Sieht aus wie Lindengallmilbe - aber die gehen ja an Linden und nicht an Hasel...oder doch?
Beiträge von Momo und Lotte
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25.05. Wenn du morgen an einen Ort deiner Wahl reisen könntest, wohin würdest du gehen?
An diesen Ort ohne andere Hunde, andere Menschen, ohne Kaninchen, ohne Eichhörnchen, Katzen, Wildschweine und Rehe. Ca 20° und heiter bis wolkig. Aber ich weiß einfach nicht, wo der ist.
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Die heutige Erfahrung war für mich irgendwie lehrreich und ich musste sehr an die Gespräche der letzten Seiten denken, über Stadthunde und Gewöhnung.
Ich war heute mit meinen dreien am Rhein und durfte eine Reise in die Vergangenheit machen.
So wie heute war Alma früher immer im Wald:
nicht ansprechbar, immer am Ende der Leine, extrem aufgedreht, eine Konzentrationsspanne von wenigen Sekunden und nur in Erwartungshaltung. Horror. Ich hatte völlig verdrängt, wie schlimm das mal war. Inzwischen haben wir diese Probleme im Wald ja gar nicht mehr. Ich muss aufmerksam bleiben, sehr aufmerksam, aber der Hund kugelt mir nicht den Arm aus weil sie hetzen will.
Aber am Rhein gibt es eben Kaninchen und eines davon sprang uns schon ganz zu Anfang vor die Füße. Und da war sie wieder ganz meine alte Alma, ein zerrendes, japsendes Nervenbündel mit einer Kraft im Leibe, dass ich hätte heulen können.
Irgendwie hatte ich gedacht, dass wir auf das, was wir in den hiesigen Wäldern geschafft haben, zurückgreifen könnten. War leider nur zu einem minimalen Bruchteil so. Alma musste nahezu durchgehend an der 1,5m Leine bleiben und ich war mit den Nerven lange nicht mehr so fertig wie nach diesem Spaziergang. Merke: Kaninchen gehören nicht zu unseren täglichen Trainingseinheiten und Alma hat nicht gelernt, dass Hetzen generell verboten ist, solang es nicht der Dummy ist, sondern nur, dass wir Katzen und Rehe nicht jagen.
Boah, ich könnt zusammenbrechen. War das schlimm.
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Kurze Strategiefrage.
Ich war gerade mit den Hunden, zwischen zwei Autos neben dem Gehweg stand ein Mann mit einer großen Tüte. Elsa hat den kurz angebellt weil die auf Anschlag war und kurz zuvor einen Erzfeind gesehen hatte, diesen wähnte sie nun vermutlich dort. Elsa war bei meinem Freund an der Leine.
Ich hatte Alma und Bolle und war etwa 5 Meter hinter Freund und Elsa.
Alma sah den Mann mit der gruseligen Tüte dann auch und bellte ihn ebenfalls an, sehr erschrocken, Tendenz nach hinten, unsicheres Geplärre.
Ich hab mich zu Alma gewandt und "Stop!" gesagt, woraufhin sie ruhig wurde aber noch alarmiert war.
Ich hab mich dann bei dem Mann entschuldigt (zwischen ihm und den Hunden war ausreichend Platz, der fühlte sich also nicht bedroht) und gesagt, dass sie sich nur erschrocken hätten, hab Freund und Elsa weitergeschickt und bin mit Alma und Bolle an Ort und Stelle geblieben, habe Alma sitzen lassen, bis die Spannung aus der Situation war und der Mann die Straße überquert hatte.
War das gut so?
Oder hätte ich sie besser schneller aus der Situation rausgenommen?
Meine Intention war, dass sie merken soll, dass keine Gefahr droht und auch ohne Geplärre die Tüte nicht über sie herfallen wird. Und sie hat sich ja auch beruhigt.
Aber irgendwie weiß ich nicht, ob das blöd für sie war, da jetzt mit mir zu warten, obwohl ihr das Ding gruselig war.
Wie schätzt ihr das ein?
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Jetzt fühle ich mich mit meiner Frage etwas blöd, versuche es aber trotzdem mit etwas so Banalem wie Sonnenblumen.
Ich hab Sonnenblumen ausgesät. Kam nüscht. Dann hab ich welche auf der Fensterbank vorgezogen und rausgesetzt, als sie das erste richtige Blattpaar hatten, sie wurden innerhalb von zwei Tagen von den Schnecken restlos abgefressen.
Gehen Schnecken auch an noch größere Sonnenblumen? Dann würde ich die noch mal etwas älter werden lassen beim nächsten Versuch...
oder hab ich da gar keine Chance weil es einfach Lieblingsfutter ist?
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Ich empfinde eine Leine durchaus nicht als zwecklos.
Ich habe mir alle Beiträge seit meiner Schilderung des Angriffs auf das Reh gut durchgelesen und über einige gründlich nachgedacht.
