Beiträge von El Rocko

    Erfahrung mit einem Rollihund habe ich zwar nicht, aber mein zweiter Hund (Timmy) kam als ca. 8jähriger direkt aus einem spanischen Tierheim zu mir. Nach 3 Monaten habe ich ihn gründlich durchchecken lassen und hatte dann die Diagnosen hochgradige HD, Spondylose, schweres Cauda Equina Syndrom und eventuell auch degenerative Myelopathie.

    Timmy hatte noch ein schönes Jahr bei mir, ausgefüllt mit Gassirunden in Feld und Wald, Physiotherapie und Besuchen bei der THP (die meinen Ersthund gleich mitbehandelt hat). Ach ja, ein Urlaub an der Küste war auch noch drin. Im zweiten Jahr hat er dann leider rapide abgebaut. Er wurde komplett inkontinent und konnte die letzten Monate wegen des starken Abbaus seiner Hinterhandmuskulatur nur noch mit Hilfe eines Tragegeschirrs laufen. Auf die besagte Rüdenwindel bin ich gottlob sehr schnell gestoßen - und preise sie hier auch immer wieder an.

    Timmy war ein unglaublich lieber und anspruchsloser Hund und ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Und obwohl ich hier über die passende "Infrastruktur" verfüge (Haus mit Garten auf dem Land, ebenerdige und komplett geflieste Wohnung), kann ich mir nicht vorstellen, mir noch einmal einen gesundheitlich so stark eingeschränkten Hund zu holen (okay, bei Timmy wusste ich vorher auch nicht, was auch mich zukommen würde). Da ich außer Haus arbeite, könnte ich das erst mit dem Eintritt ins Rentenalter machen, und dann bin ich sicher nicht mehr fit genug für einen solchen Vollzeitjob.

    Ich kann also recht gut nachvollziehen, was du da leistest. Deshalb noch einmal meinen allergrößten Respekt dafür, dass du neben deinen sechs gesunden Hunden (und deinen Katzen) auch noch drei Rollihunden ein so schönes und lebenswertes Leben bietest!

    Ich bin wirklich beeindruckt von diesem Thread und den tollen Videos, mit denen du uns zeigst, wie lebenswert das Leben für deine Handicap-Hunde ist. Vielen Dank dafür!

    Toll finde ich auch, wie deine gesunden Hunde mit den gelähmten Hunden umgehen. Habt ihr da manchmal auch Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung eines neuen Hundes?

    Mein Hund, mittlerweile auch geschätzte 12 Jahre alt, hat keine Probleme damit, früh aufzustehen. Ich hätte aber auch kein Problem damit, einen Langschläfer morgens gegen seinen Willen aus dem Haus zu zerren, weil ich anschließend zur Arbeit muss. Schließlich verdiene ich mit meiner Arbeit ja unseren Lebensunterhalt!

    An deiner Stelle würde ich mir da keinen Kopp machen. Wie schon geschrieben wurde, wäre es etwas anderes, wenn du jetzt Stunden länger außer Haus wärst. Aber 30 Minuten früher aufstehen wird dein Hund sicher verkraften.

    Hallo Vakuole und herzlich willkommen in unserem "elitären" Club ;) .

    Da du schreibst, dass du mit Alma Hundesport machen möchtest, vermute ich mal, dass sie noch jünger ist. Da hast du gute Chancen, ihr Verhalten wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Zumal sie mit den Hunden auf dem Hundeplatz ja auch keine Probleme mehr hat. Das ist doch schon mal sehr viel versprechend.

    Basko hat sich gerade eben absolut mustergültig verhalten. Wir sind eben bei unserer Gassirunde einem Ridgeback-Rüden begegnet, der als Welpe und Junghund eher schüchtern war und bei möglichen Problemen schnell den Rückzug angetreten hat. Sein Herrchen wurde auch nie müde, mir zu erklären, wie ich mit meinem Hund umzugehen habe. Und natürlich kann ein 35-kg-Hund einen nicht mitziehen, wenn er angeleint nach vorne geht. Man muss ihn halt nur richtig erziehen ...

