Beiträge von Momo und Lotte

    Hier gibt's derzeit Ups und Downs. Ich hab letzte Woche zum ersten Mal seit Monaten die 20m Schlepp nahezu durchgehend schleppen lassen. Wir (nur Alma und ich) waren im Wald, in dem eigentlich relativ viel los ist. Und Alma war ein Träumchen, hört auf jedes "raus da" oder "weiter" wie eine Musterschülerin. Läuft mal 50 Meter vor, guckt immer wieder nach mir, pendelt wunderschön hin und her und auch jedes "warte" wurde auf jede Distanz supergut ausgeführt. Ich war so richtig stolz und hab richtig riechen können, dass wir doch irgendwann den Schritt in den Freilauf packen.

    Heute, andere Strecke, Freund, Elsa und Bolle auch dabei. Auch da konnte ich stressfrei ab und an die Leine schleppen lassen aber die Stimmung war schon ganz schön anders. Rückruf war zwar super, warten hat geklappt, auch Abbruch und "raus da" gingen ganz gut - pendeln war aber nicht so mega, der Kopf war auf jeden Fall nicht so schön bei mir (also über Kommando kam ich ran, aber von ihr aus war viel weniger das Bedürfnis nach Interaktion).

    Und dann kam ein Streckenabschnitt, da ist der Weg so eine Senke, ca 1,40 bis 1,80 in den Wald gefräst. Und da war wasauchimmerfürgetier, Alma ging ziemlich ab und sprintete in Rage den steilen Hang hoch, auf mein "raus da" sprang sie wieder auf den eingesunkenen Weg um dann - wie ein Skateboarder - auf der anderen Seite der Pipeline wieder hochzuwetzen. Das passierte so vielleicht 3, 4 mal binnen kürzester Zeit, ich blieb im Schlamm stecken und strauchelte, musste mich erst mal sortieren und da nimmt sie wieder Anlauf, springt die Wand hoch, rutscht ab und knallt volles Mett auf dem Rücken.

    Scheiße war das. Hat auch ein wenig gedauert, bis sie wieder aus ihrem Tunnel rauskam.

    Nun frag ich mich natürlich, ob da das Wild näher war oder anderes Wild war oder ob sie einfach enthemmter war, weil wir nicht alleine unterwegs waren... ich weiß es nicht.

    Allen in allem gewinne ich trotzdem langsam mein Vertrauen in Alma und sie wird auch wirklich viel zuverlässiger.

    Wegen der Dackelgeschichte:

    Könnt ihr euch das erklären?

    Ich kann mir das gar nicht vorstellen, dass einer von meinen Hunden während einer Ohnmacht mein Gesicht zerbeißt. Mich anstubsen, auch mit Pfoten, vielleicht aus an den Klamotten ziehen, das würde Elsa vielleicht tun. Aber das Verhalten kommt mir so ganz und gar abwegig vor.

    Wie stellt ihr euch vor, dass es dazu gekommen ist? Was für ein Verhalten könnte dahinterstecken?

    Zitat

    Wir erwarten Welpen in wolfsfarben die um die 45 cm groß werden und um die 12 bis 15 kg bekommen. Sie werden alle die Farbe der Mutter bekommen und wie kleine Wölfe bzw Goldschakale aussehen.

    Krass, die können die Zukunft vorhersagen. Mein Vertrauen in deren genetische Kompetenzen ist gren-zen-los. Es wird sicher alles ganz genau so kommen. Ich hätte mir eigentlich gewünscht, dass eine kleine Zeichnung angefertigt worden wäre. Kann die mal jemand anschreiben und darum bitten, dass die nachgereicht wird? Wenn sie schon sagen können, wie viele Rüden und wie viele Hündinnen es werden - ich gehe davon aus, dass die das können, wegen meines grenzenlosen Vertrauens in die Planungskompetenz dieser Zucht - wäre eine Zeichnung von jedem Individuum besonders reizvoll, an der man auch die zukünftigen Hobbys der kleinen Goldschakalracker ablesen kann.

    oh Gott, das ist das abstoßendste was ich bisher im Bereich der Hundezucht gesehen habe. Ich mein, da ist ja alles schlimm, was nur schlimm sein kann. Der Penis der Rüden schleift ja über den Boden. Wie kaputt muss man denn sein, um dieses Aussehen, das so gar nicht, so in gar keiner Hinsicht, der Lebenstauglichkeit und den Bedürfnissen dieser Art entspricht, zu evozieren?

