Beiträge von Momo und Lotte

    Warum musst du denn daraus jetzt eine Grundsatzdiskussion machen? Schade.

    ich glaube, dass das Thema das einfach mitbringt, dass es immer pendelt zwischen Grundsatzfragen, gefolgt von gegenseitigem kritischen Auseinandernehmen durch Anekdoten, Schutz der eigenen Position durch gegenteilige Anekdoten, wieder Einschwören auf "auf beiden Seiten läuft nicht alles rund und nicht alles schlecht" und dann fängt's wieder von vorne an.

    Ist ja auch ein emotionales Ding, in dem man sich schnell angegriffen fühlen kann, da die latente Unterstellung, man selbst würde irgendwas falsch machen, keine gute Hundehalterin sein, keine Ahnung von der anderen Seite haben usw. immer schwelt.

    Ist einfach ein Thema, das verletzlich macht und dann immer wieder mal überschwappt.

    Ich kann's nachvollziehen.

    Auch ich bin ja z.B. vom Tierschutzbashing geprägt, das hab ich in diesem Thread gar nicht so heftig erlebt, aber schon oft genug hier in anderen Threads. Und in denen, das fällt nur immer schwer mitzuschneiden, geht es natürlich nicht darum, dass Tierschutz generell Mist ist, sondern um Beratung und ausschnitthafte Beobachtungen. Anderen geht's so mit Hundesport, wieder anderen damit, dass sie kurznasige Hunde haben. Man schleppt das alles mit und antwortet dann entsprechend auf die Gesamterfahrung.

    Ich glaub, man muss sich nur zwischendurch sagen, dass man sich nicht ans Bein pissen wollte und dann ist das hier durchaus gewinnbringend, auch mit der überkochenden Sprache. Der Thread hier hat ja vor allem dieses Potenzial da gegenseitige Einblicke zu ermöglichen.

    Ich hab noch ne unpopuläre Frage und versuche sie so neutral wie möglich zu formulieren (auch wenn mir das superviel weniger Spaß macht).

    Sprache zeigt ja immer auch Haltung, so empfinde ich das zumindest. Es ist ja ein Unterschied, ob du ernsthaft eine Ehefrau als "Olle" oder "Weib" bezeichnest oder als "Ehefrau" oder als "Silke". Dieser Unterschied im Sprachgebrauch ist ja auch Ursprung dieses Threads (adoptieren/kaufen/holen; Mama/Hundehalterin/Hundeführerin/Eigentümerin; Baby/Hundekind/Fellnase/Hund/...)

    Nun gibt es in jeder Nische ja eine eigene eigentümliche Sprache. Verändert die eurer Meinung nach die Haltung zum Hund? Es wurde ja bereits irgendwo anfänglich erwähnt, dass das Wort "adoptieren" zu stark vermenschlichen würde. Andere sagten, dass "kaufen" dem nicht gerecht werden würde, was man für ein Verhältnis zum Tier hätte.

    Aber solche Begriffe wie Gebäude(mängel), Belegung - da gibt's noch mehr, die ich gelesen habe, die mir gerade nicht einfallen, aber ihr versteht, was ich meine, oder? - die sind ja traditionell bedingt und uralt - aber fördern die nicht die Betrachtung des Tiers als Sache? Da ich ja mit diesen Begriffen nie operiert habe, wirken sie auf mich total verdinglichend. Wie seht ihr das?

    und das würde genau gar nichts ändern, nur wieder Behördenkram sein, paar Leute können sich bereichern, und die Leute können danach immer noch nicht mit Hunden umgehen.

    Glaubst du nicht, dass das die Hemmschwelle verlagern würde? Ich könnte es mir vorstellen.

    Also nicht, dass man dadurch lernt, mit Hunden umzugehen.

    Aber die Notwendigkeiten, könnte man doch ganz gut vermitteln...

    1.) Woher kann man einen Hund holen, woher sollte man keinen Hund holen?

    2.) Welche Rassen stammen woher und was können die (nicht)?

    3.) Welche Rassen haben welche Probleme?

    4.) Dos and Donts bei Tierschutzhunden

    5.) Was brauchen alle Hunde um gesund zu leben?

    6.) Körpersprache des Hundes

    7.) Hundehalter*innenknigge

    fertig. 7 Tage jeweils 4 Stunden, danach ein knackiger Text (nicht nur multiple choice), zacko.

    Kostet 300 Euro, wenn man es inner Gruppe macht, aber nur 70 wenn man es als Distanzlernmaterial selber macht. Davon sind 50 Euro Prüfungsgebühr. :D

    Ich glaube, das würde viele abschrecken.

    Es würde nur vermutlich eh niemand feststellen, ob die Menschen mit dem Hund ihren Hundeführerschein auch gemacht und dabei haben. Und deshalb wär's dann doch nur Geldschneiderei und Papierkrieg und Verwaltung. Aber die Vorstellung finde ich eigentlich so angenehm.

    Und ich will keinen Ärger mit Adorno kriegen.

    Momo und Lotte, wo nimmst du immer die Fragen her?

    Oder willst du den Fred am laufen halten? Fragen über Fragen :mute:

    Ich bin halt ein neugieriger Mensch.

    (Und ich versuche verschiedene Wissensgebiete zu bespielen, gestern war Kunst, heute ist Tierbürokratie, morgen kommt was zu Wimperntusche, alle müssen mal ihr Wissen unter Beweis stellen können.)


