Beiträge von Momo und Lotte

    Und ich, warum meine Noten erst im Abi gut waren :rolling_on_the_floor_laughing:

    Handwerk ging ganz gut und absolute Talentfreiheit ließ sich endlich durch Begründung ausgleichen. Mir tut meine Lehrerin bis heute Leid. Argumentativ unterlegen nannte man das Wohl. Die Noten müssen ihr körperliche Schmerzen bereitet haben.

    Ach Quatsch. Man freut sich doch immer, wenn man eine bessere Note geben kann. Kost ja nix. Wenn jemand sich noch so eben auf eine bessere Note retten kann, dann suche ich den Punkt so lang, bis ich ihn finde. Deine Kunstlehrerin wird sich sicher abends ein Sektchen aufgemacht haben und gedacht "Ach, Vriff, wenigstens kannste schreiben."


    Nee, ehrlich. Ich finde Kunstpraxis wichtig. Ich glaube, dass man das, was man da lernt, in vielen Berufen gut brauchen kann. Aber irgendwann ist dieses Feinmotorik- räumliches Denken- usw. Ding gelutscht und weniger wichtig, als eine gewisse Bildkompetenz, mit der ja alle, die sehen können, irgendwie umgehen müssen.

    Und selbst wenn man von der Richtung der zeitgenössischen bildenden Kunst argumentiert: wer macht denn heute noch seine Arbeiten selbst? Das sind sehr wenige. Das heißt, selbst wenn du keinen Stift halten kannst, mit ner guten Galerie, guten Ideen und guter Assistenz musst du nur gut erklären und begründen können, was du willst.

    Ich kann dich also noch ganz groß rausbringen, wenn du willst.

    Wie gut du praktisch bist, wäre mir (so - aber auch als Kunstlehrerin) völlig wumpe, solang ich verstehe, was du willst. Man benotet ja in Deutsch oder Philosophie auch nicht die Schönschrift, sondern die Klarheit des Gedankens.

    Oder so.

    Keine Ahnung, vielleicht auch nicht, ich unterrichte nur Kunst.

    Vriff - bei uns gibt es kunstwissenschaftliche und kunstpraktische Klausuren im Wechsel. Das liegt vor allem auch daran, dass im Abi die Wahlmöglichkeit besteht, das eine oder das andere zu machen. Die theoretischen Abiklausuren werden zentral gestellt, die praktischen müssen wir selbst erstellen und absegnen lassen.

    In den Praxisklausuren, die im Abi gestellt werden, müssen verschiedene praktische Kompetenzen abgefragt werden, die sich auf mindestens zwei Halbjahre beziehen müssen.

    So hab ich z.B. mal eine praktische Klausur gestellt, in der Fotovorlagen abgemalt werden mussten, aber es mussten gestaltungspraktische Entscheidungen getroffen werden (Farbwahl, Farbauftrag, Duktus, Bildausschnitt, Komposition) um einen bestimmten Charakter (Phegmatiker, Sanguiniker, Melancholiker, Choleriker) zu verdeutlichen, ohne am Bildinhalt etwas ändern zu dürfen.

    In einer anderen Klausur wurden z.B. Erdnüsse zerschlagen (Aleatorik) und aus ihnen kleine Modelle gebaut, die den Worten "schützend" "wachsend" o.ä. nachempfunden sein sollten (Abstraktion). Diese Modelle wurden dann zu einer allansichtigen Gesamtplastik für einen bestimmten Raum in Ton umgesetzt. Hier geht es dann um Form, Position, Betrachter*innenbezug, Oberfläche usw.

    Am Anschluss an praktische Klausuren erfolgt immer eine künstlerische Begründung, eine Prozessdokumentation und/oder kritische Selbstreflexion.

    In einer Abiklausur müsste ich jetzt eine Aufgabe finden, die z.B. diese beiden Themen umfasst. Das könnte z.B. sein, dass man das Bild einer Schweinenase kriegt und einen Text über schwarze Löcher, und diese Schweinenase für sich abstrahieren soll, diese Versatzstücke der abstrahierten Schweinenase neu arrangiert und daraus ein Bild mit pastoser Farbe umsetzen soll, dass eine bestimmte - vielleicht bedrohliche - Wirkung evoziert.


    Mehrhund

    Und weil ich finde, dass der Spielraum des wirklich fair und vergleichbar Benotbaren da schon sehr klein ist, will ich unbedingt - und das predige ich ab der 7. Klasse - dass das Format bewusst, selbst und begründet entschieden wird. Weil Komposition eben eine Sache ist, die eigentlich alle verstehen, auch wenn sie z.B. eine begrenztere Klaviatur der malerischen Möglichkeiten haben.

