Also, bei meinen Großeltern gab es die Hühner vom eignen Hof, das Fleisch vom Schlachter im Ort, die Kartoffeln von hinterm Haus. An Gewürzen gabs das, was man kannte und am Küchenfenster gezogen hat, bzw. im Kräutergarten. Also Schnittlauch, Petersilie und Co. Exotisches war viel zu teuer und nach dem Krieg eh nicht zu kriegen.
Der Hund hat bekommen, was über war. Die Kartoffelpellen, die Knochen mit Fleischresten, nicht verzehrte Innereien.
Da bin ich mir sicher, dass es sicher nicht absolult ausgewogen war, aber besser als das heutige Discounterfutter. Von der Qualität vielleicht sogar besser, als hochwertigerere Hundefutter, aber eben nicht so ausgewogen im Bezug auf Vitamine und Mineralien, daher nicht unbedingt besser.
Schaue ich, was die Durchschnitts "ich koche nicht gerne nach der Arbeit"-2Personenhaushalt am Tisch hat, dann besteht das aus Fertigessen, seltsamen Gewürzen, Aromen, E-Stoffen etc. Gibt es sowas, hat das natürlich mit Hundeernährung nix zu tun. Bekommt der Hund allerdings die selbstgekochten Frikasseereste, das das übriggebliebene Stück Fleisch vom Grill - warum nicht. Schlimmer als Discounterfutter ist das sicher nicht, immerhin hat alles Lebensmittelqualität, und dieser Standart ist höher als der der Hundefutter.
VG Faesa,
deren Wauz gestern bei Nachbars die Grillreste abgegriffen hat und seit dem bei jeder Gassirunde am Balkon hofft, noch was zu kriegen ![]()