Beiträge von Momo und Lotte

    Vllt ist Bolle so ein bisschen die Sicherheit von beiden?

    Der Ruhepol, splitter etc...

    Oder bist du vllt auch etwas nervös und anders so dass sich das auf die Mädels überträgt?

    Ruhepol vielleicht schon. Er mischt sich nicht groß ein, wenn die Mädels interagieren - die geben auch nicht so viel auf seine Meinung (z.B. wenn er glaubhaft verkörpert, dass Eichhörnchen langweilig sind oder Geräusche im Treppenhaus nichts zu bedeuten haben) aber er bringt schon unterschwellig irgendwie Ruhe rein. Er war halt der Erste hier und hat auch bestimmte Ecken, die nur er nutzt, die er nie vor den Mädels verteidigen musste - ein natürliches Hoheitsgebiet.

    Ich bin tatsächlich gar nicht so nervös gewesen. Klar, ich komm hektischer von der Arbeit. Aber ich glaub nicht so richtig, dass es von mir ausgestrahlt wird. Es erscheint mir eher, als würden die nicht einordnen können, ob jetzt alles anders ist oder als ob die Strukturen bröckeln würden. Aber es kommt mir gleichzeitig so übertrieben vor... weil die ja sonst auch nicht ständig in Interaktion sind. Ich bin da echt ratlos.

    Oje. Sind sie nie irgendwie getrennt gewesen?

    Die kennen sich ja noch nicht ewig.

    Alma und Bolle kennen sich 16 Monate, Elsa ist nun seit 13 Monaten dabei. Es war nicht ganz easy, Elsa zu integrieren, die hat schon sehr deutliche Ansagen gemacht.

    Wirklich getrennt waren die seit dem nie, mal für eine mehrstündige Wanderung, längere Tierarztbesuche, ein Mal für eine Nacht. Die gehen eigentlich häufig Einzelrunden. Aber so lange waren sie noch nicht getrennt.

    Man hat hier eigentlich nicht das Gefühl, dass die besonders aneinander hängen würden, Bolle ist eigentlich eh viel außen vor. Die graue Eminenz, vom Charakter her wie Hodor von GoT. Also nicht unbedingt eine Respektsperson, aber er ist halt da und man kann auch mal Kontaktliegen.

    Hej... irgendwie hab ich das Gefühl, gerade gar nicht posten zu dürfen weil ich noch ganz viele Sachen nachlesen muss, die sich hier ereignet haben, während ich mal eine Woche Pause machen musste. Aber vielleicht wird die Anwesenheit ja nicht kontrolliert und ich darf trotzdem eine Frage stellen.

    Hier hängen gerade alle ziemlich in den Seilen. Mein Freund ist mit Bolle nach Usedom gefahren, die Mädels sind bei mir geblieben. Ich hatte mir im Vorfeld Sorgen gemacht, dass die lange Fahrt für Bolle zu stressig würde, allerdings kaum darüber nachgedacht, was das mit den Mädels machen würde.

    Elsa mag kaum noch spazieren gehen, hat ständig Angst vor Sachen, die sie sonst unproblematisch findet. Bleibt auf Spaziergängen mitten auf der Straße stehen und will nicht weiter.

    Sie ist sowieso eine schlechte Fresserin, gerade verweigert sie aber noch viel mehr.

    Sie lässt sich zwar von mir den Bauch streicheln, sobald Alma aber ins selbe Zimmer kommt, droht sie sehr sehr deutlich.

    Zwischen den Hündinnen gibt es gerade täglich ein, zwei Situationen, die kippen könnten und in denen ich eingreife, da ist mehr Vehemenz dahinter.

    Alma scheint viel eifersüchtiger, drängt sich immer dazwischen, sogar beim Anziehen des Geschirrs.

    Beide sind anhänglicher und verbringen den ganzen Tag immer in dem Raum, in dem ich bin (außer Badezimmer)

    Alma ist bei den Spaziergängen gestresster, was aber auch an den ständigen Stopps durch Elsa liegt.

    Einzeln rausgehen funktioniert gerade gar nicht, beide wollen nicht mehr allein in der Wohnung zurückbleiben (unser Signal "nur Elsa/..." wird nicht wie bisher akzeptiert, sondern protestiert)

    Alma vokalisiert viel mehr, insbesondere, wenn ich von der Arbeit komme, was sie sonst in der Situation nicht macht.

    Beide hatten kurz Dünnsch - vielleicht Stressdünnsch?

    Elsa versucht, Futter zu vergraben, was sie sonst noch nie gemacht hat. Läuft verwirrt bis verzwisfelt mit Kauartikeln umher und findet kein gutes Versteck.

    Kurz - es ist schlimm.

    Kann das alles davon kommen, dass die Jungs weg sind?

