Deine Trainerin hat den Hund gesehen - und ich nicht, deshalb nimm das nicht für bare Münze. Aber ich hatte nun schon einige Pflegehunde aus dem Ausland hier. Die entdecken ihr Reich Stück für Stück. Bei manchen geht es ganz schnell, manche brauchen lange. Ich würde den Konflikt ähnlich einschätzen wie du. Mal ein paar Breckis verteilen: kann man ggf. machen. Hauptfutter an Orten geben, an denen sie sich nicht sicher fühlt: würde ich nicht machen.
Aber ich würde mich langsam vorarbeiten und erst mal darauf vertrauen, dass sie es auch allein schafft.
Ist der Bodenbelag überall der gleiche?
Wenn sie gerade nur bis zum Hof geht, ist das doch okay. Schritt für Schritt raus in die Welt. Je nachdem, wie lange sie größerem Stress ausgesetzt war, braucht es einfach, bis sie wirklich aufnahmefähig ist. Das ist total normal. Meine Auslandspflegis haben mal am ersten Tag mit mir ne Runde gedreht, kamen aber auch im Shelter ganz okay klar und manche haben drei Monate gebraucht, bis wir die Standardroute gehen konnten, das waren hier tatsächlich auch die, die schon auf den Videos aus dem Shelter völlig runter mit den Nerven waren.
Zur Stubenreinheit - das Problem hatte ich komischerweise noch nie. Es ging immer nur in den ersten 2 Tagen mal was daneben. Wir sind auch nicht alle zwei Stunden raus oder so. Also entweder Taktung kürzen und noch häufiger raus oder/und mal Urin mit so einem Teststreifen checken. Im Schlaf verliert sie aber keinen Urin, oder? Das passiert schon gesteuert?
Mit Abbruch arbeite ich bei meinen Hunden erst, wenn die angekommen sind und Vertrauen gefasst haben. Das ist vielleicht nicht für alle richtig, bei mir gibt's aber anfangs keinen Ärger für Peanuts.
Ich würde wahrscheinlich auch auf dem Sofa schlafen (wobei ich das bisher immer nur für 3 Tage gemacht habe) oder das Sofa mit irgendwas vollstellen für die Nacht wenn du ins Hochbett gehst.
Zeigt sie schon an, wenn sie mal raus will? Also irgendwann zwischendurch, tagsüber?