Beiträge von Momo und Lotte

    Leisten kann sie sich das schon. Sie wusste sogar schon, dass sie in keiner Tierkrankenversicherung aufgenommen würde. Und ich hab ihr das echt vorgerechnet, also zumindest Gaumensegel, Nasenlöcher, Augen, Hüfte und ihr auch gesagt, dass das nicht im Vorbeigehen passiert, sondern drastische Eingriffe sind und man Dauergast beim Vet wird weil man sich auch noch mit Unverträglichkeiten, Haut- und wiederkehrenden Augenproblemen befassen muss.

    Aber sie war nicht schockiert oder so. Eher traurig aber nicht überrascht. Sie muss das alles schon wirklich oft gelesen haben. Sie will es nur nicht wahrhaben, glaube ich.


    Dann oute ich mich mal als super verantwortungsbewusster und mega überlegter Hundekäufer.

    Kennst du kein Tierheim oder Pflegestelle, wo man mal ganz unverbindlich Kaffee trinken kann? Passender Hund auf den Schoß, ein paar Herzchen und der geplante Traumhund ist zwar nicht vergessen, aber der Platz leider schon belegt. Hirnlos bin ich zwar nicht, aber sehr anfällig für kenne ich persönlich und war jetzt da.

    Nur mal gucken hat ja nicht ohne Grund seinen Ruf. Und man kann ja nicht nur Qualzuchten gucken.

    Das ist eigentlich eine extrem naheliegende Überlegung.

    Ich kenne in ihrer Umgebung leider niemanden aber da lässt sich bestimmt etwas finden. Eigentlich hilft es ja schon oft, wenn man sich einfach mal im Tierheim beraten lässt und ein paar Hunde kennenlernt. Ich glaube, ich schicke sie da mal unverbindlich hin.

    Wenn so eine Bulldogge ein Kindheitstraum ist bei jemand, den man als klug und informiert schätzt, dann wird das vermutlich sehr schwer wegzuargumentieren sein. Warum der Verstand dann so blockiert, weiss ich nicht.

    ich auch nicht. Sie ist irgendwie einfach ein Trotzkopf.
    Und ich finde das auch voll schwierig... ich mag sie wirklich sehr. Aber der Punkt geht mir gerade so gegen den Strich. Gegen ein betroffenes und ehrliches "ich weiß, das ist alles schlimm, aber ich kann nichts dagegen tun, das sind einfach meine Traumhunde" kann man ja irgendwie auch nichts sagen. Aber bei ihr die Schwelle zu halten zwischen "ich stimme dir nicht zu, mach das nicht" und "ich bin deine Freundin und berate dich gern" an der sie nicht schon allein aus Dickköpfigkeit einfach "jetzt erst recht" sagt, ist echt ein Tanz auf dem Drahtseil. Zumindest ist das so meine Einschätzung bei dem Thema.

    Ich dank euch.

    Es gab jetzt Kartoffelpü mit Moor (weil ich einfach dachte, dass es ja vielleicht so ähnlich bindet wie Heilerde) und etwas Natron. Aber mit ein wenig Butter auf dem ersten Häppchen :verzweifelt: , sonst hätte sie es nicht gefressen. Dann hat sie's sehr gierig genommen.

    Ist der Plan "viel hilft viel" oder eher kleine Häppchen? Die würde nämlich gerade zum ersten Mal im Leben fressen als gäb's kein morgen.

    Wir sind brutal unterausgestattet mit Dingen, die jeder Mensch normalerweise im Haus hat. Mann ey.


    Edit: ich schau mal ob ich für den Notfall noch Omeprazol hier habe, falls es jetzt nicht besser wird.

    Kartoffelpüreepulver hab ich.

    Ich frag mal die Nachbarn nach irgendeinem Milchprodukt.

    Warum kein Pfefferminz? Ist das giftig für Hunde?

