Freund ruft mich an.
Das Gespräch verlief so:
"Hey Baby, bist du schon zuhause?"
"ja, klar."
"Hunde sind total ausgeflippt, oder? Hast du denen was zum Knuspern gegeben? 💕"
"ja, natürlich."
"Hör mal, wegen der Versicherung, ich hab da ein paar wichtige Fragen und muss da gleich zurückrufen, es ist etwas eilig und zwar - oh, warte mal, da ist Mini-Bolles Frauchen - HALLOOOO! Wie geht es Ihnen und Buddy?"
"Halllllooooo! ja, guuuut, guuut, sind sie fleißig, ja? Dem Buddy geht es so gut, der hat auch heute morgen Schinken bekommen. Der kriegt den guten Schinken, bio! Wir teilen uns ja morgens immer den Schinken! Jeden morgen machen wir das zum Frühstück, das ist so unser Ritual!"
"schöööön.💕"
"Ja, das mag der gerne, machen wir jeden Morgen. Also manchmal gibt es auch was anderes als Schinken, aber den mag er am liebsten..." (Fassung deutlich (!!!) gekürzt)
Nach ca 3 amüsiert-genervten Minuten hatte der Freund das Handy wieder am Ohr, immer noch ein dringliches Anliegen und alle verstrichenen Minuten bisher dafür geopfert, um sich über das Wohlbefinden der eigenen Hunde und des Nachbarshundes seines Ateliers zu erkundigen.
Prioritäten sind da, um gesetzt zu werden.