Beiträge von Momo und Lotte

    Aber Olivia ist ja echt ein Träumchen. Oh Mann. Ist auch extreeeem mein Beuteschema, tolles Mädel. Man wird auf jeden Fall irgendwann am Jagdtrieb arbeiten müssen - aber tolles Mädel. Oh Mannomann.
    Aber ich würde sie tatsächlich nicht bekommen: kein Eigenheim, kein auf 1,60 eingezäunter Garten.
    Sind aber heftige Ansprüche, oder? Huiuiui.

    Sockensucher
    Ohhhh, danke. Wie lieb von dir! Jetzt bin ich ja total gerührt.
    Hier im Urlaub würde ich sagen, dass wir vielleicht durchschnittlich ein Mal pro Tag irgendwo einen fremden Hund in freier Wildbahn sehen. Aber der Weg, den wir da gestern genommen haben, wird nicht zu unser Standardroute, da gibt es zu viele Stellen, an denen man nicht ausweichen kann.

    Ich würde also sagen, dass wir nach dem Tierarzttermin mit dem Wurstvorschlag so 15 bis 20 Übungssituationen hatten. Man darf aber nicht vergessen, dass das hier auch nicht ihr Territorium ist. Es kann also schon sein, dass sich da zuhause noch mal Rückschritte zeigen. Ich glaub's aber irgendwie nicht.

    Hach, ich könnt's mit Helge Schneider singen: Ich bin der Wurstfach, ich bin der Wurstfach - Wurstfachverkäuferin.



    Hat hier eigentlich schon irgendwer gemerkt, dass Tech-Nick als Avatar Elsa hat?

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    Lagurus - das mit den isometrischen Übungen muss ich mir noch mal vor die Brust nehmen, danke!

    Und Sockensucher hatte sich Videos gewünscht! Also gut, schlechte Qualität. Ich bin viel zu nervös und fasle und säusle da vor mich hin ohne Sinn oder Verstand.
    Insbesondere bei der zweiten Begegnung, die einfach soooo nah war, es gab keine Ausweichmöglichkeiten.
    Aber obwohl ich da nicht pfiffig bin - Läbbewursch is mighty!

    Hundebegegnung mit Leberwurst 1

    nahe Hundebegegnung mit Leberwurst 2

    - Es ist ja nicht Ziel bis zu irgendeiner Zahl zu zählen. Man kann auch nur bis 1 zählen und dann erstmal 20 Leckerlies durch die Gegend werfen.

    - Leckerlie kullern oder weit werfen auch ohne Anforderung trainieren (also ohne angucken)

    - Schilddrüse oft nur eine Sekundärerkrankung ist, die ausgelöst wird, wenn der Hund eben viel Stress hat.

    Sie schnallt nicht, dass ich mehr als zwei Leckerchen werfe. Außer sie liegen alle sehr dicht und werden alle gleichzeitig geworfen. Aber ich schaff's auch nicht, dass sie dann diese "Oh, ja, jetzt passiert was Gutes"-Haltung bekommt, die sich da ja einstellen sollte. :)
    Ist aber auch eigentlich nicht so wichtig. Alma feiert das Spiel sehr und mit ihr mach ich das gern.
    Das "Schau" heißt übrigens bei uns nur "Schau, wohin es kullert", das hat bei uns gar nichts mit Blickkontakt zu tun. Es ist so ein "Oha, da rollt es weg, schnell einfach hinterher!"


    Erklär mal, wie du das mit den isometrischen Übungen machst. Elsa geht nämlich einfach einen Schritt zur Seite oder weg. Nach vorn hält sie gegen, das scheint sie aber gar nicht gut zu finden. Zum Beispiel kann ich dadurch ad hoc Knurren gegen Fremdhunde auslösen. Ich hab irgendwie nicht das Gefühl, dass sie das mag. Gibt es Hunde, die das nicht mögen?

    Ja, Schilddrüse hängt mit allem zusammen. Die Wirkungen können so herum oder so herum verlaufen. Oft ist übrigens auch eine SDU eine Initialzündung für Herzerkrankungen, wie mir ein Tierarzt sagte. Aber tatsächlich ist die Studienlage da - soweit ich informiert bin - unübersichtlich. Und Ursache-Wirkung ist unklar. Auch bei allen organischen Erkrankungen. Zumindest les ich das gerade bei Celina del Amo. Aber am Umgebungsstress kann ich eigentlich kaum noch was rausnehmen, da ist echt nicht mehr viel Spielraum, der mich nicht enorm stressen würde. Am Herzstress kann ich auch nichts drehen. Auch Ernährung wird schwierig, da bin ich aber dran.

