Weil der Mensch nun wusste und akzeptieren konnte, dass dieser Hund wahrscheinlich 100% Bracke ist und weil das perfekt zu den unlösbaren Problemen passte. Mit diesem Wissen, wurden aus unlösbaren Problem völlig normale rassetypische Eigenschaften der Bracke. Der Hund hat sich nicht verändert, aber der Mensch hat aufgehört, den Hund ändern zu wollen. Und dadurch gingen dann auch Dinge, die vorher nur Nervenkrieg waren.
Genau das ist es, was ich mich frage. Werden ungeliebte Eigenarten irgendwie leichter zu akzeptieren, wenn man sie als genetisch 'richtig' einordnen kann? Das finde ich total spannend. Dein Beispiel ist super.
Natürlich habe ich auch eine gewisse Neugier, was in meinen steckt. Andererseits denke ich mir, dass es sinnvoller wäre, das Geld zu spenden und mit dem Frieden zu schließen, was ich da an der Leine hab.
Und wenn's nicht passt, wie bei dir, Erfahrungen sind halt nicht viel unwichtiger als Genetik, zumindest beim Menschen. Beides - Erbgut und Sozialisation - kann ich so oder so nicht mehr beeinflussen.
Aber wenn man nun weiß "okay, ist halt ein HSH" "ein Terrier" "ein SoKa" - ich kann mir schon vorstellen, dass man da in vielen Bereichen 'nachsichtiger' wird oder noch mal andere Dinge ausprobiert.
Ach, tbh, ich find's echt spannend. Aber ich glaube gar nicht mal, dass das jetzt bei mir persönlich (ich bin halt gar nicht geprägt von Rassen, außer vom wunderbaren Basset Fauve, von dem ich nicht wusste, dass es einer war) einen großen Einfluss nehmen würde. Und auf der Grundlage ist es halt schwer, so viel Geld für (ohne Frage spannenden!)Mumpitz auszugeben.
Haben denn die, die hier getestet haben, das vorwiegend aufgrund unerklärlicher Erziehungsfraglichkeiten gemacht? Also wie bei der "Jagd-Dobermännin"?