Mit Puppe üben, Babygeschrei - sorry, halte ich für Blödsinn. Die Puppe riecht nicht nach deinem Baby und das Babygeschrei der Nachbarin hört sich auch anders an als das von deinem. Jedes Kind meldet sich anders zu Wort, das kann man so überhaupt nicht trainieren.
So: L ist nächste Woche 6 Monate alt, Lena ist 3 Jahre und seit 2en bei mir. Unsicherer Tierheimhund, in dem viel Arbeit steckt.
Es ist überhaupt kein Problem!
Lena liebt L und L liebt Lena. Er fängt jetzt an, die Hände nach ihr auszustrecken und sie lässt sich von ihm "streicheln" (Unter meiner Aufsicht natürlich nur.)
Ich habe von Tag 1 (ambulant entbunden) Hund und Kind zusammengebracht. Füsse durfte sie immer ablecken - Hände und Kopf waren Tabu. Mittlerweile verbiete ich die Hände nimmer, man kann alles Waschen, und trotz aufpassen hat sie ihn 3 mal oder so inzwischen "geknutscht". Kommt vor, ist kein Problem wenn der Hund gesund ist. In den ersten Wochen war ich natürlich schon vorsichtig, hab mir selber auch immer die Hände gewaschen etc, aber ganz ehrlich, irgendwann, wenn sie etwas größer sind, du dich langsam reinfindest, lässt du es wieder bleiben.
Ich habe dem Hund keine Privilegien genommen, einzig darf sie im Bett nicht mehr morgens zum Kuscheln hoch kommen, sie hat jetzt unten am Fussende auf ihrer Decke zu bleiben und ich stehe zum Knuddeln auf.
Die Krabbeldecke habe ich zur Sperrzone erklärt, 3 mal Nein und gut war. Lustig ist, ich kann sie mit der Krabbeldecke jetzt sogar einsperren. Wenn ich die Decke in eine Türe lege, würde sie den Raum nicht verlassen - das war mir auch wichtig. Und L. wird später lernen, dass das Körbchen für ihn Sperrzone ist.
Kinder laufen und Krabbeln nicht von einem Tag auf den anderen. Das dauert und Hund und Kind wachsen in diese Aufgabe rein. Ein Hund, der plötzlich vor ein laufendes Kleinkind gesetzt wird, findet das sicher etwas seltsam, möglicherweise sogar ganz beschissen. Aber a) ist es kein Rudelmitglied, und b) läuft dein Kind ja wie gesagt nicht von heut auf morgen. Da ist genügend Zeit für die Gewöhnung.
Was ich hier im Forum rausgelesen habe, ist dass viele Hunde das eigene Kind als Rudelmitglied lieben und auch bis aufs Blut verteidigen würden, andere Kinder aber trotzdem nicht mögen. Mach dir also keinen Kopf.
Was du üben kannst, wenn du magst, ist an Spielplätzen oder so vorbeigehen, dass er Geschrei und Lärm kennt, damit er später nicht austickt, wenn du mit Kind und Hund an einem Spielplatz mal halt machst.