Beiträge von Momo und Lotte

    Alles klar. Das merkt man halt auch.

    Geht's n Tacken sachlicher, damit dieser wirklich wichtige Thread nicht leidet?


    Ich bin sehr dankbar dafür, dass Phonhaus das hier alles in verständlicherer Form versucht hat aufzudröseln. Da steckt unheimlich viel Arbeit und Verstand drin. Sie ist ganz weit weg von Meinungsmache, sondern ermöglicht den Mitlesenden - zumindest aber mir - überhaupt eine haltbare Meinung (oder den Ansatz derer) zu bilden. Da reicht mir Rückert bei allem Respekt nicht.

    Es wäre mir ein echtes Anliegen, dass das Gespräch hier auf sachlicher Ebene weiter laufen kann. Das Thema ist einfach zu wichtig.

    ... wenn du, nachdem du mit deinem jagdpassionierten Hund spazieren warst, zum Runterkommen etwas angefressen durch die Immobilienanzeigen scrollst und ein wunderschönes Haus dein Misstrauen erweckt weil "traumhafte Immobilie mit großem Garten und Dachsbau"


    Kein Mensch mit Terrier braucht einen eigenen Dachsbau.

    ach.
    Dachausbau.


    Ja, okay, das geht doch auch mit Terrier.

    Ich mag noch mal kurz was zu den Herzwürmern sagen. Die sind zwar nicht lustig, aber bisher habe ich auch kein Drama erlebt. Ich hatte inzwischen 5 Hunde mit Herzwürmern hier und bei allen hat das "italienische Modell" wunderbar geklappt. Das ist natürlich keine Garantie, ich mach mir nur echt keinen Stress mehr damit und würd's immer erst mal so probieren.

    Die Herzwurmbelastung ist - wenn ich mich nicht täusche - in Italien, ich glaube auf Sizilien (?) am höchsten. Daher kommt auch er Name des Behandlungskonzepts, das man auch "slow kill methode" nennt - oder DoxyMoxy. Es ist in Deutschland und den USA nicht zugelassen, wird aber in allen Mittelmeerländern mit gutem Erfolg praktiziert und auch die meisten deutschen Praxen sperren sich nicht gegen sie Behandlung. Es bietet deutlich weniger Behandlungsrisiken für den Hund, als die hierzulande verwendeten Arsenpräparate (sog. "Fast Kill"-Methode) und das Team vom Casa Cainelui hatte bisher durchweg positive Erfahrungen mit der Slow-Kill-Methode.

    Bis auf zwei oder drei Fälle waren alle Hunde meiner Lieblingsvermittlerin nach dem ersten Behandlungszyklus geheilt, die anderen waren die Parasiten nach dem zweiten oder spätestens dritten Behandlungsdurchlauf los. Und sie hat schon hunderte Hunde vermittelt.


    Mein Herzwurm-Pflegi bekommt nach diesem Behandlungs-Schema 30 Tage Doxycyclin (200 mg täglich, bei ca 20 kg Hund), es tötet die Wolbachien ab, die symbiotisch (? naaah, das kann falsch sein, nagle mich nicht fest) mit den adulten Würmern leben, die adulten Würmer werden so geschwächt, unfruchtbar und sterben irgendwann eines natürlichen Todes, verlieren an Volumen und ihr verzögertes und nach und nach auftretendes Absterben führt weniger wahrscheinlich zu Thrombosen etc. als das Töten aller Würmer auf einen Schlag.
    Die Hunde sollen dann nicht auf die Renstrecke oder ins Bällchenbad, man muss abe keine Boxenruhe halten - also ganz normal spazierengehen, schmusen, alles möglich.
    Am 31. Tag bekommen eine Pflegis Advocate-Spot on, das die im Blut zirkulierenden Microfilarien abtötet und das Heranreifen weiterer adulter Würmer verhindert. 30 Tage später bekommen sie es erneut.

    Das Spot-on soll weiterhin monatlich gegeben werden, bis nach dem 6. Monat in Deutschland erneut getestet wird. Es würde Sinn machen - gerade auch in Hinblick auf Urlaubs-Aufenthalte mit Hund im Mittelmeerraum - das Advocate auch dann zu geben.

    Die Lebensdauer eines adulten Herzwurms liegt bei 7 Jahren, ich könnte mir vorstellen, dass es ’sicherer’ wäre, die adulten Tiere Zeit ihres Lebens unfruchtbar zu halten, das ist aber eine reine Mutmaßung. Wobei nach 6-monatiger Gabe später nur nur alle 3-Jahre Advocate verabreicht werden muss.


    Hier ein Link, in dem nachzulesen ist, dass mit dieser Methode durchaus Erfolge zu erzielen sind, obwohl in Deutschland häufig anders behandelt wird (letzte Seite ab „Mediakemntöse Behandlung“)


    https://www.parasitosen.de/images/downloa…wurm_Report.pdf

    Babygeschenke @schokokekskruemel : also, ich sag mal, man muss die werdenden Eltern ein bisschen einschätzen können. Meine Lieblingsmuddi ist zum Beispiel Momzilla - alles muss aus irgendwelchen bestimmten Materialien sein, die Windeln sind ganz bestimmte wiederverwendbare (eine Wissenschaft wie Tragetücher), dann lernte ich Vokabeln wie baby let weaning, dass Babies gerne rote Decken mögen, dass man ungefähr alles bei Mamikreisel gebraucht kaufen muss - ach, es war und ist ein endloser Lernprozess, mehr Nesseln als Sitzgelegenheiten.