    Meine Heilerde ist leider weg, also vermutlich einfach leer. :(

    Und Weißbrot hab ich auch nicht und Haferschleim würde sie nicht anrühren, wenn ich ihn nicht 1:1 mit Leberwurst strecke.

    Ich hab hier noch Magentabletten (Magnesiumtrisilikat, Pfefferminz, Maisstärke, Cellulose)...? bringt das was?

    Ohje... die arme Maus tut mir so leid. Hab ich noch nie bei ihr gesehen, sie zeigt schon sehr deutlich, dass ihr übel ist und will alle 15 Minuten Gras fressen gehen.

    Ich seh die eigentlich oft in Tierheimen und Co, gerade die Französischen Bulldoggen. Wenn man unbedingt eine Qualzucht möchte, wäre es mir das wert, dass im Tierschutz abzuwarten.

    Absolut. Ich bin ja eh (auch wenn unpopuläre Meinung) niemand, der Zucht jemals verstehen wird. Aber insbesondere beim Qualzuchtthema ist nur ein Tierschutzhund tragbar.

    Was bedeutet denn "in der Nähe"? Was genau ist der Aspekt an den Bulldoggen, der sie zu den Traumhunden macht?

    Ehrlich gesagt weiß ich es nicht wirklich. Ich glaub, sie hatte auch als Kind immer schon Bulldoggenstofftiere und ich glaube, es ist dieses "tonnige" Aussehen und auch die Falte über der Nase. Möglicherweise ist das auch dadurch bestärkt, dass sie selbst niemand ist, der sich gern viel bewegt und da hat das vielleicht schon sehr früh was getriggert. Es ist einfach unbestimmt ihr optisches Idealbild eines "süßen Hundes".

    Sie kennt tatsächlich auch nur eine über die sie selbst sagt, dass sie total krank ist und ihr total leid tut :verzweifelt:

    Ich meine Doggen-in-Not ist da eine gute Anlaufstelle: http://www.helft-doggen-in-not.de/archive/catego…sche-bulldoggen


    Oder hier:

    Greyhoundhilfe Deutschland e.V. - Zuhause gesucht - Bulldoggen - Startseite

    Super, den zweiten Verein kannte ich gar nicht! Danke, das hilft mir sehr!

    Deiner Freundin muss hald klar sein, dass da enorme Kosten für Tierarzt und OPs auf sie zu kommen. Aber das wäre bei einer Kurzschnauze vom Züchter ja auch so.

    Absolut. Ich hab ihr das sogar eben vorgebetet. Worst Case, alle Operationen und die geringe Lebenserwartung. Und sie sagte "mmmh...ja, ich weiß. Aber es muss doch auch gesunde geben?" (woraufhin ich auch vorgebetet habe, dass selbst der Versuch, die Rasse gesund zu züchten den Weg über viele, viele kranke Welpen gehen)

    Ihr müssen eben alle Konsequenzen bewusst sein.

    Aber jegliche Zucht von brachyzephalen Rassen würde ich nicht unterstützen wollen. Also auch keine gemäßigten Bulldoggen...

    Absolut, ich bin da ganz bei dir. Deshalb dachte ich ja, es gibt vielleicht eine mir unbekannte Rasse, die irgendwie dieses "tonnige" hat und vielleicht braun/weiß ist.

    Ich komm immer nur auf Beagle.

    Aber ich weiß, wenn ich Beagle sage, sagt sie Basset.

    Ach Mann ey, mir fällt das so schwer da jetzt irgendwie das Richtige zu tun.

    im Falle von Qualzuchten stimmt die Aussage halt (leider) nicht.

    Es gibt auch im VDH keine "gute" Qualzucht-Zucht, die kneifen die Augen zu und sind sauer auf die bösen Amtstierärzte, die das Kind beim Namen nennen.

    Ja, klar. Deshalb hab ich's auch zähneknirschend gesagt. Und irgendwie auch nur weil ich sonst Ansgt hätte, dass sie einen aus einer Puppy Mill holt.

