Beiträge von Momo und Lotte

    Mit meinen Eltern jetzt? Ich fürchte, die sitzen gerade am Baileys!

    Dann krieg ich die restlichen zwei Punkte umso einfacher aus ihnen rausgeleiert. Mir egal, wer aus der Familie die verdienten Punkte rausrückt! :lol:

    Ich bin ja auch halb Autohändlerin. Ich geb die 15 Punkte wenn du dafür das glückliche Schwein auf der Ranch für Chris zeichnest. Chris ist heute entschuldigt, die muss Raketen abwehren. Und Amazoner. Und Tourischte. McNinjaChris ist entschuldigt.

    13 Punkte

    13 Punkte? 13 Punkte?! Ich glaub, mein Schwein pfeift! Wo sind die anderen zwei bis sieben Punkte geblieben?! Das ist doch wieder reine Benotungswillkür. Ich bitte um ein Elterngespräch!

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    Mit meinen Eltern jetzt? Ich fürchte, die sitzen gerade am Baileys!

    Sicher? Geöffnet? Ist der Erdbeer

    ich füll mal ein Glas ein...

    Mal gucken wie es aussieht

    Also, Erdbeer gab's zu meinen Kindertagen noch nicht. Da gab's nur den normalen. Und der stand wirklich locker zwei, drei Jahre offen in der Kammer. Muddi hat den nur mal ausgepackt, wenn Erwachsenenbesuch da war und es Eis gab. Und ich hab immer heimlich dran gerochen als ich klein war. Und vielleicht mal ein Tröpfchen probiert hin und wieder.

    Aber ich glaub echt, dass so Likörchen nichts bedrohliches passieren kann.

    Nimm mal TK-Erdbeeren und Vanilleeis mit zu deiner Freundin. Das ist bestimmt very nomnom mit deinem ollen Gammelbaileys.

    Jepp, wegen Sahne. Ich würd den nur ein paar Tage, und auf jeden Fall im Kühlschrank, lagern.

    Häää? Neee. Der hält eeeewig. Ich glaub meine Muddi hat früher so alle drei Jahre mal ne neue Flasche gekauft, der stand immer ungekühlt in der Vorratskammer und kam manchmal über's Eis... ich glaub, der hat genug Schnäpperken um die Sahne ihre Verderblichkeit vergessen zu lassen.

    13 Punkte für McChris in Kunst-Ethik! Reset und Irritation durch Idealisierung - hm, vielleicht das falsche Wort... paradoxe Reaktionen in der Kunstbetrachtung. Klingt sehr zeitgenössisch für mich, finde ich gut.


    :)


    aber kurz zum Foto:

    das Schwein ist ja riiiiieeesig. Die Dogge wirkt dagegen ja wie ein fragiles Rehlein. Aber was ist denn das kleine Schwarze in der Mitte? Hund, Schwein, Pinguin, Zwergtapir?

    Das könnte z.B. sein, dass man das Bild einer Schweinenase kriegt und einen Text über schwarze Löcher, und diese Schweinenase für sich abstrahieren soll, diese Versatzstücke der abstrahierten Schweinenase neu arrangiert und daraus ein Bild mit pastoser Farbe umsetzen soll, dass eine bestimmte - vielleicht bedrohliche - Wirkung evoziert.

    Ich würde einfach den Rest vom Schwein dazumalen, weil die Kombination Schweinenase und schwarzes Loch mich an das Bild von Schweinen im Transporter erinnert - abstrahiert zum Kotelett - und das ist bedrohlich genug, so dass ich unbedingt ein glückliches Schwein draus machen wollen würde. Ein ganzes glückliches Schwein, am besten auf der Ranch, das dann selbst malen kann und dies vermutlich besser als ich.

    Note-Schnote. Ich geb lieber schriftliches Feedback. Das klingt dann in etwa so:

    Das Kotelett als Abstraktion. Das Schwein als reine Form...spannend!

    Du verlangst allerdings viel von den Betrachter*innen, um in einem glücklichen, malenden Schwein (wir kennen ja alle Pigcasso*) die Panik des Verladens, den gefräßigen Transporter, das etikettierte Kotelett, den alles verschlingenden Menschen zu lesen. Im Sinne der Rezeptionsästhetik eine schwer zu füllende Leerstelle. Es würde vielleicht helfen, die Betrachter*innen stärker einzubeziehen, indem du eine starke Identifikation mit dem Schwein ermöglichst - vielleicht durch einen Blick aus dem Bild?

    Du könntest auch mit einem Titel arbeiten und dadurch für eine irritierende Kontextualisierung sorgen. Das ist vermutlich nötig, da Menschen sich ungern freiwillig mit dem konfrontieren, was weh tut.

    Grundsätzlich finde ich die Idee Kultur und Natur bzw. Vernunftbegabung des kulturschaffenden Tiers bei gleichzeitiger Nutzung als lebendige Nahrungsquelle überaus spannend und gewinnbringend! Lediglich die formale Umsetzung möchte noch etwas schärfer durchdacht werden.


    *

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    Sagen wir mal so: Ich jezt mehrfach erlebt was passiert, wenn man einen Irish aus der VDH Zucht versucht über ein Portal zu verkaufen anstatt in zum Züchter zurückzugeben.