Ich ziehe mir dabei die Schuhe an, die mir passen, aber ich gebe zu, es ist schwierig, von manchen pauschalen Urteilen nicht angefasst zu sein.
Ich hoffe für alle, dass ihnen etwas Derartiges nicht passiert, weil sie wirklich immer und überall umsichtig sind.
Ich persönlich werde mich dazu nicht weiter äussern, da ich denke, dass dazu alles Relevante gesagt wurde. Im Nachhinein betrachtet, würde ich diesen Beitrag nicht mehr schreiben, sondern mir gleich im RL Rat suchen.
Trotzdem Danke nochmal an alle, die Tipps und Rat geben wollten und dafür Zeit investiert haben.
Weißte, ich find's total gut, dass du davon erzählt hast, so als allgemeinen Weckruf. Gehört Traute dazu, man weiß ja, dass man hier den Hintern versohlt kriegt (wie mal irgendwer sagte "wurde eigentlich schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem.") und dann trotzdem zu berichten, damit man sich als lesende Partei selbst die Gefahren noch mal vor Augen halten kann, finde ich persönlich hilfreich. Deshalb hab ich mich mit meiner Kaninchensituation auch noch mal drangehangen.
Und wenn du für dich aus den Trainer*innenratschlägen was mitnehmen konntest, ist das doch super. Und wenn du nur die Schuhe anziehst, die dir passen, auch.
Ich dank dir, dass du berichtet hast - immer nur Erfolgsgeschichten verblenden einem auf Dauer ja auch die Sicht auf das tatsächliche Gefahrenpotenzial unserer Hunde.
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ChatSauvagee - du hast vor drei Seiten gesagt, bei euch gab es auch schon mal einen Vorfall, kann man den hier nachlesen? Hab ich den schon gelesen?
Ich finde Die Swiffer s Vergleich mit dem Netz unter dem Drahtseil bei der Schlepp gut. So benutze ich die auch. Ich hab 10m, 20m und 30m zur Auswahl und fühle mich meist mit der längsten am wohlsten. Das liegt aber auch daran, dass ich da die meiste Zeit habe, zu reagieren - ich bin manchmal für 10m echt nicht schnell genug in der Reaktion, da ist Alma schon ins Ende geknallt oder - wenn ich die Leine schleppen lasse - die Leine für mich außerhalb der Reichweite. Durch die 30m habe ich für uns einen guten Spielraum gefunden, um mit ihr das Stoppen zu üben bevor sie physisch gestoppt wird.
Alma ist mir ja auch schon ein mal ein Reh hetzen gegangen, das war genau in dem Moment, in dem ich von der Schlepp auf die kurze Leine wechseln wollte. Ist jetzt etwas mehr als ein Jahr her, schätze ich.
Auf ihrer Liste steht außerdem ein Babyeichhörnchen, dass sie im Garten meiner Mutter gepackt hat und mindestens zwei Mäuse, die sie an der kurzen Leine erwischt hat. In unserem Garten hat sie zwei Mal Katzen gejagt, allerdings ist unser Garten nicht sehr groß, deshalb kann man den Begriff hetzen dafür gar nicht so richtig verwenden.
Ich muss bei all diesen Erfahrungen sagen, dass das Eichhörnchen, die waren schon vorher sehr starke Reize, vielleicht noch mal spannender für sie geworden ist. Bei allem anderen hat der Erfolg in meinen Augen nicht für ein stärkeres Interesse gesorgt.
Nun hatten wir vor drei Tagen allerdings auch eine "hohe Wiese"n-Situation. Alma blieb brav auf dem Weg, schnüffelte am äußeren Rand der Wiese, allerdings sehr entspannt. Bis plötzlich etwas in der Wiese floh, direkt vor ihr, es gab annähernd Nasenkontakt. Es war vermutlich ein junges Kaninchen, vielleicht auch ein Hase, eine Katze würde vom Fell her auch passen, das Bewegungsmuster war aber ein anderes. Da wollte sie direkt hinterher.
Ich muss sagen dass, ich, ich stand direkt daneben, ihr im Affekt eins auf die Nase gehauen habe. Nicht feste, aber sie hat sich enorm erschrocken. Ich weiß, dass das wahrscheinlich nicht gut war und es entspricht auch nicht meiner Mentalität, ich hab einfach gar nicht darüber nachgedacht und es war einfach die direkte Reaktion in Richtung ihres Gesichts, um den Fang von dem Kaninchen wegzuhalten.

Es scheint sie zumindest nicht nachhaltig traumatisiert zu haben.
Ich habe ihr allerdings für die letzten Meter des Spaziergangs (waren aber auch nur noch 200m oder so) auch verboten, auch nur an der Wiese zu schnuppern oder in Erwartung hinzugeiern.