    24. Juli - 28. Juli 2021

    Eintrag aus dem Sauerland. Nach einigen Tagen heftiger Rückenschmerzen und jetzt der ziemlichen Klarheit: Bandscheibenvorfall betäube ich mich jetzt wie irre und schlucke Cortison, um irgendwie was vom Urlaub zu haben.

    Und auch die Hunde machen etwas Kummer. Sie lieben es, hier zu sein. Der Garten ist riesige und Elsa kann Freilauf genießen. Wir leben direkt im Wald. Wir treffen kaum andere Hunde und die Menschen hier leinen alle zügig an, wenn sie einen kommen sehen. Aber:

    - Bolle ist durch seinen Eingriff noch etwas angeschlagen und läuft nicht gut.

    - Alma ist natürlich immer mal wieder extrem angefixt von dem ganzen Wild hier aber das ist kein Vergleich zu dem, was wir hier schon durchhaben. Sie hing früher immer im Ende der Leine, ein einziger Triebknubbel, extrem gestresst. Das ist viel besser geworden. Aber irgendwie wirkt sie auch etwas verschüchtert und depri. Verkrümelt sich manchmal ins Badezimmer und liegt da unglücklich auf der Fußmatte. Beleckt und beißt sich häufiger als sonst. Ist extrem anhänglich und will am liebsten nur mit mir sein und irgendwas machen. Am besten auch ohne die anderen.
    - Elsa hatte glaube ich ihren ersten Herzaussetzer. Die Tierärztin hat mich darauf vorbereitet. Irgendwann wird es zu kleinen Ohnmachtsanfällen kommen. Und wir hatten hier den ersten, den ich mitbekommen habe. Sie war etwas aufgeregt, wuselte herum, ich vermittelte ihr, dass wir jetzt noch nicht rausgehen, sie verkrümelte sich auf ihren Platz - und fiel um. Auf den Rücken, alle Beine hochgestreckt, Augen und Schnauze offen. Ich bin sofort hin und habe sie angesprochen, sie kam sofort wieder zu sich und war dann sehr schmusig. Etwa zwei Minuten später war sie wieder ganz normal. Aber da ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Obwohl ich wusste, dass es passieren wird. Die Kardiologin hatte mich auf genau das vorbereitet und mir das auch noch mal erklärt, als ich sie anrief.
    Danach hat sie das nicht wieder gezeigt und ist sonst fidel und freut sich an Grashüpfern, Kröten, Schmetterlingen und Gartenfreilauf.

    Sie ist hier aber auch extrem anhänglich. Wenn ich mit Alma alleine gehe, stresst sie das sehr. Sie jammert dann und nimmt kein Futter, lässt sich auf kein Spiel ein. Wobei ich glaube, dass es für sie schlimmer ist, wenn Alma und ich gemeinsam gehen.

    Die Hundebegegnungen:

    Es ist so beknackt, dass ich selbst mit den Augen rolle. Man zahlt (also irgendwer, nicht ich) eine (vermutlich horrende) Tierarztrechnung bei einer auf verhalten spezialisierten Praxis.


    Und das Krasseste, was man als Soforttipp mitnimmt, ist Fleischwurst.



    Ich bin nicht geizig mit Leckerchen, nie gewesen. Aber zugunsten der Gesundheit gab es als Leckerchen entweder gekochtes Hühnchen oder meinen mütterlichen Idealen entsprechendes Trockenfutter oder Selbstgebackenes aus Hack, Eiern, Kartoffeln und Haferflocken mit diversen goodfoods gepimpt.

    Wenn ich wusste, dass uns größere Anstrengungen blühen, nahm ich auch mal so billige Stinkihundesalamiblister mit, mit denen war ich aber dann doch geizig.



    Und diese Verhaltenstierärztin sagte zu mir "da muss das Paradies aufgehen, wenn sie andere Hunde sieht. Mit Fleischwurst." - ich sah mich im Durchfall ertrinken. Zu viel Salz, zu viel Scheiß, bäh.