    :D

    Recht haste. Fand ich so in der Äquivalenz zu den Beiträgen von vorher schöner.

    Hab ich aber tatsächlich gar nicht wertend gemeint und wollte das darin ausdrücken, dass ich mich zum SUV-Fan gemacht hab.

    Hab ich unglücklich gelöst, geb ich dir Recht.

    Vielleicht ein wenig dadurch getriggert, dass ich die produce-Seite hier im Thread stärker repräsentiert sehe? Muss ich mal gründlich drüber nachdenken, was mich da bewogen hat, es genau so zu formulieren.

    Der letzte Absatz deines Beitrags allerdings bezieht sich eigentlich gar nicht auf Zuchthunde, hier wollte ich alles umfassen. Hund generell, Meerschweinchen, Jeans, Autos... Dass man immer und bei der Entscheidung kritisch hinterfragen soll, was man da gerade tut. Das tut mir ein wenig weh, dass ich das so missverständlich geschrieben habe.

    Edit: so aus dem gesamten Beitrag heraus, bin ich nun doch etwas unglücklich mit der Formulierung. Die kommt aus meinem innersten 2nd-Hand-Herzen. Ich stimm ihr also irgendwie immer noch zu, versteh aber die Kritik!

    Wortbestien gefragt.

    Ich nutze gefühlt schon immer das Wort "Richtmaß" als Form von "so ungefähr".

    So z.B. in Kunstklausuren:

    "Größenvorgabe: Richtmaß DIN A3, wobei geringfügige Anpassungen des Formats in Höhe oder Breite vorgenommen werden können, um die Gesamtwirkung der Komposition zu steigern."

    Aber ich glaube, das Wort hab ich völlig zweckentfremdet und man darf das gar nicht so verwenden, oder? Das scheint irgendwas aus dem Bauwesen zu meinen.

    Habt ihr alternative Vorschläge für mich? Oder ggf. die Absolution, das Wort zu verwenden, wie ich es immer verwende?

    Ist ja nicht so, als wären mir nicht auch schon mal schlechte Auslands-TS-Orgas aufgefallen, die selbst ihre Hunde gar nicht kennen und einfach irgendwie an irgendwen auf Grundlage von Kaffeesatzleserei vermitteln. Aber ich hab nicht das Gefühl, dass das so viele betrifft? Eine Statistik darüber wird es wohl nicht geben. Aber so wirklich wie Katalogbestellungen? Ich habe noch nie erlebt, dass gar nichts kontrolliert wird, gar keine Aufklärung betrieben wird usw.

    Irgendwie krieg ich die verschiedenen Klischeebilder des TS auch nicht überein, das eine besagt, dass niemand einen Hund kriegt, wenn nicht Eigenheim, Homeoffice und 2ha Land das irdische Dasein flankieren, das andere, dass jeder Otto einen HSH in die Wohnung gestopft kriegt, wenn man nicht schnell genug "nein" ruft.

    Beide Extreme decken sich nicht mit meinen Erfahrungen.

    Aber wenn wir mit dem Auslandstierschutz irgendwann wieder Richtung Quelle-Hunde gehen sollten, seht ihr mich auch auf den Barrikaden.

    Für die, die Quelle-Hunde nicht mehr kennen.


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    Es wurde ja nun schon mehrfach festgestellt: Arschlöcher gibt es überall. Es gibt auch unter den eher anerkannten Züchter*innen Leute, die nicht ganz helle sind. Es gab auch unter denen mal welche, die an den großen Duisburger Zoohandel Welpen verkauft haben, bis der VDH das verboten hat, wenn ich mich recht erinnere. Es gibt Vermehrer*innen, die ihre Welpen als Tierschutzwelpen verhökern. Es gibt sicher auch Tierschutzorgas, die diesen Namen nicht verdienen, da sie weder organisiert sind noch Tierschutz betreiben. Ja, alles klar, in einem kapitalistischen System gibt es immer diejenigen, denen Profitmaximierung am wichtigsten ist und in denen auch eingetragene Vereine mal ne schwarze Kasse haben.

    Die Arschlöcher kann man auch schwer wegdiskutieren. Aber es bringt ja die Grundsatzdiskussion ebensowenig weiter, die als Beispiele zu nehmen, wie die Unterstellung, dass Menschen, die eigentlich Tierhaltung generell eher kritisch sehen, jetzt allen angewiesenen Menschen ihren Assistenzlabbi aus der Hand reißen wollen würden um diesen im Bayrischen Wald auszuwildern. Wir müssen glaube ich eher von der breiten Masse ausgehen, die versucht, ihren Anteil so gut wie möglich zu machen.

