Das ist OT - aber bei Beaglen wurde das auch schon gezielt gemacht:
[...] Die Wissenschaftler benutzten ein erst vor wenigen Jahren entwickeltes Verfahren, um das sogenannte Mstn-Gen im Erbgut der Versuchstiere zu löschen. Die Methode wird als Crispr/Cas bezeichnet, sie gilt als vergleichsweise einfach und sehr präzise. Auch die Erbanlagen von Pflanzen und menschlichen Embryonen lassen sich damit bearbeiten.
[...]
Das ausgeschaltete Gen enthielt den molekularen Bauplan für ein Protein namens Myostatin. Es kontrolliert die Entwicklung der Muskeln. Verliert das Protein durch eine Mutation seine Funktion, wachsen dem betroffenen Tier riesige Muskelberge. Bei der Rinderrasse Belgian Blue ist dies durch eine natürliche Mutation passiert. Die Tiere können sich in ihren gewaltigen Muskelpaketen kaum bewegen. Auch bei Mäusen, Schafen und Hunden der britischen Rennhundrasse Whippet sind solche Myostatin-Mutationen bekannt. Unter den erfolgreichen Turnierhunden sind viele Tiere mit einer veränderten Kopie des Mstn-Gens. Sie sind kräftiger als normale Hunde dieser Rasse. Liegen jedoch zwei funktionslose Gene vor, schwellen die Muskeln der Hunde so stark an, dass sie der Konkurrenz nicht mehr davonlaufen können.
In der aktuellen Ausgabe des Fachblatts Journal of Molecular Cell Biology beschreiben Lai und seine Kollegen, wie sie 65 Beagle-Embryonen mit dem Crispr/Cas-Verfahren behandelt haben. Davon kamen 27 als Welpen lebend zur Welt, aber nur zwei - das Weibchen Tiangou und das Männchen Hercules - trugen die gewollte Veränderung in beiden Kopien des Myostatin-Gens. Bei Hercules allerdings produzieren einige Zellen noch immer die Muskelwachstumsbremse, weshalb der Effekt bei ihm nicht so stark ausfiel wie bei Tiangou.
Kennt sich jemand von euch damit aus? Also, wenn ich ein Individuum mit Crispr modifiziere (das geht ja auch bei bereits Jahre alten Lebewesen) - wird diese "nachträgliche Mutation" dann vererbt? Ja, oder?