    Und - es waren ja nur 6 Tage - erkennen die Bolle sofort wieder? Sehe ich es richtig, dass das vielleicht auch eher noch mal schwieriger werden könnte, wenn er wieder da ist?

    Lieber alle draußen treffen, eine kleine Runde gehen und dann gemeinsam rein? Oder will Elsa ihn dann vermöbeln weil er schon "Fremdhund" ist?

    Mein Herz ist wie Kochbeutelreis gerade. Das ist alles gar nicht schön hier.

    Vor allem treiben sich die Abhängigen und die Co Abhängigen gegenseitig an.

    Das was sie Person da treibt ist selbstverletzendes, dysfunktionales süchtiges Verhalten.

    Wie ein Junky, der seinen Stoff braucht, ist hier Fressen die Droge.

    Ich würde die Beziehung unter diesen Umständen abbrechen.

    Das klingt sehr hart, aber ich kann das nur unterstützen. Aus eigener Erfahrung muss ich sagen ist dieser Weg oft der Einzige um sich wirklich selbst zu schützen.

    Natürlich stellen sich alle unter der beschriebenen Situation etwas anderes vor, ich muss sagen, dass ich hier gar kein Bedürfnis verspüre, mich explizit durch Kontaktabbruch abzugrenzen. Wir kennen uns sehr, sehr lange, wir sind sehr vertraut miteinander und ich hab nicht das Gefühl, mich schützen zu müssen. Ich will lieber da sein, wenn die Hütte brennt. Sie ist offen mit dem Thema wenn man sie anspricht, macht es aber selten zum Gesprächsinhalt. Und sie ist halt schon sehr zurückgezogen, da sie es kaum noch schafft, das Haus zu verlassen. Da will ich zumindest in der Ferne da sein.

    Sie ist halt krank. Nicht bösartig oder vereinnahmend. Vereinnahmende Menschen kann ich gar nicht ertragen. Aber so ist sie gar nicht.

    Auch das mit dem Foto war hier falsch rübergekommen, das hatte sich so ergeben, ich hatte sie gefragt, was "das da" ist, als sie in ihrer Handyfotos rumblätterte.

    ich glaube nicht, dass alle Süchtigen (ich kenn da auch diverse Menschen mit Zwangshandlungen und Essstörungen kommen mir da irgendwie sehr verwandt vor, viel mehr als Süchtige in anderen Bereichen) zwangsläufig schädlichen Einfluss auf ihre Lieben nehmen. Zumindest nicht aktiv. Und das ist für mich irgendwie ein relevanter Punkt, mich da nicht zurückzuziehen.

    Ich wüsst halt nur gern, einfach um mich wappnen zu können, ob sie irgendwann tot vor der Toilette liegen wird. Natürlich kann mir das niemand vorher sagen. Es beschäftigt mich aber.

    Ohje. Also, Charly würd ich so lassen, das sieht lustig aus. Bei Textilien meine ich mal Zahnpasta bei Tinte gehört zu haben - aber ob das in diesen Gelrollern Tinte ist, weiß ich gar nicht.

    Zahnpasta würde ich nur an Textilien anwenden, die in die Waschmaschine können.

    Ohne vollständigen Waschgang können Zahnpastaflecken seeeehr hartnäckig sein. |)

    Jetzt, wo du's so sagst, erinnere ich mich da an viele unschöne Tage, nachdem ich mich bereits morgens beim Zähneputzen angesabbert hatte. Die sind wirklich hartnäckig.

    Ich nehme das zurück.

    Bitte applizieren Sie keine Zahnpasta auf ihre Sitzmöbel! Dies ist keine Übung!

    Jean Pütz

    JEAN PÜTZ! Wie lang hab ich denn an den schon nicht mehr gedacht? Der hat mein Leben nachhaltig geprägt! Jean Pütz... krass, wie konnte ich den vergessen?

    Ich erinnere mich daran, wie ich als Jugendliche mal in Köln war und ihn gesehen habe, ihn überhaupt nicht einordnen konnte und mir letztlich komplett sicher war, dass der Lehrer an meiner Grundschule gewesen sein muss. Höflich wie ich bin, habe ich also gegrüßt und gesagt "Ich kenne Sie doch! Guten Tag!", er legte nur den Finger über die Lippen und sagte "psssst!" - das hat mich nachhaltig verwirrt darüber, dass mein vermeintlicher Grundschullehrer mich so brüsk abwies.

    Ohje. Also, Charly würd ich so lassen, das sieht lustig aus. Bei Textilien meine ich mal Zahnpasta bei Tinte gehört zu haben - aber ob das in diesen Gelrollern Tinte ist, weiß ich gar nicht.

    Ich würd vermutlich erst mal einfach mit Spüli und Bürste schrubben.

    Oder könnte Tintenkiller gehen?