    Unsere Begegnung lief eben so ab. Der Ridgeback war mit einer Frau auf der anderen Straßenseite, sah Basko, knurrte sofort und machte einen Satz in die Leine. Und Frauchen (wenn sie es war, da bin ich mir nicht sicher), ist doch tatsächlich von ihrem Hund ein Stück mitgerissen worden :mute: . Da hat wohl die Erziehung des Hundes versagt.

    Basko hat jedenfalls nur da gestanden, kurz zu dem Rüden rübergeschaut und hat sich dann tatsächlich (auf mein Signal hin) zu mir umorientiert. Das hatten wir bei großen Rüden bislang so gut wie nie, und schon gar nicht, wenn sie ihn schon anknurren. Da gab es natürlich eine ordentliche Belohnung von mir und ich war megastolz auch meinen Stinker.

    Fairerweise muss ich dazu sagen, dass wir noch ein paar Meter von dem anderen Hund entfernt waren. Wäre er um die Ecke gebogen und hatte direkt vor uns gestanden, hätte das nicht so gut geklappt.

    Heute reihe ich mich auch in die Reihe der lobenden Hundehalter ein.

    Als ich heute mit Basko von unserer abendlichen Gassirunde zurück kam, tauchte plötzlich ein paar Meter vor uns eine junge Labbihündin aus der Nachbarschaft auf. Erst knurrte sie Basko an, dann sprang sie bellend in unsere Richtung, und schließlich - ich wollte sie gerade mit einer Hand voller Leckerlie bombardieren - ließ sie sich von Frauchen abrufen.

    Basko ist erst ins Freeze gegangen, hat sicherlich böse Blicke verschossen (da ich neben ihm stand, konnte ich seinen Blick ja nicht sehen), ist aber nicht mal ansatzweise nach vorne gegangen. Er ließ sich dann auch an dem zweiten Hund vorbei erst weiterziehen und dann weiterlocken, ohne großen Unmut zu zeigen.

    Da wir im Urlaub gerade ein ähnliches Erlebnis hatten, scheint sich immer mehr zu zeigen, dass Basko bei eigentlich freundlichen Hunden mittlerweile recht gelassen bleibt. Das hatten wir so bislang nur mit bekannten kleineren Hunden aus den Nachbarschaft.

    Ich freue mich jedenfalls über jede Hundebegegnung, aus der Basko stressfrei herausgeht.

    Ich erlebe jetzt auch zum ersten Mal das älter werden meines Hundes mit. Meine ersten beiden sind mit ca. 10 Jahren gestorben.

    Basko ist jetzt geschätzte 12 Jahre alt und wird immer gemütlicher. Für die Gassirunden muss ich jetzt grundsätzlich mehr Zeit einplanen. Herr Hund läuft zwar noch gerne im leichten Trab, muss aber viel öfter als früher stehen bleiben und schnüffeln, markieren, schnüffeln, markieren, schnüffeln, markieren ...
    Da Basko nur angeleint läuft, muss ich dann halt auch immer stehen bleiben und auf ihn warten.

    Er schläft jetzt auch mehr als früher und ist insgesamt sehr viel ruhiger und entspannter geworden. Dieser Punkt gefällt mir sehr gut, da Basko in der Vergangenheit immer eher unentspannt war und sehr schnell hochgedreht hat. Sein Verhalten Artgenossen gegenüber hat sich auch etwas gebessert. Er findet andere Hunde zwar immer noch absolut blöd, will aber nicht mehr jeden Hund sofort ohne wenn und aber angreifen.

    Augen und Ohren funktionieren noch einwandfrei. Basko ist noch nicht alt, aber ich merke schon einen Unterschied zu früher. Und dieser eher gemütliche Basko gefällt mir deutlich besser als der völlig durchgeknallte Hund, der vor sechs Jahren hier eingezogen ist.