    Und kriegen die Anabolika oder was? Oder ist dieses überschießende Muskelwachstum auch genetisch?

    Ich könnt schreien, echt. Wer denkt sich solche Scheiße aus? Fehlt da jedes Einfühlungsvermögen? Ich bin echt fassungslos.

    Ganz klar, immer noch:

    Aldi (Platz 1 - 3)

    Vantastic Foods (Platz 4)

    SoFish(Platz 7 wenn man eigentlich nicht geile Vishstäbchen will)

    weit abgeschlagen Iglu ( Platz 18, die sind einfach voll und ganz raus. Da sind die Spinatstäbchen von Iglu noch näher am Gefühl von Fischstäbchen (weil es zu denen ja immer Spinat gab) als die Fischstäbchen)

    ich habe heute festgestellt, dass der innige und utopische Wunsch "ein Mal einen ganzen Tag ganz allein im abgeschlossenen Hundefreilaufgebiet eingeschlossen sein und alles machen können, was man will ohne aufpassen zu müssen" einfach nur die konsumkritischere Variante des Kindheitswunsches "ein Mal ganz allein in einem Einkaufszentrum sein" ist.

    So is das, wenn man erwachsen wird, oder? Früher waren die Wünsche für einen selbst (duschen im Schokofondue, alle Klamotten einfach da anprobieren, wo man gerade steht, vielleicht ein minibisschen Vandalismus, Hintergrundmusik irgendeiner Riotgrrl/Grunge-Band) heute wurden die komplett überschrieben vom treusorgenden Wunsch nach zeitweiser völliger Anarchie für die Hunde (Hintergrundmusik aus Gründen der Askese abgeschafft).

    Wann ist jemand eigentlich zu alt für einen Hund? Woran merkt man das?

    Um ihn alleine und ohne Hilfe versorgen zu können?

    Das hängt ja von so vielen Sachen hab.

    Wie fit ist man, wie stark ist der Hund, wie gut ist er erzogen, wie alt ist der Hund...

    Meine Mutter ist 66, also noch nicht alt, die läuft Marathon und ist eh unkaputtbar. Aber die würde sich wahrscheinlich keinen Welpen holen, sondern eher etwas im mittleren Alter, was mit ihr joggen geht. Also, gehen würde wohl auch ein Welpe, aber sie sagte letztens zu mir, dass sie (weil unsere Hunde die Angewohnheit haben, ziemlich alt zu werden) sich jetzt bereits nicht mehr vorstellen könnte, sich für die nächsten 16 Jahre zu verpflichten. Das kann ich nachvollziehen.

    Passieren kann auch jungen Menschen was, was dazu führt, dass man Hilfe braucht.

    Ich finde das uneindeutig. Man muss halt auch einfach wissen, wer zur Not hilft und darum auch bitten können...

    13.1. Wohin möchtest du als nächstes reisen?

    Eigentlich egal, ich würde gerne weit gucken können und trotzdem niemanden sehen und die Hunde dabei haben.

    14.01. Bist du eher Anführer oder Mitläufer?

    Ich hab auf jeden Fall ein eindeutiges Problem damit, Kontrolle abzugeben und ordne mich ganz schwer in Systeme ein oder Regeln oder Menschen unter, von deren Sinnigkeit oder Kompetenz ich nicht überzeugt bin. Kann ich einfach konstruktiver Sand im Getriebe sein?

    Krieg ich gerade vielleicht in einen falschen Hals oder so, liest sich gerade für mich irgendwie abwertend, weiß nicht, ob du das so gemeint hast und versuche, das nicht als Schlipstritt zu nehmen. ;)

    "kaputt" finde ich als Wort einfach schwierig und das trifft es für mich auch nicht so recht, sondern eher "nicht einschätzen können, was gut tut."