    Und - was soll ich sagen - Fleischwurst ist der große Hit.

    Fleischwurst > Pöbeln.

    Okay, für Elsa soll's also Fleischwurst regnen, sollten ihr sämtliche Hunde begegnen - sang ja auch Hildegard Knef schon.

    Es läuft echt ganz gut, hier sind Hundebegegnungen noch schwerer planbar, dafür insgesamt niedriger, Fleischwurst führt aber echt dazu, dass Elsa sich nicht so reinsteigert und schneller wieder runterkommt.

    Wir haben hier bereits zwei Mal Hunde getroffen, die recht eng an uns vorbei mussten. Mit der entsprechenden Wurst geht das. Dass Wurst mehr Sicherheit geben kann als Frauchen knappst schon an meinem Ego. Wäre ich doch ein Bruce Willis aus Wurst. Dann könnte ich sie in meine starken Wurstarme nehmen und sie würde an mir knabbern, bis sich innerer Frieden einstellt.

    Wir haben hier wirklich gute Trainingsbedingungen, ich würd gern für immer hier bleiben, wenn meine Mutter ihren Pflegi nicht hätte. Aber der bleibt ihr wohl auch noch erhalten, niemand will einen Atopiker, der nicht allein bleiben kann.
    Elsa will den halt auch nicht.
    Und auch ich hätte ihn gerade würgen können. Oder meine Mutter. Oder mich. Uns alle. Ein Blumenstrauß aus zu würgenden Hälsen.
    Das Ding ist nämlich, dass hier im Nachbarsgarten auch Hunde sind und wir dadurch super üben konnten, dass man sich kurz ärgern kann, man dann aber einfach da weg geht und sich vertrauensvoll in Bruce Wurstis Arme wirft.
    Und nun kam meine Mutter mit Arni am Gartentor vorbei. Arni springt wie ein Flummi auf und ab. Ich gehe mit Elsa in die Richtung, sie geht vor, sieht den Hundeflummi und tritt den Rückzug an, wendet sich ab, kommt zu mir. MEGA! Hab ich die gefeiert! Lametta, Luftschlangen, alles!
    Ich schmeiße ihr Leckerchen auf den Boden in einigem Abstand zum Zaun und gehe zu meiner Mutter und Arni.
    Und meine Mutter lockt Elsa zum Zaun. Ich sag ihr noch, dass sie das lassen soll, dass ich es super finde, dass sie auf Abstand bleibt.
    Sie lockt.
    Und lockt.
    "Ich will sie ja nur streicheln"
    "Aber das braucht sie gerade nicht. Das kriegt sie von mir. Ich kann Arni etwas zu Essen hinwerfen, damit er nicht zu nah an sie herankommt, dann kannst du sie streicheln."

    Nö, sollte ich nicht, sie hält Arni auf Abstand.
    Und Elsa kommt, lässt sich streicheln, Arni nähert sich natürlich doch und Elsa knurrt ihn hart an.
    Meine Mutter schimpft (sanft) mit ihr und ich sage ihr nur, dass Elsa das darf.
    "Das darf die?!"
    "Ja, natürlich. Sie wollte Abstand. Du lockst sie in die Situation. Arni kommt auf sie zu, das ist ein Konflikt, natürlich darf sie knurren!"
    Arni macht noch einen Jump an den Zaun, Elsa bekommt einen Wut- und Hustenanfall.
    Ich hätt schreien können.
    Sie hatte es perfekt gemacht. Dann wurde sie in eine Situation geleitet, die zu viel war und ich hab's geschehen lassen. Wie unsagbar dumm. Das hätte die perfekte Trainingssituation sein können. Das absolute Erfolgs- und Lernerlebnis. Jetzt war es ein Erlebniseintopf mit zu vielen Bitterstoffen im Abgang.
    Und ja, Elsa bellt jetzt auch wieder mehr die Nachbarshunde an.
    Weil ich das ja hier alles nicht im Griff habe.

    BÄH.

    Juli, zwischen dem 19. und dem 24.


    Am Dienstag vor einer Woche, also einen Tag nach Elsas Tierarzttermin, hatte Bolle seinen.
    1,5 Stunden Fahrt, ich war meganervös, also mussten Freund und alle Hunde mit.