    Weil - sie ist echt klug. Aber wenn sie sich was in den Kopf setzt, muss man auf der Hut sein, dass sie nicht in den "jetzt-erst-recht"-Modus verfällt. Deshalb wäre ich da gern die leise, konstruktive Stimme der Vernunft.

    Darfste ja auch, find ich auch richtig.

    Ich hab ihr gesagt, dass ich bei Qualzuchten-Zuchten raus bin, aber wenn sie eine Qualzucht aus dem Tierschutz erwägen würde, ich sie da unterstützen würde, einzuschätzen, ob der spezifische Hund passt. Aber solche Rassen scheinen im Tierschutz selten zu sein.

    Und ich würde sie schon gern mit einem Gegenvorschlag davon abbringen, sich eine Englische Bulldogge vom Züchter zu holen. Nur konnte ich den ja nicht machen weil ich selbst mich mit Rassen nicht gut auskenne. Sozusagen den letzten Schubser in eine bessere Richtung. Ich würd mir irgendwie blöd vorkommen, das nicht wenigstens zu versuchen, weißt du?

    Also ein TS-Hund wäre eine Option?

    ich denke schon. Sie hätte lieber einen Welpen, da sie einen 8-Jährigen Sohn hat und deshalb keinen Problemhund aufnehmen kann. Ich denke aber, es gibt sie ja auch, die unkomplizierten TS-Hunde, die vielleicht wegen Todesfalls oder so in die Vermittlung kommen.

    Ich hatte jedenfalls schon ganz unkomplizierte ausgewachsene Hunde aus dem TS, die mit sicherheit weniger Arbeit gemacht haben als ein Welpe.

    Hier ist das ja vielleicht viel besser aufgehoben als im Thread der ungetrauten Fragen:

    "Hatte gerade ein schwieriges Telefonat mit einer Freundin aus Grundschulzeiten.

    Sie war schon immer ein Fan der englischen Bulldogge und generell kurzschnäuziger Rassen. War bisher ziemlich egal, weil kein Hund einziehen sollte.

    Und da klar war, dass das irgendwann wahrscheinlich doch aufs Tableau kommen sollte, war ihr klar, dass man das am besten über mich als Pflegestelle machen könnte, eben mit einem Tierschutzhund. Aber ich wähnte das in weiter Ferne.

    Nun haben wir gerade gesprochen, es soll ein Hund her, am liebsten eine Englische Bulldogge, obwohl sie wüsste, dass das falsch wäre, sie würde ihren Traumhund seit Kindertagen nicht aus dem Kopf bekommen.

    Ob es nicht auch gesunde Bulldoggen gäbe.

    Ob es nicht auch eine gute Zucht gäbe.

    Alles, was ich ihr sagte, wusste sie schon. Alle gesundheitlichen Baustellen waren bekannt und sie weiß sogar, dass das total bescheuert ist. Aber sie würde es wohl trotzdem machen und ob ich einen guten Züchter empfehlen könne. Ich hab so ein bisschen "ich glaub, wenn, dann findet man den nur im VDH" zähneknirschend gemurmelt, wo sie aber schon geguckt habe, da wär irgendwie nix dabei.

    Ich hab ihr zunächst geraten, nicht hier zu fragen, weil sie sonst den Hintern versohlt kriegt. Und dann angeboten, mich für sie zu informieren.

    Gibt rassemäßig es irgendwas, was in die Nähe der englischen Bulldogge kommt und was moderat gezüchtet wird? (ich glaub z.B., dass ein Boxer zu "sportlich" wäre und auch zu groß ... die Eltern-Familie meiner Freundin hatte mal einen sehr untypischen Dobermann, der einfach nur nett und leichtführig war, sonst gibt es keine Hundeerfahrung) Oder gibt es eine gute Vermittlungsstelle für englische Bulldoggen in Not?

    Was soll ich ihr denn jetzt sagen? Ich find das alles doof. Und das hab ich ihr ja auch schon gesagt. Aber ich würd's gern i eine bessere Richtung schubsen. Any Ideas?"