Beiträge von Momo und Lotte

    Menno. Jetzt will ich auch. Aber hier gibts keinen Action. Jedenfalls Keinen, den ich kennen würde.

    Ist das sowas wie „Das Depot“? Und was ist Primark?

    Neeeeein, Depot ist ja ganz toll!

    Depot ist ja ganz, ganz toll!

    Action ist... Hema und Tedi bekommen ein Kind, geben es zur Adoption frei und Depot und Tedox ziehen es mit Unterstützung von NanuNana und Butlers groß.

    Leider gerät das Kind auf die schiefe Bahn und nun ist es, was es ist. Ein Moloch.

    Agamo

    Den von mir empfohlenen ;)

    (Hatte das nicht gelesen vorher)

    Ja, genau, es ist Action.

    Action ist so eine Art "Primark für alles" es gibt überwiegend unnützen Kram (Dekorationsartikel wie Samtkisschen und goldene Hirschkäfer-Flaschenöffner, Hobbykram wie winzigkleine Wäscheklammern in hübschen Farben und Knopfsammlungen...) und Kram der immer irgendwie nützlich ist und von dem man denkt "ja, komm Eddings/Schrauben/Lack/Socken/Shampoo braucht man immer" - und dann ist das halt alles mega schlecht produziert und wahnsinnig billig.

    Und wenn man da rein geht (muss ich halt wegen der Schule öfter mal, Pinsel und Skizzenbücher kaufen) wird man total erschlagen und will einfach nur raus - bis man dann bei irgendwas denkt "hööö? das hat aber hübsche Farben/das braucht man ja eigentlich immer!" und zack, ist man in der Falle.

    Weil dann guckt man sich auch noch die Brotdosen an. Und die Etuis, die eigentlich gute Dummies sein könnten. Und dann die Nussbutter. Und dann ist man voll Verachtung in diesen Laden gegangen um nur diese eine Sache für die Schule zu holen, z.B. 30 Heißklebepistolen, und kommt raus mit pastellfarbenen Miniwäscheklammern und weiß nichts mit denen anzufangen und man fühlt sich fürchterlich.

    Oha. In meinem persönlichen "Laden der ambivalenten Emotionen, von denen eine große Abscheu ist und die andere Faszination"* gibt es die wohl echt günstig.

    Ich will da nicht hin. Der Laden ist so... brrrrr... ich mag nicht. Danach fühl ich mich immer so schmutzig und kriege Selbstekel.

    Aber 60 Liter für 8 Euro (oder 80 Liter für 9 Euro) ist ein Wort wenn man so viele braucht. :( :


    *Action

    Unter euch Leute mit ausgeprägten Passionen für Aufbewahrungsboxen?

    Ich bin da leidenschaftslos, brauche aber welche.

    Kann jemand welche empfehlen? Gern recht groß (so in die Richtung Umzugskarton) mit Deckel und transparent, damit man sieht, was darin ist.

    Gern nicht so teuer, ich werd 15 - 20 brauchen.

    Stapelbar, also mit Deckel.

    Ich find leider nix gebraucht in meiner Nähe und für Einzelboxen fahre ich nicht durch die Gegend...

    Hm, Ocarina - ich hätte auch keinen Frauentäubling vermutet, auch wenn es die hier in breiter Farbpalette gibt. Aber es sind immer zwei Sachen, die ich im Wald teste:

    - sind die Lamellen flexibel ohne zu brechen?

    - lässt sich die Haut vom Hut abziehen?

    und dann bin ich mir meist sicher.

    Weshalb gab es hier kürzlich Bedenken wegen der Safranschirmlinge? Ich sammle die schon seit Kindertagen und esse die total gern. Haben die irgendwas Ungesundes an sich, was ich nicht kenne?

    Also, ich fühl mich jetzt nicht instrumentalisiert oder so. Alles gut.

    Alles, was ich zeigen wollte war: man kann Hunde auf Grundlage von Videos nicht so gut einschätzen. Es steigen einfach oft andere Hunde aus, als man sich vorgestellt hat und manche Baustellen bleiben Baustellen.

    Es ist immer ein Risiko dabei. Aber sich alles in den schwärzesten Farben auszumalen, bringt halt auch nix. Ist genauso wenig Ralität wie die rosarötesten Farben.

    Man muss halt wissen, dass man mit Eventualitäten leben kann. Und das muss jeder Mensch für sich entscheiden.

    Ich hab gerade mit meiner Mutter telefoniert, die ja auch schon zwei Mal Direkt-Import-Pflegehunde hat/te. Und ich hab gerade über Prodog gesagt, dass ich finde, dass sie das super macht. Sie hat berechtigte Sorgen, dass es vielleicht nicht händelbar wird und tut echt ne ganze Menge, um die Sache trotzdem hinzukriegen. Viel, viel mehr als die meisten Menschen, die ich kenne. Sie versucht sich ein Netz und einen doppelten Boden zu schaffen. Informiert sich über Herdis. Übernimmt die Rettungspatenschaft (die nicht billig ist). Das ist doch toll.

