Beiträge von Momo und Lotte

    Wenn es unter 150€ kostet dann fällt es normalerweise unter Kleinstreperaturen die du selbst tragen musst.

    Bist du erst frisch eingezogen? Wenn ja würde ich noch auf die Beseitigung des Mangels bestehen.

    Nee, ich wohne seit über zehn Jahren hier.

    Ich hab die Wohnung, die damals unbewohnbar war, komplett hergerichtet. Jemand hatte viele Jahre zuvor verschiedene Teppichböden mit Teppichkleber auf Linoleum festgeklebt, das seinerseits mit Estrich auf dem Dielenboden verklebt war und so Scherze. 7 Schichten Tapeten, davon die unterste in einer unheiligen Allianz mit dem Putz. Es gab keine Toilette und keinen Bodenbelag im Badezimmer. Alle Leitungen mussten geprüft und erneuert werden. Überall waren Paneelen vor den Wänden und hinter denen Schimmel und Stockflecken. Es war echt viel zu tun.

    Die damaligen Besitzer haben mir dafür 3 Monate mietfrei gegeben, was eigentlich ein schlechter Witz war, aber ich wollte die Wohnung halt haben und hab viel Zeit und Arbeit investiert.

    Inzwischen hat das Haus vier Eigentümerwechsel hinter sich. Und die letzte Firma, die das Haus übernommen hat, ist wirklich ein Imperium, nennen wir sie Moloch Holding. Nie ist jemand zu erreichen. Die haben so Callcenter-Menschen, die null Bezug zu den Objekten haben. Oder zum Handwerk. Oder die Akten einsehen könnten. Die tippen nur Informationen ein, die niemals irgendwo ankommen.

    Unsere Haustür war defekt und stand durchgehend offen. Die Reparatur hat 4 Monate gedauert. 4 Monate für das Austauschen eines Schlosses. Ein Akt von 5 Minuten.

    Meine Wohnungstür ließ sich gleichzeitig auch nicht abschließen, da gehen wir jetzt in den 6. Monat, in denen von denen nichts kommt. Ist inzwischen auch egal, ich hab's halt selbst repariert. Wir haben einen Riss in der Decke, drumherum sind Wasserflecken. Ziemlich sicher hat die Wohnung über uns einen Wasserschaden, ist bekannt, passiert aber nichts. Seit nun auch 5 Monaten. Irgendwann wird's einfach in mein Bett tropfen, glaub ich. Oder die Nachbarin liegt dann bei mir.

    Es gibt etliche Mängel mehr. Die machen halt exakt nichts, außer: Miete erhöhen und wenn man nicht sofort zustimmt, mit Gericht drohen.

    Ich hab keinen Bock, hier was zu investieren. Ich würd's sofort machen, ich bin handwerklich ganz okay, ich wohne hier und ich bin total engagiert, wenn alle ihren Teil machen. Aber ich hab einfach keine Lust mehr, in diese Wohnung zu investieren, wenn die das Haus einfach total verkommen lassen, alle rausekeln (um es dann irgendwann wahrscheinlich zu "luxussanieren" und teurer zu vermieten).

    Und irgendwie hab ich auch Bock, die jetzt mit tausend Schädensanzeigen zu nerven. Grrr.

    Sagt mal, neue Armaturen, geht das auf meinen Nacken oder auf den der unpersönlichen, riesigen, mietpreiserhöhenden, nie was am Haus machenden, mit Nebenkosten bescheißenden Vermietungsfirma, die unser schmuckes Haus seit einigen Jahren ihr Eigen nennt?

    (also beim Duschen kommt kaum Wasser aus dem Duschkopf, weil es lieber zu 50% aus dem Hahn laufen möchte, außerdem spritzt Wasser an der Seite der Armatur raus und so Scherze. Geht nicht um Schönheitsmakel.)

    ich kenne niemanden, der vegan lebt, der auf Hefe verzichtet. Allerdings kenn ich ganz viele Neuveganer*innen oder Neuvegane-Angehörige, die gerne fragen, ob Hefe vegan ist.

    Woher das kommt, weiß ich nicht.

    Ich glaub nicht mal, dass das was mit der Tier, Pilz, Pflanzen-Unterscheidung zu tun hat, sondern eher, dass scheinbar einige nicht zuordnen können, was Hefe ist und dass sie denken, dass es tierischen Ursprung ist? Anders kann ich mir das nicht erklären.

    "Aber ich hab was Gutes für sie! Was ganz Gutes!" war mein bemerkenswerter Satz heute.

    Ich gehe mit Elsa um den Block. Elsa sucht sich eine von der Standardroute abweichende aus, denn man ist heute tollkühn. Nach ca 10 Minuten realisiert Elsa, dass wir hier noch nie waren (stimmt nicht) wir uns verlaufen werden (nein) und alles wahnsinnig gefährlich ist (nope) und wir nur überleben, wenn wir erst mal mitten auf dem Bürgersteig zu Salzsäulen erstarren (okay, da mach ich mit.)

    Mein Plan: erst mal Snacks. Gebratenes Rind für das Angstkipferl, um zu gucken, ob sie noch dafür empfänglich ist. Ist sie nicht.

