Beiträge von Momo und Lotte

    du machst mich komplett wahnsinnig gerade.
    Echt, ich bin normalerweise nicht so, ich finde oftmals den DF-Sprech übergriffig und unangebracht, aber du suchst dir gerade irgendwelche Gedankenkonstrukte, mit denen du dir behelfsmäßig ein Schiffchen baust, mit dem du die eigentlichen Fragestellungen umsegelst. Und da hab ich nun etwas die Hemmungen verloren.

    Ich kann von hier aus nicht beurteilen, wie es dem Hund geht und sag auch nicht "lass sie gehen" oder "hoffe weiter" aber deine absurde Pseudoargumentation treibt mich auf die Palme.

    Mich macht es wütend, dass du den Menschen hier unterstellst, sie würden sagen "Spritze und jut" - was meinst du, was du denen damit unterstellst?

    - Dass sie es sich leicht machen würden! Und das ist schlicht absurd. Jede*r von den hier Schreibenden hat diese Entscheidung bereits treffen müssen oder hat es irgendwann vor sich. Und alle quälen sich damit. Alle hier haben Schwierigkeiten damit, die Verluste irgendwie zu verpacken. Und du sagst denen durch eine sehr dürftige Blume, dass sie aufgrund unterstellter Wertebemessungen gegenüber dem Tier an sich solche Entscheidungen leichtfertig treffen würden?
    Inwieweit hebst du dich damit von der Halterin der 19-jährigen Hündin ab, die der anderen unterstellt hat, sich nicht gut gekümmert zu haben?


    Glaub mir, alle hier, die schon mal ein Tier oder einen Menschen gehen lassen mussten, haben sich diese Fragen gestellt - "was gäbe es für Möglichkeiten, wenn es ein Mensch/Tier wäre?".

    Auch ich. Ich habe, als es bei meiner geliebten Oma quälend langsam zu ende ging, mehr als ein Mal gesagt, dass ich sie am liebsten erlösen würde. Und ich war verzweifelt darüber, die Möglichkeit nicht gehabt zu haben.

    Hätte ich die Möglichkeit gehabt, es hätte sich wiederum nicht richtig angefühlt, sie zu ergreifen, da sie selbst nicht mehr in der Lage war, diese Entscheidung gutzuheißen oder abzulehnen. "Ich habe Angst, heute Nacht zu sterben, bleib bei mir" gab es ähnlich oft wie "hol den Jäger und erschieß mich, ich will einfach nicht mehr" - wie kann sich die Entscheidung jemals vollkommen richtig anfühlen?

    Ich sag's dir: das kann sie nicht.

    Und ich glaube, dass man diese Zerissenheit zwischen falsch und richtig auch auf die Haustiere übertragen kann. Es ist immer verdammt schmerzhaft. Und es fühlt sich immer falsch an. Es fühlt sich falsch an, das Tier oder den Mensch leiden und abbauen zu sehen. Und es fühlt sich falsch an, die Entscheidung gegen das Weiterleben zu treffen. Unabhängig von der Wertigkeit die man einer Spezies zu- oder abspricht.

    Aber du kommst nicht drumherum, Entscheidungen zu treffen, du triffst die Entscheidungen bereits an jedem Tag. Du entscheidest an jedem Tag, dass das Leben mit einem bewegungseinschränkenden Mammatumor okay genug ist, um gelebt zu werden. Ist halt auch "Gott spielen".
    Ob du ein paar Wochen oder Monate rausschlägst oder nicht, welchen Preis deine Hündin dafür zahlt oder nicht, was ihr Einsatz und ihr Gewinn ist - das hängt jeden Tag komplett an dir. Die Verantwortung werden dir auch deine Whataboutismen nicht abnehmen.

    Das lachen ist schon schwierig auf dem video ... in drei, vier Monaten lacht man nicht mehr, wenn sie so panisch abschnappt ...

    ja, find ich auch problematisch. Es ist so ein bisschen die Art Lachen, die Menschen haben, wenn Kleinhunde wirklich alles versuchen, um klar zu machen, dass etwas gerade wirklich gar nicht geht.

    Armes Ding.

    Beschissene Notsituation.

