine Vielzahl an seltsamen Geschwüren prall gefüllt mit verschiedenen Bakterienstämmen, das Ergebnis kam heute Nachmittag aus dem Labor. Es gibt aber - dies zu deiner Ehrenrettung - einige Sporen durch eine Sekundärinfektion mit irgendwelchen Pilzen, die aber unter "ferner liefen" zu fassen sind.
    Die Bakterien, etliche Namen, die ich noch nie gehört habe und mir auch nicht merken konnte, weisen etliche Resistenzen auf, reagieren aber glücklicherweise alle laut Labor auf Doxycyclin. Und das habe ich zum Glück noch hier, weiß, dass sie es verträgt und gegen ihre Herzwürmer eh sicher noch mal bekommen hätte.

    Das Nehmen des Abstrichs war ganz schlimm für mein sensibles Terriermädchen. Ich werde jetzt erst Mal für mindestens 7-10 Tage Doxy nach Plan der TÄ geben und - wenn ich sehe, dass die Stellen weggehen - wohl auf einen weiteren Termin verzichten. Ich fand die Frau zwar sehr nett und sehr aufgeräumt, hoffe aber gerade einfach, dass wir uns den Kontrolltermin sparen können.
    Sollte Doxy aus irgendwelchen Gründen nicht greifen, gibt es zum Glück noch zwei weitere Antibiosen, auf die die Bakterienstämme reagiert haben.

    @Laura88 : Wie schön, dass du da bist! Herzlich willkommen!
    Ich kenne keine physischen Tricks. Mir ist einfach nur eins das wichtigste, das ist mir wichtiger, als jedes Hilfsmittel -
    für's erste Zeiten und Routen auswählen, auf denen möglichst wenige Pöbelsituationen entstehen.

    Also egal, was dir hier noch an Ratschlägen gegeben wird (meine Hunde sind eher klein, ich kenne das Problem nicht) - es wird dich sehr entstressen, wenn du erstmal alle blöden Situationen umschiffst.

    Nicht gehen, wenn alle gehen; nicht gehen, wo alle gehen; wenn euch jemand entgegen kommt und du siehst ihn von Weitem, dreh ab und geh in eine andere Richtung, stopf meinetwegen Leberwurst und Harzer Roller in den Hund bis zur Blähungsgranate wenn er zurück will, um ihn mit dir zu locken.

    Das klingt für deinen Mann jetzt bestimmt doof. Ich mein das aber ernst. Erstens, weil es euch nicht hilft, jetzt mit Rückschlägen und schlechter Stimmung und Stress zu starten und zweitens, weil Nero bei jedem Gepöbel lernt, dass er pöbeln kann, bis sich das als Autopilot einschleicht.

    Nachdem hier ja eh alles auf einem guten Weg ist und ich mich auch schon auf das Frauchen von Nero in dieser Community freue, stelle ich mir eine Frage, die leicht o.T. ist:

    kam die Frage zum Internat möglicherweise durch diese neue Netflix-Serie (eine Schule für jeden Hund oder so ähnlich)auf?


    Ich höre nämlich gerade den Hundepodcast "loben loben loben" da geht es in der Folge von 3.3.21 (domanine state of mind) um das in der Netflix-Serie vorgelebte Weggeben eines Hundes, um ihn von jemandem trainieren zu lassen.
    Fand ich irgendwie spannend, hört sich wie ein Déjà-Vu dieses Threads.

    ... wo wohnst du denn? Ich kann zwar zur eigentlichen Frage nichts beitragen - außer, dass Alnutra eben ne Eigenmarke ist und die ziemlich sicher nicht andernorts ein Revival erleben wird - , kann aber gern Alnutra in der Umgebung aufkaufen und dir zukommen lassen, um die zeit zu überbrücken, bis du einen guten Ersatz gefunden hast. Das Zeug ist doch recht lang haltbar. Wenn du Lagermöglichkeiten hast, kann man da vielleicht einfach hamstern?