    Was gut war: Elsa hat die Autofahrt gut weggesteckt. Zwar hatte sie ein wenig Stress, da ich aber mit ihr auf der Rückbank saß und der Snackautomat war, hielt sich das alles im Rahmen.

    Wir haben letztlich sehr viel Geld für alchemistische Methoden ausgegeben, an die ich nur eingeschränkt glaube, aber das ist ja hier nicht Thema. Er musste in Narkose. Als er wieder aufwachte, war er einfach der süßeste Fleischklops auf dem Planeten.
    Elsas Verhaltenstierärztin sagte am Tag zuvor zu mir, dass sie gerade einen Hund in Behandlung hätte, der jetzt Benzodiazepine bekommen würde, weil er aus seinem Angstverhalten nicht wieder herauskäme und nicht trainierbar sei. Nun sei der Hund aber enthemmt, würde jagen und frech sein weil eben der Valiumspaß vor allem deshalb Spaß ist, da er Hemmungen nimmt.
    Die wahren Passionen eines Hundes erkennt man also so richtig auf Benzos.
    Nun, Bolle war noch voll auf Benzos, als er aufwachte. Und nun weiß ich, was Bolle wirklich will: an der Leine ziehen, durch Hecken laufen, alles anpinkeln und fressen, fressen, fressen. Er ist über Tische und Bänke gegangen und war extrem süß und extrem anstrengend und gaaaanz anders als sonst. Das quittierte Elsa umgehend mit Anknurren, sobald er sich näherte. Zum Glück startete sie keine Angriffe auf ihn, ich musste sie leider immer wegschicken, wenn er rumtaperte, denn er hat nichts verstanden. Er hat ihr Knurren einfach nicht wahrgenommen, dem war alles schnurz, außer Aussicht auf Essen.
    Ich hatte kurz Sorge, dass wir wieder bei Null anfangen müssen, zum Glück war das aber nicht so und als Bolle wieder nüchtern war, fand Elsa ihn auch wieder halbwegs in Ordnung.

    Inzwischen kam das Blutbild an. Und es erfordert leider irgendwie Umstellungen in der Ernährung, von der ich nicht so recht weiß, wie ich die hinkriegen soll. Irgendwie müssen alle Mineralien etwas hoch, Calcium muss aber runter.
    Schilddrüse scheint erst mal unauffällig, für mich ergibt sich daraus zumindest erst mal nichts. Eigentlich würde man bei den T4-Werten wohl einen anderen TSH-Wert erwarten - aber ich kenn mich damit einfach nicht gut genug aus. Die TÄ ist ja Fachfrau dafür und findet, dass eine Kontrolle in 8 Wochen sinnvoll wäre, um zu sehen, in welche Richtung die Tendenz geht.

    Für mich wurde alles zunehmend komplizierter, da ich mich irgendwie verhoben hatte - an Elsa übrigens, die ja nur 10kg wiegt. Die Rückenschmerzen wurden immer schlimmer und gipfelten am Freitag in völliger Bewegungsunfähigkeit. Ungünstig, da wir am Samstag ins Sauerland fahren wollten.
    Verschieben wäre irgendwie blöd gewesen, denn meine Mutter, bei der wir wohnen wollten und die extra den Garten perfekt ausbruchssicher gemacht hatte, hatte für sich und ihren Pflegehund schon eine Ferienwohnung gebucht, damit wir keinen Stress zwischen den Hunden riskieren.
    Die Vergesellschaftung hatten wir schon mal versucht. Aber Arni, der atopische Mutti-Pflegi, ist durch seine hohe Energie einfach ein Dorn im Auge meiner Mädels. Die finden das etwas autistische Hibbeltier einfach richtig kacke - und der steckt keinen Meter zurück. Das ist also zu heikel wenn man weiß, wie die Tierarztdichte da so ist und keine Lust auf Hundegulasch hat.

    Moltexspannbettlaken ... ein Investition, aber lohnt sich ...

    Das könnte dann so eine künstlerische Installation werden. Das ganze Haus umspannt in Moltex. Christo hätte mir dabei sicher behilflich sein können. Die Verhüllung des Regierungssitzes von Königin Elsbert.
    Aber hier läuft's ja inzwischen mit 1mg Incurin. Zur Not bleiben wir eben bei der Dosierung.