    Was meine Lieblingsmuddi glaub ich am besten gebrauchen konnte, als sie hochschwanger war: Einkaufs- und Kochservice, für sie den Müll runterbringen, mal ein selbstgepflückter Blumenstrauß wenn man ganz viel weinen musste. Aber das weiß man ja irgendwie auch nicht und wird ja überall unterschiedlich sein.
    Geschenkt habe ich dann aber einen gebrauchten Stokke Triptrap, der wird heiß geliebt. Wär ich aber nie drauf gekommen, wenn Lieblingsmomzilla mmir nicht gesagt hätte, dass sie gern einen hätte.

    Gibst du ihr das denn auch?

    Bleibt uns (Sandy und mir) ja nichts anderes übrig.

    Das hat die TE geschrieben. :backhand_index_pointing_up:
    Sie gibt die mitgegebenen Schmerzmittel. Jetzt hört mal auf, ihr schraubt euch ja immer weiter da rein.
    Ja, sie hat anfangs geschrieben, dass sie CBD-Öl gibt.
    Ja, sie klammert sich sehr an einen Rest Hoffnung und das macht mich auch betroffen.
    Aber sie schrieb eben auch, dass sie - vermeintlich ungern - das Schmerzmittel gibt und das ändert sich nicht dadurch, dass man sich hier darauf festgelegt hat, dass sie's nicht tut (weil man en Beitrag vermutlich überlesen hat).


    Liebe TE, ich wünsche dir und deiner bezaubernden Hündin ganz viel Kraft für den Abschied.
    Ich verspreche dir, dass das sehr weh tut. Aber du wirst das schaffen, weil du dein Mädchen so lieb hast.
    Die Welt ist scheiße und ungerecht. Du hast recht, es ist ganz unbegreiflich, wenn der Abschied naht und man so machtlos ist. Das einzige, was manchmal, wenn wir Glück haben, in unserer Macht liegt, ist Schmerzen zu nehmen und einen sanften Übergang in einen besseren Zustand zu ermöglichen.
    Das ist mehr, als viele kriegen.

    Einschläfern, wenn das bald auf euch zukommt, ist nicht schlimm. Es ist viel sanfter, als man sich das vorstellt. Meine geliebte Lotte hat bis zu ihrer letzten Sekunde bei Bewusstsein Leckerchen gefressen, sie schlief kauend und glücklich ein. Es ist ein großes Glück, dass wir (wenn's gut läuft!) ein Wörtchen mitzureden haben, wie unsere geliebten Hunde gehen dürfen.

    Ich stimme den anderen zu. Nimm dem Mädchen die Schmerzen. Schau, ob du ein wirklich starkes Schmerzmittel bekommst, frag für dich selbst noch ein mal nach, ob wirklich gar nichts mehr geht. Und wenn die Antwort ist "nein, da geht wirklich nichts mehr." dann nimm das an, macht euch noch ein paar schöne Tage mit Bockwürstchen und allem, was sie mag.
    Du schaffst das.

    Danke!

    Crazy! Aus Boxen holen, Zöpfchen flechten, überhaupt die entsprechenden Gelände beteten finde ich auch ganz schön absurd.
    Füttern kenn ich noch von ganz früher, dass man da als kleines Kind am Zaun die Grasbüschel ausgerissen und den Pferden hingehalten hat (die bestimmt nur mitteldankbar waren, da sie ja eh im genau selben Grün standen) - das hab ich als Kind auf jeden Fall mal gemacht.


    Aber dieses immense Streichelbürfnis hab ich auf jeden Fall auch heute als erwachsene Frau noch. Ganz schlimm bei den Eseln und den zwei dicken Haflingern, die die direkten Nachbarn meiner Mutter sind. Die kommen halt auch immer so an und latschen einem versonnen hinterher oder stubsen einen an, wenn man stehenbleibt. Den einen hab ich immer gestreichelt, wenn er da war. Aber jetzt steht da ein Schild, dass man das nicht darf, die romantischen Momente mit dem Schmuseesel sind jetzt vorbei.

    Aber gut zu wissen, dass die das nerven kann, ich hatte immer das Gefühl, dass wir einvernehmlich Zärtlichkeiten ausgetauscht haben. Wusste echt nicht, dass das Stress verursacht.
    Sorry, Perde-Esel-Pony-Menschen, ich schnall's halt immer erst, wenn ein Schild dran ist. Nehmt's mir nicht allzu krumm!
    Das hab ich einfach blöd gelernt, als ich noch auf Pferdehöfen unterwegs war, war das irgendwie nie ein Thema, da war das einfach erlaubt.

    ... also gar keine Ponys, Pferde, Esel mehr streicheln? Niemals mehr? Ist das genauso sündig wie ungefragt fremde Hunde angrabbeln?

    Aus aktuellem Nervthread-Anlass:

    Pony-, Pferde- und Eselmenschen,

    wenn irgendwo steht, dass man die Ponys/Pferde/Esel nicht berühren darf, mach ich das natürlich nicht. Aber warum darf man das eigentlich nicht?

    (Ich weiß, dass das jetzt überdumm klingt für Leute, die sich ständig ärgern müssen, dass ihre Tiere permanent angefummelt werden - aber was genau sind denn da bei euch so für Gründe? Oder ist das unterschiedlich?)