    Ich bin nicht sehr optimistisch, dass sich jemand findet. Die Menschen, die sich das zutrauen, Herz, Geld, Zeit, Raum und Hundeverstand genug haben, sind ja oft schon voll und wissen auch, dass die eigenen Hunde noch ein Stückchen weiter eingeschränkt werden. Und das eigene Leben eben auch.
    Hier gibt es ja eine neue Userin aus Österreich, die jetzt einen sehr scheuen DHS aufgenommen hat, @MRJ90 , von denen gibt's einfach nur wenige.
    Uns bleibt nichts anderes übrig, als weiter auf den Lottogewinn zu hoffen - und danach noch immer zu sagen, dass es uns das Herz zerreißt, weil's einfach zu viele gibt.
    Aber Peppa zerreißt mich gerade echt. Das macht ganz viel mit mir. Puh.

    https://prodogromania.de/alle-hunde/pippa/

    Sie war schonmal reserviert glaub ich, ist wohl nichts geworden.

    Noch ein Schnappodil wäre echt nicht sinnvoll, aber oh menno, diese Augen und noch ist sie jung ...

    Oh Gott, das ist ja Elsas und Almas uneheliche Tochter! Mir bricht das Herz!
    Sie ist unfassbar süß und ich krieg auch gerade so Gänsehaut. 🙁
    (OT an Sockensucher: ich weiß, ich hab immer noch nicht geantwortet. Es sind stressige Tage gerade.)

    hasilein75  Sockensucher  Filz und FrekisSchwester : wie großartig seid ihr denn bitte?
    Jetzt hab ich gerade unangenehm feuchte Augen bekommen.
    Ihr seid ja ganz wunderbar und ich bin gerade unsagbar gerührt.
    Das hat mir ganz viel zum Nachdenken gegeben. Ich verdaue mal kurz und antworte morgen, wenn ich klüger bin als jetzt.
    Und wenn Elsa mich weniger verachtend anguckt, weil ich ihr Anstubsen ignoriere, um diese Zeilen hier zu tippen.
    Ich danke euch sehr!

    Liegt das Objekt im baurechtlichen Aussenbereich?

    Dann ist die Option, dort zu wohnen an ein privilegiertes Vorhaben geknüpft. Landwirtschaft z. B., aber es gibt auch noch andere Gewerbe.

    Eine komplette Umnutzung zum Wohnen käme da dann nicht in Frage.

    was man hier so lernt! "baurechtlicher Außenbereich" klingt für mich wie ne Drohung.
    Aber privilegiert bin ich und meine Vorhaben immer ehrenhaft.

    Komplette Umnutzung müsste gar nicht sein. Aber 250qm Atelier vs. 70 qm zusammenhängender Wohnfläche klingt so, als würde nur mein glatzköpfiger Malerfürst kriegen, was er will.

    Aber ich werde mich da mal einlesen (müssen.) - was du aber sicher weißt, du Pfiffigste aller Großgrundbesitzerinnen, bei dir gehen doch auch Wanderwege über deinen Grund, oder?
    Muss man dann auf die aufpassen? Damit niemand erschlagen wird oder kopfüber in einen giftigen Pilz fällt?
    Der Zugang zum Wanderweg würde nämlich über unseren Parkplatz führen, auf dem ich gedanklich bereits Gemüse anbaue.

    Gewerbesteuer zahlst du für die Fläche die du für die gewerbliche Nutzung hast. Dabei ist es total egal welches angemeldete Gewerbe auf dieser Fläche betrieben wird. :person_shrugging:

    Ach krass! Das ist gar nicht vom Gewerbe und auch nicht von den spezifischen Einkünften abhängig?
    Hat man denn als Besitzer*in mit Gewerbe dann überhaupt irgendwelche Vorteile davon, eine Gewerbeimmobilie zu haben?

    Gewerbesteuern bringen mehr Geld in die Kommunalkasse als Grundsteuer :mute:

    Das hab ich mir auch gedacht bzw ohne Wissen vermutet. Aber die Gewerbesteuern sind bei Freiberuflern wie meinem Partner ja auch wieder ne andere Nummer... Und laut Makler ist's egal, ob man als Künstler*in dort Gewerbe betreibt oder ob man dort ein "richtiges" Unternehmen betreibt, das auch Arbeitsplätze bringt.