    Würstchen?

    Nein.

    Kullernde Würstchen?

    Alterneinmann!

    Zu meiner mäßigen Erheiterung kommt nun auf der anderen Straßenseite der etwas verwirrte, verhaltensoriginelle, stark vokalisierende Mann, der hier immer so herumläuft und meistens unflätige Begriffe schreit. Oder Dinge wie "Ich bin kein Nazi und nicht schwul!" über die ganze Straße brüllt, zu mir aber immer sehr freundlich ist und manchmal mitten im Brüllen stoppt, um die Hunde vollzuquatschen.

    Die Hunde finden den Mann zu uneindeutig, um ihn einordnen zu können und gehen eher auf Abstand.

    Heute sieht er Elsa und die Tirade beginnt in voller Stimmwucht:

    "jaNEINjaNEIN - DA STEHTSE JA. Wie se steht! Am gucken! Ein MÄNTELCHEN! EIN MÄNTELCHEN! SIE HAT EIN MÄNTELCHEN AN! DAAA stehtse ja! Und nimmt das nicht! UND AM GUCKEN!" usw. - wirklich sehr, sehr laut.

    Elsa guckt und sieht ihr letztes Stündlein kommen.

    Ich gebe den Plan auf, die Runde fortzusetzen und sage zu ihr "Komm, wir gehen da lang zurück", denn ich habe entgegen Elsas Vorstellung die Orientierung kein bisschen verloren und weiß genau, dass wir nur 300 m von zuhause entfernt sind.

    Da springt (!) der Mann auf die Straße und ruft

    "aber ich hab was! Ich hab was für sie! Was richtig GUTES! Das kann sie nehmen!"

    "danke, ganz lieb, aber die nimmt im Moment gar nichts an."

    "Aber ich hab was Gutes für sie! Was ganz Gutes!" und präsentiert stolz strahlend:

    ein Stück morsches Holz, um das ein Stück schmutziger Stoff gewickelt war.

    Ich musste sehr lachen und hab ihm gesagt, dass er bestimmt dankbarere Abnehmer findet, "meine ist ja so schnöggelig". Da hat er sich noch mehr gefreut - auf die nächste Hundebegegnung. Bis zu der (so sie denn bald kam) lief er laut lachend und sprechend weiter.

    @tannoz weil OT
    Zitat

    Puh das Cover spricht mich gar nicht an und bei der kurzen Zusammenfassung frage ich mich, was ein 4jähriges Kind damit anfangen soll?

    Die Bücher sind wirklich supersüß. Sehr schön illustriert und in der Geschichte total kindgerecht. Es geht in denen, die ich gelesen habe immer darum, dass jemand einfach etwas ganz Tolles geschafft hat, auch wenn die Umstände mal mehr mal weniger schwer waren. Damit können Kinder mit vier Jahren schon was anfangen. Oder zumindest nicht weniger, als mit "oh wie schön ist Panama" und so. Ist wirklich sehr liebevoll gemacht und die porträtierten Leute ganz toll ausgewählt.
    Wobei mir ein paar noch fehlen.

    Foucault wäre bestimmt toll.

    Hey Momo und Lotte , wie ging es denn weiter, wenn ich fragen darf? Habt ihr noch was rausgefunden? Gehts Alma wieder gut?

    Wie lieb, dass du nachfragst. Ich hatte ja auch eigentlich gesagt, dass ich weiter berichte und mich der Verantwortung entzogen, dafür schick ich mir direkt mal selbst eine Rüge!

    Während der Antibiotikagabe und dem Kortison war nahezu sofort alles super. Ich habe das Kortison dann sehr langsam ausgeschlichen (sie war ja sehr hoch dosiert am Anfang, bei 15 mg. Es hat also ziemlich lange gedauert). Die Prognose der Tierärztin war, dass sich ab 5mg wahrscheinlich wieder Symptome zeigen würden. Das ist zum Glück nicht eingetreten.

    Inzwischen sind wir seit ca 3 oder 4 Wochen komplett ohne Kortison und bisher ist alles bombig.

    Klar, sobald sie sich ein Mal am Popo zwackelt werde ich direkt wieder nervös - aber sie macht es in einem normalen Ausmaß, vielleicht ein Mal pro Woche für wenige Sekunden. Kein Schlittenfahren, keine Schmerzanzeichen beim Schietern - sieht bisher alles gut aus!

    So ganz hab ich das Thema noch nicht hinter mir gelassen, diese Hiobsbotschaft "autoimmun" und "chronisch" und "vielleicht auch Allergikerin" hängen natürlich noch in meinem System.

    Ich glaube, so richtig glaube ich erst, dass alles gut ist, wenn's in den kommenden 6 Monaten nicht wieder aufflammt.

    Zu essen gibt's hier im Moment querbeet - und von allem auch irgendwie zu viel. Das liegt daran, dass Elsa so nöckelig ist und deshalb ständig Sachen von Bolle und Alma verwertet werden müssen. Sie verträgt das aber scheinbar alles, egal ob gekocht, Dose, Nass, Katzenfutter, Gemüse... Ich hoffe, es bleibt so.