    Es ist einfach so... hm, Hunde sind eine seltsame Gleichzeitigkeit von fleischfressendem, müllintensivem Luxusartikel und geliebtem Familienmitglied.

    Ich denke, dass die kritische Selbst- und Fremdbefragung, warum man einen Hund hat oder ob die Welt noch mehr Hunde braucht oder ob die Welt ein besserer Ort wird, wenn Rasse x jetzt irgendwie highendoptimiert wird oder ob das Nachbarland einen besseren Umgang mit den dortigen Hunden findet, wenn man da einen "wegholt" oder ob man nicht alle euthanasieren sollte usw. - im Prinzip macht es ja Sinn, diese Fragen für sich in kritischer Auseinandersetzung mit einem Gegenüber zu prüfen. Nicht nur bei Hunden, sondern auch bei Jeans, bei Fleisch, bei Autos....

    Brauch ich das? Welchen Einfluss hat meine Entscheidung auf wen und auf was? Brauch ich das trotzdem? Oder will ich das nur? Will ich das denn gaaaanz dringend?

    Okay, dann kauf ich mir halt trotzdem den Dodge RAM und ballere damit durch die innere Großstadt. Gibt keine zwingende Notwendigkeit, aber für mein Seelenheil ist's gut und ich möchte Dodge unterstützen.

    Ist doch ein Standing, darf man haben! Ich finde RAMs sogar wirklich sehr schön.

    Man darf dann nur nicht sagen "ey Twingo-Uschi, du bist da auf'ne Marketingstrategie reingefallen und findest dich jetzt wohl besonders nachhaltig oder was. Schon mal was von Fahrradfahren gehört? Ganz oder gar nicht!" oder "Ja suuuper, Twingo-Uschi, dir ist klar, dass mit so einem Twingo niemand durch die 27 kanadischen Dirtroads kommt, an deren Ende eine Schafsherde lebt?! Und die sollen jetzt alle sterben wegen dir? Ja, schönen Dank auch Greta!"

    Weil jede*r das eben selbst entscheiden muss und nur die Tragweite der eigenen Entscheidungen abwägen und verantworten kann. Zumindest für den Teil, den man selbst entscheiden darf.

    Für mich kann deshalb gleichzeitig alles stimmen: buy used not produced, wenn du (für dich) gute Gründe hast, dass es doch etwas Produziertes sein muss, dann mach's halt so. Aber denk halt vorher ein mal intensiv und kritisch drüber nach.

    Ach manno, jetzt bin ich argumentativ schlecht. Aber ich bin auch müde und mach gerade eigentlich was anderes. Und ich schick das jetzt trotzdem ab. 🥸

    Sie ist einfach ein vorsichtiger Hund. Und auch leicht abzulenken. Nicht besonders "triebig" auf den Dummy. Aber sonst ist sie schon etwas motivierter dabei - naja, ich probier's morgen noch mal und wenn ich merke, dass es sie nervt, üb ich lieber unter weniger Ablenkung weiter, um's uns nicht kaputt zu machen, oder?

    AAAAH! Was mir gerade auffällt: wir machen's sonst nie an der Flexi, das könnte ja auch noch mal irritierend für sie gewesen sein, oder?

    Und ja, der Schnee hat uns letzten Winter einen Felldummy gekostet (den wir aber im Frühjahr wiedergefunden haben! 😅 Jetzt mach ich's im Schnee nicht mehr)

    Das sieht aus wie so ein,, Joa, wenns sein muss, mach ichs halt. "


    Ich glaube sie war da einfach nicht ganz in Stimmung. Sei es weil mal nicht so Bock drauf, oder sie eigentlich lieber etwas Anderes getan hätte. Oder weil sie Wartezeit so lang war dass sie kein Bock mehr hatte.


    Insgesamt ists vom Schwierigkeitsgrad absolut machbar, dadurch dass es allerdings ein Futterbeutel ist ( groß und intensiv nach Fressbarem duftend) kann es sein, dass es zu einfach war.

    Ja, so seh ich das auch. Sie hat nicht wirklich Bock.

    War auch echt Ekelwetter.

    Aber sie musste nicht 45 Minuten da warten, ne? Ich bin da vorher mit Elsa vorbei, hab das Ding da abgelegt und bin später mit Alma "zufällig" vorbeispaziert, die hatte also gar keine Wartezeit.

    Futter ist übrigens noch nie in dem Dummy gewesen. Der alte wurde leider geschreddert, weil da Futter drin war, inzwischen sehe ich davon ab, den zu befüllen. Futter gibt's dann bei mir. Macht das einen Unterschied für die Motivation, meinste?