Ich tippe auf die innere Einstellung.
Wenn Dein Freund erwartet, dass sie pöbelt, die Alternative nicht annimmt, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass es auch so kommt (weil Haltung, Ton und Ausstrahlung eine andere sind)
Hmmm, an sowas glaub ich nicht so recht. Also ja, Stress überträgt sich, okay, da geh ich z.T. mit. Aber ich glaub einfach nicht, dass man sich Jagdtrieb, Aggression, Angst (...) herbeiredet, zumindest ist das in meinen Augen ganz oft einfach nur ein Satz, der von eher inkompetenten Hundetrainer*innen kommt, weil das so eine schöne leichte Erklärung ist ("du musst an deinem Mindset arbeiten! Du wünscht dir die Rehe ja regelrecht herbei!" hab ich echt schon gehört! :D). Deshalb reagiere ich darauf etwas allergisch.
Und in unserem Fall - das kannst du natürlich gar nicht wissen, ich find's aber spannend vor dem Hintergrund - ist es echt komplett anders herum. Ich scanne immer die Umgebung, ich weiß immer, was wo passiert, wer sich wo bewegt, wo eine Kurve ist, hinter der etwas sein könnte, ob Almas Ohren gezuckt haben, weil sie etwas wahrgenommen hat - ich hab Argusaugen. Und ich bin auch diejenige von uns, die mehr Stress damit hat, wenn was Blödes passiert. Mir ist das dann peinlich und ich ärgere mich. Das wäre bei meinem Freund z.B. nicht so, der ärgert sich dann höchstens über Alma, aber auch nicht nachhaltig. Er ist da viel entspannter. (Allerdings allgemein der größere Kotzbrocken mit latent mieser Laune)
Eigentlich würde doch jetzt jeder zweite Mensch zu mir sagen, dass ich ja immer in Erwartungshaltung bin und dass sich mein Stress auf Alma übertragen müsste... das ist doch alles irgendwie verrückt, finde ich.
Wenn Alma sich bei dir generell sicherer fühlt als bei deinem Freund, nimmt sie auch Alternativen besser an.
Das kann eigentlich gut sein. Ich bin einfach berechenbarer und klarer, glaube ich. Das könnte schon zu einer gewissen Sicherheit führen.