Habt ihr, die ihr schon mal Welpen hattet und auch schon mal ältere Hunde, die einzogen, das Gefühl, dass ihr zu denen, die von Welpenbeinen an da waren, ein innigeres oder unkomplizierteres Verhältnis hattet?
Ich kann das schlecht einschätzen. Ich hab nur einen Hund wirklich als Welpen bekommen, da war ich aber selbst auch erst 14. Die anderen kamen alle älter, die meisten waren so ca 3 Jahre alt. Das reicht nicht für eine statistische Einschätzung. Bisher hab ich eher das Gefühl, dass mir die vergangene Zeit mit den anderen Hunden nicht im Beziehungsaufbau fehlte.
Beiträge von Momo und Lotte
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Hier war das mit dem Erbe irgendwie anders. Verstorbene hatte 4 Kinder, davon war eines bereits verstorben, das Erbe wurde dann ausschließlich unter den lebenden Kindern aufgeteilt, die Enkelgeneration war raus...
Ich hab auch ne Frage: Wenn ein Hund einen Dummy in einem kleinen Areal suchen soll - wie erkenn ich, ob der Hund sich sehr blöd anstellt oder sehr klug oder so normaltalentiert? Ich hab das heute mal gefilmt und denke die ganze Zeit, dass Alma irgendwie so unstrategisch vorgeht, kann das aber nicht beurteilen. Woran erkennt man, ob der Hund da einen Hauch Dummysuch-Intelligenz hat?
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Gibt es aber auch umgekehrt. Hab vor Jahren einen Nachbar getroffen, der immer mal den Hund seines Sohns gesittet hat.
Hund eins war ein Havaneser. Der verstarb leider recht früh.
Dann kam ein Welpe. Für mich sah das auf den ersten Blick aus wie Bolonka. Frag also nach, ob das zutrifft.
Der Herr im Brustton der Überzeugung: "Das ist ein Kaukasischer Owtscharka!"
Auch auf meinen Hinweis, dass ein Owtscharka nun ja, größer ist, komplett anders aussieht und auch im zarten Alter von 12 Wochen schon mehr auf die Waage bringt als zwei/drei Kilo mal ganz abgesehen von Fell, Nase, und Schulterhöhe, beharrte er darauf, dass aus so einem Hund:
https://images.app.goo.gl/D4EX1eYM2vZmHwta6
so einer wird:
Hast du den Hund denn noch mal wiedergesehen und dem Gespräch eine zweite Chance geben können?
Hast du es begonnen mit "Oha, ein Owtscharka! Meine Herren! Ein Prachtexemplar! Passt ihr Sohn denn da noch aufs Sofa?" und dann ein Foto mit ihm gemacht "für Insta"? Please! haste, ne?
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Dann oute ich mich jetzt als voll krasse Tierschutzuschi
So von Uschi zu Uschi: ich verstehe dich voll.
Habe etwas Angst, dass du jetzt gesteinigt wirst und gehe mit dir in den sozialen Untergang in diesem Forum.
Ich kann nachvollziehen, dass Menschen an bestimmten Rassen hängen, irgendwie. Ich hab auch eine irre Liebe für Basset Fauves weil ich mal zufällig an einen geraten bin und das dann der beste Hund der Welt war. Und dass es für bestimmte Aufgaben bestimmte Hundetypen braucht, verstehe ich auch.
Aber es ist so ein bisschen wie in diesem unsäglichen Film "Interstellar" - da ist ja eigentlich die Kernfrage, ob man die bestehende Menschheit überleben lassen möchte oder die Spezies Mensch an sich. Ich verstehe nicht so richtig, weshalb man eine Spezies (oder hier eigentlich krasser: eine Rasse) an sich so schützenswert findet, verstehe aber total, dass man am bekannten Individuum hängt.
Also, nicht dass ich es verstehen müsste, um es akzeptieren zu können - aber ich verstehe es einfach wirklich nicht so richtig und würde mich ehrlich freuen, wenn mir das jemand vielleicht ein bisschen aus eigener Sicht erklären würde, damit ich da mal über den Tellerrand gucken kann. Warum ist das Fortbestehen von Rassen oder deren Verbesserung wichtig (insbesondere bei Showlinien oder joblosen Hunden)?
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Oh, ich danke dir so sehr für diesen Thread! Er brannte mir auch unter den Nägeln.
Ich verstehe die Aufregung, die das Wort Adoption in Bezug auf Hunde auslöst, gar nicht. Ich sag das über meine Hunde. Ich vermenschliche die sicher auch manchmal, sag Sachen wie "kommabeidemutti" und "jetzt sag nicht, dass er dick ist, wenn er dich hören kann" - trotzdem behandle ich die Tiere weitestgehend und im Maße des städtischen Lebens in einer Wohnung artgerecht.
Ich hab kein Thema damit, dass meine Hunde für mich Familienmitglieder sind. Ja, Bindungspartner. Ich glaube, denen ist auch egal, ob ich damit vielleicht irgendwas kompensiere - kann ja sein, dass es so ist! Ich weiß nicht, ob und was ich möglicherweise durch die unscharfe Trennung kompensiere, kann aber nicht ausschließen, dass das so ist.
Und ich muss auch sagen, dass ich keine Hunde hätte, wenn es nur Hunde aus der Zucht gäbe. Ich brauche ja keinen Hund. Die sind teuer, machen alles dreckig, kosten viel Zeit und Nerven. Die sind für mich auch kein Hobby. Ich hab Hunde, weil ich gern Hunde um mich habe, ich die sehr leicht lieb haben kann und es einfach immer mal wieder welche gibt, die irgendwo weg müssen resp. einen Platz freimachen für einen, der wo anders weg muss.
Das hat ja nichts mit Heiligenschein zu tun und ehrlich gesagt, empfinde ich diese Aussage auch als recht gehässig bis boshaft. Der vorgeworfene "Heiligenschein" ist ja kein Argument, sondern soll einfach nur dazu dienen, Menschen ein schlechtes Gefühl über ihre eigene Lebensgestaltung zu geben. Das bringt ja keinen Mehrwert für die Diskussion.
Das ist tatsächlich häufig ähnlich, wenn jemand sagt, dass sie*er gendergerechte Sprache verwendet, vegan lebt, versucht möglichst klimaneutral zu leben oder so. Da habe ich schon häufig Wörter wie "Gutmensch" "Heiligenschein" oder "ja, da wird das Rind jetzt aber auch nicht wieder lebendig von" usw. gehört.
Das killt einfach nur die Gesprächsgrundlage.
"Ich hab meinen Hund aus der Verpaarung Dark Spirit of Harzerroller und Dynasty von Frackstein"
"Finde ich kacke, ich habe ja meinen Hund aus dem Tierheim, der hätte sonst keine Chance gehabt"
"Oh, du fühlst dich wohl besonders heilig!"
"Und du bist Schuld am Hundetöten in Timbuktu!"
Warum sollten den Gespräche bitte so laufen?! Das führt doch zu nix.
Das Leben ist doch zu kurz, um sich über solche Sachen abzufucken. Und ja, auch wenn für mich kein Hund das Licht der Welt erblicken soll und ich gerne beratend im Thema Tierschutz zur Seite stehe (frisch frisiert mit Heiligenschein), heißt das doch im Umkehrschluss nicht, dass ich anderen Leuten sage, wie sie ihr Leben zu führen haben. Ich hau niemandem das Schnitzelbrötchen aus der Hand und sage niemandem, dass man keinen Hund aus der Zucht haben darf. Muss ich nicht verstehen, kann ich aber so lassen. Jede*r hat eigene Ziele, Lebensvorstellungen, Ideale und Ansprüche.
Klar, ich krieg auch einen Gänsehautekel, wenn ich Worte wie Regenbogenbrücke höre oder Seelenhund. Aber ich versteh', wie's gemeint ist und dass unter dieser Decke aus kitischigen Verklausulierungen einfach nur eine tiefe (ich sag's jetzt, stark sein!) Bindung - bzw. Verbindung oder Liebe - bzw. Hormone, für die ganz Rationalen - liegt. Und dann kann man das doch auch einfach so stehen lassen.
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Verdammt, jetzt will ich auch da hin.

