Beiträge von Faesa

    Zitat

    Es kann sich jeder anhand der Physik selber ausrechnen, welche Energie ein 25kg schwerer Hund bei einem Aufprall mit 50km/h entwickelt!

    In Klasse 10 hatte ich in Physik ne 1 - in der 11 nen Leherwechsel und ne 5. Ich habe es immer auf den Lehrerwechsel geschoben, vielleicht bin ich aber auch wirklich zu doof - oder es ist zu lange her. Mit welcher Formel rechne ist das aus? Kannst du mal eine Beispielrechnung für nen 20 Kilo Hund (oder 10 Kilo oder 15 Kilo, ist ja egal) bringen? Denn genau das habe ich mal sehr lange im Netz gesucht, aber nie gewinnbringende Aussagen, die ich verstehen würde, gefunden.

    Bei dem Teil im Video geben die Schnallen nach, nicht der Gurt ist lang (vielleicht auch aber nicht nur)! Plastik ist überhaupt nicht für diese Zugbelastung ausgelegt, die bei einem Crash auf die Schnallen wirkt.

    In einem der von mir oben verlinkten Threads hat jemand geschrieben, dass das 20-fache an Gewicht auf die Schnallen wirkt bei einem Crash. Selbst bei nur 5-facher Kraft würden bei meinem Hund über 120 Kilo auf Plastik wirken, dass das nicht halten kann, ist klar.

    Wenn ihr ein K9 habt, das ist wohl für den Strassenverkehr zugelassen, könnte das allerdings sicherer sein. Weiss nicht, für welche Zugbelastung dieses Verbindungsstück zugelassen ist, das Geschirr auf jedenfall von dem Trixie ist nicht geeignet.

    Vielleicht liege ich falsch, aber ich tippe mal, dass du so einen Gurt wie z.B. den von Trixie hast. Schau mal, was bei einem Crash damit passiert:

    http://www.youtube.com/watch?v=jYms1d…player_embedded

    Wenn man das Kleingedruckte bei diesen Gurten liest, steht da immer bei, zur Sicherung im Ruhenden Verkehr. Die sind zum Fahren überhaupt nicht zugelassen, sondern nur dafür, dass er dir, wenn du kurz in nen Laden hüpfst, nicht das Auto zerlegt.

    Zitat

    Ich verstehe deinen Ansatz.
    Sehe da aber eben die Gefahr, dass man sich auf das gute (ortsgebundene) Verhalten verlässt und in einer neuen Situation plötzlich "mit leeren Händen da steht".

    Das darf man natürlich nicht. Das ist ja das gleiche wenn man mit extrem reizarmer Umgebung anfängt und dann steigert. Da hat man ja genau den gleichen Effekt. Ich habe durch diese Langeweile einen Weg etwas reizärmer gemacht, damit ich überhaupt anfangen kann. Ich habe zwar einen Garagenhof, aber der ist so uneinsichtig und vielbefahren, dass mir das zum Üben oft zu gefährlich ist. Da diese Zwei großen Wiesen direkt hinter meinem Haus beginnen, bot sich das halt an. Selbst wenn ich ausserhalb der Öffnungszeiten den Parkplatz des Supermarktes nutzen könnte, was mach ich in der anderen Zeit. Meine Wege hier standen mir praktisch bei jeder Runde zur Verfügung, ich habe 4 mal täglich eine Übungseinheit gehabt, was mir anderweitig nicht möglich gewesen wäre.

    Obs der perfekte Ansatz für jeden ist - sicher nicht. Aber es ist einer, der funktionieren kann, wenn man dann entsprechend darauf aufbaut.

    Finde das ja gut, dass z.b. wir zwei komplett unterschiedliche Jäger haben, sehr unterschiedlich arbeiten. So kann man immer 2 Varianten vorstellen aus denen sich dritte ihr eigenes, persönliches Training zusammen bauen können.

    Das mit dem Mehrfachklicks ist interessant, hab ich schon öfters gelesen jetzt. Muss man das anders aufbauen? Ich fände das für den Aufbau eines korrekten "Fuss" nämlich ab und an hilfreich. Da ist Madam viel zu aufgeregt noch im Moment.

    Ein Click bedeutet IMMER ein Leckerli. Man schleicht mit der Zeit die Clicks aus.

