Nee tatsächliche Ruhetage haben wir nicht. Die laufen jeden Tag (frei am Rad) in und von der Arbeit.. das sind je nach Wetterlage 7.7km-12km einfach... Manchmal 1-2x/Woche geh ich nach der Arbeit dann noch zusätzlich auf eine Joggingrunde - und da es dunkel ist natürlich nicht allein, sondern zumindest mit der Großen im Schlepptau (nicht Canicross).
Am Wochenende ist schonmal bis 15 Uhr Ruhe aber dann werden sie ungemütlich Da entspannen sie auch richtig.. aber eben nur bis Nachmittag. Danach ists aus.. und wenn ich da dann das Haus ohne sie verlasse kann ich mich auf diverse Umdekorierungen gefasst machen. Aber normalerweise sind wir am WE auch viel unterwegs. Entweder auf Bergwanderung oder eben bei nem Rennen... oder beim Pferd (einfacher Weg zu Fuß auch hier: 6 km).
Trainiert im Sinne vom Zugtraining wird überhaupt nicht. Auch Schwimmen ist nun aus. Selbst Dummytraining usw machen wir nicht mehr da das meiner Meinung nach zu viel pusht. Nur Mantrailing alle 1-2 Wochen....
1-2 große Runden am Tag, wo sie sich richtig auspowern bekommt ihnen besser als mehrere Kleine. Da sind sie unmursiger...
Schwierig irgendwie... ausser wegsperren+anketten fällt mir nicht viel ein. Abends geben sie schön Ruhe aber die Nacht ist bei der Großen dann um 6 Uhr vorbei.. sie steht vor dem Bett, schüttelt sich und wartet bis ich mich bewege. Ich ignoriere sie logischerweise.. aber sie probiert es trotzdem gerne immer wieder
Ich hab eine Frage an die Leistungssport-Hundehalter.
Wie fahrt ihr eure Hunde zwischendrin runter bei gleichbleibender Beschäftigung, gleichbleibenden Trainingslevel?
Ich habe das Problem, dass ich bei Steigerung der Leistung immer hyperaktivere Hunde bekomme. Ich kann das Trainingslevel allerdings nicht zurückschrauben, da wir am Anfang der Rennsaison sind und ich sie natürlich so fit halten möchte, bzw das bis in den Winter noch steigern möchte. Ich habe sie in der Arbeit nun schon in einen anderen Raum verbannt und binde sie dort an, bzw. stopfe sie in eine Box. Doch je mehr wir trainieren, umso unzufriedener werden sie. Sie fangen nun an Sachen zu zerstören, zu jammern um noch mehr Aufmerksamkeit zu erhalten. Sogar morgens werde ich wieder geweckt. Ein Teufelskreis.
Ich ignoriere sie, sperre sie zwischendrin in eine Gitterbox, gehe mittags nur eine Pinkelrunde,... aber das alles reicht allein nicht mehr aus um sie wirklich "runter" zu bekommen. Zudem macht die Große gerade noch eine Vitamin-C-Kur, was nicht gerade förderlich beim Thema "Ruhe" ist. Ignoriere ich sie mittlerweile zu sehr?!
Wie macht ihr das? Habt ihr Tips was ich noch machen könnte?
LG Nikki
PS Nicht dass ich nicht ein ähnliches ekliges Trainingslevel habe.. Vielleicht sollte ich bei mir selbst mal anfangen
Ich hab meinen Hund kurzzeitig auch "zu dick" mit Barf bekommen. Das lag daran, dass sie zu dünn war, 100-150km pro Woche läuft und etwas an Substanz gewinnen sollte. Wir gaben Lachsöl und Schafsfett... Das hat SUPER funktioniert. Als wir es wieder abgesetzt haben hat sie nun ihr Idealgewicht..
Wenn jemand mal auf eine Nachtrunde im Forst Lust hat.. immer gerne! Jetzt kommt die dunkle Jahreszeit und ich trau mich da abends nicht mehr rein.....