    Ich finde es ehrlich gesagt blöd, wenn man jetzt sagt, dass sie jemanden suchen würde, der das Risiko aufnimmt, das sie nicht bereit ist, auf sich zu nehmen weil es indirekt unterstellt, man müsse alles entweder in kompletter Wucht tragen können oder man solle es ganz lassen. Und ich persönlich finde ihren Weg viel pfiffiger.

    Ich habe selbst mindestens fünf Mal Leuten angeboten, dass ich Hunde zu mir zur Pflege holen würde, damit die keinen Direktimport wagen müssen. Ganz ohne, dass ich das Gefühl gehabt hätte, dass mich jemand ausnutzt und selbst das Risiko nicht tragen will. Ich fand das richtig gut und vernünftig!

    Es ist nie dazu gekommen, die Leute haben dann immer doch auf anderen Wegen ihren Hund gefunden. Aber der Weg ist doch gangbar und beidseitig freiwillig... also sehe ich da kein Problem.

    Und dass prodog hier irgendwie undankbar reagiert, sehe ich auch nicht so richtig. Ebenso nicht, dass sie nur in ihrer Meinung bestätigt werden will (was, ganz ehrlich, jeder Mensch aber eigentlich ganz gerne mag). Sie ist doch supergut auf alle Punkte eingegangen und genau daraus ist doch das vorläufige Resultat erwachsen.

    Zwanzig Menschen sagen: Du brauchst ein Sicherheitsnetz.

    Sie versucht eins zu häkeln.

    Und ein bombensicheres Netz gibt es einfach eh niemals.

    Zu den Videos von Pinta hab ich mich bedeckt gehalten, auch ich sehe da einen unsicheren Hund, der eine Spielaufforderung aus Übersprungshandlung macht.

    Aber sie ist erst mal anfassbar.

    Mehr kann man nicht sehen.

    Und weil man mehr nicht sehen kann, ist es vor allem das: ein Moment in einer Situation, die man nicht mit dem vergleichen kann, was man selbst an Lebensumfeld bietet.

    Ich mein: wir können nicht gleichzeitig sagen "youtube, instagram, alles nur Ausschnitte, so kann man Hunde nicht beurteilen" und "ich würde diesen Hund nicht nehmen weil ich glaube, dass der so und so ist" - das schließt sich ja irgendwie aus.

    Ja, sie ist in dieser Situation unsicher. Ja, kann sein, dass sie mit weniger Stress viel sicherer und netter wird. Kann auch sein, dass sie dann sagt "jetzt bin ich ausgeschlafen und schnappe ab". Kann einfach beides ca gleich gut sein.

    Die Möglichkeit, das herauszufinden, hat man nur, wenn der Hund da raus kommt. Und auch wenn sein Leben dann vielleicht nicht perfekt für ihn wird, schlechter wird es wahrscheinlich nicht. Viel Luft nach unten ist ja nicht.

    Dann befriedige ich zumindest die Neugier.

    Hier kam der Trapo an, man sieht mich da irgendwo im Hintergrund den Hund vom Auto holen.

    (Hier ist das immer am gleichen Ort, bei einem Bauernhof.)

    Die unhöfliche Begrüßung von dem grauen Hund: das ist mein Bolle, der da leider von meiner Mutter "geführt" wird. Die hat leider nicht gut aufgepasst, dass da mehr Distanz bleibt.

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    ca 5 Minuten später

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    ca 15 Minuten später, da sind wir eine Runde in den Wald gegangen, Vergesellschaftungsgang

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    Die ersten Schritte in der Wohnung (14:07)

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    Die erste Mahlzeit (14:17)

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    Der erste echte Kontakt (14:21)

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    Stress fällt ab, weiß aber noch nicht, wohin (14:24) (eauf der Seite liegend schlafen hat von da aus jedenfalls noch bis 16:51 gebraucht)

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    Erster Vollkörperkontakt mit Trottelbolle (14:55)

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    Erste Verhandlungen im Garten (ein Tag nach der Ankunft. Ich hab das Glück eines eingemauerten Gartens, deshalb ging es direkt ohne Leine)

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    Also eigentlich ein Traumstart. Sie war bei Weitem nicht so desinteressiert wie angenommen. Und auch weniger gestresst und ängstlich. Nur etwas unsicher. Sie ist immer noch unsicher, nimmt aber Führung sehr gut an (also, sei wir ein Vertrauensverhältnis haben, das hatten wir ja nicht von Anfang an).

    Was sich verändert hat: Hunde, die nicht zu uns gehören, kann sie nicht mehr ab. Sie zeigte sich hier in den ersten Wochen sozial und nett. Nun funktioniert Hundekontakt nur unter Anleitung (und die Anleitung heißt "lass es"). Das hab ich aber vermutlich zum Großteil selbst verbockt, weil ich am Anfang zu wenig moderiert habe. Könnt ich mich für hauen.

    Sie geht inzwischen unter enger Anleitung mit mir auch mal in den Raiffeisenmarkt, das ist so ein kleiner Garten-Haustier-Pferde-Bedarf wo nix los ist) aber sie ist das Gegenteil von mutig. Fremde Innenräume sind ihr einfach unheimlich. Wir üben das ca ein Mal pro Woche seit fast zwei Jahren.