Beiträge von Momo und Lotte

    so halb OT zur Ehrenrettung:
    Naja, den "Lehrberuf an sich" gibt's halt auch nicht. Da sind unterschiedliche Erfahrungen schon möglich und die können auch alle gleichermaßen real sein. Winkehund hat, so wie ich das bisher mitbekommen habe, auch einfach nicht die einfachste Schule/Schulform/Einzugsarea (?) erwischt/gewählt. Zumindest kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man da schneller an ein Limit kommt (als z.B. ich, Kunstlehrerin an einem Gymnasium mit wirklich ausschließlich herzzerreißend großartigen Schüler*innen! Ich dürfte gar nicht meckern! Gar nicht! Tu's aber trotzdem dann und wann mal. Mein Partner ist freischaffender Künstler und hat sein Atelier ein Haus weiter. Der ist völlig flexibel. Jackpot. Aber trotzdem kriegen wir manchmal einfach die Krise.)

    Und ich glaube auch, dass es natürlich Jobs gibt, die sich schlechter mit Hund vereinbaren lassen. Aber es hängt eben von den persönlichen Dispositionen ab. Und wenn man auf einer Kleinstadtschule im SekI-Bereich ist, keine ganz fiesen Korrekturfächer hat , in den Freistunden zackig zuhause sein kann und ein gutes Teilzeitkonzept an der Schule fährt: MEGA. Ist aber nicht bei allen so.

    Aber im Grunde, ja, Lehramt und Hunde passt gut. Wobei ich echt schon zwei Mal Bewerber*innen auf meine Pflegehunde abgesagt hab, weil sie im Lehrberuf arbeiten. :hust: Aber das waren auch spezielle Fälle.

    Und im Grunde gibt's vielleicht auch zu jeder Lebenskonstellation die passende Hundekonstellation.

    Hej,

    hier noch eine Lehrkraft, deren Ref noch nicht so lang her ist. Ich hatte während des Studiums und während des Refs einen Hund. Das ging super, Lotte konnte gut allein bleiben aber auch ganz oft mit in die Seminare gehen, die war bombig. Im Ref selbst wurde sie dann aber altersbedingt sehr krank. Und das war eine ganz schlimme Zeit, denn das Ref war eine 60-70 Stunden-Woche. Da war allein durch den Krankheitsfall, durch die Sorgen und das Wissen darum, dass ich auf jeden Fall nicht mit dem Auto zum ZfsL fahren kann, damit mein Partner im Notfall schnell in die Tierklinik kommt, gefühlt ein Rasenmäher über meine Nerven gefahren.
    Noch innerhalb des Refs, nach dem Tod meiner Lotte, zog dann Bolle ein - und der war ein Tierschutzjackpot, wie ich ihn dir als Zweithund wünschen würde. Der war ein Hund, der einfach mitlaufen konnte.
    Davon kannst du auch drei weitere holen, das kriegt man hin.

    Aber: als das Ref vorbei war und ich an der Schule wurde ich Pflegestelle. Und jetzt, beim vierten Pflegehund, muss ich sagen: es hängt einfach alles davon ab, wie die Hunde kombiniert werden.
    Mit meiner ersten Pflegehündin war alles so easy, dass ich mir sicher war, dass zwei Hunde zu halten gar kein Problem sind. Aber die war meinem Ersthund einfach so ähnlich. Sie hatten das gleiche Tempo, die gleichen Hobbies, ein ähnliches Temperament.
    Das war bei allen folgenden Hunden nicht mehr so. Jetzt leben hier gerade drei Hunde, mit denen wir meist getrennt gehen - das ist ein Zeitfresser und das macht einfach nicht immer Spaß. Und ich wünsche mir häufig, dass ich die erste Pflegehündin behalten hätte, denn so unkompliziert wurde es nie wieder.

    Was ich damit sagen will: Studium ist eine tolle Zeit, um Hunde zu erziehen. Das Ref ist aber grützig und zeitraubend. Ich würde sagen: bis zum Ref sollte der Zweithund schon 'fertig' sein oder erst nach dem Ref einziehen.
    Ich empfehle total dringend, einen Zweithund zu suchen, der ein ähnliches Tempo und ähnliche Bedürfnisse hat. Vielleicht könntet ihr auch selbst als Pflegestelle (mit Option auf Übernahme) mal rantasten, wie es sich so anfühlt und wer da passen könnte?

    Hier auch eine kleine Freude! Gerade im Garten habe ich Alma aus dem Sprint zum fliegenden Felldummy zurückgerufen! Sie hat sehr freudig hat sie auf dem Absatz kehrt gemacht. Ha! Ich sag's euch, das war das Zeichen, dass das irgendwann auch bei Eichhörnchen funktioniert.
    Außerdem haben wir den Abbruch und das Warten an der Reizangel geübt - lief meeeegaaa.