    Wie Hunde, die beim Hetzen durch den Stacheldraht brettern, Junghunde, die kein Ende beim Spielen finden, ältere Hunde, die mehr machen, als ihrer Arthrose gut tut, alle Hunde, die gerne jeden Scheiß fressen, Hunde, die alles belauern müssen, Hunde, die jedes Geräusch draußen melden und deshalb nicht zur Ruhe kommen, die bis zum Exzess buddeln, die an ihren Verletzungen herumlecken, bis sie sich auf jeden Fall entzünden... die sind in meinen Augen nicht "kaputt", die haben einfach keine (vernünftige) Idee davon, was ihnen gut tut. Die können ihre Impulse halt nicht gut kontrollieren. Das ist nicht toll, aber 'kaputt' ist es in meiner Empfindung auch nicht.

    ... Allergien und Hot Spots finde ich auch nicht so neu, gab's beides zumindest auch vor 15, 20 Jahren schon. Aber klar, das wird sicher nicht besser.

    Viel weiter zurück reicht aber meine Erinnerung auch leider nicht, vorher war Hundehaltung bei mir irgendwie zu wenig bewusst besteuert. Ich muss mir selbst zumindest eingestehen, dass ich vor 15 Jahren noch nicht gut einschätzen konnte, wann Hunde zu gestresst sind und sich durch ihr Verhalten selbst schaden, weshalb ich sie dann da rausholen muss.

    Also, Bolle ist in der Hinsicht sicher nicht derjenige, der ein gesundes Verhältnis zu Futter hat (ganz das Frauchen). Der würde fressen, bis er platzt und kauen, bis der Kiefer wackelt (wenn es was Fressbares ist, bei Klauen und Horn ist das absolut moderat). aber :no: muss nicht sein, dass er sich da in einen Rausch knappert. Maßvoll zu sein ist nicht seins, also muss ich sein Maß halten.

    Bei ihm ist das vermutlich nicht genetisch bedingt (weiß man aber nicht und damit kenn ich mich auch nicht aus) sondern eher durch Vorerfahrung und ungünstiges Lernen, ggf. im Shelter oder davor, das kann ich nicht einschätzen. Ich komm auch nicht so recht dagegen an, eigentlich sogar gar nicht.

    Deshalb gibt es hier normalerweise nur diese kleinen Ochsenziemerstücker oder kleine Kauröllchen aus Rinderhaut. In der Bestellung lag ich halt in der Einschätzung der Größe komplett daneben und jetzt hab ich hier diese riesigen, harten Knochen aus Rinderhaut mit Pansenfüllung. :muede:

    Kausachen tauschen ist zum Glück hier gar kein Stress, ich hab ja immer was Geileres in petto als diese riesigen Kauknochen. Da geben alle völlig freiwillig ab und finden, sie haben nen richtig guten Deal gemacht.

    Also, mehr Stress bedeutet das jedenfalls nicht, es ist echt easy, die kommen alle angelaufen, wenn ich an der Knabber-Schrank gehe und droppen ihre Knochen.

    Ich hab mich/euch halt nur fragen wollen, ab welcher Zeitspanne ihr die Grenze ziehen würdet, interessehalber, weil ich mich frage, ob ich mit ca 30 Minuten schon den Kauapparat überstrapaziere.

    Natürlich hilft es mir auch weiter zu hören, wann Hunde, die keine Futterholiker sind, von allein das Kauen abbrechen aber hatte ich so nicht im Kopf gehabt. Ich bin da selbst kein idealer Maßstab, weil: gib mir eine Tüte Chips, es wird sie danach nicht mehr geben, ich mach die wider besseren Wissens platt. Bei gutem Wein kann mir das auch passieren. Und erst Recht bei Pizza.
    Vielleicht könnte jemand mal bei mir zwischendurch einen Tauschhandel vorschlagen. Wobei, mich würde das wahrscheinlich wirklich stressen. Ich würde ggf. auch abschnappen.