    Ich habe mit einer 7m Schlepp angefangen zu üben, die 15m hab ich nur für wildreiches, schlecht einsehbares Gelände oder wenn ich nicht die Augen beim Hund haben kann (z.b. mit der ganzen Familie am Spaziergang, wo man viel schwätzt).

    Im Garten würde ich die Schlepp dann einsetzen, wenn er dort auch Kommandos misachtet. Klappt es dort, würde ich persönlich sie dort nicht einsetzen.

    Es gibt aber auch Theorien, dass der Hund während des Schlepp Trainings immer an der Schlepp geht, das muss jeder für sich anpassen denke ich.

    Zitat

    Dinge, die ich für fragwürdig halte.

    Ich arbeite mit beidem - aber unter Berücksichtigung des folgenden - nicht quotieren - Satzes.

    Zitat

    In deinem konkreten Fall ists blöd, letztlich muss man sich dann vor Augen halten "Gib nie einen Befehl, den du nicht durchsetzen kannst". Ich würde also den Blickkontakt intensiv unter geringerer Ablenkung festigen.

    Meine Langeweilvariante - sicher, sie mag kein Patent sein. Für uns hat sie funktioniert. In jedem neuen Gebiet ist Madam erst mal aufgeregt, da ist alles andere als ich interessant. Bekannte Gebiete geben ihr Sicherheit, sie ignoriert "langweilige Ecken" und geht gezeilt auf die Ecken, wo die Hasen oft sitzen, wo einer am Tag vorher den Weg gekreuzt hat oder ähnliches.

    Auf diese Art und Weise konnte ich praktisch lernen, sie besser zu lesen und ihre Konzentration auf mich lenken, BEVOR sie die Nase am Hasenbau hatte. In fremden Gebiet ist das viel schwieriger.

    Täglich abwechselnde Gassigänge sind für den Hund sicher toll, aber genau das empfehlen wir ja immer, damit es nicht langweilig wird, damit der Hund etwas neues riecht/sieht/erlebt. Die Frage ist dann, wie gut kann ich mit diesen ständig neuen Eindrücken dem Hund klar machen, dass ICH aber das Tollste bin? Das es das einzig wahre ist, sich an mir zu orientieren?

    Für mich war dies der richtige Weg. Aber mein Hund ist zwar ein starker Jäger, aber ich komme mit dem "Verbot" und dem Hetzen von Dummi und Frisbee als Ausgleich relativ gut hin. Vorstehen hat Madam nie wirklich gemacht, genauso wie Spuren für sie uninteressant sind. Aufstöbern ist immer mehr ein Zufallsprodukt als gezielte Suche nach Wild. Der Reiz für meinen Hund war/ist immer das bewegte Objekt. Stehende Rehe hat sie schon mehrfach übersehen jetzt.

    Pia Gröning beschreibt in ihrem Anti Jagt Buch einmal die "Schade-Übung", wo man den Hund anbindet und nicht ausführen des Befehls wird mit weggehen/wegdrehen/"Schade" gekontert, während die korrekte Ausführung eben hoch gelobt wird. So lernt der Hund eben auch ein Negativ-Signal.

    Ausserdem gibt es eine zweite Übung, bei der man am Beispiel Sitz 5 mal den Befehl sagen soll und die Sekunden zählen soll. Daraus wird der Durschschnitt gebildet, wie lange es dauert bis zur Ausführung des Befehls. Dann wird der Befehl gegeben - ist die Ausführung unter dem Durchschnitt, also schneller, gibts Click und Leckerli, darüber hinaus nicht. So lernt der Hund, Befehle schneller auszführen, denn mit der Zeit kann man dann die Zeit senken - war der Durchschnitt zu Beginn beispielsweise 6 Sekunden, kann man dann auf 5, dann auf 4 etc. verkürzen.