    Hier läuft's also weiterhin ziemlich gut ohne diese "und dann gibt's aber ein Donnerwetter!"-Dinge, die hier kürzlich proklamiert wurden. Voll super, dass ich merke, dass sie die Alternativen schätzen lernt und weiß, dass ich vielleicht einfach ne bessere Idee in der Tasche habe. Fehler passieren lassen, um dann den Hund anzuranzen - mh, näh. Kann vielleicht wirken, hat aber mein ehemaliger Chef gerne mit mir gemacht, hat sich blöd angefühlt.

    hundeloseSteffi den Hinweis finde ich gut, dass das vielleicht einfach kein Labi ist. Meine alte Bracke war auch richtig weit weg, wenn sie weg war. Und die war sonst das entspannteste und netteste Geschöpf auf Erden, da war's kein Indikator für Stress, sondern einfach die Rassedisposition.

    Jetzt würd ich so gern ein Foto von dem Hund sehen!

    Jaja, klar, das ist ja auch gewollt. Aber Polyurie und Inkontinenz sind ja doch noch mal unterschiedliche Sachen. Und wenn sie jetzt im Schlaf große Mengen Urin verliert, was vorher nicht so war, obwohl sie schon seit 5 Monaten UpCard bekommt... das finde ich halt seltsam. Vorher hat sie halt gemerkt wenn sie pinkeln musste.

    Andere Überlegung: Manche Hündinnen werden ja auch nach Kastration inkontinent, ich nehme an, dass das dann relativ schnell nach der OP passiert und nicht irgendwann ein halbes Jahr später, oder?

    Wie läuft das bei euch so mit den Diuretika in Bezug auf Inkontinenz?

    Meine Kleine hatte eigentlich keine Probleme, nachdem sie gut eingestellt war. Es reichten drei Mal am Tag rausgehen und zusätzlich ein mal Lösen im Garten exakt 3 Stunden nach der UpCard-Gabe am morgen. Wenn sie zwischendurch mal musste, hat sie sich gemeldet.

    Nun sind mir seit einigen Tagen geruchsneutrale nasse Flecken auf Sofa und Hundebett aufgefallen. Ich hatte irgendwelche Leckextasen in Verdacht und auch darüber nachgedacht, ob irgendeine von den Mädels jetzt hier anfängt zu markieren und warum das so sein könnte. Vorgestern kam dann heraus, dass die Herzpatientin im Tiefschlaf Urin verliert. Sonst erscheint sie relativ unverändert - so ganz kann ich das nicht beurteilen, da sie am Samstag einen sehr stressigen Tag hatte.

    Würdet ihr das mit dem UpCard in Verbindung bringen? Das bekommt sie ja schon in dieser Dosis seit 5 Monaten.
    Urinteststreifen zeigen keine Veränderung an (Leukozyten, Proteine, etc.).

    Wir haben nun erst mal saugfähige Unterlagen bestellt und sie kommt jetzt erst mal häufiger in den Garten zum Lösen. Bisher haben wir vermieden, sie dafür zu wecken.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    ich habe immer Schmelzflocken genommen, die nimmt man glaube ich auch für Kleinkinder. Die werden so richtig, eklig, schleimig, .... Ich Koch die tatsächlich auf und am liebsten mag der verwöhnte Mali die lauwarm :ugly:

    Haben mir auch bei meiner Magenschleimhautentzündung geholfen.

    Ich habe mir jetzt welche besorgt- Bio zartschmelzend, allerdings steht drauf, dass sie Spuren von Nüssen, Cashewkernen und Mandeln enthalten können, was nicht so gut ist, oder ?
    Ich muss es noch einmal nachlesen, aber Mandeln sind doch auf jeden Fall für Hunde giftig.

    Also "Spuren von" sind bei Allergien schon relevant. Aber giftig sind Nüsse und Mandeln nicht. Bittermandeln, glaube ich. Blausäure und so. Aber da macht auch die Menge das Gift. Aber normale süße Mandeln? Nö. haben meine schon öfter mal gehabt. Da würde ich mir wegen "kann Spuren von" keine Gedanken machen.
    Sag mal, ob die Sodbrennen-Hausmittel geholfen haben. Wäre doch bombe zu wissen, dass es Sodbrennen war. Dann hat man doch mal einen Anhaltspunkt.
    Und Sodbrennen - man kennt es ja selbst - ist wirklich ultraunangenehm. Aber da kann man ja Abhilfe schaffen!