ich auch.

Aber für dich ist's ganz schön weit, ich könnte in 2,5 Stunden da sein. Warum mach ich das eigentlich nie?
Fahrt ihr mit dem Auto nach Amsterdam? Falls ja: einfach vor den Toren der Stadt stehen lassen und mit der Bahn rein, kostet wenig und ist sehr viel komfortabler. Wisst ihr bestimmt eh schon. :)
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Amsterdam? Auf jeden Fall Flohmarkt und mit dem Tagesticket für die S-Bahn ohne Plan rumcruisen und aussteigen, wo's schön ist. Und natüüüürlich ins Rijksmuseum.
Und wenn man zurückfährt - zum Meer ist's ja von da aus auch nicht mehr weit, ein klizekleiner Umwegs nur - da kann man noch mal Salzluft schnuppern.
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Ja, nee, ich versteh zwar irgendwie aus welcher Ecke du das denkst Fluff01 - das macht in voll vielen Momenten bestimmt Sinn, ziemlich sicher ist aber, dass der Fall hier anders gelagert ist. Chester ist behütet beim Fraule aufgewachsen, die Wahrscheinlichkeit, dass der jetzt plötzlich massive Ängste auspackt, ist unwahrscheinlich.
Zudem die Rassedisposition.
Ich glaub, Kekse werfen und positive Verknüpfungen sind hier einfach nicht das Thema. Aber so wie ich mitbekommen habe, liegt dein Herz ja bei den TS-Hunden, da hat man auf jeden Fall öfter mal mit welchen zu tun, wo man erst mal ganz basale vertrauensbildende Maßnahmen fahren muss und erst mal Bedürfnisse nach Sicherheit und Unversehrtheit erfüllen.
Aber ich würde aus der Ferne auch eher orakeln, dass das nicht Chesters Baustelle ist.

Ich will noch mal was zur Hausleine fragen und zu Sinn und Unsinn - da hab ich nämlich noch keine richtige Haltung zu entwickelt. Ich beweg mich, wenn ich zuhause bin, relativ viel. Etliche kleine Wege. An mir festgetackert, käme kein Hund zur Ruhe und letztlich auch nicht auf genügend Entspannung. Wie beurteilt ihr das? Ist die Sinnhaftigkeit der Methode abhängig vom Bewegungsdrang des Menschen oder ist sie dementsprechend auf eine kürzere Zeitspanne begrenzt?
Edit: whuuuut? zwei Seiten neue Beiträge in diesem Thread während ich getippt hab?! Falls das nun alles keinen Sinn mehr macht, sorry! Ihr eiligen Menschen! :)