Beiträge von Momo und Lotte

    Seid ihr auch so im Tunnel und irgendwie der Welt abhanden gekommen (oooh, Mahler, jetzt hab ich nen Ohrwurm), wenn ihr eine Sonnenbrille tragt???

    Also ich darf im Straßenverkehr echt keine mehr aufziehen, irgendwie schaltet sich da mein Hirn aus, denkt, es sei alleine auf der Welt und ich werde echt zur Gefahr für mich und andere. Verrückt.

    Ja, kenn ich total.

    Ich bin auch ohne Sonnenbrille ein fetter Siebzigjähriger.

    Aber mit bin ich eher in einem Musikvideo, das irgendwo in LA gedreht wurde. Oder auf einer Vulkaninsel. Ich hab dabei auch den einen oder anderen Standard-Ohrwurm, häufig ist es Staring at the sun von TV on the radio und ich schwöre, es ist gar nicht wegen der inhaltlichen Komponente, sondern einzig und allein weil das Lied wirklich exakt Sonnenbrillengefühl ist auch wenn der Text isländlisch wäre und vom Schafe streicheln handeln würde.

    Aber was hat der Gustav (? hieß der so? Kommt mir gerade falsch vor...) mit Sonnenbrillen zu tun?

    Das klingt doch gut. :)

    Und wer weiß - vielleicht wird es ja doch noch flüssiger. Ich hatte hier vor gefühlten Ewigkeiten schon mal geschrieben, dass meine Elsa auch dazu neigt. Anfangs kamen wir kaum vom Fleck. Inzwischen, nach einem Jahr und acht Monaten, gibt es dieses "Beine in den Boden, ich geh keinen Meter weiter!" nur noch, wenn sie sich unwohl fühlt, also vielleicht ein Mal pro Woche. Und das auch nicht mehr mit dieser Vehemenz. Steter Tropfen und so!

    Wird schon! Alles Gute!

    Ich bin noch nicht fertig mit der Doku aber bin jetzt schon total begeistert von Herbert Ritthaler.

    Veredelt habe ich bisher nur mal Tomaten, aber auch nicht, weil ich eine bessere Unterlag wollte, sondern weil mir verschiedene Sorten zufällig blöd gebrochen sind und ich sie nicht wegwerfen wollte.

    Mit Bäumen hab ich das noch nie gemacht. Irgendwie verrückt, denn das hab ich als Thema der letzten Klausuren vor dem Abitur ausgesucht.

    "Meine" Kindheitsbirne ist schon ziemlich alt. Sie stand schon auf dem Grundstück, als meine Eltern dort gebaut haben. Als ich 3, 4, 5, 6 war (also diese Zeit, in der man die Schaukel an der Birne mit Inbrust genutzt hat) war sie sicher schon zwischen 10 und 15 Meter hoch. Und das ist ja jetzt auch schon über 30 Jahre her. Eine Omabirne.

    Ich hab damals, als wir das Haus verkauft haben - da war ich 8 - einen Vertrag mit Filzstiften aufgesetzt, dass die, wenn sie das haus kaufen, niemals den Birnbaum fällen dürfen. Ich fürchte, das ist rechtlich nicht haltbar - unterschrieben haben sie aber.

    Mein Wille ist nun eisern - ich brauche Stecklinge. Projekt "Rettung der Kindheitsbirne" startet jetzt.

    Das ist echt total spannend!

    Das wusste ich alles gar nicht!

    Ich bin als Kind in einem Garten mit einem alten Birnbaum aufgewachsen, an dem wuchsen die leckersten kleinen Birnen der Welt. Das haus wurde irgendwann verkauft. Vor zwei Jahren haben wir noch mal Kontakt zu den jetzigen Eigentümern aufgenommen und gebeten, ob wir uns einen Steckling des Baumes schneiden dürften. Die Eigentümerin meinte, der würde in den letzten Jahren kaum noch getragen haben und dass sich das von einem so alten Baum nicht lohnen würde. Sie gab uns stattdessen eine einzige Birne des Baums. Die hatte leider keinen einzigen Kern.

    Glaubt ihr, dass der Baum vielleicht auch gerade nur an einem Zeitpunkt war, an dem er Pause gemacht hat?

    Vielleicht sollte ich einfach doch noch mal um einen Steckling bitten. Ich würde so gern irgendwann wieder diese Kindheitsbirnen essen.

    Mag sein, dass die Welt allgemein vor die Hunde geht, aber WIR haben gerade einen Überfluss.