    Da kommt aber Leben in die Buden und der betreffende Züchter versucht diesen Hund zurückzubekommen.

    DAS geht gar nicht!

    Das ist zwar total OT (sorry!), aber wie kommt das? Also ist das dann Vorkaufsrecht? Ist das rechtlich bindender als diese "darf nur an den Verein zurück"-Klausel in den Übernahmeverträgen des Tierschutz?

    Weil ich darüber so häufig lese, dass die rechtlich nicht haltbar sei.

    Kennst du da zufällig den Unterschied?

    Und ich, warum meine Noten erst im Abi gut waren :rolling_on_the_floor_laughing:

    Handwerk ging ganz gut und absolute Talentfreiheit ließ sich endlich durch Begründung ausgleichen. Mir tut meine Lehrerin bis heute Leid. Argumentativ unterlegen nannte man das Wohl. Die Noten müssen ihr körperliche Schmerzen bereitet haben.

    Ach Quatsch. Man freut sich doch immer, wenn man eine bessere Note geben kann. Kost ja nix. Wenn jemand sich noch so eben auf eine bessere Note retten kann, dann suche ich den Punkt so lang, bis ich ihn finde. Deine Kunstlehrerin wird sich sicher abends ein Sektchen aufgemacht haben und gedacht "Ach, Vriff, wenigstens kannste schreiben."


    Nee, ehrlich. Ich finde Kunstpraxis wichtig. Ich glaube, dass man das, was man da lernt, in vielen Berufen gut brauchen kann. Aber irgendwann ist dieses Feinmotorik- räumliches Denken- usw. Ding gelutscht und weniger wichtig, als eine gewisse Bildkompetenz, mit der ja alle, die sehen können, irgendwie umgehen müssen.

    Und selbst wenn man von der Richtung der zeitgenössischen bildenden Kunst argumentiert: wer macht denn heute noch seine Arbeiten selbst? Das sind sehr wenige. Das heißt, selbst wenn du keinen Stift halten kannst, mit ner guten Galerie, guten Ideen und guter Assistenz musst du nur gut erklären und begründen können, was du willst.

    Ich kann dich also noch ganz groß rausbringen, wenn du willst.

    Wie gut du praktisch bist, wäre mir (so - aber auch als Kunstlehrerin) völlig wumpe, solang ich verstehe, was du willst. Man benotet ja in Deutsch oder Philosophie auch nicht die Schönschrift, sondern die Klarheit des Gedankens.

    Oder so.

    Keine Ahnung, vielleicht auch nicht, ich unterrichte nur Kunst.

    Vriff - bei uns gibt es kunstwissenschaftliche und kunstpraktische Klausuren im Wechsel. Das liegt vor allem auch daran, dass im Abi die Wahlmöglichkeit besteht, das eine oder das andere zu machen. Die theoretischen Abiklausuren werden zentral gestellt, die praktischen müssen wir selbst erstellen und absegnen lassen.

    In den Praxisklausuren, die im Abi gestellt werden, müssen verschiedene praktische Kompetenzen abgefragt werden, die sich auf mindestens zwei Halbjahre beziehen müssen.

    So hab ich z.B. mal eine praktische Klausur gestellt, in der Fotovorlagen abgemalt werden mussten, aber es mussten gestaltungspraktische Entscheidungen getroffen werden (Farbwahl, Farbauftrag, Duktus, Bildausschnitt, Komposition) um einen bestimmten Charakter (Phegmatiker, Sanguiniker, Melancholiker, Choleriker) zu verdeutlichen, ohne am Bildinhalt etwas ändern zu dürfen.

    In einer anderen Klausur wurden z.B. Erdnüsse zerschlagen (Aleatorik) und aus ihnen kleine Modelle gebaut, die den Worten "schützend" "wachsend" o.ä. nachempfunden sein sollten (Abstraktion). Diese Modelle wurden dann zu einer allansichtigen Gesamtplastik für einen bestimmten Raum in Ton umgesetzt. Hier geht es dann um Form, Position, Betrachter*innenbezug, Oberfläche usw.

    Am Anschluss an praktische Klausuren erfolgt immer eine künstlerische Begründung, eine Prozessdokumentation und/oder kritische Selbstreflexion.

    In einer Abiklausur müsste ich jetzt eine Aufgabe finden, die z.B. diese beiden Themen umfasst. Das könnte z.B. sein, dass man das Bild einer Schweinenase kriegt und einen Text über schwarze Löcher, und diese Schweinenase für sich abstrahieren soll, diese Versatzstücke der abstrahierten Schweinenase neu arrangiert und daraus ein Bild mit pastoser Farbe umsetzen soll, dass eine bestimmte - vielleicht bedrohliche - Wirkung evoziert.


    Mehrhund

    Und weil ich finde, dass der Spielraum des wirklich fair und vergleichbar Benotbaren da schon sehr klein ist, will ich unbedingt - und das predige ich ab der 7. Klasse - dass das Format bewusst, selbst und begründet entschieden wird. Weil Komposition eben eine Sache ist, die eigentlich alle verstehen, auch wenn sie z.B. eine begrenztere Klaviatur der malerischen Möglichkeiten haben.

    :D