    Aber wenn ihr sagt Ziegen und Schafe... Wenn ich jetzt irgendwie an drei Ziegen käme, weil - keine Ahnung, die irgendwo weg müssen oder ich finde die einfach und das sind kleine süße Babyziegen und ich würde die niemals essen wollen und die würden einfach bei mir leben und wir wären eine glückliche ungewerbliche Familie - dann muss ich denen Ohrmarken machen?

    Ich muss?

    Was passiert denn, wenn nicht?

    Oder kann man die einfach chippen?

    Und warum gilt das nicht für Rehe? Die Rehe im Wildpark haben keine Ohrmarken!

    Danke San94, jetzt kann ich das schon viel besser einordnen!

    Ja, ist auch voll der HokusPokus für mich. Das ist, als würde jemand über Steuererklärungen reden, hab ich keine Ahnung von.

    Dass gesundheitliche Auswertungen auch darin stehen, wusste ich auch nicht.

    Interessant.

    Dann wäre also, die Papiere, so die mit abgegeben würden, zu vernichten, als würde man Röntgenbefunde vernichten, die bereits vorliegen? Und eine psychologische Einschätzung?

    Ist das denn echt so, dass das in den Linien so ist, dass die Hunde da alle gleich werden? Also gibt es da keine/kaum charakterliche Unterschiede?

    Wollteufel Tut mir leid, wenn du das als Angriff empfunden hast. War nicht meine Absicht, hier eine Seite mehr als die andere oder beide, oder drei, wenn ich mich dazuzähle, über Gebühr durch den Kakao zu ziehen. Ernsthaft, Gefühle zu verletzen lag null in meiner Absicht.

    Ich habe ein neues Wort gelernt: Equidenpass.

    Ich nehme an, Equiden sind Pferde.

    Oder alles, was da so zu gehört.

    Also, jetzt will ich's genau wissen, haben Esel auch einen Equidenpass? Und auch Miniponys?

    Und Rinder haben auch Pässe, hab ich gelernt. Haben Schweine auch Pässe?

    Alle Säugetiere?

    Auch Zootiere?

    Hat dann so ein riesiger Betrieb da hunderte von Pässen?

    Haben Rinder deshalb oft so Marken in den Ohren?

    Aber es gibt doch auch Rinder und Ziegen in Europa, die so durch die Gegend laufen dürfen, wie sie wollen. Haben die auch Pässe?

    Und - omg! - haben Pferde deshalb diese Brandzeichen? Das hab ich mal gesehen, wie das gemacht wurde, als ich klein war und hab total angefangen zu heulen. Müssen Pferde Brandzeichen haben? Findet ihr das schlimm? Oder gut?

    Ich fordere Aufklärung! :D

    guter Punkt.

    Aber ist einem das so klar, wenn man keine richtigen Vergleiche hat?

    Ich bin z.B. mit Yorkshire Terriern aufgewachsen. Die haben immer gehechelt und hatten immer bestialischen Mundgeruch. Ich hab das nie in Frage gestellt, das war einfach so. Ich hab das tatsächlich auch vor gar nicht allzu langer Zeit erstmalig reflektiert, dass ich jetzt sofort wahrnehme, wenn Bolle in einer Ruhephase hechelt und mich direkt frage, was los ist. Früher wusste ich nicht, dass es nicht normal ist, dass Hunde die ganze zeit hecheln.

    Ich kann mir tatsächlich bis jetzt keinen nichthechelnden Yorkie vorstellen, weil sich das Bild in mir so natürlich anfühlt. Versteht ihr, wie ich meine?

    Dass man das einfach nicht in Frage stellt, sich dran gewöhnt, keinen Vergleich hat?

    Oha, falscher Hals, ich versuche den digitalen Heimlichgriff Wollteufel

    ich habe lediglich gesagt, dass ich das so gar nicht gedacht hätte und das voll verrückt finde. Nicht, dass es nicht sein kann. Und ich würde gerne mal solche Papiere sehen, die Bildersuche spuckt da echt nur Sachen aus, die mega unseriös aussehen.

    Ich würde halt gern wissen, wo das alles verankert ist, also im TschG oder wo? Oder das mit dem Pferdetransport vermutlich eher irgendeine Verkehrsverordnung oder so? Ist das bundesweit einheitlich? Oder sind das Länderbestimmungen? Oder ist das EU-weit so geregelt? Ich weiß solche Sachen einfach nicht weil ich - wie erwähnt - schon meine eigenen Papiere nicht im Griff habe und damit noch nie ein ernstes Problem bekommen habe, keine Hunde habe, die irgendwas außer Impfausweisen hätten und kein Pferd besitze.

    (Nun interessiert mich darüber hinaus, ob das auch für Esel gilt. Aber ich verbringe das in den Fragen-Thread)

    Naja, der Beitrag war auch eigentlich hauptsächlich an Raphaela adressiert, da die ja beide Seiten kennt und deshalb wahrscheinlich einen guten Eindruck vermitteln kann. Es ging ja explizit um Papiere ihrer Rassen, da hätte ich gern einen genaueren Einblick gehabt.

    Weißte, es ist halt nicht so, dass ich hier sitze und mich irre gut mit Zucht auskenne oder mit Gebrauchshunden. Mit beiden sogar gar nicht. Da interessiert mich die andere Seite. Ich lerne gerne neue Perspektiven. Aber ich bleibe dabei in meinem schriftsprachlichen Duktus.

    Dass dich das derart nervt, unwirsch werden zu müssen, weil ich hier (wie immer, wie du weißt!) nicht ganz ernst schreibe und dann daraus auch noch machst, dass in meinem ersten Abschnitt (der ja offensichtlich einfach Spökes ist) viel Wahres wäre - finde ich insgesamt irgendwie schwer nachvollziehbar. Aber alles gut, von meiner Seite aus.