    Als ich letztens so mit meiner Mutter spazieren war, stellten wir fest wie übervoll alle Apfelbäume hängen, die im Sauerland überall wild herumstehen. Auch die Walnussbäume und Haselnüsse, die Beerensträucher - wirklich paradiesisch. Meine Mutter meinte dann nur ganz trocken "das letzte fette Jahr, die Natur wünscht uns ne gute Reise" - das war bitter. Jetzt kann ich keine Apfelbäume mehr sehen, ohne an Apokalypse zu denken.

    wölfchenarya - ich möchte mich hier nicht dazu hinreißen lassen, eine Mutmaßung über das Verhältnis von Mops und Halterin aufzustellen. Ja, vermutlich ist kein Vertrauen gewachsen. Und natürlich ist das elementar. Aber ich bin mir recht sicher, dass ich auch schon mit Hunden Dinge gelernt habe, als sie noch kein Vertrauen zu mir hatten. Wenn man sich nur in Babysteps aus einer relativ sicheren Zone herausbewegt (und der Hund fühlt sich ja im Haus zumindest sicher genug um zu spielen und zu fressen, was ich von meinen Hunden so anfangs nicht immer sagen konnte) dann ist der sichere Hafen in dem Moment die Nähe zur Eingangstür.

    Wie gesagt, vielleicht ist das bei Welpen anders, das weiß ich nicht, die sind bestimmt ein Stückweit abhängiger.

    Natürlich muss auch an der Beziehung gearbeitet werden.

    Bei den ausgewachsenen Hunden hier passierte das glaube ich einfach nebenbei. Durch Kontaktliegen. Namentliche Ansprache und Leckerchen. Aber vermutlich auch zu einem ganz großen Teil darin, dass ich stetig darauf beacht war, ihre Grenzen wahrzunehmen und eben immer eng an und mit diesen Grenzen zu arbeiten.

    Ich glaub nicht so ganz an eine schematische Abfolge, bei der erst das eine stimmen muss, bevor das andere losgeht. Ich glaube an gut dosierte Gleichzeitigkeit.

    (ich wiederhole: ich bin keine Welpenexpertin)

    Ach, du bist doch meine Herzensschwester.

    hej.

    Ich finde jedenfalls gut, dass du es etwas kleinschrittiger machst - zwei Minuten sind nicht lang, aber wenn du sie hinterherziehen musst und sie aus ihrem Stress nicht herauskommt, dann ist es einfach noch zu viel.

    Wenn sie gern Leckerchen nimmt, sind die ein guter Indikator: Ist der Stress zu hoch, können keine Leckerchen (und auch kein Lob) mehr angenommen werden. Das hat glaub ich was mit Sympathikus und Parasympathikus zu tun. Das hilft dir aber insofern, dass du eigentlich ein recht genaues Instrument hast, mit dem du feststellen kannst, wo die Grenze für Molly ist.

    Wenn man sich den sog. Zirkel der Hermeneutik ansieht, versteht man ziemlich schnell: Lernen passiert genau dort, wo der konfrontierende Reiz weder zu fremd, noch zu vertraut ist. In größtmöglicher Fremdheit kann nicht gelernt werden, es fehlen die Anknüpfungspunkte. In größtmöglicher Vertrautheit kann nicht gelernt werden, weil die Reize nicht als Reize wahrgenommen werden.

    Ich glaube, dass du mit dem Gang zur Tür/zwei Schritte weiter/20 Meter weiter (das kannst nur du beurteilen) diesen Punkt gut wirst finden können. Und dann in Babysteps ein wenig ausweiten.

    Den Stress geringer zu halten, halte auch ich für unumgänglich - der Cortisolspiegel bleibt im Körper so viel länger erhöht, als die Situation andauert. Und Stress, vor allem Distress, macht alle Lebewesen dauerhaft krank.

    Auch möchte ich den anderen zustimmen, dass es bestimmt sinnvoll ist, die Uhrzeiten sehr wohl bedacht zu wählen, zu denen ihr rausgeht. Es ist viel leichter, wenn man nicht noch auf herumlaufende Kinder, Autos, Fahrräder, andere Hunde usw. achten muss.

    Ich habe wirklich keine Ahnung von Welpen, ich hab immer erwachsene Auslandstierschutzhunde. Aber die haben ja auch häufig mit größeren und kleineren Umweltängsten zu kämpfen. Und hier hat es immer geholfen, die minimalste Anstrengung zu finden und langsam zu steigern.

    Das Schöne daran ist, jetzt mal gar nicht nur psychologisch betrachtet, sondern auch von der simplen Lerntheorie her: ihr habt so die echte Chance auf Erfolgserlebnisse (du hast ja sicher auch schon mal bei so banalen Dingen wie Tricks lernen gehört, dass man immer mit einem gelungenen Durchgang abschließen soll). Und das wiederum stärkt das Selbstvertrauen und das Vertrauen in euch gegenseitig.

    Was nimmst du eigentlich für Leckerchen? So ein Keks ist ja immer schnell geschluckt, ich hab die Erfahrung gemacht, dass Leberwurst aus der Tube (oder Schleck Snack für Katzen, gibt's z.B. bei Lidl) auf meine Hunde eine stärkere Belohnung ist, sie länger "am Ball" hält und auch den Parasympathikus nachhaltiger stimuliert. Schmeckt halt noch nach.