Ich glaube, wir befinden uns jetzt auf der "Zielgeraden".
Elsa fing vor einigen Wochen wieder sehr stark an zu husten. Man konnte das Rasseln in ihrer Lunge hören, ziemlich sicher Wasser in der Lunge.
Wir waren bei Tierarzt und es war der Horror. Sie hatte so schreckliche Panik, hat keine Luft bekommen, ist mit verkrampfen Beinen und weit aufgerissenen Augen und geöffneter Schnauze einfach zu Seite gerutscht. Der Tierarzt war entsetzt und meinte nur "worüber reden wir denn hier? Was soll ich denn hier noch machen?" und ja, er meinte damit, dass nun die Euthanasie folgen würde. Ich bat ihn, kurz zu warten, bis sie sich beruhigt hätte, denn das wäre nicht ihr Normalzustand...
...und sie berappelte sich. Sogar so weit, dass der Tierarzt meinte, dass sie ja für die Schwere ihres Befundes wirklich richtig gut beisammen wäre. Und auch das Blutbild war überraschend gut.
Aber was klar war: wir haben eigentlich keine Stellschrauben mehr. "Wenn sie irgendwann nachts nicht mehr schlafen kann und vor Husten nicht zur Ruhe kommt, wenn sie nicht mehr frisst und nicht mehr raus will, dann ist der Zeitpunkt gekommen und dann geht auch nichts mehr." sagte der Tierarzt.
Ich hatte noch ein Diuretikum vorgeschlagen, Hasilein hatte das damals herausgefunden, aber damit kannte er sich nicht aus.
Da die Elektrolyte und die Nieren in Ordnung waren, hab ich die Diuretika, die sie sowieso schon bekommt, minimal höher dosiert, obwohl wir schon ein wenig über der Grenze sind. 1/8 Tablette mehr, alle zwei Tage.
Das Husten hat weitgehend aufgehört und sie kommt wieder gut zur Ruhe.
Aber trotzdem baut sie seit Tagen ab. Heute hat sie mich zum ersten Mal gar nicht begrüßt, als ich nach hause gekommen bin. Sonst läuft sie immer zur Tür, heute blieb sie auf dem Sofa. Sie wirkt sehr müde. Vor etwa drei Tagen hatte sie plötzlich extrem Sodbrennen und hat Gras gefressen wie eine Wahnsinnige. Daraufhin kochte ich Kartoffelpüree und Möhrenpüree. Sie hat das vor Magenschmerzen gefressen wie eine Irre.
Sie hat seit dem einen Bärenhunger, eigentlich hat sie ja immer zu wenig und zu mäkelig gefressen. Und nun gibt es eigentlich immer Möhren-Kartoffeln-Hühnchen und sie isst wirklich große Portionen.
Sie nervt gar nicht mehr, sonst nervt sie abends immer, beißt mir in den Ärmel und zerrt daran herum, bellt mich an... das kommt alles seit dem Sodbrennen gar nicht mehr. Sie schläft und schläft und ist unheimlich brav und will immer nur schmusen.
Jetzt beginnen die Herbstferien und ich habe im Gefühl, dass Elsa nach den Herbstferien nicht mehr da sein wird.
18 Monate ist sie hier.
12 - 16 Monate war die optimistischste Prognose, die sie damals erhalten hat.
Sie wird mir so sehr fehlen... ich kann gerade noch nicht so recht Frieden damit machen. Obwohl ich es ja wusste, von Anfang an.