    Na, gut dass du es sagst, hab ich auch schon öfter überlegt anzuschaffen, dann ... lohnts sich nicht

    Ach, so würd ich das gar nicht sagen. Es ist halt ein bisschen ein Gefühl von "wusst ich schon" und "wäre das ne kostenfreie PDF, die ich im Netz gefunden hätte, hätte ich mich sehr gefreut!" - es ist halt sehr dünn für 20 Euro. Aber ich glaube auch, dass dir das jetzt nicht neue Welten eröffnet. Für jemanden, der nicht so fit ist wie du, ist das sicherlich ne gute Anschaffung. Hat man an einem Abend in der Wanne durch, wenn man in Bio aufgepasst hat.

    Tryptophan schmeiß ich extra in den Hund ... Seradom heißt glaube ich das zeug, wo sie alls was nett auf den Hund wirken kann in eine Kapsel geschmissen haben, wäre vielleicht was für euch

    Schmeiß ich auch extra rein. Aber nicht das Sedarom, das war mir einfach zu teuer, deshalb nehm ich jetzt so ein reines L-Tryptophan für Menschen und dosiere das um. Aber vielleicht würde der Verein auch das Sedarom bezahlen, muss ich mal nachfragen.
    Das Problem ist aber auch, dass Elsa zu oft ihr Essen stehen lässt. Und eine reine KH-Mahlzeit würde sie mit dem Arsch nicht angucken, nicht mal mit Thunfischöl drüber. Durch das Insulin würde die Aufnahme ja begünstigt werden. Aber wenn ich da nicht Croissants und Eiscreme füttern will, wird das nix. Selbst Joghurt ist ja ein Erzfeind, sobald der mal ein ernsthaften Techtelmechtel mit einer Banane hatte.

    Fang doch einfach wieder an mit den Bachblüten, wenns funktioniert, wer heilt hat recht. (Ich glaub auch nicht dran, aber wer weiß, solange was drin ist in den Bachblüten und nicht wie in Homöopathie manchesmal kein Atom mehr von irgendwas. Allergien funktionieren ja auch mit kleinsten Mengen, also wer weiß ...)

    Tja, who knows. Ich hab die Bachblüten in den Urlaub mitgenommen und beim gestrigen Gewitter den panischen Hunden echt Rescuetropfen gegeben. Bilde mir schon ein, dass es was gebracht hat. Die waren wirklich sehr verstört vorher, wir sind hier in einer kleinen Holzhütte und es war schon sehr laut. Danach kamen alle etwas zu Ruhe. Kann natürlich auch andere Ursachen gehabt haben, wer weiß. Aber es schad' ja nix.

    Elektrolyte, ja ... für eine klassische Demenz ist sie ja zu jung. Sauerstoffmangel ... Kontrollierst du regelmäßg Zahnfleisch und Zunge, als Barometer? Hundebuggy könnte man vielleicht auch als Sauerstoffzelt benutzen? Würde sie sowas verschreiben?

    Ja, Zahnfleisch und Zunge kontrolliere ich regelmäßig. Auch Atemfrequenz und auch Puls. Aber da ist meistens alles in Ordnung. Nach starken Stressituationen ist die Zunge etwas dunkler, das berappelt sich dann aber wieder.

    Hat sie Angstlösende MEndikamente angesprochen? Training ist gut, aber ihr habt ja nunmal nicht mehr ewig Zeit, ich hätte mir erhofft, dass eien Verhaltenstierärztin da noch was in Petto hat, um ihr das Leben, das sie noch hat schneller zu erleichtern.

    Ja, hat sie. Allerdings empfindet sie Psychopharmaka bei Elsa als letzten Weg, die passen alle nicht so super mit ihrem restlichen Medikamentencocktail. Anafranil - das hat meine alte Hündin zum Schluss bekommen - hab ich sogar noch da. Aber es ist einfach fraglich, ob das bei ihr überhaupt greifen würde.
    Aber klar, ich hätte mich auch gefreut, wenn sie noch andere Vorschläge gehabt hätte. Nicht, weil ich nicht gewillt wäre, zu üben und zu trainieren und Stellschrauben zu drehen, sondern weil wir einfach nicht ewig Zeit haben.
    CBD-Öl hält sie für einen guten Versuch. Da hat sie das hier empfohlen: Calmin

    Und, ist schon was gekommen?