    Orrrr, ich hasse solche Sachen. Ich hab doch da keine Ahnung von. Ich check nicht mal meine Kontoauszüge und Steuerberatung kriege ich von meiner 10. Klasse, die immer ruft "das können Sie aber absetzen!" - lacht nur über eure Lehrerin, Kinder, absetzen kenne ich nur im veterinärmedizinischen Dialog in Bezug auf Hundekot.

    Wirst halt Wirt

    Tsssss. Ich hätte ja in jeder Suppe Hundehaare als Hauptzutat. Dadurch wär's nicht mal mehr vegan und mein USP am Popo.

    Das müssen die doch begründen. Habt ihr schon mal nachgefragt, was einer reinen Wohnnutzung rechtlich entgegensteht?

    Wie alt ist denn das Haus?

    Habt ihr denn keine Connections zum Bauamt der Kommune? Ggf. über Kontakte zum Gemeinde- /Stadtrat Insider- Infos abgreifen.

    Finde ich grad echt interessant.

    Connections hab ich keine, ich wollte morgen mal beim Bauamt der Gemeinde anrufen und fragen, ob die mir was sagen können.
    Das Haus ist im Ursprung sehr alt (they say "historisch"), war mal eine Mühle, 1983 wurde dann auf den Grundmauern der Mühle diese Immobilie aufgebaut und dort Gastro betrieben und gleichzeitig privat bewohnt.

    Also das näschste Mal, wenn das Hirn so gar nicht beim Hund ist, Leine dran oder ins Kommando nehmen.

    Ich könnt mich echt :stock1:.

    Oh no, hattest du nicht auch geschrieben dass gestern eh alles nervig war? Katzen- und Hundereinundraussessions während der Nacht? Ja, oder? Da ist man auch immer beschränkter als man normalerweise ist.
    Ich glaube ja, dass dieser fromme Vorsatz, zu merken, wenn man nicht bei der Sache ist, entweder dazu führt, dass man sich einfach ständig sagt, dass man nicht bei der Sache ist und sich nur noch auf Koks traut abzuleinen oder dass man in manchen Momenten so verbacken ist, dass man nicht mehr weiß, dass man eigentlich darauf achten wollte, ob man zu verbacken ist um die Leine zu lösen.
    Meh. Ist ja glücklicherweise halbwegs glimpflich ausgegangen.


    An Alma ist inzwischen ja irgendwie durchgängig eine Leine, ich trau mich einfach gar nicht mehr. Meistens die 20m. Aber was ich als kleinen Fortschritt bewerte - korrigiert mich bitte, wenn das keiner ist - ist dass sie gerade bei Eichhörnchen zwar manchmal durchstartet, aber sobald sie merkt, dass es nicht weiter geht, zu mir kommt.

    Aber: hab ich da einen Denkfehler drin?
    Ich will sie nämlich für das zurückkommen bestätigen. Ich will aber nicht (hättehätteverhaltenskette hieß ja der Thread dazu) dass sie lernt: durchstarten, in die Leine knallen, eine Sekunde dem Objekt nachgaffen, umdrehen und zu mir gerannt kommen sind die optimalen Voraussetzungen, die sie erfüllen muss.
    Nicht losstarten wäre mir ja schon lieber.

    Ich bin froh, dass sie nicht mehr im Ende der Leine steht und nix passiert, sondern dass sie nach "Stopp!" und dem Ende der Leine direkt abdreht und zu mir kommt. Aber - hm - bau ich mir da gerade was Dummes auf?
    Oder kann ich das kleinschrittig so weiter fahren (über umdrehen vor Ende der Leine und irgendwann vielleicht nur noch anzeigen...)?

    Könnte daran liegen, wie der Bebauungsplan aufgestellt ist. Liegt das Häuschen denn in einem Wohngebiet oder mehr in einem Gewerbegebiet?

    Yay! Lehrerinnen-Immobilienprofi! :)
    In einem Wandergebiet - zählt Forstwirtschaft als Gewerbe? - , die anderen ca 4 oder 5 Häuser in näherer Umgebung sind Wohnhäuser, dann kommt lange nix, dann Bauernhöfe und Wohnimmobilien als kleine Siedlung.
    Aber die Stadt will wohl partout nicht, dass komplett als Wohnimmobilie umgenutzt wird.