Also ab 19:30/20:00h wären wir immer für ein Ründchen zu haben
Dankeschön :) Es war einfach ein geniales Event.. das kann nur Spaß machen und ob 1. Platz oder nicht.. bei den schönen Läufen wäre ich auch als Allerletzte einfach nur stolz gewesen! Ich glaub Pueppy gehts da ähnlich, ne?
Samstag 6:00 der Wecker klingelt. Müde schäle ich mich aus dem Bett doch sofort kommt das Adrenalin. Ich bebe am ganzen Körper, meine Hunde sind heiss und winseln. Sie spüren die Rennatmosphäre schon jetzt im gemütlichen und komfortablen Hotelzimmer. Ich gehe kurz raus, fütter sie und lasse sie dann allein zurück. 06:30 Frühstück. Zum Glück ist die Kaffeemaschine etwas hinüber und so bekomme ich nur ein Schlückchen ab. Der gibt mir aber den Rest. Jetzt brenne ich vor Aufregung und würge mit viel Vernunft eine Nutella-Semmel hinunter. Gespült wird mit 0.75 Liter Orangensaft/Wasser-Gemisch. 07:30 Ich gehe los und packe meine Sachen. Was zieh ich an? Um 8:04 soll ich in den Ententeich vor der Tür steigen?! Aber mit was? Ich entscheide mich für einen Bikini, eine 3/4 Hose und ein Top. Fahrrad, Laufgürtel, Geschirr, Schuhe, Socken, Wechsel-Hemd lege ich in den Start/Ziel-Bereich. 08:00 Ich stehe verloren auf der Insel, von der wir wegschwimmen sollen. Mir ist kalt, ich habe die einzige Distel zielsicher mit meinen nackten Fuß gefunden und mein Hund ist nun auch durch. Sie ist sehr heiss und brüllt wie am Spieß. Na wenn die Motivation so anhält.. perfekt.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Nachdem ich mich von dem Kälteschock erholt hatte, lief ich zur Wechselzone. Helm auf, Shirt runter, neues Shirt an, Socken an, Schuhe binden, Hund Geschirr anziehen, rauf aufs Rad. Und dann gings ab. Wahnsinn! Wir überholten schon auf den ersten 30 Metern beide Starterinnen die vor und los sind. Für meinen Hund gab es nur noch eine Richtung: mit Volldampf ab durch die Mitte. Der Weg war zuerst breit und angenehm. Doch schon nach wenigen Metern ging es bergauf. Und danach bergauf. Und dann wieder bergauf. Der Trail wurde immer schmaler und wurzliger, matschiger und wilder. Dann kam die Stelle mit den Felsen. Runter vom Rad, hochklettern, oben kurz verschnaufen und dann ging es endlich runter. Mein Hund ackerte die ganze Strecke im Galopp durch. Bergauf zog sie wie ein Ochse, bergab streckte sie sich und flog. Ich drehte mich um. Ich sah niemanden.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Mit leichtem Grinsen im Gesicht kam ich wieder in der Wechselzone an. Helm runter, Laufgurt an und los. Die Canicross Strecke ähnelte der Bikestrecke. Also bergauf, bergauf und immer höher. Ich war sowas von platt, aber mein Hund kämpfte und so musste ich einfach mitkämpfen. Ich hörte langsam das Gebelle und den Sprecher. Ich drehte mich wieder um: NIEMAND! Ich konnte es nicht fassen und gab Gas. Einen steilen Wacholderbeer-Abhang hinunter, dann noch von Stein zu Stein über den Bach und direkt auf die Zielgarde am Ententeich. Wir waren ALLEIN und wir flogen..
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Nach 30 Minuten erreichte ich das Ziel nun endlich letztendlich und war einfach nur STOLZ. Stolz auf meinen Hund, der fit neben mir stand und fragend zu den Enten lugte, die entzwischen auf dem Teich gelandet waren. Nach 3 Minuten kam dann auch eine weitere der 4 Starterinnen ins Ziel. Eine Freundin von mir die: "Warum bist du denn so schnell?!!" zu uns hinüber ruft... hihi....