    Wow, vielen Dank für die ganzen Antworten.
    Es gibt Katzen hier im Haus, meine Nachbarin hat 3 Katzen, ich hab 3 Hunde - und ihre Katzen sind auf jeden Fall klug, die kommen nicht in den Garten, wenn sie die Terrierette sehen (beim harmlosen Spitzmix dagegen haben sie keine Angst, sie differenzieren das wirklich)
    In den Garten pinkeln und alles andere dürfen die Hunde. Häufchen räum ich halt weg. Aber sie lösen sich da auf jeden Fall nur an ihren angestammten Plätzen, es ist jetzt kein 'jede Ecke markieren'.

    Natürlich kommen auch Katzen aus den umliegenden Häusern in den Garten - ich kenne eigentlich die Belegschaft hier im Dunstkreis ganz gut. Diese Katze kannte ich nicht, die ist wahrscheinlich neu in der Gegend - aber ganz ehrlich, ich konnte sie auch nicht so genau angucken, ich könnte jetzt kein Phantombild von ihr zeichnen.

    Wir waren heute noch mal im Garten, alle drei Hunde dabei, das eine Mädel an der 3m-Leine, Alma an der Schlepp.
    Alma war komplett anders, als erwartet. Sie klebte regelrecht an mir, hat gar nichts abgeschnüffelt, ein Mal Richtung Balkon gestarrt, nach Ansprache kam sie direkt zu mir und blieb da - aber echt anders als sonst, Augen nur auf mir. Aber nicht ängstlich oder so, nur "ey, wirf mal ein Leckerchen bitte!"...
    Ganz seltsam, damit hab ich gar nicht gerechnet. Ob das jetzt an der Schlepp lag oder daran, dass ich vorher - für sie völlig unbekannt - so rumgebrüllt habe, ich weiß es nicht.

    Schlepp im Garten zieh ich jetzt jedenfalls erst mal so durch, sonst steh ich ja durchgehend unter Strom. Und im Schlafanzug mal eben die Hunde zum pinkeln rauslassen, ohne selbst mitzugehen, gibt's jetzt erst mal nicht mehr. Ich muss das auch erst mal verdauen. Liegt mir ganz schwer im Magen.

    Hatte selbst mal als Kind eine Hofkatze mitgenommen, die vom Hofhund geschnappt wurde. Die hab ich dann zuhause über Monate halbwegs gesund gepflegt, das eine Bein blieb halt steif aber sie war ganz happy und auch mit unseren eigenen Hunden damals cool. Sie wurde trotzdem keine zwei Jahre alt, dann wurde sie von einem anderen Hund aus der Nachbarschaft bei uns vor der Tür totgeschüttelt. Ich war halt erst 9 oder so, ich hab so geheult, ich war so schockiert und fand das so schlimm - wäre schön, wenn ich durch's leben käme, ohne 'die andere Seite' der Geschichte durchleben zu müssen.

    Avocado Ich glaub, ich hab mich echt falsch ausgedrückt. Ich sag ja nicht, dass ich nie wieder in den Garten will. Ich frage im Grunde:
    Wenn man in Bezug auf bestimmte Baustellen beim Hund Management betreibt
    - z.B. wenn man mit einem Hund mit Artgenossenproblem nicht zur rush-hour auf die Hundewiese geht, weil's too much ist oder wenn man mit einem Jagdotto nicht in der Dämmerung in den Wald geht weil Nirvana oder wenn man mit einem sehr reizempfindlichen, nervenarmen Hund nicht um kurz vor 8 in die U-Bahn steigt, weil man erst mal langsam schauen will, was er schafft und nach und nach neue Verhaltensstrategien aufbauen will, macht es dann nicht evtl Sinn das auf den Garten zu übertragen, wenn da gejagt wurde?
    Oder macht es mehr Sinn zu sagen: Sofort wieder aufs Pferd setzen, die merken sich das eh für immer?