Echt ein Risiko diese hohen Wiesen, unabhängig von der Leinenlänge. Aber die kann zumindest, wie schon erwähnt, einen Sprint bei etwas Flüchtendem physisch stoppen und man kriegt zumindest irgendwie Zugriff, wenn der Hund in Rauschzustände gerät.
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Das Schlimmste, was man in meinen Augen tun kann, wenn man inbrünstig seine Hunde volllabert: sie als Ersatzgesprächspartner zu benutzen, um einem Menschen in Hörweite etwas mitzuteilen.
"Ja, da musst du mal gucken, ob er dich mit in den Garten nimmt, ich würd den mal anstubsen gehen"
"Neeeeeein Mausepupsbärmann, das geht zu weit, wenn du ihn ein Rabenherrchen nennst, nur weil er mal wieder vergessen hat das Wasser nachzufüllen!"
"Kommt, bleibt einfach bei mir, der hat heute mal wieder ne Kröte gefrühstückt, soll er doch alleine stinkstiefeln, wir machen uns einen schönen Ausflug!"oder das Schlimmste:
"Ja, manche überambitionierte Rennradfahrer müssen da ganz dolle mit dem Kopf schütteln und sich sehr stark ärgern wenn sie mal kurz abbremsen müssen weil sie verdammtnochmal glauben, dass die ganze Welt ihnen gehört!"
"Ja, Spatzimausi, da sieht man's mal wieder - manche Leute können einfach ihre Hunde gar nicht einschätzen und müssen dann ganz viel mit den Hunden und mit den anderen Menschen meckern, weil sie sich ihren eigenen Fehler nicht eingestehen können."
Ein hervorragend schäbiges Ventil für passiv-aggressives Verhalten.
WI DER LICH.
Ich mach's ständig.
(Meinen Hunden macht's übrigens nichts aus. Die gucken immer recht freundlich-erfreut, solang ich lieblich säusle.)
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Karpatenköter - du Herzblatt.
Ich überkompensiere ja die tatsächlichen Ängste ganz doll mit "ich muss supergut vorbereitet sein und niemand soll mit mir meckern weil ich Socken trage oder die falschen Snacks dabei habe" - richtig schlimm. Mache ich immer. Exitstrategien: Sachen vorbereiten, die irrelevant sind und extreeeem socializen und ganz viele Witze machen. Das ist mir so unangenehm - ich würd so gern mal den Leuten, die was damit zu tun haben, einfach sagen "Sorry, ich hab einfach echt angst." stattdessen fange ich an, mit der MFA die Tücken ihres Telefonsystems zu bewältigen, halte allen die Türen auf, verteile Komplimente und mache durchgehend Witze.
Ich glaub, ich bin ein Labrador.
Hoffentlich geben die mir irgendwelche Benzos 🙈
Ich glaube, um 12:30 gehts auf den Tisch. Ich wollte vorher noch ausgedehnt mit den Hunden. Haha. Blödimomo hat nicht gewusst, dass sie nicht erst zur OP punktgenau einmarschiert, sondern früher kommen muss. 🤓
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Dankeschön. ♥︎ das sind ja ganz schön unterschiedliche Erfahrungen.
Ich werde im Krankenhaus operiert, wir haben aber vereinbart, dass ich noch am gleichen Tag nach hause darf, wenn alles gut läuft. Und davon gehe ich jetzt einfach erst mal aus.Also nicht richtig stationär, nicht richtig ambulant. Aber auf jeden Fall in Vollnarkose, der Eingriff wird aber nur so 45 Minuten dauern.
Und ich hab ganz schön angst.
Also, dann lasse ich die Fußnägel einfach lackiert und spare mir Socken in den Hausschuhen und freue mich darüber, dass der Nagellack so gut zu den Adiletten passt. Vielleicht nimmt mir das ja die Nervosität ein bisschen. Und zur Not nehm ich Nagellackentferner mit und mache das dann ab, wenn jemand sagt, dass der Lack ab muss.
Wegen der Piercings haben die mir auch ganz unterschiedliche Sachen gesagt.
Die MFA des operierenden Arztes sagte, ich kann sie drin lassen, die würden das schon kennen, wenn's wirklich stören würde, würde der Arzt die während der OP rausnehmen, meistens könnte alles so bleiben.
Der Anästhesist meinte aber, man soll sie rausnehmen, - ließ sich dann aber bequatschen und sich auf ein "eigene Verantwortung" runterhandeln. Und er ließ sich bequatschen, dass er mein Anästhesist werden muss, damit er mit dem Tubus aufpassen kann.
Oh Mann ey, hoffentlich wird wirklich der es. Ich hab mich darauf jetzt schon total eingeschossen und mir den Namen gemerkt und eine persönliche Beziehung aufgebaut, damit ich keine Panik kriege.
Ich könnt heulen gerade.