    In deinem konkreten Fall ists blöd, letztlich muss man sich dann vor Augen halten "Gib nie einen Befehl, den du nicht durchsetzen kannst". Ich würde also den Blickkontakt intensiv unter geringerer Ablenkung festigen. Und vielleicht auch noch weiter generalisieren - also auch in absolut uninteressanten Situationen einfordern. Mir gehts oft so, dass ich Lena nur ranrufe, wenn irgendwas ist, wenn mir das zu oft hintereinander passiert, scannt sie auch erst mal, "oh, Frauchen ruft, da muss irgendwas sein".

    schau mal hier rein: https://www.dogforum.de/ftopic92944.html für ein interessantes TÜV Video und hier https://www.dogforum.de/viewtopic.php?…r=asc&&start=10 habe ich mal mein Geschirr gepostet. Das dürfte etwas mitwachsen, da ja alle Gurte verstellbar sind.

    Lt. dem Post hier https://www.dogforum.de/fpost7977060.html#7977060 von BerndFFM ist auch das K9 zugelassen. Ich würds zwar wegen der Plastikschnallen nicht auf Dauer nehmen, aber ist vielleicht eine Möglichkeit, solange er noch kleiner ist das K9 zu nehmen und wenn er kurz vor ausgewachsen ist, auf eines der TÜV geprüften zu wechseln.

    Zitat

    Wir setzen unseren Welpen momentan in den Beifahrer-Fußraum

    Ungesicherter Hund im Auto bedeutet bis zu 3 Punkte in Flensburg.

    Ich hab daher ein teures Autogeschirr - die für 10 Euro taugen nämlich auch nix (bzw. sind im Kleingedruckten nicht mal dafür zugelassen), würde nur ein TÜV geprüftes dafür hernehmen.

    Yoshi: Ich habe hier auch keine wirkliche Möglichkeit, komplett wildfrei zu gehen. Mindestens die Kamikazekanickel gibt es immer. Als ich mit meinem persönlichen "Anti-Jagt-Training" anfing, bin ich glaub 2 Wochen lang nur die gleiche Runde gelaufen. 3-4 mal täglich den genau gleichen Weg. Totsterbenslangweilig nach einer Weile für meinen Hund. Nach einer Weile habe ich angefangen, diesen totsterbenslangweiligen Weg interessanter zu machen. Durch MICH. ICH habe Leckerlies gefunden. ICH hatte das Spielzeug. ICH bin gerannte, gehüpft, hab mich zum Affen gemacht. Der Hund, an der Schlepp, hat irgendwann festgestellt: Frauchen ist gar nicht mal so übel. Mein Mantra war immer: Ich muss toller sein als alles andere hier.

    Wenn du die immer gleiche Runde gehst, weisst du nach ein paar Tagen, wo die "guten" Wildspuren sind, und kannst entsprechend ein paar Meter davor ein Entertainment Programm beginnen. Du bist die tollste, nur bei dir gibts was (vielleicht auch nur bei dir das Futter? - würde ich mal probieren).

    Arbeitest du mit dem Clicker? Wenn noch nicht, wäre das vielleicht eine gute Sache anzufangen. Und dann jeden Blickkontakt zu dir clickern (hat AuraI ja auch schon geschrieben meine ich gelesen zu haben).

    Jeder Blick zu dir bedeutet, dass dein Hund an dich denkt, er dich also nicht komplett weggeblendet hat. Und das ist das, was du brauchst. Präsent bleiben beim Hund.

    Klappt das, kannst du neue Wege gehen. Wirst dann aber feststellen, dass es viel schwerer ist, denn da kennst du die guten Wildspuren noch nicht. Auf solchen Wegen musst du wieder ganz vorne beginnen, wieder Blickkontakte loben, wo du vorher vielleicht schon andere UO Befehle erfolgreich eingebaut hattest.

    Was ich auch von Tag 1 an geübt habe und sehr hilfreich ist, ist der Befehl "auf den Weg" und dazu das absolute Verbot im Wald den Weg weiter als bis VOR die erste Baumreihe zu verlassen. Im Graben schnüffeln ist ok, erste Baumreihe ist Tabu. Dadurch minimiert sich die Chance etwas aufzustöbern doch schon beträchtlich.

    Und ganz wichtig was AuraI schon sagte: Der Hund darf keinen Erfolg mehr haben. Jeder Erfolg im Sinne von Hetzen, Stöbern, ausser Sicht rennen, wirft dich um Tage/Wochen im Training zurück. Darum sollte ab sofort das Hundgeschirr und die Schleppleine zur Absicherung zu deinem Hundealltag gehören.