Beiträge von Momo und Lotte

    Ah, danke euch, ihr beiden!

    Nee, Alma weiß schon, was sie machen soll. Ich sag halt immer "WoistderDummy?" und dann heißt es, dass sie suchen muss. Sie sucht immer da, wo ich mich hindrehe.

    In unserem Garten lass ich sie auch ganz ohne Hilfe suchen, der ist klein und nicht sehr verlockend.

    Und wenn es ihr zu schwierig wird, zeige ich in die Richtung und sag noch mal "woistderdummy?" - dann klappt es ganz gut.

    Holzstapel kennt sie, das machen wir öfter mal. Aber normalerweise im Wald, im bekannten, im umspannenden. Nicht irgendwo an krassen Mäuselfeldern. Und ich glaub, sie hat hier halt keinen richtigen Spaß an der Sache.

    Nun will ich mir aber das nicht als Werkzeug kaputt machen. Aber gleichzeitg weiß ich auch nicht, was tun, um sie sonst hier mehr auf mich zu lenken.

    Ach, ich kann mich so schwer ausdrücken gerade!

    Noch mal kurz zum Dummy KayaFlat und Terri-Lis-07

    hier mal kurz die Sequenz, um die es geht. Ich frag mich, ob's zu leicht war, zu schwer, zu wenig geführt, in der Situation einfach blöd weil sie eh mit dem Kopf woanders ist oder in der Situation gut, weil sie aufgegeben hätte weil sie eigentlich was ganz anderes lieber gemacht hätte?

    Ich kann's gerade einfach nicht gut einschätzen, ob ich's jetzt hier in dieser Reizlage lieber ganz lassen sollte oder ob es hier eigentlich ein ganz wirksames Instrument sein kann...

    phny 🙁

    Danke dir!

    Ja, ich glaub so richtig Arbeitseifer ist bei Alma nicht da. Also, sie macht's ganz gern - wenn jetzt nicht was anderes spannender ist. Klingt jedenfalls vertraut, was du beschreibst. Wobei Kaya mit Sicherheit um Längen besser sein dürfte, als Alma. Wir machen das völlig unprofessionell und nur so zum Spaß, auch eher selten in letzter Zeit und ich hab da eigentlich nur die Intention, dass sie mal ihre Nase für irgendwas benutzt, was keine Maus ist. Es geht also eigentlich nur darum, dass sie langsam lernt, dass Interaktion draußen mit mir vielleicht nicht nur die Höchststrafe ist, sondern auch ganz nice.

    Das Ding ist: in ganz langweiligen Gegenden weiß sie das natürlich. Dann ist sie die Bravste und ich bin ihr Augenstern und sie himmelt und bettelt und will und hach - Frauchen ist halt die Größte. Je spannender die Umgebung (Felder und Wiesen sind am tollsten für sie) desto weniger wichtig bin ich für sie. Das versuche ich nun step by step zu ändern, immer mal in Bereichen, in denen gerade noch was geht, kleine Sachen zu machen, und die dann Schritt für Schritt ausbauen. Aber wir fummeln auch schon ziemlich lang rum und vielleicht ist ihr das Dummysuchen ja auch einfach nichts.

    Im Test heute (wir sind im Urlaub, Alma findet alles mega, will eigentlich nur ins Mäuselparadies) hab ich den Felldummy in einem Holzstapel "versteckt", das war ca 45 Minuten, bevor wir an die Stelle gegangen sind. Der Dummy liegt auf Schnauzenhöhe, wirklich leicht zu finden, da die Ablenkung für sie sehr hoch ist und ich es nicht zu schwer machen wollte.

    Aber irgendwie... keine Ahnung. Vielleicht ist es zu leicht? Oder zu schwer? Oder einfach nicht sinnvoll, das zu machen, wenn sie sowieso gerade so im mausmausmaus-Wahn ist?

    Habt ihr, die ihr schon mal Welpen hattet und auch schon mal ältere Hunde, die einzogen, das Gefühl, dass ihr zu denen, die von Welpenbeinen an da waren, ein innigeres oder unkomplizierteres Verhältnis hattet?

    Ich kann das schlecht einschätzen. Ich hab nur einen Hund wirklich als Welpen bekommen, da war ich aber selbst auch erst 14. Die anderen kamen alle älter, die meisten waren so ca 3 Jahre alt. Das reicht nicht für eine statistische Einschätzung. Bisher hab ich eher das Gefühl, dass mir die vergangene Zeit mit den anderen Hunden nicht im Beziehungsaufbau fehlte.

    Hier war das mit dem Erbe irgendwie anders. Verstorbene hatte 4 Kinder, davon war eines bereits verstorben, das Erbe wurde dann ausschließlich unter den lebenden Kindern aufgeteilt, die Enkelgeneration war raus...


    Ich hab auch ne Frage: Wenn ein Hund einen Dummy in einem kleinen Areal suchen soll - wie erkenn ich, ob der Hund sich sehr blöd anstellt oder sehr klug oder so normaltalentiert? Ich hab das heute mal gefilmt und denke die ganze Zeit, dass Alma irgendwie so unstrategisch vorgeht, kann das aber nicht beurteilen. Woran erkennt man, ob der Hund da einen Hauch Dummysuch-Intelligenz hat?

    Hast du den Hund denn noch mal wiedergesehen und dem Gespräch eine zweite Chance geben können?

    Hast du es begonnen mit "Oha, ein Owtscharka! Meine Herren! Ein Prachtexemplar! Passt ihr Sohn denn da noch aufs Sofa?" und dann ein Foto mit ihm gemacht "für Insta"? Please! haste, ne?

