Wenn du deinem Tierarzt ansonsten vertraust, dann würde ich ihm auch da die Entscheidung überlassen. Frage vielleicht nach der Narkose, aber eigentlich sollte das wie gesagt selbstverständlich sein.
Er ist halt einfach ein grundguter Mensch, wirklich eine Seele von Mann, so liebevoll und geduldig mit den Tieren - und mit den Menschen auch, wenn er merkt, dass man vor Angst die Fassung verliert.
Ich habe mit ihm nur kurz am Telefon gesprochen, er meinte, dass er auf jeden Fall erst eine starke Narkose gibt. Vor Weihnachten aber noch mal mit der TMFA vor Ort. Die hat mir gesagt, dass das zweite Mittel T61 ist, der Chef das aber total gut machen würde und sich extrem viel Zeit nehmen würde, um ganz sicher zu sein, dass die Narkose auch wirklich tief ist.
Bei Lotte war es so, dass sie bis zur letzten bewussten Millisekunde gierig Leckerchen gefuttert hat und dann innerhalb von Sekundenbruchteilen eingeschlafen ist. Danach kam die zweite Injektion durch den Zugang und sie hat nur plötzlich aufgehört zu atmen. Obwohl es schöner für sie nicht hätte laufen können, war es das Schlimmste auf der Welt, sie zu verlieren. Sie war mein Ein und Alles.
Der Arzt hatte mir damals schon zuvor versprochen, dass sie nichts spüren wird, dass es keine Krämpfe und keinen Kampf geben wird. Und so war es auch.
Die Vorstellung, dass dieser schlimmste Moment nochmals durch Todeskämpfe verstärkt werden könnte, ist furchtbar.
Elsa ist leider eine mäkelige Fresserin, auch, dass ich ihr nicht bis zur letzten Sekunde Freude machen kann, macht mir Angst.
Aber ich weiß eigentlich, dass mein Tierarzt das Mittel vermutlich nicht verwenden würde, wenn er schlechte Erfahrungen gemacht hätte. Er ist zwar nicht unbedingt Up-to-date, weshalb ich für Spezielleres nicht zu ihm gehe, aber er ist der Mensch, von dem ich weiß, dass er derjenige ist, dem ich menschlich einfach vertraue.
Es ist ein großes Geschenk, dass wir unsere Tiere erlösen dürfen, aber die Angst davor ist unbeschreiblich, finde ich.