    Jau, hast du ja im anderen Fred schon gelesen.
    Calcium zu hoch.
    TSH (canines) 0.22 (Referenz: < 0.5 ng/ml)

    T4 (Gesamtthyroxin) 1.9 (Referenz: 1.0 - 4.0)

    Sie meint, ich soll in 8 Wochen noch mal kontrollieren lassen, um eine Tendenz sehen zu können.
    Ist natürlich blöd, ich will Elsa nicht ständig zum TA schleppen, es stresst sie so fürchterlich. Und wir wollen ja irgendwie Ruhe und Wohlsein reinkriegen.

    ... Huch? Darf man nicht mehr als 8 Zitate?
    Nundenn! dann muss ich wohl einen neuen Beitrag erstellen. :)

    Kann Elsa irgendwelche kleineren Tricks oder Signale für Ankündigung von Futterspielchen? Oder hast du mal Isometrische Übungen probiert? Wir haben mittlerweile einen ganzen Werkzeugkasten an Dingen, mit denen ich die Erregung bei Luigi wieder senke. Muss natürlich alles aufgebaut werden und dauert halt ein bisschen.

    Bezüglich der Hundebegegnungen, ideal wäre es natürlich, wenn sie gar nicht mehr in Situationen kommt, wo sie ausrasten muss oder zumindest nur noch ganz selten. Alles andere wird den Weg eben arg verlängern und erschweren. Aber ist eben auch immer die Frage, wieviel Aufwand man ins Training eines Pflegehundes stecken will, das erfordert eben schon einiges an Zeit, sei es nur um in passende Gegenden raus zu fahren.

    Also, 19,99 halten mich locker einen halben Tag über Wasser, wenn die Miete schon gezahlt ist! ;)

    Elsa kann "aufstützen" (läuft fast immer, da soll sie mit den Vorderläufen auf irgendwas draufsteigen, das macht sie gern! Aber damit müsste ich ihr bei Hundebegegnungen nicht kommen - kurz danach nutze ich es, um ihren Kopf wieder auf andere Ideen zu bringen und um zu gucken, ob sie wieder halbwegs auf Empfang ist) "schau" (wird immer besser, da kullert dann ein Leckerli oder mehrere und sie darf hinterher, das passiert mal in wild und mal in "plumps") und "Elsa" (okay, das klingt total blöd, aber erst seit ein paar Tagen beginnt sie, mich daraufhin halbwegs zuverlässig anzusehen und sich überhaupt angesprochen zu fühlen. Das ist ein kleines Goal.)
    Aber normalerweise versuche ich, wenn es die Situation hergibt, Elsa irgendwie "runterzufüttern" oder eine Kleinigkeit machen zu lassen und dann Futter auflesen. Geht halt nicht immer gleich gut.
    X-Leckerchen schnallt sie zum Beispiel null. Das hab ich tausend mal probiert. Wir kommen bis "zwei", dann interessiert sie sich leider nicht mehr für mein Spektakel.
    Vielleicht muss ich dafür einen Paillettenzylinder tragen.


    Zum zweiten Punkt: also ich geb alles, um solche Situationen zu vermeiden. Manchmal passiert's halt doch. Aber ich geh auf seltsamen Pfaden zu seltsamen Zeiten und frei mich über Kackwetter, wenn die anderen drinnen bleiben. Und ich investier in die Kleine genau das Gleiche, wie in meine anderen - die wird eh nicht mehr vermittelt werden können. Aber adoptieren möchte ich sie trotzdem nicht offiziell, ich mach gern den Gnadenplatz, finanziell kriege ich sie aber nicht gestemmt. Auch, weil mein Buch viel zu billig verschleudert werden soll. :D
    Das Ding ist, manchmal sind da irgendwo Hunde, die zur Eskalation führen, die nicht vorhersehbar waren. Und das kann ich leider nicht ändern. Egal, wie weit ich fahre, egal, welche Schlammwege ich nehme, welche Uhrzeiten ich aussuche - manchmal kommen da einfach diese Hunde aus dem Nichts, selbst, wenn wir nur an der roten Ampel im Auto stehen und da einer vorbeiläuft. Dann kann ich ja eigentlich schon wieder umdrehen und nach hause fahren.

    Naja, es wird gerade besser. Ich berichte noch ausführlich, muss nun erst mal eure Antworten beantworten. :)