    Dann oute ich mich jetzt als voll krasse Tierschutzuschi

    So von Uschi zu Uschi: ich verstehe dich voll.

    Habe etwas Angst, dass du jetzt gesteinigt wirst und gehe mit dir in den sozialen Untergang in diesem Forum.

    Ich kann nachvollziehen, dass Menschen an bestimmten Rassen hängen, irgendwie. Ich hab auch eine irre Liebe für Basset Fauves weil ich mal zufällig an einen geraten bin und das dann der beste Hund der Welt war. Und dass es für bestimmte Aufgaben bestimmte Hundetypen braucht, verstehe ich auch.

    Aber es ist so ein bisschen wie in diesem unsäglichen Film "Interstellar" - da ist ja eigentlich die Kernfrage, ob man die bestehende Menschheit überleben lassen möchte oder die Spezies Mensch an sich. Ich verstehe nicht so richtig, weshalb man eine Spezies (oder hier eigentlich krasser: eine Rasse) an sich so schützenswert findet, verstehe aber total, dass man am bekannten Individuum hängt.

    Also, nicht dass ich es verstehen müsste, um es akzeptieren zu können - aber ich verstehe es einfach wirklich nicht so richtig und würde mich ehrlich freuen, wenn mir das jemand vielleicht ein bisschen aus eigener Sicht erklären würde, damit ich da mal über den Tellerrand gucken kann. Warum ist das Fortbestehen von Rassen oder deren Verbesserung wichtig (insbesondere bei Showlinien oder joblosen Hunden)?

    Oh, ich danke dir so sehr für diesen Thread! Er brannte mir auch unter den Nägeln.

    Ich verstehe die Aufregung, die das Wort Adoption in Bezug auf Hunde auslöst, gar nicht. Ich sag das über meine Hunde. Ich vermenschliche die sicher auch manchmal, sag Sachen wie "kommabeidemutti" und "jetzt sag nicht, dass er dick ist, wenn er dich hören kann" - trotzdem behandle ich die Tiere weitestgehend und im Maße des städtischen Lebens in einer Wohnung artgerecht.

    Ich hab kein Thema damit, dass meine Hunde für mich Familienmitglieder sind. Ja, Bindungspartner. Ich glaube, denen ist auch egal, ob ich damit vielleicht irgendwas kompensiere - kann ja sein, dass es so ist! Ich weiß nicht, ob und was ich möglicherweise durch die unscharfe Trennung kompensiere, kann aber nicht ausschließen, dass das so ist.

    Und ich muss auch sagen, dass ich keine Hunde hätte, wenn es nur Hunde aus der Zucht gäbe. Ich brauche ja keinen Hund. Die sind teuer, machen alles dreckig, kosten viel Zeit und Nerven. Die sind für mich auch kein Hobby. Ich hab Hunde, weil ich gern Hunde um mich habe, ich die sehr leicht lieb haben kann und es einfach immer mal wieder welche gibt, die irgendwo weg müssen resp. einen Platz freimachen für einen, der wo anders weg muss.

    Das hat ja nichts mit Heiligenschein zu tun und ehrlich gesagt, empfinde ich diese Aussage auch als recht gehässig bis boshaft. Der vorgeworfene "Heiligenschein" ist ja kein Argument, sondern soll einfach nur dazu dienen, Menschen ein schlechtes Gefühl über ihre eigene Lebensgestaltung zu geben. Das bringt ja keinen Mehrwert für die Diskussion.

    Das ist tatsächlich häufig ähnlich, wenn jemand sagt, dass sie*er gendergerechte Sprache verwendet, vegan lebt, versucht möglichst klimaneutral zu leben oder so. Da habe ich schon häufig Wörter wie "Gutmensch" "Heiligenschein" oder "ja, da wird das Rind jetzt aber auch nicht wieder lebendig von" usw. gehört.

    Das killt einfach nur die Gesprächsgrundlage.

    "Ich hab meinen Hund aus der Verpaarung Dark Spirit of Harzerroller und Dynasty von Frackstein"

    "Finde ich kacke, ich habe ja meinen Hund aus dem Tierheim, der hätte sonst keine Chance gehabt"

    "Oh, du fühlst dich wohl besonders heilig!"

    "Und du bist Schuld am Hundetöten in Timbuktu!"

    Warum sollten den Gespräche bitte so laufen?! Das führt doch zu nix.

    Das Leben ist doch zu kurz, um sich über solche Sachen abzufucken. Und ja, auch wenn für mich kein Hund das Licht der Welt erblicken soll und ich gerne beratend im Thema Tierschutz zur Seite stehe (frisch frisiert mit Heiligenschein), heißt das doch im Umkehrschluss nicht, dass ich anderen Leuten sage, wie sie ihr Leben zu führen haben. Ich hau niemandem das Schnitzelbrötchen aus der Hand und sage niemandem, dass man keinen Hund aus der Zucht haben darf. Muss ich nicht verstehen, kann ich aber so lassen. Jede*r hat eigene Ziele, Lebensvorstellungen, Ideale und Ansprüche.

    Klar, ich krieg auch einen Gänsehautekel, wenn ich Worte wie Regenbogenbrücke höre oder Seelenhund. Aber ich versteh', wie's gemeint ist und dass unter dieser Decke aus kitischigen Verklausulierungen einfach nur eine tiefe (ich sag's jetzt, stark sein!) Bindung - bzw. Verbindung oder Liebe - bzw. Hormone, für die ganz Rationalen - liegt. Und dann kann man das doch auch einfach so stehen lassen.