Beiträge von Faesa

    "Lasse Hund und Kind nie alleine in einem Raum" Dieser Satz ist ja das wichtigste, was man als Hundehalter und Neu-Mama beherzigen sollte. Ist ja auch alles verständlich. Aber gerade eben hatte ich wieder ein arg schlechtes Gewissen. Darum mal meine Frage, wie regelt ihr das?

    L. lag auf seiner Krabbeldecke unterm Trapez neben mir im Arbeitszimmer. Lena auf ihrem Kissen unterm Schreibtisch. Ich wollte in die Küche mir ein Brot schmieren. Wenn ich den Raum verlasse, muss immer entweder Hund oder Kind mit. Da es sich ohne Kind leichter etwas erledigen lässt, muss meist der Hund mit.

    Und da kommt allmählich mein schlechtes Gewissen. Lena läuft mir in der Wohnung gerade vormittags kaum nach, sie liegt und pennt. Jedesmal scheuche ich den Hund auf und sie kommt voller Erwartung an - dafür, dass sie mir nur doof zugucken darf. Und dann erlaube ich ihr teilweise noch nicht mal, zurück auf ihr Kissen zu gehen - eben weil Kind da liegt.

    Wie macht ihr das? Ich fühle mich Lena gegenüber total dämlich aber ich kann L. der gerade mal friedlich spielt so dass ich etwas machen könnte - und sei es nur ein Brot schmieren - doch nicht jedesmal umparken?

    Wenn du dich besser fühlst, wenn du etwas "dagegen" tun kannst, dann erinnere dich einfach an die simplen Hygieneregeln, die man sowieso während einer Krankheit beherzigt: Händewaschen, nicht dem Hund in die Nase nießen, etc. Dann wird der das schon überstehen ;)

    Ui, haben sie endlich dazu gelernt? Den Veggiburger gabs ja schon mal, als ich noch in der Oberstufe war - und das ist über 10 Jahre her. Aber das undefinierbare Etwas zwischen Salatblatt und Tomatenscheibe hat einfach nur bescheiden geschmeckt.

    Da bin ich aber mal auf meine nächste längere Autofahrt gespannt, da ist McDoof oder der Burgerkönig immer meine Hunde-Pipi-Baby-Still-Pause auf und um den dabeiliegenden Autohof.

    Platz: Ein Hund braucht etwa 1,5 qm. Nämlich für seine Decke und seinen Fressnapf. Das Argument würde ich komplett ignorieren.

    Zeit: Du weisst, wieviel Zeit ein Hund kostet, wenn du bereit bist, diese zu opfern, kann das den anderen doch egal sein.

    Kosten: Du hast dich informiert, wenn ihr das stemmen könnte, ists doch alles in Butter. Ein kleines Pölsterchen könnt ihr über die Hundejahre ja ansparen für evt. größere Dinge, und ein Hund, der alleine bleiben kann macht auch nix kaputt. Mein Hund hat 3 Dinge kaputt gemacht: 2 Kuscheltiere aus Frust und Ärger weil ich sie eingesperrt hatte - mein eigner Fehler - und einen Schuh, einen schönen Leder Herrenschuh, der einen Zahnabdruck hat, weil sie ihn in ihr Körbchen getragen hat. Keine weiteren Spuren, nur halt vom Tragen. Hätte sie einen Turnschuh erwischt, wäre das nicht mal tragisch gewesen. Also auch kein Argument.

    Wo ist jetzt dein, bzw. ihr Problem *aufmunter*

    Ausnahmefälle übersteht ein Hund, der grundsätzlich alleine bleiben kann, in der Regel ohne Schaden. Darum würde ich mir keinen Kopf machen.

    Wenn der Hund 5 Stunden alleine bleiben kann, klingt das prima. ABER: Bitte sei dir dessen bewußt, dass er es vielleicht doch nicht kann. Dann braucht ihr einen Plan B. Vielleicht hat der Vorbesitzer gelogen, vielleicht konnte er es wirklich mal, aber Hunde lernen Ortsbezogen, sprich, bei euch ist das wieder etwas völlig anderes. Oder er hat durch das Tierheim jetzt eine Verlustangst entwickelt, das wirst du alles erst sehen, wenn du ihn zuhause hast und es austestest.

    Zitat

    Ich mische dem Futter auch oft Reis, Nudeln oder Kartoffeln unter. Selbst gekocht bzw. Reste sind meist billiger als Dosenfutter in denen Reis usw. mit drin ist

    Wenn du damit Fertigfutter (Alleinfutter) meinst, reduzierst du aber den Fleischanteil damit wieder erheblich. Oder meinst du damit Reinfleischdosen bzw. Frischfleisch?

    Uff, dann gehen langsam auch meine Tips aus :sad2: Ich habe ja auch lange mit dem Alleine bleiben gekämpft, allerdings war es wirklich nur die Angst die ich aus ihr rausbekommen musste, und habe wenig Rückschläge gehabt.