Nach einem Grillhendl am Mittag und 1,5 Stunden Tiefschlaf ging es nachts auf die Laufstrecke, die die abgeänderte Bikestrecke vom Tag war. 3.3 km waren zu bewältigen, in vollkommener Dunkelheit.
20:04 Meine Startzeit. Ich lief los, wenig überrrascht, dass es mal wieder bergauf ging. Ich war etwas unsicher, denn sowas hatte ich noch nie gemacht. Auf unebenen Boden, bewaffnet mit einer Stirnlampe und der Hund mit Leuchthalsband. Es war hell genug, keine Frage.. doch auch hier.. niemand vor und niemand nach mir. Nach einer Weile überholten mich dann endlich 2 Männer. Ich schloss mich ihnen an, über ein paar wenige Meter. Meine Freunde erkannten mich, als ich die Zielgerade am Ententeich einbog und jubelten mir zu. Also das letzte Quäntchen Kraft doch noch auspacken und mit Schwung ins Ziel. Danach war ich PLATT.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
22:30 Meine Freunde schickten mich ins Bett.
06:00 Der Wecker klingelt. Nach einer echt erholsamen Nacht wanke ich ins Bad und Stelle die Ausmaße dieses Samstags anhand meiner Kleidung fest. Mein Schlafanzugoberteil trage ich auf links und das auch noch verkehrt herum. Naja. Was solls. Heute noch und dann ists geschafft.
06:30 Frühstück! Heute schmeckt es mehr und die Kaffeemaschine geht wieder. Ich trinke eine ganze Tasse und bemerke dabei nicht wie meine Adern schon wieder kochen. Na super.. das hätte ich wohl doch nicht gebraucht. Mein Adrenalin ist so hoch wie am ersten Tag. Ich bin auf Platz 1 und die Freundin nach mir hat mit 2:30 min Abstand Platz 2 ergattert. Eigentlich sind mir Plätze egal, doch wenn ich gewinnen würde.... und schon wurde ich ultra nervös.
08:07 Ach wie schön. Mein Freund der Teich. Genauso kalt wie am Tag zuvor. Meine Freundin auf Platz 2 startet gerade als ich die Wechselzone erreiche. Heute wird alles andersrum gefahren und die Zielgerade am Ententeich ist meine Startstrecke. Ich steige auf und wieder geht mein Hund was das Zeug hält. Unterwegs der Schock: Habe ich einen Platten?! Ach nein.. es ist nur der tiefe Boden aus einem Gras-Schlamm-Gemisch. Ich trete, Pille zieht und auf der kleinen Downhill-Strecke fliegt sie nur so dahin.
In der Wechselzone sehe ich mein Ziel. Ich habe meine Freundin eingeholt!! Ich wechsel so schnell ich kann und laufe noch vor ihr los. Geschickt nehmen wir die Steine am Bach und klettern den Wacholder-Hang hoch. Nach ca. 2 km hat sie mich eingeholt. Wir laufen gemeinsam, sie möchte nicht vorbei und beim Zielsprint brüllt sie von hinten "Looooooooooooos Nikkiiiiiiiiiiiiiiiii!". Wir fliegen, wie siegen. Ich kann es nicht glauben und bin einfach nur stolz auf meine Hündin und ihren Kampfgeist. Sie steht wild wedelnd neben mir und zeigt keinerlei Schwächeanfall. Ebensowenig wie ich. Das Hoch der Gefühle übermannt mich und wir wuseln wild durch die Gegend bis zur Sigerehrung.
Hier "meine" Gruppe. Links: Der Fotograf und Nelli-Bändiger, daneben die Freundin mit dem 2. Platz, dann ich und der Mann rechts ergatterte bei den Herren im Triathlon den 3. Platz. Ein voller Erfolg also.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Der Tag danach: Ich bin müde, aber mir tut nichts weh. Mein Hund ist fit und etwas gelangweilt, das heute mal nichts geht. Der 2. Tag danach: Ich bin fit, mein Hund ist fit und wir sind drauf wie immer: IRR.
Ich hoffe euch hat dieser kleine Bericht in eine "andere" Welt gefallen.