Hasilein und tinybutmighty - nee, so rabiat bin ich nicht. Wir kennen uns seit knapp 34 Jahren, haben die gesamte Kindheit und Jugend miteinander verbracht. Da macht man nicht einfach einen Strich drunter aus erzieherischen Maßnahmen. Der Mensch ist für mich zunächst ein hoffentlich mündiger und freier. Und es ist für mich ganz normal, dass Leute nicht meinem Ethos entsprechen, darüber muss man reden können und darf sich auch ärgern, aber "mach wie ich sage oder ich spreche nicht mehr mit dir" halte ich für eine Instrumentalisierung der Beziehungsebene, die ich nicht richtig finde. Ich kenne Leute die Fleisch essen, sogar das billige. Leute, die sich wie ne ökologische Vollkatastrophe verhalten. Oder die sexistisch sind oder ihre Alltagsrassismen mit sich herumtragen und diese auch noch rechtfertigen. Menschen, die ständig fliegen, von Köln nach Wien, von Düsseldorf nach Berlin... ich finde das alles richtig schlimm. Das sind für mich Gründe, mit Menschen zu sprechen, aber, je näher sie mir stehen, desto stärker, kein Grund, Menschen aus meinem Leben zu streichen.
Gerade beim Auslands-TS kommen die Tiere ja aus gezielter Vermehrung, nicht von der Strasse.
MMMMH... schwierige, verallgemeinerte Aussage, die ich aus keinem der Vereine, mit denen ich gearbeitet habe, bestätigen kann. Oder meinst du damit, dass irgendwelche Leute z.B. auch mal Welpen übern Zaun werfen? Das kommt durchaus mal vor, wenn auch selten.
Ist hier ja auch nicht Thema, aber ich fühl mich absolut unwohl, wenn solcherlei immer wieder in irgendeiner Form auftaucht und dazu führt, dass vermutlich wahnsinnig viele Menschen ohne Bezug zum Auslandstierschutz denken "jaja, so sindse alle! Eigentlich Welpenmafia unter dem Namen Tierschutz". So ist es nämlich nicht. Das gibt es mit Sicherheit auch, aber alle in einen Topf zu werfen, ist wie Puppy Mills mit jeder Form von Zucht in einen Topf zu werfen.
Blöde Frage : Wie viele Rassen kennt sie eigentlich?
Gibt ja genug Leute die meinen sie hätten einigermaßen nen guten Überblick und kennen dann nur die üblichen Verdächtigen ( Schäferhund, Labrador, Golden Retriever, Beagle, Mops, Bulldogge, Jack Russell, Chihuahua und da hörts auf, oder so ähnlich). Und dann wird sich auf einer dieser Rassen eingeschossen, bis aufgezeigt wird dass es noch so viel mehr gibt und man eine findet die dann doch ( vielleicht auf den 2. Oder 3. Blick) mehr überzeugt.
Boah, wenige. Glaub ich. Sie hatte in der Kindheit einen Dobermann, in der erweiterten Familie gab es noch einen Beagle, ihre Schwester hatte später mal einen Boxer. Das sind so die persönlichen Bezugspunkte. Ich glaube, Rassen "kennen" wie "aufzählen" wird vermutlich nicht allzu weit über das hinausgehen, was du genannt hast.
Ich bin ja selbst kein Rassen-Lexikon, ich denk, bei ihr ist's vielleicht noch mal weniger.
Ich könnte mir vorstellen, dass Corgis ihr gefallen könnten - aber die sind kernig, oder? (Aber Tierschutzmischlinge, die aussehen wie Corgis gibt's ja häufiger...)
Alle Brachys wegsperren, damit sie keine Werbung für ihre Rasse machen, halte ich für absolut falsch. Nach der Logik sollten auch Gebrauchshunde, HSH und Co nicht mehr draußen rumlaufen dürfen, könnte ja sonst bei den falschen Menschen Begehrlichkeiten wecken. Am Ende ist jeder Käufer selbst dafür verantwortlich sich zu informieren und hier können die Brachy-Halter durch Aufklärung auf den einen oder anderen Einfluss nehmen.
Denke ich auch, auch wenn ich die Argumentation des Werbelaufens nachvollziehen kann. Es ist irgendwie auch schwierig, wenn man anderen Menschen die Verantwortung für ihre Entscheidungen "aberkennt". Wenn man davon ausgeht, dass jeder Mensch das, was er sieht und gut findet, kontrolllos sofort konsumieren muss, dann verliert sich ja das letzte bisschen Vertrauen in den Menschen als Wesen, der bewusste und begründete Entscheidung treffen kann. Das wäre eigentlich schon mein Ziel für erwachsene Menschen. Man kann Menschen die Verantwortung eigentlich nicht (gänzlich) abnehmen, sonst verlieren sie einen ganz elementaren Teil ihres Menschseins.