    Ach ja und ich warte nicht nur einfach darauf, dass die Erregung sich senkt, ich helfe dabei mit Übungen, die wir eben abseits von Wildsichtungen aufbauen.

    Wäre das dann in deinem Fall 10-Leckerchen-Spiel? Oder was suchen lassen? Oder isometrische Übungen?

    Ich versteh beides irgendwie. Mir erscheint das Warten auf Ruhe sinnvoll. Aber ich hab auch ehrlich nicht immer die Zeit dafür. Dann reicht mir als Ruhe ein "wieder ansprechbar". Ist vielleicht nicht ideal, manchmal hab ich aber nur zehn Extraminuten.

    Zum Thema davor: Ja, ich würde mich auch nicht unbedingt zum Familienspaziergang da treffen, wo der Reiz wahnsinnig hoch ist. Denn man kann dann einfach nicht ständig auf der Hut sein. Ich schließe mich an: wenn möglich, Familienausflüge da machen, wo man weniger aufpassen muss.
    Ich glaube allerdings nicht, dass der Hund einen riesigen Unterschied macht zwischen "gar nicht reagiert" und "halbherzig reagiert". Ist ja in jedem Fall inkonsequent. :D
    Aber dass das Training nun nachhaltig torpediert ist, glaube ich auch nicht. War's denn auf einer Route, die du sonst nicht gehst? Oder war's ein Standard-Übungsgebiet?

    Hej Judith, schön, dass du hier bist.


    Ich habe von Ulmenrindenschleim auch viel Gutes gehört. Weiß jemand, ob man das einfach dauerhaft geben darf?
    Bei meiner alten Hündin mit chronischer Pankreatitis hat das natürlich nichts mehr gebracht, aber dafür spricht bei deinem Hundi ja auch nichts, oder? Das habe ich zumindest bei meiner Hündin damals auch recht deutlich am Output sehen können, dass da was nicht stimmt. Und Pankreasauffälligkeiten sind ja auch im Blutbild ersichtlich.

    An die anderen hier mit den magensensiblen Hunden: Klingt das eher nach saurem Aufstoßen/Reflux? Wären die Auffälligkeiten - also hier auch der Schluckauf - dafür ein guter Indikator?

    Und: ich hab irgendwann mal gelesen, dass Harnstoffwerte beim Barfen schneller erhöht sind. Woran liegt das? Der hier vorgestellte Hund bekommt ja Trockenfutter. Aber kann ein erhöhter Harnstoffwert darauf hinweisen, dass irgendwas in der Zusammensetzung des Futters nicht optimal passt?

    flying-paws - okay, ich bin da in sofern bei dir, (und bei dir KayaFlat) dass der Hund dann eben irgendwann keine Erwartungshaltung mehr aufbaut, wenn ich Würstchen auf den Boden lege. Aber wenn ich mal Würstchen auf den Boden lege, die gegessen werden dürfen und mal Würstchen auf den Boden lege, die dann wieder kommentarlos abgeräumt werden, dann bleibt der Hund ja trotzdem in der Erwartungshaltung und das erzeugt doch ggf. mehr Frust als nützlich?
    Es geht hier ja um bewusstes und inszeniertes Training.

    Hier ist zum Beispiel auch allen Hunden klar, mein Essen ist mein Essen. Da hat niemand Frust weil niemand erwartet, dass es was gibt.
    Aber das übertragen nie mitnichten auf irgendwelche anderen sinnvollen Zusammenhänge. Und ich glaube, das würden sie auch nicht, wenn ich ihnen ständig etwas auf den Boden legen würde, was sie dann nicht haben dürften.
    Erstrecht hilft mir das nicht bei Eichhörnchen. Oder beim Alleinebleiben. Oder bei Hundebegegnungen. Ich glaube sogar, dass es kontraproduktiv ist, wenn mein Hund zuhause Würstchen anstarren muss, die er dann nicht kriegt und dann draußen mit Reizen konfrontiert wird, für die er sich dann wirklich zusammennehmen muss (Giftköder, Katzenfetzen, Freuden der Sexualität oder Artgenossenaggression)


    Was ich halt, wenn es irgendwie geht, gern vermeiden würde, wäre das Thema so Richtung "Grundgehorsam" zu verwässern (obwohl es natürlich zusammenhängen kann).
    Die Kernfrage ist für mich eigentlich "Kann Frust abhärten?" bzw. "Kann jede Art von Frust gegen jede Art von Frust abhärten?" oder "gibt es eine generalisierte Toleranz gegenüber Frust, die erlernt werden kann und nicht in der Disposition des Tiers verankert ist?" - das fand ich aber blöd für einen Einstiegspost.