Also, ich denke, dass das von so vielen Faktoren abhängt, ob ein Hund nach Deutschland kommen sollte oder nicht, dass man einfach nur hoffen kann, dass die Leute, die die spezifische Entscheidung treffen, das aus einem guten Grund und mit einem offenen Auge tun.
Ich hatte noch keinen richtigen Angsthund. Einen Unberührbaren, der aber nur geschnappt hat und nicht wirklich ernst gemacht hat und eine mit schlimmen Anpassungsschwierigkeiten bei Außenreizen, die sich bei vorbeifahrenden Autos vor Panik komplett entleert hat. Beide sind/waren nach ca einem Jahr völlig unauffällig und wirklich gut drauf. Aber für einen absoluten Extremfall fehlt mir die Erfahrung.
Dass die beiden eine Chance bekommen haben, darüber bin ich wirklich froh.
Es gibt aber auch für mich durchaus die Hunde, von denen ich denke, dass es humaner wäre, sie in einem großen Außengehege halbwegs wild leben zu lassen, mit Futter zu versorgen und die medizinische Versorgung auf das Notwendigste zu beschränken.
"Mein" Verein baut gerade ein Gehege für diejenigen, die eher keine Chance haben, die aus einem öffentlichen Shelter dahin gebracht wurden und von denen sich ziemlich deutlich abzeichnet, dass sie sich wohl eher nicht an die Anwesenheit von Menschen gewöhnen werden. Das finde ich total gut, es erspart ihnen langfristig eine Menge Stress und sie sind trotzdem weg von der Straße bzw. raus aus dem öffentlichen Shelter ohne Freigang und vernünftige Versorgung mit Futter. Aber es bleibt eben eine individuelle Entscheidung und Einschätzung der jeweiligen Vereine, von denen man nur hoffen kann, dass die die Hunde nur herholen, wenn der vermeintlich richtige Platz wirklich frei ist und wirklich genau dieses Päckchen tragen kann. Und dass der Verein eben nach Möglichkeit zu klein ist, dass er die Hunde kennt und gut einschätzen kann.