    Jetzt fällt mir wirklich nur noch das Beruhigungs Signal oder eine Box ein, was ich ausprobieren würde, bevor ich zu Erziehungshalsbändern greife. Die Teile sind für mich irgendwie... Nix. Ich verstehe deinen Grundgedanken dahinter, aber ich hätte immer Angst, dass ich damit mehr schade als wett mache.

    *verzweifelt nach einem weiteren Tip such* Ob es hilft, einmal kräftig gegen die Türe zu hämmern, damit sie durch den Schreck ruhig ist und du in dem Moment rein kommst? Irgendwie auch blöd die Idee, aber fällt dir vielleicht noch irgendwas sinnvolles ein, wie man sie für eine Sekunde ruhig bekommst die du nutzen kannst zum reinkommen?

    Hach, vorhin wieder eine herrliche Runde mit meinem Papa und deren Hund durch den Wald gedreht. Ich liebe das Knirschen vom Schnee unter den Schuhen, die Hunde haben getobt und es war eine Wonne ihnen zuzusehen.

    Klar, ich mag auch Sonne und schönes, warmes Wetter, aber ich nehme 30 mal lieber diesen Winter als den bescheidenen Regen-Grau-Schlamm Winter der letzten Jahre.

    Was genau machst du, wenn du gehest? Gibt es eine Art Ritual? Wenn ja, vielleicht ist das schon der Stressauslöser. Also vielleicht verbindet sie den Kong schon mit Alleine bleiben. Sprich, der Stress fängt schon an, wenn sie den Kong bekommt. So wie manche Hunde austicken, wenn Herrchen/Frauchen Schuhe anzieht. Zwar frisst sie den Kong dann, weil es halt Fressen ist, aber möglicherweise ist das auch nur eine Handlung zur Befriedigung des Stresses, und wenn diese Übersprungshandlung alle ist, fängt sie an zu heulen.

    Ich würde das ganz normal aufbauen. Mal ohne Leckerlies oder sonst was probieren.

    Wie willst du in Zukunft weggehen? Ich vermute mal Schuhe anziehen, Jacke anziehen, Schlüssel nehmen, gehen. Oder?

    Dann würde ich das auch genau so üben. Sekundenweise, das kennst du ja schon... ja ich weiss, ätzend.... Immer wieder zwischendurch mal Schuhe anziehen ohne wegzugehen.

    Prallel würde ich immer wieder mal Türen schließen, in der Wohnung und dann unvermittelt wieder öffnen. Sie immer wieder mal im Körbchen ablegen, aus dem Raum rausgehen und sofort wieder rein. Sie aus dieser Kontroll- und Nachlaufsituation rausholen.

    Das ganze klingt für mich nämlich nicht nach einem Zeitproblem, sondern dass der Hund nicht damit umgehen kann, nichts zu tun zu haben, und daran würde ich arbeiten. Er muss lernen, zu entspannen. Es ist nichts dramatisches alleine zu sein, und man kann auch mal still halten, ohne Dauerbespassung mit Kong oder Leckerlies suchen.

    Macht ihr viel in der Wohnung mit dem Hund? Mein Hund hat in der Wohnung (ich weiss, klingt hart) Ruhe zu halten. Ihre Zeit ist auf den Gassirunden, in der Wohnung wird nicht getobt, nicht gespielt (ausser es ist eine besondere Situation warum auch immer) etc. Sie darf natürlich bei mir sein, bei mir liegen, mir nachlaufen (im Rahmen), wird geknuddelt etc, aber grundsätzlich hat sie mir (ja, klingt immer noch hart) nicht auf die Nerven zu gehen. Wenn sie mich nervt, z.B. durch Bettlei oder im Weg-Steherei in der Küche, fliegt sie raus. Darum ist Madam auch relativ relaxed mittlerweile in der Wohnung, sie weiss, dass keine große Aktion passiert und erwartet es daher auch nicht.

    Irgendwo stand was von nem Küchengitter. Es ist klar ok, wenn der Hund nicht in die Küche darf (auch wenn ich damit kein Problem habe), aber versuch mal die Türe dann richtig zu zu machen, so dass er dich auch nicht mehr sieht. Versuche diese Variante "Hund sieht mich, aber darf nicht zu mir" mal zu verhindern. Ich würd auch heulen, wenn mein Freund irgendwo 3 Meter weg von mir steht und ich nicht hindarf :-(

    Ansonsten fällt mir noch ein, dass du mal in den Anti-Jagt Thread "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" reinschauen kannst. Auf den letzten Seiten gab es eine sehr interessante Ausführung zu einem "Calming Signal", einem Signal, auf das man den Hund konditioniert und er dabei entspannt. Möglicherweise hilft dir ein ähnlicher Ansatz.